Mietwohnungen - was man beim Einzug beachten muss, damit man beim Auszug nicht viel Geld verliert

Im deutschsprachigen Raum leben - im Gegensatz zu England oder den USA beispielsweise - vor allem im städtischen Raum viele Menschen in Mietwohnungen. Und trotz strenger Richtlinien und den Bemühungen der diversen Konsumentenschutzverbände muss man als Mieter vorsorgen, um im Falle eines Auszugs nicht das Nachsehen zu haben.

Hier meine Tipps, was man beim Einzug unbedingt beachten muss.

1. Zeugen mitnehmen. Wenn man eine Wohnung übergeben bekommt, wird im Normalfall ein Protokoll angefertigt. Da aber die Zeit immer knapp ist und die Vermieter oft wenig Interesse an einer detaillierten Aufstellung der Gegebenheiten haben, sollte man unbedingt mindestens zwei unabhängige Zeugen zur Wohnungsübergabe mitnehmen. Namen, Adresse, Datum und Unterschrift am Protokoll festhalten.

2. Die Übergabe, wenn möglich, elektronisch mitschneiden. Hier ist es wichtig, dass alle Beteiligten darüber informiert werden, dass beispielsweise eine Tonbandaufnahme erfolgt und dieser auch zustimmen. Wenn der Vermieter die Zustimmung dazu verweigert, dann gibt es zumindest Zeugen.

3. Das PROTOKOLL. Groß geschrieben, weil so unheimlich wichtig. Egal, ob der Vermieter selbst ein Protokoll anfertigt oder nicht, du musst dein eigenes führen. Alles, was übergeben und besprochen wird, ist festzuhalten, die Zeugen sollen es unterschreiben, wenn möglich auch der Vermieter. Weigert er sich, was sein gutes Recht ist, so wird auch das schriftlich festgehalten. Vorlagen für Protokolle folgen.

4. Die Dokumentation. Schäden, Mängel, etc., die schon bei der Übergabe ersichtlich sind, müssen sofort im Protokoll festgehalten werden. Sonst kann es leicht passieren, dass diese Schäden dir beim Auszug verrechnet werden. Oft muss man Wohnungen aber übernehmen, ohne dass Strom vorhanden ist und in einem Schnelldurchgang kann man auch nicht alles sehen und festhalten.
Daher muss diese Dokumentation binnen einer Woche von dir erstellt und der Hausverwaltung übermittelt werden. Somit kannst du dich absichern und die Behebung von Mängeln und Schäden, die im Bereich des Vermieters liegen, sofort einfordern.
Diese Dokumentation sollte so genau wie möglich sein und vor allem viele, viele Fotos enthalten. Eine Vorlage für diese Dokumentation folgt demnächst

Wenn du diese zugegebenermaßen langweiligen Schritte befolgst, so wird es beim Auszug viel weniger Probleme geben.

Umgekehrt gelten alle diese Schritte natürlich auch dann, wenn du eine Wohnung vermieten möchtest. Halte den Zustand deiner Immobilie bei der Übergabe akribisch fest (schriftlich und mit Fotos) und nimm Zeugen mit. Somit kann es dann nicht passieren, dass Mieter eine Wohnung verwüsten und nicht dafür zur Rechenschaft gezogen werden können.

Mieten und Vermieten ist immer eine heikle Sache. Je genauer der Zustand der Immobilie bei Übergabe und Rückgabe dokumentiert wird, desto weniger Schwierigkeiten sind zu erwarten - für beide Seiten.

Mit liebem Gruß
Marie

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