5 Tage Mini - Organisation: Vorbereitung auf den Winter - Tag 1: Schuhe und Jacken

Der Winter kommt bestimmt, wie jedes Jahr zu früh, zu kalt und dauert dann viel zu lange. Ich bin kein Freund des Winters, ich bin ein Kind des Sommers. Aber in unseren Breiten muss ich mich leider auch mit kurzen, kalten und dunklen Tagen arrangieren.



Heute beginnt meine Winter - Vorbereitung. Eine Woche, in der ich meine Familie spätherbst- und winterfit ausstatte.

Tag 1: Schuhe, Stiefel, Jacken, Mäntel und Anoraks

Winterschuhe und sonstige Wintersachen waren bisher immer in Kisten verpackt und in der Garderobe weggeräumt. Mit meinen größeren Kleiderkästen ist das zwar nur mehr zu einem Teil notwendig, da vieles hier rund ums Jahr bequem Platz findet. Trotzdem verschaffe ich mir erst einmal einen Gesamtüberblick.

Also: heute werden alle Schuhe, Jacken, Anoraks, Mäntel etc. herausgeholt und auf Tauglichkeit geprüft.

  • Was ist vorhanden?
  • Was passt noch? 
  • Was ist zu klein? -> für kleineres Kind verwenden, verschenken, verkaufen oder Altkleidersammlung (der Stapel Müll kommt hier nur selten vor, denn die Sachen, die nicht mehr brauchbar waren, habe ich schon im Frühling entsorgt)
  • Ist alles sauber? Normalerweise wasche und reinige ich alles, bevor es weggeräumt wird. Aber manchmal sind Dinge doch verstaubt oder so verknittert, dass sie nochmals gewaschen werden müssen.
  • Motten? Trotz sorgfältiger Reinigung, Mottenschutz und ordentlicher Aufbewahrung schleichen sich diese Biester manchmal ein. Selten in die Kästen, die täglich benützt werden, aber Kisten werden schon einmal befallen. Dann hilft nur eines: alles sofort ausräumen, beschädigte Kleidung entsorgen, den Rest gründlich waschen oder reinigen lassen und in allen anderen Kästen und Kisten den Mottenschutz sofort erneuern.
Jedes Familienmitglied bekommt seinen eigenen Stapel.

Bei den Kindern beginnt dann das große Probieren: was passt noch? Was ist zu klein und muss ersetzt werden?

Alles, was fehlt und bis Ende Dezember unbedingt gebraucht wird, schreibe ich auf, dann mache ich mich auf den Weg, denn jetzt ist in den Geschäften noch das volle Sortiment vorhanden. Manchmal gibt es auch einen Mid-Season-Sale Anfang bis Mitte November, vielleicht kann einiges bis dahin warten. Oder ich habe irgendwo einen Gutschein.

Alle Dinge, die bis Anfang Jänner warten können, kommen auf meine Liste für den Abverkauf. Denn dann kann ich richtig viel Geld sparen.

Gerade bei  größeren Anschaffungen wie Mäntel, Jacken oder Winterstiefel, die in guter Qualität recht teuer sind, lohnt es sich besonders, Aktionen und Abverkäufe auszunützen.

Viele Dinge, die meine Kinder anziehen, habe ich nicht neu gekauft. Seit Jahren betreibe ich mit Freunden und Verwandten ein Kinderkleidungs-Tauschkarussell. Es funktioniert toll, jeder profitiert davon und man spart eine Menge Geld.

Bevor ich also einkaufen gehe, frage ich noch bei meinen Tauschpartnern nach. Wird vielleicht in den nächsten Tagen dort auch Winterkleidung aussortiert? Vielleicht ist genau das dabei, was ich brauche?
Toll funktioniert dieses Tauschen und Weitergeben auch für Sachen, die nicht unbedingt erste Wahl sein müssen, also für Jacken und Hosen, die nur im Garten getragen werden, Skihosen für den Spielplatz, etc. Solche Dinge kann man immer gratis oder für ganz wenig Geld gebraucht bekommen - und viel Geld sparen.

Umgekehrt gebe ich meine aussortierten Schätze natürlich auch sofort weiter, soferne sie noch in gutem Zustand sind. Hier hilft ebenso ein offenes Wort: wenn eine Familie keinen Garten hat und auch sonst wenig in der Natur unterwegs ist, wird sie eine etwas abgenützte Jacke nicht wirklich brauchen können. Familien mit Garten hingegen können gar nicht genug alte Skihosen haben, vor allem, wenn die Kinder noch klein sind und täglich nass und schmutzig werden.

Dinge, die ich nicht im Voraus kaufe:

Schuhe für Kinder. Es ist im Jänner absolut unmöglich zu sagen, welche Schuhe meine Kinder im nächsten Herbst tragen werden. Manchmal wachsen die Füße binnen drei Monaten um zwei Nummern, dann bleiben sie wieder ein Jahr gleich groß. Kinderschuhe kaufe ich nur bei Bedarf, auch wenn ich dann oft den höheren Preis zahlen muss.

Winterkleidung für Kleinkinder. Einmal gemacht und ordentlich draufgezahlt. Es war ein wunderbarer Schneeanzug in der richtigen Größe (dachte ich), den ich enthusiastisch in der ersten Schwangerschaft erstand. Im besten Kleinkindermodengeschäft, reduziert, trotzdem noch sauteuer. Im ersten Winter war er viel zu groß, im nächsten bereits zu klein. Beim zweiten Kind genauso. Also habe ich das wunderschöne Stück dann ungetragen verschenkt.


Außerdem werden im Schuhregal und in den Kästen schön langsam die Sommerschuhe und Jacken aussortiert. Heute sind das bei mir Sandalen, Leinenschuhe und dünne Sommerjacken. In der Früh hat es bei uns maximal 7°C, da muss schon die Herbstjacke her - und am Nachmittag, wenn es warm ist, tragen die Kids sowieso maximal einen Pullover.


Morgen geht es weiter.

Tag 1: Schuhe, Stiefel, Jacken, Mäntel und Anoraks
Tag 2: Hauben, Mützen, Schals, Tücher und Handschuhe
Tag 3: Unterwäsche, Rollis, Pullover und sonstige Winterkleidung
Tag 4: Bettwäsche
Tag 5: Wintersportgeräte und Winterausrüstung

Komm, mach mit, und am Ende der Woche ist alles fertig und winterfit. Das Wetter soll bei uns zumindest nicht regnerisch werden, also kann ich auch gut alles waschen und im Freien trocknen.

Mit liebem Gruß
Marie

Natürlich nehme ich wieder an Linkpartys teil. Danke an die Veranstalter!

Kommentare:

Katrin hat gesagt…

Wow, Du machst Dir da nen richtigen Plan. Ich bin da eher so die spontan Umräumerin, es schneit, hoffentlich finde ich die passende Jacke im Keller. Und meistens war immer etwas Passendes dabei. Viel Ausdauer wünsche ich Dir!

Marie hat gesagt…

Hallo Katrin!

Ja, bei mir läuft einiges nach Plan und vieles ebenso spontan wie bei dir. Gerade bei den Wintersachen hat sich Organisation bewährt, denn sonst stehen wir am ersten richtig kalten Tag da, finden keine Handschuhe und die Winterjacke ist doch schon zu klein...

Ich glaube, jeder muss sein eigenes System finden, wir sind alle unterschiedlich und unsere Familien auch. Gottseidank, das macht das Leben ja so bunt und lustig.

Ich mag deinen Blog :-) und stimme völlig mit deinem Motto überein! Er steht schon auf meiner Blogroll.

Mit liebem Gruß
Marie