Freitag, 30. Januar 2015

Kinder und die neuen Medien

Kinder lieben jedes elektronische Spielzeug - wir Eltern können ein Lied davon singen. Fernseher, Ipod, Gameboy, Smartphone, Tablet, Notebook und wie sie alle heißen, nichts ist vor ihnen sicher. Und Kinder wollen damit Zeit verbringen, viel Zeit, viel zu viel Zeit, meiner Meinung nach.

Ich nutze selbst beruflich und privat viele dieser Medien und bin auch der Meinung, das Kinder damit umgehen lernen müssen. Unsere Welt funktioniert nun einmal so. Auf der anderen Seite ist der Suchtfaktor gerade für Kinder extrem hoch, die Angebote werden immer vielfältiger, und Kinder sind selbst auf gar keinen Fall in der Lage, ihren Medienkonsum zu organisieren.

Seit Jahren probiere ich verschiedene Lösungen aus, um eine vernünftige Balance zwischen Verbieten und Erlauben zu finden. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Als die Kinder noch kleiner waren ging es mit einem Zeitkonto und der Einschränkung der verfügbaren Medien recht gut. Jedes Kind hatte etwa ab der Volksschulzeit täglich eine halbe Stunde, die es mit elektronischem Spielzeug oder Fernsehen verbringen durfte. Für kleinere Kinder eine gute Lösung, man sucht gemeinsam Computerspiele oder Fernsehsendungen aus und diese dürfen dann konsumiert werden. Ist die Sendung vorbei, wird der Fernseher abgedreht. Eine Spielkonsole haben wir bis heute nicht.

Bei größeren Kindern funktioniert das leider nur mehr sehr eingeschränkt. Was mich am Medienkonsum stört ist weniger der Konsum an sich - obwohl er genug Gefahren birgt. Es ist vielmehr die Zeit, die den Kindern für andere Tätigkeiten fehlt. Freizeitaktivitäten, die ihnen, wenn sie erst damit begonnen haben, viel mehr Spaß machen.

Als mein Zwölfjähriger darüber klagte, dass er eigentlich keine Freizeit habe, obwohl er gerade stundenlang mit Freunden online war, schrillten bei mir die Alarmglocken. Kinder empfinden die Zeit, die sie mit den Medien verbringen, gar nicht als Freizeit. Es ist absolut tote, verlorene Zeit!

Also war es Zeit, den Medienkonsum neu zu überdenken.

Mit meinen Kinder entwickelte ich folgenden Plan: die Zeit für den wöchentlichen Medienkonsum muss mit anderen "Tätigkeiten" erworben werden. Ich spreche hier jetzt nur zu einem ganz kleinen Teil von Hilfe im Haushalt, etc. Vielmehr haben wir eine Liste von eigentlich spannenden Freizeitaktivitäten entwickelt, die viel erfüllender sind, für die man sich aber etwas mehr "anstrengen" muss, als fürs "Zocken"

Jede Stunde (oder eine andere Einheit) einer dieser Tätigkeiten ergibt eine halbe Stunde "Medienzeit":
  • 50 (25) Seiten in einem guten Buch lesen, das kein Comic ist
  • eine halbe Stunde mit dem Papa laufen
  • 20 Längen im Schwimmbad schwimmen
  • eine halbe Stunde Klavier (Gitarre) spielen
  • eine halbe Stunde zusätzlich Englisch oder Latein üben (Bonus: gibt eine Stunde Medienzeit)
  • eine halbe Stunde im Garten oder im Haushalt helfen (meine Kinder lieben Gartenarbeit und sind mir eine echte Hilfe, also kann ich sie dafür auch belohnen)
  • eine halbe Stunde Radfahren, Boarden oder Eislaufen
  • jede sportliche Betätigung, und sei es Seilspringen, Rad schlagen oder Diabolo im Garten
  • das Zimmer piccobello aufräumen und saugen
  • Malen, Zeichnen, Basteln, kreative Betätigung
  • mit Freunden abhängen ohne Handys, etc.
  • Lego Modelle bauen
  • mit dem Nachbarshund spazieren gehen
Die Liste wird fortgesetzt und angepasst. Sie ist einmal ein erster Entwurf.

Wir haben uns bemüht, Tätigkeiten aufzunehmen, die die Kinder eigentlich sowieso gerne machen oder machen müss(t)en, also einerseits Freizeitaktivitäten, andererseits auch Tätigkeiten, die nicht so beliebt sind, aber erledigt werden müssen.

Dazu ist zu sagen: meine Kinder lieben Bücher und lesen auch gerne. Aber in letzter Zeit konnte ich beobachten, dass das Lesen zugunsten des Smartphones immer weiter zurückgedrängt wurde. Da heute Zeugnisverteilung ist, durfte sich jedes Kind zur Belohnung gleich zwei neue Bücher aussuchen.

Ebenso ist es mit kreativen Tätigkeiten: es ist vordergründig weniger anstrengend, sich vor den Fernseher zu setzen als den Malkasten auszupacken. Wenn die Kinder allerdings einmal mit dem Malen angefangen haben, sind sie kaum zu bremsen und verbringen viele Stunden damit.

Wir beginnen am Anfang der Woche bei Null. Jede Tätigkeit erhöht die Zeit für den Medienkonsum. Und wer beispielsweise eine Stunde mit dem Rad gefahren ist, darf gerne eine Stunde Fernsehen, weil der Sport für guten Ausgleich sorgt. Denn auch hier musste ich beobachten, dass meine Kinder sich zunehmend weniger bewegten, vor allem im Winter. Sie sind zwar schlank, sportlich und aktiv, andererseits aber im "gefährlichen" Alter zu Beginn der Pubertät, wo viele den kindlichen Elan verlieren und mit der täglichen Bewegung aufhören. Das Ergebnis sieht man jeden Tag in der U-Bahn.

Im Prinzip ist diese Liste nichts anderes als eine Initialzündung, der Anreiz, etwas anderes zu machen als auf einen Bildschirm zu starren. Ob es funktioniert, werde ich sehen und berichten. Aber alleine die Liste und die Diskussion über mögliche Aktivitäten hat meinen Kindern viel Spaß und jetzt, zu Beginn der Ferien, Lust auf Alternativen zu Computer und Co gemacht.

Natürlich sind auch wir Eltern hier massiv gefordert. Denn wir müssen den Kindern das Umfeld bieten, in dem sie ihre Freizeit aktiv gestalten können.

Wie regelt ihr den Medienkonsum bei den Kindern? Gar nicht? Mit Verboten? Mit Belohnungen? Was funktioniert in welchem Alter? Ich freue mich auf viele Rückmeldungen und Ideen.

Mit liebem Gruß

Marie


 Linkparty Von Tag zu Tag

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Mittwoch, 28. Januar 2015

Den Frühling herbeikochen - heute gibt es Spargelrisotto

Wir stecken mitten im Winter fest, mit Schnee, Eis und Kälte. Wie immer Ende Jänner. November und Dezember sind bei uns feucht, nebelgrau und finster, aber der richtige Winter kommt erst im Neuen Jahr.


Spargelrisotto mit frischem Salat.


Auf meinen Fensterbrettern blühen allerdings schon unzählige Frühlingsblumen, die Aussaat hat begonnen und heute koche ich den Frühling herbei. Ich mag einfach nicht mehr warten.

Frischen Spargel gibt es derzeit natürlich noch keinen - und wenn, dann aus exotischen Ländern und zu Phantasiepreisen. Abgesehen vom ewig langen Transportweg will ich diese Preise nicht bezahlen, also greife ich heute auf Dosenspargel zurück. Mit frischem schmeckt das Risotto allerdings noch besser, vor allem mit frischem grünen Spargel. Das muss allerdings noch ein paar Wochen warten.

Zutaten für 4 Personen:

Für das Risotto (korrekterweise: für den Risotto, denn im italienischen ist Risotto männlich)
  • 400 g Risottoreis
  • 2 Dosen Spargel (oder zwei kleine Bund frischen Spargel)
  • 4 kleine Zwiebel oder Scharlotten
  • 50 g Butter
  • 100 ml Weißwein
  • ca. 750 ml Gemüsesuppe
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Parmesan

Für die Salatgarnitur:
  • eine kleine Portion Pflücksalat, Eisbergsalat oder was immer günstig am Markt ist
  • frische Kräuter oder ein wenig frischer Ruccola, klein gehackt
  • 12 Stück Cocktailtomaten
  • 1 grüner Paprika
  • Aceto Balsamico
Spargel schälen und in Stücke schneiden oder Dosenspargel ebenfalls in Stücke schneiden. Frischen Spargel in Salzwasser bissfest kochen.
Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in Olivenöl anschwitzen. Den Reis dazugeben und gut durchrühren. Mit Weißwein ablöschen und den Spargel dazugeben. Nach und nach die Gemüsesuppe dazugießen, oft umrühren, bis die Flüssigkeit ganz aufgenommen wurde und das Risotto cremig ist. Butter unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.




Auf einem Teller rundherum Salat, Tomaten und Paprika arrangieren und mit etwas Aceto Balsamico marinieren. In der Mitte einen Gupf Risotto anrichten, Parmesan darüberreiben und mit den frischen Kräutern bestreuen.

Guten Appetit!

Marie

 Linkparty Von Tag zu Tag

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Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil. Danke an die Veranstalter!

Freitag, 23. Januar 2015

Schränke - eine Lösung für kleine Räume

In unseren Wohnungen werden die Kinderzimmer und Schlafzimmer immer kleiner. Um auf 80 m2 eine Vier-Zimmer-Wohnung unterzubringen (die sich besser verkaufen / vermieten) lässt als eine Drei - Zimmer - Wohnung, schrumpfen die Räume oft zu Miniaturgröße. Oft ist es schwierig, in den winzigen Zimmern Bett, Schreibtisch, Regale und Kleiderkasten unterzubringen, selbst wenn nur ein Kind darin wohnt. Vor allem dann, wenn Fenster, Türen und Balkontüren ungünstig platziert sind.


Kasten in der Nische.


Die heute vorgestellte Lösung für kleine Räume ist eine sehr aufwändige, aber eine, die das Platzangebot und das Raumgefühl komplett ändert. Allerdings müssen kleine Umbauarbeiten statisch möglich und erlaubt sein. Die Idee ist aber auch eine Anregung für diejenigen, die ein Haus planen und mit einem begrenzten Budget (= begrenztes Raumangebot) auskommen müssen.

In den USA und England sind eingebaute Wandschränke gang und gäbe. Bei allen Nachteilen haben sie vor allem einen großen Vorteil: der meist 60 cm tiefe Kasten steht nicht mitten im Zimmer.

Meine Lösung, auf europäische Verhältnisse abgestimmt, lautet: verschränkte Wände.

In zwei nebeneinanderliegenden Zimmern werden die Wände um ca. 65 cm versetzt angeordnet, sodass zwei Nischen entstehen, in die ein handelsüblicher Kleiderkasten hineinpasst. Natürlich sind auch Einbauschranklösungen für diese Nischen eine tolle Sache.Prinzipiell würde ich die Nischen aber von den Abmessungen so wählen, dass ein normaler Kleiderschrank darin Platz findet, also beispielsweise 60 bis 65 cm tief und 155 cm breit (dann geht sich ein 150 cm breiter Kasten mit Sesselleisten bequem aus).




Vorteil: es entsteht im Zimmer eine gerade Wandflucht, der Kasten findet bequem Platz und die Gesamtgröße des Zimmers ändert sich nicht, trotzdem bleibt ein annähernd rechteckiges oder quadratisches Raumgefühl. Es gibt ja nichts Schlimmeres, als eine Türe zu öffnen und auf die Seitenwand eines Schrankes zu "knallen".

Für alle, die ein Haus planen oder bei ihrer neuen Wohnung noch ein Mitspracherecht betreffend Raumaufteilung haben, ist das eine gute Idee.

Für alle, die diese Lösung in einer bestehenden Wohnung oder in einem Haus verwirklichen wolle: soferne keine tragenden Wände betroffen sind, ist es durchaus möglich, diese einfach zu ändern. Im Prinzip muss eine Trennwand neu aufgestellt werden und der Bodenbelag ist zu erneuern, eventuell müssen Leitungen verlegt werden.

Der handelsübliche Schrank sitzt in einer Nische von 155 x 60 cm.


In manchen Gemeinden braucht man dafür eine Baubewilligung, in manchen Orten reicht eine Bauanzeige (also eine Meldung, dass man diese Arbeiten durchführt), oft geht es auch ohne. Unbedingt vorher beim Bauamt erkundigen! Die Arbeiten können im Zuge einer vielleicht schon länger geplanten Renovierung durchgeführt werden und sind für geschickte Heimwerker großteils leicht selbst möglich (außer Elektro- und Wasserleitungen!!!)
Der Abbruch und Neuaufbau einer nichttragenden Leichtbauwand ist in zwei bis drei Tagen erledigt und kostet nicht die Welt.

Bitte entschuldigt die schlechte Fotoqualität, manchmal müssen die "Baustellenfotos" schnell und unter suboptimalen Bedingungen geknipst werden. Aber ich denke, ihr könnt euch ein Bild von der Lösung machen.

Nachtrag: Eine ähnliche Lösung wurde auch von anderen Bloggern schon toll umgesetzt, wie ich den Kommentaren entnehmen durfte. Schaut zum Beispiel einmal bei Probieren geht über Studieren vorbei.
http://kreativsein.blogspot.co.at/2015/01/endlich.html

Nachtrag 2: Wenn jemand eine meiner Ideen aufgreift oder dazu auch einen ähnlichen Post hat - her mit dem Link! Ich verlinke euch gerne! Das macht das Web und die Bloggerwelt bunter und informativer.

Es läuft noch meine Linkparty "Von Tag zu Tag". Schau vorbei, verlinke deine Projekte und nimm ein paar gute Ideen mit.


Linkparty

 
Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil. Danke an die Veranstalter!
Wer gerne auf meine Blogroll möchte, ist herzlich eingeladen.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Linkparty Von Tag zu Tag ist offen! Mach mit!

Herzlich willkommen zu meiner monatlichen Linkparty Von Tag zu Tag. Verlinkt werden dürfen alle Projekte, Posts und Ideen, die unser Leben und unseren Alltag lustiger, bunter, organisierter, leichter und lebenswerter machen.



Fairerweise erscheinen die Links in zufälliger Reihenfolge, damit jeder einmal die Chance hat, vorne mit dabei zu sein.

Bitte folgende Regeln beachten:
  • Link zum jeweiligen Post setzen, nicht zum gesamten Blog
  • Es dürfen auch mehrere Projekte je Blog verlinkt werden
  • Bitte keine kommerziellen Links bzw. Links zu Shops etc. Diese werden leider gelöscht.
  • Bitte verlinkt meine Linkparty im jeweiligen Post.
Und jetzt verlinkt eure Projekte nach Herzenslust und zeigt uns, was für euch den Alltag schöner macht!


Linkparty bei  Marie -
Von Tag zu Tag
 

Viel Spaß und danke fürs Mitmachen.

Am Ende der Linkparty gibt es eine Projektgalerie auf Pinterest, außerdem einen Post auf Maries Blog über die schönsten Ideen. Durch die Teilnahme an der Linkparty erklärst du dich damit einverstanden, dass dein Projekt dort veröffentlicht wird.

Marie

Folge Maries Pinnwand „Linkparty #1 Von Tag zu Tag“ auf Pinterest.

 

Mittwoch, 21. Januar 2015

Heute organisiere ich meine Versicherungsverträge - und spare mehr als 450 Euro im Jahr!

Wir alle haben unzählige Versicherungsverträge, oft bewußt abgeschlossen, um ein Risiko abzuwenden, manchmal auch völlig unnötig, weil die Versicherung durch sogenannte Doppelversicherungen sowieso niemals zur Anwendung kommen kann - gut verkauft durch clevere Versicherungsmakler. Heute organisiere ich alle Versicherungsverträge neu und erkundige mich auch gleich
  • welche Verträge definitiv notwendig sind
  • welche Verträge unnötig sind
  • ob es nicht Möglichkeiten gibt, die Risiken billiger zu versichern (Internet sei Dank, es gibt genug Versicherungsvergleiche)
Zunächst einmal suche ich alle Versicherungsverträge heraus. Wirklich alle. Und in Zukunft liegen auch alle Versicherungen in einem einzigen Ordner. Somit bleibt der Überblick gewahrt und in Schadensfall habe ich die Unterlagen gut im Griff. Bisher hatte ich die Haushaltsversicherung in der Haushaltsmappe, die Autoversicherung beim Auto, die Unfallversicherung - ja, wo eigentlich? Und so war die unnötige Sucherei wieder einmal vorprogrammiert.

Es gilt ja zu bedenken: Versicherungen braucht man oft im Notfall. Und im Notfall kann es auch sein, dass sich ein Verwandter oder Freund in den Unterlagen zurechtfinden muss. Ich möchte ja nicht unbedingt den Ernstfall zitieren, dass eine Lebensversicherung schlagend werden muss. Es reicht, dass man im Urlaub die Polizzennummer der Krankenversicherung für einen Arztbesuch braucht - und natürlich nicht mit dabei hat.

Es ist strittig, welche Unterlagen man wie lange aufheben muss - gerade bei Versicherungen sammelt sich ja jede Menge Papier an. Ich hebe immer den unterschriebenen Versicherungsantrag, die erste Originalpolizze und die aktuelle Folgepolizze samt den aktuellen Geschäftsbedingungen in Papierform auf. Weiters sämtliche Einzahlungsbestätigungen, soferne die Zahlung nicht über das Konto lief. Das ist wichtig, Versicherunsunternehmen kommen schon manchmal auf die Idee, Prämien "irrtümlich" mehrfach zu berechnen, vor allem, wenn es sich um Bareinzahlungen handelt. Auch diese Unternehmen sind vor Computerfehlern natürlich nicht gefeit...

Alle weiteren Folgepolizzen und den diversen Schriftkram scanne ich ein, danach wird er vernichtet. Viele Anbieter versenden ihren Schriftverkehr auch schon per Mail. Wo immer es möglich ist, nutze das papierlose Service. Es spart Ressourcen und Platz.


Also: ein Ordner für alle Versicherungen, einfache Trennblätter und die Unterlagen dahinter abgeheftet.

Danach werden alle Kontoauszüge durchforstet: was wird von wem abgebucht? Wie oft? Zu welchem Zeitpunkt? Welcher Betrag?

Nun kommen die Verträge an die Reihe: alle werden mit Namen, Zweck, Nummer, Versicherungsnehmer, Ablaufdatum und jährlicher Zahlung erfasst.


Ganz schön viele Verträge - nicht? Und ganz schön viel Geld, das diese Verträge im Jahr kosten...

Als nächstes erforsche ich das Einsparungspotential: welche Verträge brauche ich wirklich?

Ich bin keine Versicherungsfachfrau, daher sind meine Tipps nur meine ganz private Meinung. Aber vielleicht helfen sie ja doch weiter.

Welche Verträge meiner Meinung nach unbedingt notwendig sind, natürlich je nach persönlicher Lebenssituation:
  • Wenn man ein Haus oder eine Wohnung hat: eine Haus- oder Haushaltsversicherung. Diese deckt existenzbedrohende Schäden ab, beispielsweise Einbruch, Feuer, etc.
  • IMMER: eine ordentliche Haftpflichtversicherung. Es kann jedem passieren, dass er aus Versehen einen großen Schaden verursacht, der existenzbedrohend sein kann. Haftpflichtversicherungen sind allerdings in fast allen Haushaltsversicherungen inkludiert, auch Kinder, Lebenspartner, Tiere, etc. sind darin enthalten. Wichtig ist, dass diese Personen / Tiere im Versicherungsvertrag ausdrücklich erwähnt sind, sonst kann es schon passieren, dass die Versicherung versucht, die Zahlung nicht zu leisten...
  • Wenn jemand von mir finanziell abhängig ist: eine Lebensversicherung. Nur dann ist eine Ablebensversicherung sinnvoll, und zwar in entsprechender Höhe. Sie sichert beispielsweise hinterbliebenen Ehepartnern oder Kindern ein finanzielles Polster, um die Ausbildung zu beenden oder sich beruflich neu zu orientieren, wenn sonst kein Vermögen vorhanden ist.
  • Wenn man ein Auto, ein Motorrad, etc. hat: eine Haftpflichtversicherung fürs KFZ (aber die ist sowieso gesetzlich vorgeschrieben).
  •  IMMER: eine normale Krankenversicherung (ich meine keine Kranken-Zusatzversicherung). Im Normalfall ist man entweder bei Eltern oder Ehemann mitversichert, durch das Angestelltenverhältnis sowieso pflichtversichert - aber es gibt doch Ausnahmen, beispielsweise bei Selbständigkeit, in manchen Ausbildungsverhätnissen, etc. Eine Standard-Krankenversicherung muss sein.
  • Bei risikoreichen Sportarten oder Hobbies: eine Unfallversicherung, die diese Risiken definitiv versichert. Als Taucher beispielsweise ist eine gute Versicherung bei Tauchunfällen Pflicht. Aber: in ganz vielen Mitgliedschaften sind solche Versicherungen inkludiert. Beispielsweise bietet der Alpenverein seinen Mitgliedern kostenlos eine umfangreiche Unfallversicherung. Also: erkundigen, recherchieren und viel Geld sparen.
  • Da wir in einer immer komplexeren Welt leben, ist eine Rechtsschutzversicherung manchmal sinnvoll. Streitigkeiten, die vor Gericht landen, werden leider immer häufiger.
Alle weiteren Versicherungen gilt es zu überdenken. Brauche ich sie wirklich? Wie groß kann der Schaden maximal sein? Und zahlt die Versicherung im Ernstfall überhaupt, oder gibt es so viele Ausnahmen, dass das Geld nur verschwendet ist?

Als bestes Beispiel fallen mir dazu die divesen Produktversicherungen ein, die gerne mitverkauft werden, also eine Diebstahlversicherung mit dem Fahrrad, eine Brillenversicherung, eine Versicherung für Handy oder Computer, eine Garantieverlängerung für das Elektrogerät (ja, auch das ist eine Versicherung!) etc.

Hier stellen sich folgende Fragen:
  • Was kostet die Versicherung tatsächlich?
  • Wie groß ist mein maximaler Schaden, wenn der absolute Ernstfall eintritt? Bedroht mich dieser Schaden existentiell? Oder ist es nur ärgerlich?
  • Ist der Schadensfall nicht bereits durch eine andere Versicherung gedeckt?
  • Welche Schäden werden tatsächlich abgedeckt? Und wie wahrscheinlich sind diese Schäden? Oft sind nämlich bei diesen Produktversicherungen, Garantieverlängerungen, etc. so viele Schadensfälle und Möglichkeiten im Kleingedruckten ausgeschlossen, dass die Versicherung de facto niemals zur Auszahlung kommen kann.
Ich persönlich finde es besser, einen kleinen persölichen „Notfallsfond“ (zb. Ein Sparbuch) einzurichten und ein wenig Geld dort zu parken. Eventuell sogar im Sparstrumpf, angesichts der nicht vorhandenen Sparzinsen. Tritt ein Ernstfall ein, kann ich mit dem Geld das Produkt ersetzen oder zumindest den Schaden verkleinern. Tritt kein Schaden ein, so bleibt mir das Geld - und nicht der Versicherung.

Auch die privaten Pensionsversicherungen halte ich für mäßig seriös. Wenn man einmal richtig scharf rechnet, ist es besser, den gleichen Betrag einfach nur monatlich auf die Seite zu legen. Die Zinsen sind dann zwar so gut wie nicht vorhanden, aber angesichts der horrenden Vertrags- und Maklergebühren, die tatsächlich anfallen (und die ein Makler und das Unternehmen nur dann bekannt geben, wenn man ihnen Bambusstäbchen unter die Fingernägel treibt), bleibt unterm Strich trotzdem mehr übrig. Außerdem hat man im äußersten Notfall das Geld zur Verfügung und muss nicht den Vertrag kündigen und noch mehr Verluste in Kauf nehmen. Trotzdem gilt natürlich: von der zu erwartenden staatlichen Pension werden wir derzeit 30 bis 40 Jährige einmal sicher nicht leben können, auch wenn wir unser ganzes Leben gearbeitet haben! Punkt! Private Vorsorge ist also unumgänglich - aber eben auf meine Weise.

Ich checke auch gleich meine Kreditkarten und alle Mitgliedschaften. Bei vielen Karten oder Vereinen sind gratis eine Menge Versicherungen dabei. Also Daueraufträge über die Kreditkarte laufen lassen und einmal das Kleingedruckte genau lesen. Kinder sind beispielsweise in der Schule und am Schulweg unfallversichert.

Sämtliche Versicherungen, die nur ein seltenes Risiko abdecken sollen, kann man im Bedarfsfall bequem als Einmalversicherung abschließen. Beispiele dafür sind die diversen Kranken- und Rückholversicherungen aus dem Ausland. Weil ich nur hin und wieder privat im Ausland auf Urlaub bin, schließe ich dafür dann anlassbezogen eine zeitlich begrenzte Versicherung ab. Das ist wesentlich günstiger. Hier sind wieder die Unterlagen der Reiseanbieter, die diversen Mitgliedschaften beispielweise auch im Automobilclub und die Kreditkarten zu prüfen: vieles ist hier nämlich schon automatisch mitversichert.

So, nun geht es an die Auswertung:
  • Typ 1: Pflichtversicherung, zb. Krankenversicherung, die vom Gehalt abgezogen wird oder Pensionskasse, etc. Hier kann ich nicht frei wählen und auch nichts tun, daher einfach ablegen.
  • Typ 2: Versicherung, die ich unbedingt brauche, aber frei wählen kann. Hier wird nun recherchiert, ob es nicht woanders besser und billiger ist. Das macht Arbeit, klar, aber es lohnt sich.
  • Typ 3: Versicherung, die ich nicht (mehr) brauche. Sofort kündigen. Da es manchmal nicht ganz einfach ist, aus einer Versicherung wieder "herauszukommen", findet man gute Vordrucke und Musterbriefe bei den diversen Konsumentenschutzorganisationen. Oft hilft beim höflichen Kündigungsschreiben auch der freundliche Hinweis, dass man den Vorgang beim Konsumentenschutz prüfen lassen wird (vor allem, wenn man Geld zurück haben möchte). Dann läuft es meist problemlos ab, wenngleich die Kündigungsfristen oft unverschämt lange sind.
  • Typ 4: Versicherung, die ich brauche, aber nicht habe: umsehen, prüfen, Angebote einholen, nochmals prüfen und klug abschließen.

Mein persönliches Einsparungspotential:
  • Krankenhaus - Zusatzversicherung der Kinder gekündigt. Sie war praktisch, so lange die Kinder wirklich klein waren und wir haben sie auch einige Male in Anspruch genommen. Sie deckte vor allem die Leistung ab, dass Mama oder Papa (oder auch einmal Oma) mit dem Kind im Spital aufgenommen wurden und das Kind nicht alleine bleiben musste. Allerdings ist das sowieso nur bis zum Alter von rund 10 Jahren möglich. Die Unfall - Zusatzversicherung, die damit verbunden war, deckt nun eine Gratis-Kreditkarte ab.Einsparung: 186 Euro pro Jahr
  • Unfall - Versicherung: mit der Krankenversicherung verbunden bzw. eine eigene für uns Eltern. Hier deckt eine Vereinsmitgliedschaft die Versicherung wesentlich besser ab. Einsparung: 170 Euro pro Jahr. Außerdem war das ein Versicherungsunternehmen, das ziemlich oft "versehentlich" wegen eines "Computerfehlers" und einer "Systemumstellung" die Prämie zweimal abgebucht hat. Zwar immer mit Entschuldigungen und Rückbuchung, etc., aber den Ärger und die Arbeit hat man ja doch.
  • Haushaltsversicherung online gecheckt und einen besseren Anbieter gefunden. Einsparungspotential: 35 Euro pro Jahr
  • Kreditkarte gekündigt, die nicht gratis mit dem Konto verknüpft war und auch sonst keinerlei zusätzlichen Nutzen bot. Einsparungspotential: 60 Euro pro Jahr

Summe der Einsparungen (und ich habe NICHT viele Verträge, weil ich seit Jahren darauf achte, was ich abschließe): über 450 Euro!!!! Pro Jahr! Und ich bin immer noch genauso gut versichert, wie vorher, in Teilbereichen sogar besser!
 
Irgendwann einmal gab es den Werbeslogan eines Finanzdienstleisters: "In jedem Haushalt ist Geld versteckt!" Ja, aber das entdecke ich ganz alleine. Von Finanzdienstleistern halte ich persönlich nicht viel, sie verdienen einfach zu viel Geld damit, wenn sie mir Verträge verkaufen. Und ich lasse mir auch ungern Angst machen, auch wenn das auf sehr subtile Weise geschieht! Aber auch das ist wieder nur meine ganz persönliche Meinung und ich habe natürlich nur Erfahrung mit einzelnen Anbietern ;-).

Ein wenig Arbeit macht das natürlich schon, alleine für die Online - Vergleiche der Versicherungen (Haftpflicht, Auto, etc.) habe ich fast einen Tag gebraucht. Den Tageslohn von 450 Euro lasse ich mir aber gefallen, das könnte es ruhig öfter geben!

Wichtig ist mir, wie bei allem im Leben, dass ich die Verantwortung für unser "Geldleben" übernehme, mich selbst informiere und weiß, was ich tue und warum.

Ich kann aus rechtlichen Gründen hier natürlich keinerlei Namen, etc. nennen. Aber wer mir privat schreibt, dem kann ich auch ganz privat antworten.

Mit liebem Gruß

Marie

Wer möchte auf meine Blogroll? Ich organisiere einen Linktausch. Hier geht es zur Anleitung.

Und wer mir einen lieben Kommentar hinterlässt, erscheint rechts in meiner Seitenleiste.

Montag, 19. Januar 2015

Ich möchte meine Blogroll aktualisieren - wer will mit dabei sein? Linktausch!


Gerade habe ich meine Blogroll und auch die Lieblingsblogs in meiner Seitenleiste durchforstet. Es sind viele zauberhafte Blogs dabei, die ich wirklich gerne lese - und meinen lieben Lesern auch gerne weiterempfehlen möchte. Einige Blogs allerdings sind schon seit ziemlich langer Zeit nicht mehr aktualisiert worden, bei manchen hat sich der Inhalt geändert, ja, das Internet ist schnelllebig und unser Leben ändert sich ebenfalls im Eilzugstempo.

Und viele, viele neue (oder auch schon ältere) wunderbare Blogs kenne ich gar nicht, obwohl sie wirklich ein Plätzchen auf meiner Seite verdient hätten.

Also möchte ich meine Blogroll in Zukunft als Linktausch organisieren. Wenn du gerne bei mir mitliest und meinst, dass dein Blog bei mir verlinkt werden soll, dann schick mir doch bitte eine Nachricht, per Kommentar oder per Kontaktformular. Ich besuche dich dann gerne auf deinem Blog und sehe mich um.

Wenn die Themen unserer Blogs zusammenpassen, verlinke ich deinen Blog in meiner Seitenleiste unter "Tolle Blogs von lieben Leuten" und außerdem nehme ich auch gerne deinen Buttton oder dein Banner auf meine Seite "Lieblingsblogs" auf. Allerdings bitte ich dich, dass auch du meinen Blog und mein Logo irgendwo auf deiner Seite verlinkst. Vor allem lese ich natürlich gerne Blogs, die sich mit den Themen Haus, Garten, Familie, Kinder, Rezepte, Alltag, Wohnen, DIY, Bauen, Design, Organisation, etc. beschäftigen.

Da ich auch furchtbar gerne an Linkpartys teilnehme, gilt dasselbe, wenn du eine tolle Linkparty gibst, die sich in irgendeiner Form mit den Themen auf meinem Blog beschäftigt. Einfach eine kurze Nachricht - und ich verlinke deinen Button gerne unter "Ich mach mit!"

In der Vorweihnachtszeit durfte ich ein paar ganz tolle Bloggerinnen verlinken, die auch einen kleinen Shop betreiben. Solche Aktionen finde ich besonders nett und werde auch im kommenden Jahr die eine oder andere starten.

Und meine lieben Kommentatorinnen und ihre zauberhaften Blogs findest du ebenfalls in meiner Seitenleiste.

Ich freue mich auf einen regen Linktausch mit den vielen tollen Bloggerinnen, die das Internet so bunt und vielfältig machen.

Mit liebem Gruß!
Marie

Donnerstag, 15. Januar 2015

Ran an die Samen!

Noch ein Gartenpost diese Woche. Vielleicht ist es meinen lieben Lesern schon aufgefallen, dass ich erstens: den Winter nicht wirklich mag (ich bin ein Kind des Sommers und der Wärme!) und es zweitens: schon kaum mehr erwarten kann, dass das Gartenleben wieder losgeht. Aber so wie es aussieht, werde ich mich noch ein klein wenig gedulden müssen.

Trotzdem, jetzt ist Zeit, die Samen zu sortieren, neue zu kaufen und zu bestellen und den Pflanzplan vor allem für den Gemüsegarten zu machen.


Meine Samenbox. Ganz einfach nachzumachen.


Außerdem säe ich die ersten Pflanzen aus. Wirklich. Ich habe 8 schöne helle und nicht allzu warme Fensterbretter (keine Heizkörper darunter, da Fussbodenheizung), auf denen meine Babypflanzen wunderbar gedeihen, ohne zusehr zu vergeilen.


Die ersten Babypflanzen! Jaa!


Mein Mann lacht mich jedes Jahr wieder aus, wenn ich schon im Jänner Gemüse aussäe. Und jedes Jahr haben wir die schönsten Gemüsebeete in der ganzen Nachbarschaft! Hihi!


Gemüsebeet Anfang Juni.


Der erste Schwung ist schon fertig. Ich verwende dazu halbe Toilettpapierrollen, die ich mit Anzuchterde und etwas Sand fülle und in eine Plastikbox stelle. Einfach und kostengünstig. Die Papierrollen halten gerade so lange, bis die Pflanzen in die Erde kommen, dort lösen sie sich schnell auf.

Vorteil ist auch, dass ich die Plastikboxen bei sehr schönem Wetter zeitweise schon im März stundenweise ins Freie stellen kann. Das härtet die Pflanzen ab, macht sie stark und widerstandsfähig.

Generell habe ich festgestellt, dass vor allem bei einjährigen Blumen die selbst aus Samen gezogenen Pflanzen deutlich widerstandsfähiger sind, beispielsweise Tagetes, Ringelblumen, etc. Es lohnt sich also, diese selbst anzusetzen, außerdem ist es billiger.

Einen schönen Jännertag wünscht

Marie

Mittwoch, 14. Januar 2015

Update: Paprika- und Pfefferonipflanzen überwintern

Vor einiger Zeit habe ich ausführlich über meine Paprika- und Pfefferonipflanzen berichtet. Da sie in unserem Klima zwar wunderschön wachsen, die Früchte aber meist nicht ausreifen, habe ich eine Pflanze letztes Jahr versuchsweise zweijährig gezogen.


Pfefferoni im September. Wunderbares Laub und unreife Früchte.

Genauer gesagt: ich habe eine Pflanze im Herbst ausgegraben und im warmen Zimmer überwintert. Sie hat es gut ausgehalten, auch wenn es anfangs so aussah, als ob sie den Geist aufgeben würde.


Pfefferonipflanze im Topf Anfang April.

Im Frühjahr wurde sie wieder ausgepflanzt.

Fazit: es bringt nichts. Die zweijährige Pflanze hat im Freien genauso schnell (oder langsam) Blüten angesetzt wie die einjährige, auch die Früchte haben sich genauso entwickelt. Um Paprika in unserem Klima wirklich gut ausreifen zu lassen, braucht man einfach ein Glashaus.

Heuer versuche ich eine andere Strategie: ich pflanze eine extrem früh reifende Sorte an und suche den absolut sonnigsten Platz für sie. Mal sehen...

Mit liebem Gruß

Marie

Dienstag, 13. Januar 2015

Mein Garten im Jänner - der Frühling ist schon in den "Startlöchern"

Mein Garten bietet im Jänner nicht viel Spannendes - dachte ich. Der Schnee ist schon wieder geschmolzen, derzeit herrscht Schmuddelwetter mit Temperaturen etwas über dem Gefrierpunkt, Regen, Schneeregen, Nebel und Sturm. Wobei: für heute ist Sonnenschein und ruhigeres Wetter angesagt, endlich wieder einmal.

Also raus in den Garten, es gibt genug zu tun. Die sommerblühenden Sträucher werden erst jetzt geschnitten, damit sie dem Garten im Winter ein wenig mehr Struktur geben - und damit sie nicht ganz so stark wachsen. Je später im Jahr man schneidet, desto geringer der Zuwachs im nächsten Jahr.

Außerdem schneide ich in den nächsten Tagen und Wochen auch alles zurück, was bisher noch stehen bleiben durfte, alle Stauden, Gräser, etc. Diese bieten derzeit noch vielen Nützlingen ein Winterquartier, und einen im Herbst total ausgeräumten Garten finde ich einfach schrecklich. Vor allem rund um den Teich stehen noch Gräser, Schilf und Staudenreste.


Rund um den Teich stehen noch die dürren Stauden.


So, jetzt aber zu den vielen Babypflanzen und Austrieben, die ich schon entdecken konnte - und ein paar Blüten habe ich auch für Euch. Der immerblühende Garten ist zwar nach wie vor ein Wunschtraum, trotzdem finden sich immer wieder kleine unermüdliche Winterblüher.

Überall entdecke ich bereits die Spitzen der vielen Zwiebelblumen, die ich seit Jahren pflanze und die sich eifrig vermehren dürfen. Hier die Narzissen im Rosenbeet. Auch der Girsch (im Hintergrund) ist trotz Mulchdecke schon wieder da (seufz!).


Narzissen im Rosenbeet.

In einer kühlen dunklen Ecke treibt der Kren bereits aus, flankiert von kleinen Zwiebelblumen, die sich hier von selbst angesiedelt haben müssen. Bin gespannt, was herauskommt.


Kren und ??? Was das wohl wird?

Ein kleines Stück weiter öffnet die Akkelei ihre ersten Blätter. Akkeleien habe ich erst im Garten etablieren müssen, es gibt rundherum kaum welche. Aber der robuste Samen aus dem Garten meiner Eltern ist schnell aufgegangen. Heuer wird es die ersten Blüten geben, ich freue mich schon darauf. Und hoffentlich gefällt es der Akkelei so gut, dass sie sich dann selbst weiter aussamt.


Die Akkelei öffnet zaghaft die ersten Blätter.

Unter dem Eukalyptus hat sich eine kleine Bergenie angesiedelt. Zarte rosa Blüten zeigen, dass ihr der Platz behagt.


Rosa Blüten der Bergenie.

Die Hasel blüht! Ein untrügliches Zeichen für den Beginn des Vorfrühlings.


Haselblüte im "Wäldchen".

Unter der Hasel, in meinem kleinen "Wäldchen" zeigen sich erste Austriebe des Lungenkrauts.


Dicke Knospen am Lungenkraut.

UND: sie sind DAAAAAA! JAAAAA! Die ersten Schneeglöckchen! Noch ganz zaghaft, aber damit ist der Frühling zumindest botanisch nicht mehr weit.


Schneeglöckchen! Jaa!


Die Weide hat schon samtige kleine Kätzchen. Rund um den Aschermittwoch schneide ich dann ein paar Zweige für den Osterstrauß, aber nicht zu viele, denn die blühende Weide ist für die Bienen extrem wichtig und eine erste Nahrungsquelle nach dem Winter.


Die Palmkätzchen treiben schon aus.

Der Vorfrühling ist da! Auch wenn es sicherlich noch Zeiten mit Eis und Schnee und Kälte geben wird - der Frühling ist in Reichweite.

Einen schönen Vorfrühlingstag!

Marie

Noch ein kurzer historischer Exkurs zum Begriff  "in den Startlöchern stehen": früher, als es in der Leichtathletik noch keine Startmaschinen gab (das sind diese Dinger, mit denen die Kurzstreckenläufer ihren Tiefstart machen, wo sie sich also mit ihren Füßen abstoßen), gruben die Athleten kleine Löcher in die Aschenbahnen, um den Start besser zu erwischen und sich gut wegdrücken zu können. Daher der Begriff "Startlöcher graben" oder "in den Startlöchern stehen" für jemanden (oder etwas), der kurz davor ist loszustarten.

Montag, 12. Januar 2015

Wunderbar für Wintertage - Geschnetzeltes mit Pilzen

In einem Beitrag über meine Menüplanung habe ich ein Foto gepostet, zu dem ich immer wieder Anfragen bekomme. "Bitte um das Rezept!" Gerne, hier ist es.


Geschnetzeltes mit frischen Pilzen



Ein gutes, schnelles und gesundes Rezept für die ganze Familie. Ich habe Eierschwammerln (Pfifferlinge) verwendet (wir hatten sie am Wochenende davor selbst gefunden), aber man kann auch Champignons oder andere Pilze nehmen, ganz nach Geschmack und Verfügbarkeit.

Zutaten für 4 Portionen
  • 600 g Hühnerfilet oder Truthahnfilet
  • mindestens 500 g Pilze oder Schwammerln
  • 4 EL Rapsöl
  • 2 EL Mehl
  • 1/4 l Sauerrahm
  • 1/4 l Suppe
  • Salz, Pfeffer
  • frische Petersilie
Eierschwammerln putzen, waschen, kurz in Essigwasser aufkochen und abseihen. Dieser Schritt ist nur bei Pfifferlingen notwendig, weil sie sonst bitter schmecken.
Hühnerfilets in Streifen schneiden, salzen, pfeffern und in Rapsöl anbraten. Aus der Pfanne nehmen.
Mit dem verbliebenen Öl, Mehl und Suppe eine sogenannte Einbrenn herstellen (wie heißt das in Deutschland?), Fleisch und Pilze dazugeben und alles etwa 10 Minuten auf kleiner Flamme dünsten.
Rahm einrühren, abschmecken, mit viel Petersilie garnieren.

Guten Appetit!

Marie

Natürlich bin ich wieder bei Linkpartys dabei.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Komm mit in meinen Garten

Seit 2011 bin ich glückliche Gartenbesitzerin. Ich bin zwar mit Gärten und Gartenarbeit aufgewachsen, dieser jedoch ist mein erster eigener und daher etwas ganz Besonderes.

Mein Garten ist nicht besonders groß, rund 500 m2, für städtische Verhältnisse allerdings riesig. Er ist lang und schmal, ein typischer Reihenhausgarten eben. Aber gerade durch seine Länge bietet er sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten.

2011 war der Garten eine totale Wildnis. Wunderschön, romantisch und völlig verwachsen. Nach und nach gestalteten mein Mann und ich das Grundstück nach unseren Wünschen. Dabei versuchten wir, so viele Gehölze wie möglich zu erhalten und den Garten nicht völlig "auszuräumen".

Hier findest du verschiedene Posts über meinen Garten. Gestaltung, Ernte, Pflanzen, Impressionen und vieles mehr.

Viel Spaß beim Stöbern.
Marie




Der immerblühende Garten
Maries Garten im Oktober
Gärntnern ohne Garten - Bella Venezia
Ein Flachdach begrünen
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Grünes für unbelichtete Räume
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Paprika und Pfefferoni