Noch schnell das Weihnachtsbudget aufbessern

Weihnachten ist eine finanzielle Herausforderung und obwohl ich klug plane und gezielt einkaufe, ist der monetäre Aufwand gewaltig. Auf der anderen Seite hat man so viele Dinge zu Hause, die einfach nicht mehr gebraucht werden oder aus denen man selbst bzw. die Kinder herausgewachsen sind - und damit meine ich nicht nur Spielzeug.


Machen wir also einen kritischen Durchgang durch unser Haus, sammeln alles ein, was nicht mehr gebraucht wird, aber noch brauchbar ist - und verkaufen es noch schnell vor Weihnachten.


Gut erhaltene Bücher kann man gut über Rebuy oder Momox verkaufen.


Folgende Dinge lassen sich leicht verkaufen und noch vor Weihnachten zu Geld machen.

* Bücher
* CDs
* Computer- und Konsolenspiele
* Wintersportausrüstung
* Kinderspielzeug
* Dekoartikel
* Elektronisches Spielzeug, Konsolen, etc.

Folgende Anbieter habe ich persönlich schon ausprobiert und damit Erfahrungen gesammelt. Dieser Post ist nicht gesponsert und stellt ausschließlich meine persönliche Meinung dar. Wenn jemand Genaueres über einen Anbieter von mir erfahren möchte, bitte ich um eine Nachricht. Ebenso interessieren mich natürlich eure Erfahrungen brennend - und nicht nur mich! Bitte kommentieren, wo ihr verkauft habt, welche Erfahrungen ihr gemacht habt und was man beachten sollte.


Spielzeug bei lokalen Flohmarktplattformen inserieren.


Bücher, CDs und Spiele habe ich schon bei Rebuy und Momox verkauft. Rebuy zahlt etwas höhere Preise, dafür ist das Mindesankaufsvolumen sehr hoch. Momox zahlt fast nichts, aber man braucht weniger Artikel für das Gratispaket.
Fazit: die Preise sind zwar ein Witz (durchschnittlich 15 cent für ein Buch), aber wenn man richtig viele gut erhaltene Bücher und CDs hat, zahlt es sich aus. Beide Anbieter zahlen auch pünktlich, bei Rebuy wurden mir 2 Artikel unverständlicherweise zurückgewiesen, bei Momox noch kein einziger.

Update: derzeit kann ich Momox leider nicht mehr empfehlen, es werden im Moment zu viele Artikel aus meiner Meinung nach recht fadenscheinigen Gründen abgelehnt. Seltsamerweise handelt es sich immer um die Artikel, für die ein höherer Ankaufspreis gelten würde. Man kann sich die Ware dann auf eigene Kosten zurückschicken lassen (15 Euro!!!), aber das kostet mehr, als der gesamte Verkauf bringt. 

Fazit: Buch- und Medienverkäufe im Internet lohnen sich derzeit meiner Meinung nach nicht, es ist besser (und nachhaltiger), die Dinge bei lokalen Flohmärkten einer sozialen Einrichtung für einen guten Zweck zu spenden.
 
Kleiderkreisel: zu vergessen, schade um die Mühe, ebenso Kleiderkorb. Gebrauchte Kleidung (außer Kinderkleidung) lässt sich nicht verkaufen. Ich habe einige neue Stücke um einen Spottpreis eingestellt, keine einzige Rückmeldung. Aber dafür jede Menge Werbemails und Mails von anderen Anbietern, die mich zum Kauf ihrer Artikel "einladen" wollen. Da mache ich nicht mehr mit, Spam brauch ich wirklich nicht. Kleidung kommt zur Caritas oder zum Pfarrflohmarkt.

Kinderkleidung (vor allem Markenkleidung) und alles weitere habe ich bereits erfolgreich über Willhaben oder den Bazar verkauft. Aber hier muss man mit den Preisen wirklich sehr tief liegen, bei neuwertigen Artikeln maximal 30% vom Neupreis, bei gebrauchten Artikeln rund 10%. Dann gehen die Dinge oft sehr schnell weg. Praktisch ist auch, dass ich diese Artikel nur zur Selbstabholung inserieren kann. Wer etwas möchte, muss kommen, den Artikel anschauen und den Preis bar bezahlen. Damit fällt viel Ärger und Mühe beim Versenden weg.

Kinderkleidung tausche ich aber auch sehr oft mit Bekannten und Freunden, ebenso Sportgeräte und Ausrüstungen, aus denen die Kinder herausgewachsen sind. Ebenso eine Möglichkeit, das Budget aufzubessern. Gerade kleine Kinder merken es definitiv nicht, wenn der Bob oder die Schlittschuhe unterm Weihnachtsbaum nicht nagelneu sind und freuen sich sehr darüber. Größeren Kindern kann man sehr gut erklären, dass nicht nur geschäftsneue Artikel Freude bereiten können.


Kinderspielzeug, vor allem Markenspielzeug lässt sich gut verkaufen, wenngleich der Ertrag auch hier nicht sehr groß ist. Die Menge macht es. Bei Kinderspielzeug hat es sich bewährt, nicht zu große Pakete zu schnüren, sondern mehrere mittelgroße in der Größenordnung von 10 Euro gleichzeitig anzubieten. Wenn ich beispielsweise vier  Legopakete um je 10 Euro inseriere, dann kommen die Leute eher und kaufen eventuell mehr als nur eines. Ein großes Paket um 35 Euro würde sich nicht so leicht verkaufen lassen.

Praktisch ist auch, dass man bei Willhaben Dinge verschenken kann. Beispielsweise eine alte Küche. Das habe ich bei meinem letzten Umzug so gemacht. Da ich die Wohnung leer übergeben musste, die Küche nicht mitnehmen konnte und wollte, aber auch nichts für die Entsorgung zahlen wollte, habe ich sie als gratis inseriert. Bedingung. Abbau und Abholung. Binnen 3 Stunden hatte ich 598 Anfragen, die Küche war binnen zwei Tagen demontiert und abgeholt - und der Abholer hat uns aus Dankbarkeit sogar noch unsere Sofas ins neue Haus transportiert. Dafür haben wir ihm dann noch den alten Kühlschrank geschenkt. Eine richtige Win-Win Situation. Über die Abholung von defekten Haushaltsgeräten habe ich hier schon berichtet.

Ebay habe ich bis vor ein paar Jahren begeistert genützt, großteils war der Ertrag passabel, auch die Versandmodalitäten waren in Ordnung. Seit es eigentlich nur mehr professionelle Anbieter gibt und auch das Bewertungs- und Bezahlsystem so kompliziert wurde, habe ich es aufgegeben. Ich nützte Ebay schon seit einigen Jahren nicht mehr, vor allem, seit es diverse oft lokale Flohmarktseiten gibt.

Ich biete niemals zu sogenannten Psychologiepreisen wie 9,99 an, sondern immer nur gerade Eurobeträge. Viele Kunden wollen handeln, das macht mir auch viel Spaß, aber ich habe immer eine Untergrenze, unter die ich nicht gehe. Es kommt also durchaus vor, dass ein potentieller Käufer unverrichteter Dinge von dannen ziehen muss, wenn er einen Artikel, den ich um 30 Euro inseriert habe, um weniger als 10 Euro kaufen will.

Also: noch kurz vor Weihnachten Platz schaffen und ein wenig Geld dazuverdienen. Der Aufwand hält sich in Grenzen, die finanzielle Seite ist erfreulich, ebenso das gestiegene Platzangebot in Schränken und Regalen.

Mit liebem Gruß

Marie



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