Dienstag, 21. Oktober 2014

Hochbeete

Ich liebe Hochbeete.


Da mein Garten extrem lehmigen, schweren Boden hat, auf dem sich Gemüse nicht wirklich wohlfühlt, war von Anfang an klar, dass wir es mit Hochbeeten versuchen wollen.

Im ersten Frühjahr, als der wildeste Bewuchs gerodet und der Platz für die Gemüsebeete freigelegt war, bauten mein Mann und meine beiden Buben drei traumhafte Hochbeete.

Die Beete sind etwa 3,50 m lang und 1,20 m breit. Im Prinzip wurden an den Längsseiten vier runde, dicke Holzsteher in den Boden geschlagen und darauf rundumlaufende unbehandelte Holzbretter genagelt. Unbehandelt deshalb, weil sämtlicher wirksamer Holzschutz nicht mit meinem Gemüse in Kontakt kommen soll - nein danke! Und verträglicher, umweltfreundlicher und sicherlich unschädlicher Holzschutz ist einfach wirkungslos. Die Seitenwände stehen allerdings auf einer Kiesschichte, die als Drainage dient und die Lebensdauer der Seitenwände etwas erhöhen soll.


Die fertigen Hochbeete im ersten Jahr.

Meine Hochbeete werden vermutlich in ein paar Jahren zerfallen, dann muss ich sie erneuern. Macht nichts, sie stehen seit mittlerweile dreieinhalb Jahren und sehen immer noch großartig aus.


Die Seitenwände wurden mit Folie ausgekleidet.


Zuerst legten wir in die Hochbeete ausreichend Hasendraht ein - gegen die Wühlmäuse. Wirkt! Bisher keine Maus gesichtet. Um die Seitenwände zu schützen, wurde schwarze Folie innen an die Wände getackert. Wir verwendeten PVC freie Gartenfolien, die angeblich umweltverträglich sein sollen und keiner Schadstoffe an das umliegende Erdreich abgeben. Hoffentlich.


Hasendraht am Boden schützt gegen Wühlmäuse.


Darauf schichteten wir den riesigen Haufen an Schnittgut und Laub, der sich angesammelt hatte. Ein wenig zerkleinern, fertig. Ein Teil des Schnittguts wurde auch gehäckselt, damit es die Zwischenräume gut ausfüllen kann.

Als nächste Schichte kam der Erdaushub, den das Fundament der Gartenhütte zurückgelassen hatte. Guter lehmiger, schwerer, fruchtbarer Boden. Als Schichte im Hochbeet toll, zum Gemüseanbau natürlich nur bedingt geeignet.


Die mit Erdaushub und Schnittgut angefüllten Beete. Die oberste Schichte Erde fehlt noch.

Als oberste Schichte kam gute frische Erde gemischt mit Kompost, etwa 15 bis 20 cm dick.

Und dann konnte gepflanzt werden.

Die erste Bepflanzung im März. Damals gärtnerte ich noch nicht im Quadrat, sondern in Reihen.


Bepflanzung Beet 1. Die abgeschnittenen Mineralwasserflaschen schützen kleine Pflänzchen.

Bepflanzung Beet 2. Viele Erdbeeren im Vordergrund.

Bepflanzung Beet 3. Erbsen und Spinat sind schon gut zu sehen.


Und so sah es bereits im Juni desselben Jahres aus. Zwischen den Pflanzen liegt Miscanthusmulch, der vertreibt die Schnecken und hält die Erde schön feucht - und das darüberliegende Gemüse trocken und sauber.


Ein wahres Gemüse - Wunderland. Aber dieses Frühjahr war auch extrem wetterstabil.

In guter Bauerngartenmanier wachsen auch Ringelblumen zwischen dem Gemüse.

Die große Zucchini im Vordergrund bescherte uns eine Rekordernte.

Fazit: Hochbeete sind sensationell. Man kann ganz bequem Unkraut jäten, säen, ernten, etc. Das Gemüse wächst wunderbar und Schnecken gelangen nur sehr selten in die Beete (heuer leider schon, aber heuer war alles anders).


Maries Tipp!

Da die Beete durch die Verrottung der untenliegenden Zweige etc. jedes Jahr rund 5 cm einsinken, ergänze ich die fehlende Erde mit guter Gartenerde und Kompost. So bleiben meine Beete fruchtbar, da sie ja wirklich sehr stark beansprucht werden. Noch ein wenig Hornspäne daruntergemischt und alles wächst und gedeiht.



Der Herbst ist die ideale Jahreszeit, um den Gemüsegarten neu zu organisieren und Hochbeete anzulegen. Der anfallende Strauchschnitt kann so sofort verwendet werden, auch das Laub bildet einen wunderbaren Untergrund.

Mit liebem Gruß

Marie

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Wenn dir mein Garten gefällt, kannst du hier noch vieles entdecken. Vielleicht hast du auch Lust auf einen Spaziergang durch meinen Oktobergarten.


Kommentare:

  1. Hallo Marie,
    Ich habe gesehen, du hast dich bei mir als Leserin eingetragen. Deshalb bin ich gleich mal bei dir zu Besuch und hab mich auch eingetragen.
    So viele Hochbeete, da bist du ja zu beneiden. Ich bin gerade am Füllen meines ersten Hochbeetes, da passt ganz schön was rein. Ja, und im Frühjahr wird es gehörig zusammensacken, da bin ich gespannt.
    Werde nächste Woche mal drüber berichten.
    Liebe Grüße Sigrun

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    1. Hallo Sigrun,
      ja, ich bin über deinen Blog gestolpert und gleich hängen geblieben. Es ist total interessant, deine Beiträge zu verfolgen, vor allem, weil ich im Lehm sitze. Dicker, fruchtbarer, schwerer, gatschiger Lehm - mit allen Vor- und Nachteilen. Manchmal wünsche ich mir mehr Steine oder Sand, wenn die Staunässe meinen Pflanzen wieder einmal den Garaus gemacht hat. Seufz!
      Schön, dass du bei mir vorbeischaust, ich freue mich wirklich über jeden Leser und jeden Kommentar.
      Mit lieben Grüßen
      Marie

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  2. Mein Mann hat mir auch Hochbeete gebaut und ich liebe sie. Er hat sägeraues Lärchenholz verwendet, das muss man nicht behandeln. Habe ich jetzt seit 10 Jahren und sehen immer noch tiptop aus.
    LG Petra

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  3. Schöne Hochbeete! Beneide es immer sehr wenn man die selber baut. Sieht dich gleich viel besser aus.

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