Dienstag, 25. November 2014

Lauter Lieblingskekse - Husarenkrapferln


Das Keksebacken ist voll angelaufen. Im ganzen Haus duftet es und ich freue mich riesig, dass mein neuer Backofen so gut funktioniert. In den letzten Jahren, mit dem alten Herd und Backofen, war es schon etwas mühsam, aber heuer ist es toll.

Lauter Lieblingskekese auf einem bunten Teller, den die Kinder selbst gestaltet haben.


Hier stelle ich ein paar meiner Lieblingsrezepte vor. Jahr(zehnt)elang erprobt, die meisten Rezepte stammen von meinen Großmüttern oder der Familie meines Mannes. Manche habe ich ein wenig abgewandelt, aber im Prinzip schmecken die Kekse wie in meiner Kindheit.


Husarenkrapferln

Ein Dauerbrenner. Das Rezept stammt von meiner Namensgeberin, meiner Großmutter Maria-Katharina, angeblich hat es schon ihre Großmutter so gebacken.
Husarenkrapferln bestehen eigentlich nur aus einem Mürbteig, in den ein kleines Loch (mit dem Ende eines Kochlöffels) gemacht und mit Marmelade gefüllt wird. Die Füllung muss vor dem Backen erfolgen, das ist wichtig.
Traditionell erfolgte die Füllung mit Ribiselmarmelade (Johannisbeermarmelade für alle Nicht-Österreicher), weil diese verfügbar und im Sommer aus dem eigenen Garten frisch eingekocht war. Ich bevorzuge allerdings die Füllung mit Himbeermarmelade, aber das ist Geschmackssache. Auf dem Foto habe ich es einmal mit Marillenmarmelade probiert, aber das ist weder optisch noch geschmacklich optimal. Ich emfpfehle Himbeermarmelade.
Wichtig ist, wie bei allen Keksen, dass die Husarenkrapferln so klein wie möglich gemacht werden. Sie gehen beim Backen auch ziemlich auf.

Teig (reicht für ca. 2 Bleche voll)

  • Himbeer- oder Ribiselmarmelade zum Füllen
  • Puderzucker zum Bestreuen

Aus den Zutaten einen Mürbteig kneten (oder die Küchenmaschine kneten lassen) und den Teig mindestens 2 Stunden kaltstellen. Danach eine etwa  fingerdicke Rolle formen, kleine Stücke abschneiden und zu Kugeln rollen. Auf das Backblech legen, einmal fest draufdrücken (damit sie flach werden) und mit dem Stiel eines Kochlöffels ein Loch hineinbohren (etwa bis zur Hälfte, Achtung, Loch nicht durchdrücken). VOR dem Backen Marmelade einfüllen. Das geht am besten mit einer dicken Spritze (ohne Nadel) aus der Apotheke. Wenn die Marmelade zu zäh ist, kann man sie mit ein wenig Rum verdünnen und leicht erwärmen.

Backen: rund 8 Minuten bei 170°C Umluft. Aber das variiert je nach Backrohr. Die Husarenkrapferln sollen leicht gebräunt, aber nicht dunkel werden. Sofort nach dem Fertigbacken, noch vor dem Auskühlen, mit Puderzucker bestreuen.

Dieses Rezept kann man auch gut mit Kindern backen, aber sie müssen schon etwas größer sein. Ab ca. 6 Jahren geht es gut, dann sind sie flink und koordinert und können auch schon regelmäßige kleine Kugeln formen. beim Einfüllen der Marmelade muss man aber immer helfen.


Heute sind die Husarenkrapferln an der Reihe.


Bald geht es weiter mit Schokotalern, Dominosteinen, Rumkugeln und Vanillekipferln.


Der Teller (leider sieht man nur den Rand) wurde von meinen Kindern liebevoll bemalt. Hier findest du Ideen für Porzellanmalerei und weitere Basteleien mit Kindern. Und hier gibt es Rezepte und Ideen, die auch (sehr kleine) Kinder backen können.

Eine schöne Adventzeit und gutes Gelingen!

Marie

Natürlich bin ich wieder bei Linkpartys dabei.

Kommentare:

  1. Liebe Marie,
    wow, du bist aber schon weit mit dem Plätzchenbacken! Da krieg ich jetzt beides: ein wenig schlechtes Gewissen und natürlich Hunger. ;-) Sie sehen sehr lecker aus!
    Liebe Grüße,
    Sarah

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    1. Jetzt muss ich ein gut gehütetes Geheimnis verraten: die meisten Kekse bäckt mein wunderbarer und einzigartiger Mann! Wirklich! Die Geschichte dazu werde ich im nächsten Kekspost vorstellen. Ich schmücke mich hier also schamlos mit fremden Federn.
      Ansonsten ist es bei uns so, dass es ab dem ersten Adventwochenende Kekse gibt. Im Advent machen sie viel mehr Spaß und Freude, dafür ist nach Weihnachten recht schnell Schluss damit. Darum sind wir immer sehr früh dran. Aber das ist ja von Familie zu Familie verschieden.
      Genieße den Advent!
      Marie

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  2. Oh wie schön, meine Oma hat diese Plätzchen auch immer gebacken. Nur bei uns heißen sie "Engelsaugen".

    GLG
    Kerstin

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    1. Hallo Kerstin!

      Was für ein hübscher Name! Engelsaugen! Den muss ich mir merken.

      Liebe Grüße
      Marie

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