Freitag, 29. Mai 2015

Iris und Jungfrau

Ich liebe es, wenn es in meinem Garten überall blüht. Am liebsten wäre mir ja ein immerblühender Garten, ich arbeite daran.




Die meisten Blumen und Stauden setze ich an, um mich im Garten daran zu erfreuen. Natürlich schneide ich auch immer wieder Blüten für die Vase, aber im Prinzip sind meine Blumen Gartenschönheiten. Bis auf die Iris. Diese setze ich nur aus einem einzigen Grund an: um sie für die Vase schneiden zu können. Iris sind meiner Meinung nach die schönsten Vasenblüten überhaupt. Gleich gefolgt von weißen Lilien, natürlich.




Meine Iris stehen in voller Blüte und so habe ich heute ein paar für die Vase geschnitten. Begleitet werden sie von der Jungfrau im Grünen, die ebenfalls durch meinen Garten tanzt. Einmal ausgesät bleibt sie für viele Jahre und sucht sich ihren Lieblingsplatz selbst.




Die Jungfrau ist noch im Knospenstadium, wenn sie aber morgen aufblüht, hat sie zarte hellblaue Blüten, die wie Sterne wirken. Gemeinsam mit der Iris ein unschlagbares Duo.
Ich liebe einfache glatte Glasvasen, vor allem weiß, aber manchmal auch färbig. Diese blaue Vase - einst ein Hochzeitsgeschenk einer lieben Freundin - passt einfach toll.





Ein wunderbares Duo, die Jungfrau und die Iris.

Wer noch Lust und tolle Projekte hat, meine Linkparty Von Tag zu Tag #5 ist noch offen. Komm vorbei!


Linkparty #5


Auf ins Wochenende, das Wetter soll gut werden.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil. Es sind ein paar neue dabei! Komm mit, es lohnt sich!

Donnerstag, 28. Mai 2015

Gegrillte Hühnerkeulen - ein Hit für Grillfeste

Obwohl ich immer wieder durchaus mit vegetarischer oder veganer Küche liebäugle, ist der heutige Post definitiv nur etwas für Fleischesser. Wochentags gibt es bei uns an mindestens zwei bis drei Tagen fleischlose Kost, das ist gesund, schmeckt gut und bringt Abwechslung auf den Tisch.




Am Wochenende aber grillen wir mit Begeisterung und dann muss es natürlich (auch) Fleisch sein. Gegrillte Hühnerkeulen stehen bei meinen Kids hoch im Kurs. Im Kombination mit meinen schnellen Potato-Wedges sind sie überhaupt ein Hit.

Die Hühnerkeulen werden am besten ein paar Stunden vorher mariniert. Gewürzt werden darf, wie es  schmeckt, Hauptsache würzig.




Hier wurden die Keulen mit Salz, Pfeffer (aus der Mühle, wichtig!), Paprika, viel frisch gepresstem Knoblauch und Olivenöl mariniert.




Die Grillzeit ist sehr unterschiedlich, je nach Griller und Temperatur. Wichtig ist, dass das Fleisch ganz durchgebraten ist, Huhn sollte auf keinen Fall roh genossen werden. Ein Braten- oder Fleischthermometer ist dabei hilfreich.




Die Oberfläche sollte knusprig aber nicht verbrannt sein. Ein wenig dunkel werden einzelne Teile beim Grillen allerdings fast immer.

Diese Grillhühnchen sind auch toll für Kinderpartys. Jedes Kind bekommt ein Haxerl in die Hand, viel Ketchup dazu und genießt das Essen mit den Fingern.




Hoffentlich wird das Wetter am Wochenende besser, damit der Grill wieder zum Einsatz kommen  UND man das Essen auch im Freien genießen kann. Wäre schön!

Wenn das Wetter nicht mitspielt: die Hüherkeulen kann man auch im Backrohr braten. 20 Minuten bei 220°C und sie werden fast so gut wie vom Grill.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil. Es sind ein paar neue dabei! Komm mit, es lohnt sich!




Freitag, 22. Mai 2015

Linkparty Von Tag zu Tag #5 ist offen!

Herzlich willkommen zu meiner 5. Linkparty. Ich freue mich wieder auf tolle Projekte und phantasievolle Ideen.

Alle Ideen sind willkommen. Alles, was unser Leben leichter, organisierter, lustiger, bunter und lebenswerter macht.



Im letzten Monat waren es bei mir viele Dinge, die mein Leben bereicherten.

Zunächst einmal wurde es endlich wirklich Frühling! Wunderbar!


Frühling!


Anfang Mai beendete ich das Chaos in Vorzimmer. Eine Garage für Scooter musste her! Ganz fertig lackiert ist sie immer noch nicht, aber immerhin funktionstüchtig.



Scootergarage


Weil die Eisheiligen heuer sehr sanft waren (dafür ist es jetzt umso kälter, brrr!), durften meine Sommerblumen schon Anfang Mai in die Kistchen. Hier mein Vorschlag für die sommerlichen Blumenkisterln vor dem Fenster.


Blumenkisterln


Dieses Dessert konnte ich nicht nur für mich behalten. Die sensationelle Ricotta-Torte. Ein Muss für alle Naschkatzen.


Ricotta Torte


Auch im Garten war viel Arbeit angesagt. Zunächst die kleine Ziegelmauer als Begrenzung zum Rosenbeet.


Ziegelmauer


Außerdem geht es im Gemüsegarten nun so richtig los! Alles ist gepflanzt und gesät und beginnt zu wachsen.


Gemüsegarten im Mai


Natürlich war ich mit meinen Projekten bei vielen Linkpartys dabei. Hier findest du eine Übersicht, was sich im kreativen Bloggerland so tut. Toll!


Und nun zu euch. Los geht es. Verlinkt alle eure Projekte, Tipps und Ideen aus dem letzten Monat oder auch ältere Posts! Ganz nach Belieben!

Fairerweise erscheinen die Links in zufälliger Reihenfolge, damit jeder einmal die Chance hat, vorne mit dabei zu sein.

Linkparty bei  Marie - Von Tag zu Tag


Bitte folgende Regeln beachten:
  • Link zum jeweiligen Post setzen, nicht zum gesamten Blog
  • Es dürfen auch mehrere Projekte je Blog verlinkt werden
  • Bitte keine kommerziellen Links bzw. Links zu Shops etc. Diese werden leider gelöscht.
  • Bitte verlinkt meine Linkparty im jeweiligen Post oder auf eurem Blog. Irgendwo auf eurem Blog muss es einen Link zu meiner Linkparty geben - sonst werden die Beiträge leider wieder gelöscht.
Und jetzt verlinkt eure Projekte nach Herzenslust und zeigt uns, was für euch den Alltag schöner macht!




Ich freue mich auf viele tolle frühlingshafte Projekte!

Am Ende der Linkparty gibt es eine Projektgalerie auf Pinterest und einen Beitrag im Blog. Durch die Teilnahme an der Linkparty erklärst du dich damit einverstanden, dass dein Projekt dort veröffentlicht wird.

Die vielen tollen Projekte der Linkpartys #1, #2#3 und #4 findet ihr in einer Projektgalerie auf Pinterest. Oder direkt hier im Blog.

Mit liebem Gruß

Marie
 

Donnerstag, 21. Mai 2015

Unsere Bloggerwelt - wohin führt der Weg?

Ich lese gerne und viel in der Bloggerwelt - und auch viele englischsprachige Homeblogs. Einige davon haben mich inspiriert und dazu bewogen, selbst mit dem Bloggen zu beginnen. Aus Spaß. Aus Freude am Ausdruck und an der Begegnung mit meinen Lesern. Als Werkeltagebuch und Projektbegleitung. Als kreatives Ventil.




In Amerika scheint es aber mittlerweile einen Trend zu geben, der private Blogs nach und nach kommerzialisiert und das ursprüngliche Konzept völlig ad absurdum führt. Blogs werden zunehmend perfektioniert und gewinnbringend vermarktet. Das Leben, die Echtheit, alles, was die Bloggerwelt eigentlich ausmacht, geht dabei verloren. Oder aber die Latte wird (von wem eigentlich) so hoch gelegt, dass einfache lebensechte Blogs daneben blass aussehen. Schade.

Wer möchte, kann den Originaltext hier lesen, Brenda von Cozy Little House (die ich schon lange regelmäßig lese) schreibt hier sehr direkt, was sie von diesem Trend hält.

http://www.cozylittlehouse.com/2015/05/the-stepford-bloggers.html

 (Wer nicht so gut englisch spricht: einfach von Google übersetzen lassen. Den Sinn kann man trotz der schlimmen Grammatik durchaus verstehen.)

Ich glaube, dass wir hier in Deutschland, Österreich und der Schweiz, unter uns deutschsprachigen Bloggern also, noch weit davon entfernt sind. Wir bloggen frei von der Leber weg, posten durchaus fehlerhafte Berichte oder unprofessionelle Fotos, aber man merkt, dass bei uns das Leben die Themen vorgibt. Und man spürt das Herz, das hinter den Posts steckt, bei jedem einzelnen herrlich amateurhaften Blog.

(Hier prangere ich ausdrücklich keine kleinen Dawanda Shops, Produkttester, Linktauschaktionen, kleines Sponsoring oder Ähnliches an, im Gegenteil! Kleines kreatives Unternehmertum ist genau das, was hier in unserer Bloggerwelt stattfinden darf und soll.)

Behalten wir uns dieses Einstellung bei. Auch auf nicht perfekten Fotos kann man tolle Ideen gut erkennen. Auch ein kurzer, vielleicht ein wenig fehlerhafter Text kann über die schönsten Erlebnisse berichten. Aber das tollste Layout kann nicht über einen Mangel an Inhalt hinwegtäuschen - oder dass bereits ausschließlich kommerzielle Interessen hinter dem Blog stehen.

Ich liebe die bunte, lustige, abwechslungsreiche Bloggerwelt mit ihren Geschichten. Bleibt so, wie ihr seid, berichtet, was euch bewegt und bloggt, wie euch der Schnabel gewachsen ist. Und hört vor allem nicht damit auf, weil es plötzlich rundherum so viele richtig tolle professionelle Blogs gibt, die euch den Mut nehmen, über euer Leben zu berichten.

Versteht mich nicht falsch, im Laufe des Bloggerdaseins wird der Blog zunehmend ein wenig professioneller. Das ist klar und gut und darum sollten wir und ja auch bemühen. Einige von uns haben außerdem eine fotografische Ausbildung oder einen Hintergrund in einer grafischen oder kreativen Branche. Aber ich glaube, ihr wisst, was ich meine, oder? Auch wenn ich mich nicht superprofessionell journalistisch ausdrücken kann. Ich bin halt Technikerin, schreibe meine Texte selbst und mache meine Fotos selbst.

Mit lieben Grüßen

Marie

Wer mag, kann meinen Post gerne teilen. Ich freue mich vor allem auf viele Kommentare. Wie seht ihr die Lage? Wohin gehen unsere Blogs? Macht Bloggen noch Sinn? Macht es Sinn, jetzt mit einem Blog neu zu beginnen, wenn andere schon sieben oder mehr Jahre bloggen? Was meint ihr?

Blitzschnelle Potato-Wedges

Frühlingszeit ist Grillzeit und als Beilage zaubere ich gerne diese schnelle Kartoffelbeilage aus dem Backofen. Allerdings schmeckt sie auch wunderbar im Winter zu gegrilltem Huhn, Würstchen, Fisch, etc.




Die rohen mittelgroßen Kartoffeln werden geschält und geviertelt. Je nach Hunger nehme ich ein bis drei Kartoffeln pro Person. Danach mariniere ich sie rund eine Stunde mit

  • 2 EL Raps- oder Olivenöl
  • Salz
  • Geschmachsstoffen: hier ist die Auswahl riesig.



Ein paar Vorschläge für Geschmacksvariationen

  • mit Paprika
  • mit Curry
  • mit Knoblauch
  • mit Chilli
  • mit italienischen Kräutern
  • mit ...

Die Liste ist beliebig erweiterbar. Je nach Geschmack und Saison.






Nach rund einer Stunde schiebe ich die Kartoffeln ins vorgeheizte Backrohr, 220 °C, 20 Minuten, fertig.






Billiger, besser und wesentlich fettärmer als gekaufte Potatowedges. Vom Geschmack ganz zu schweigen. Ein kleiner Tipp: diese Potatowedges schmecken so gut, dass man auf jeden Fall mehr machen sollte. Vor allem bei Kindern!






Morgen geht es wieder los. Linkparty Von Tag zu Tag #5 startet. Ich freue mich auf viele tolle Projekte und Ideen. Auf Pinterest sind alle Projekte der vorigen Linkpartys zu sehen.


Linkparty bei Marie


Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil. Es sind ein paar neue dabei! 

Mittwoch, 20. Mai 2015

Gemüsegarten im Mai

Seit drei Jahren habe ich Hochbeete und seit zwei Jahren bepflanze ich sie nach dem Prinzip "Gärtnern im Quadrat". Da mich dieses System nach wie vor überzeugt, ist mein Garten auch dieses Jahr danach ausgerichtet.




Jetzt im Mai ist so gut wie alles in der Erde, wie meine Großmutter immer zu sagen pflegte. Ich kaufe nur wenige Pflanzen zu, das meiste ziehe ich selbst aus Samen. Einiges am Fensterbrett, vieles säe ich direkt in die Erde.




Ich habe die Erfahrung gemacht, dass direkt gesätes Gemüse bzw. selbst aus Samen gezogenes wesentlich widerstandsfähiger ist. Eigentlich klar, in Gärtnereien finden die Sämlinge optimalste Bedingungen vor, die sie möglichst schnell wachsen lassen. Das macht sie zwar schön zum Verkaufen, schwächt aber die Widerstandskraft. Meine Pflänzchen müssen sich von Anfang an mit diversen Widrigkeiten abfinden, einerseits natürlich mangelndes Licht am Fensterbrett, andererseits wechselnde Temperaturen und Wasserverfügbarkeit im Freiland. Das macht sie widerstandsfähig und stark. Schädlinge sind daher in meinem Gemüsegarten zwar ein Thema, aber keines, das die Ernte ernsthaft gefährdet.

Bis auf die Schnecken! Dieses Jahr ist es besonders schlimm. Absammeln, absammeln, absammeln - soweit ich weiß, geht es allen Gärtnern so. Willkommen im Club.

Derzeit wächst bei mir bereits so viel, dass ich fast täglich frisches Gemüse auf den Tisch stellen kann, meist in Form von Salat.




Radieschen sind ein Dauerbrenner. Sie wachsen schnell, sind mildwürzig und schmecken immer gut.





Heuer wachsen die Erdbeeren besonders gut. Nicht nur bei mir. Gestern durfte ich den Gemüsegarten und das Glashaus eines befreundeten Gärtners besuchen. Er ist Biologe, hat eine Gartenbaufirma und den tollsten privaten Gemüsegarten, den ich je gesehen habe. Wow! Meine drei kleinen Hochbeete können da nicht mithalten, aber es macht mir immer viel Freude, wenn ich private Gärten besuchen und mir neue Anregungen holen darf.






Die ersten Erbsen setzen Blüten an und auch der Kohlrabi bildet schon kleine Knollen aus. Mein kleinerer Sohn mag eigentlich kein Gemüse. Er könnte sich von Brot, Fleisch und Schokolade ernähren. Aber wenn das Gemüse aus dem eigenen Garten kommt, dann schmeckt es ihm doch. Außerdem liebt er die Gartenarbeit und nascht mit großer Begeisterung rohes Gemüse direkt vom Beet. Vor allem für ihn baue ich die Zuckererbsen und Kohlrabi an.






Das Basilikum stand im Spätwinter auf meiner Fensterbank in der Küche. Nachdem es abgeerntet und recht struppig war, durfte es vor zwei Wochen ins Beet umsiedeln. Dort gefällt es ihm, wie man sieht.




Blaue Kartoffeln sind Fixstarter in meinem Gemüsegarten. Sie liefern einen netten Ertrag, haben keine Schädlinge, blühen zauberhaft lila-weiß und schmecken unglaublich gut. Hier gibt es dazu weitere Infos und Rezepte.




Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell der Garten zum üppigen Leben erwacht. Anfang April war noch alles sehr übersichtlich. Jetzt grünt und blüht es täglich dichter und üppiger. Wunderbar, ich liebe den Mai!




Eine schöne Maiwoche, auch wenn schon wieder Regen angesagt ist. Denn - noch ein Spruch meiner Großmutter - "Mairegen ist Gottessegen"!

Mit liebem Gruß

Marie


Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil. 



Dienstag, 19. Mai 2015

Recycling - Ziegelmauer oder die tollsten Materialien finden sich beim Abbruch

Unser Haus ist alt, fast 100 Jahre alt, um es genau zu sagen. In den letzten Jahren renovierten wir es zwar von Grund auf, aber es war uns wichtig, dass diese Renovierung sachte, sanft und bestandsschonend vor sich ging. Oder anders gesagt: man muss nicht auf den ersten Blick sehen, dass vieles (nicht alles) neu ist.
 



Vor allem im Garten verwendeten wir - auch aus Kostengründen - Recyclingmaterialien. Rund um das Rosenbeet war eine Einfassung notwendig. Da wir ausreichend Ziegel übrig hatten, die von zwei Parapetabbrüchen aus dem Haus stammten, mauerte mein Mann mit den Kindern ein kleines Beet. Für die Kinder war es die erste Erfahrung mit dem Mauern, aber ich finde, das sollte jeder können.




Schon in unserem Studium hatten wir bei Baustellen und Abbruchhäusern Ziegel mit interessanten Stempeln gesammelt. Es war nie ein Problem, die Erlaubnis zu bekommen, einen oder zwei Ziegel mitzunehmen, im Gegenteil, die Poliere waren immer sehr nett. Bisher fristeten die Ziegel allerdings ein eher unbeachtetes Dasein im Keller. Nun wurden sie in die Mauerkrone eingearbeitet.









Die Ziegel sind ganz einfache einmal gebrannte Mauerziegel. Wind, Wetter und Regen werden ihnen in den nächsten Jahren sicherlich zusetzen. Die Mauer ist definitv nicht für die Ewigkeit gebaut. Aber sie ist schön, funktionell, fast gratis (bis auf den Mauermörtel) und macht den Eindruck, als ob es sie immer schon gegeben hätte.




Der Verband ist ein einfacher Läuferverband. Da die Ziegel aber unterschiedliche Formate hatten (altes und neues Wiener Ziegelformat und ein paar andere), ist der Verband sehr frei definiert. Hauptsache keine Kreuzfugen, die schwächen die Stabilität.

Die Fugen wurden teilweise offen gelassen, damit sich mit der Zeit Bewuchs einstellen kann, außerdem bietet eine solche Mauer auch Lebensräume für zahlreiche Kleinlebewesen.











Diese Ziegelmauer war eines der Projekte, die man ganz schnell an einem Wochenende verwirklichen kann. Der Unterbau besteht aus einem ca. 20 cm tiefen Graben, in den als unterste Schichte eine Lage Fertigbeton eingebracht wurde. Als Fundament und ebener Untergrund. Darauf wurden vier Scharen Ziegel gemauert, drei sind nach dem Verlegen der anschließenden Terrasse noch sichtbar.

Update: natürlich reicht eine 20 cm tiefe Fundierung (35 cm inklusive der ersten Ziegelscharen) nicht aus, siehe auch die Kommentare (Danke an meine lieben Leser!). Für eine ausreichende Stabilität müsste ca. 80 cm tief fundiert werden. Aber: unter unserer Mauer liegen alte betonierte Terrassenteile, die wir nicht entfernen konnten und wollten. Daher die seichte Fundierung. Der alte Beton ist quasi das tiefere Fundament. Allerdings dürfte bei unserem milden Klima und der geringen Belastung der Mauer auch ein seichteres Fundament ausreichen.
Um diese Mauer wirklich standfest und langfristig haltbar zu machen, wären eigentlich zwei Dinge erforderlich: ein Fundament in frostfreier Tiefe und doppelt gebrannte Ziegel.
Noch eine Anmerkung: die Mauer steht seit mittlerweile zwei Wintern und hat sich nicht bewegt. 

Diese Mauer ist sicherlich nicht für die Ewigkeit gebaut. Dazu ist die Fundierung nicht tief genug, außerdem werden die Ziegel mit der Zeit abwittern. Aber für eine gewisse Zeit ist es eine schnelle, kostengünstige und sehr ansprechende Lösung, die jedes Mal ein Lächeln auf mein Gesicht zaubert.

Mit liebem Gruß
Marie

Jetzt gibt es wieder tolle Linkpartys mit vielen guten Ideen. Komm mit! Ich mach mit!

Montag, 18. Mai 2015

Wandern mit Kindern - vom Semmering auf den Sonnwendstein

Eine schöne und leichte Tour auch für Anfänger möchte ich heute vorstellen. Die Wanderung vom Ort Semmering auf den Sonnwendstein.




Diese Wanderung ist auch schon für kleinere Kinder möglich, ab rund 5 Jahren können sie - bei ausreichender Kondition - diese Tour machen.

  • Weglänge: ca. 15 km, es ist also eine Ganztagestour
  • Höhenunterschied: rund 600 m
  • Einen kleinen Teil der Strecke kann man mit der Seilbahn bewältigen - da ist allerdings sehr teuer!
  • Gehzeit mit Kindern: rund 5 bis 6 Stunden, je nach Alter und Kondition
  • Anreise: mit Auto oder Zug bis in den Ort Semmering. Mit dem Auto kann man bei der Talstation der Gondelbahn parken. Wenn man mit dem Zug anreist, führt der Weg vom Bahnhof relativ steil durch den Ort bis zum Parkplatz beim Hirschenkogel.
  • Kosten: eventuell für Gondelbahn oder Rast in der Hütte
  • Alter: für konditionsstarke Kinder ab rund 5 Jahren problemlos geeignet. Man muss nur ausreichend Pausen einplanen und genügend Proviant mitnehmen. Außerdem kann man jederzeit umkehren, da es sich nicht um einen Rundkurs handelt.
  • Wetter: der Semmering ist bekannt für schnelle Wetterumschwünge und heftige Gewitter. Nur bei wirklich gutem Wetter aufsteigen.
  • Wichtig ist gutes Schuhwerk, also Trekking- oder Wanderschuhe. Sandalen und Turnschuhe sind ungeeignet.

Wir starteten auf diese Tour an einem bewölkten, aber trockenen Augusttag. Daher wurden die Fotos der Umgebung nicht besonders gut. Man hat aber einen wunderbaren Rundumblick.




Der Aufstieg geht gemütlich über eine Forststraße bis fast auf den Hirschenkogel. Diese Strecke kann man auch mit der Gondelbahn bewältigen, der Preis für vier Personen von 37 Euro (!) für rund zehn Minuten Fahrt war uns aber definitiv zu teuer. Also gingen wir auch das erste Stück bergauf. Es ist wirklich weder steil noch besonders anstrengend. Die Gondelfahrt zahlt sich wirklich nicht aus.




Kurz vor dem Hirschenkogel kommt die Abzweigung zum Sonnwendstein. Hier gibt es drei Routen: über die Forststraße, über den Hochalmweg und über den Kammweg. Wir wählten für den Aufstieg den Kammweg, der ein wenig unterhalb des Kamms auf steirischer Seite verläuft. Er ist schattig und kühl und vor allem an heißen Tagen zu empfehlen.




Wunderbare Blumenwiesen luden zum Rasten ein. Enzian, Wetterdistel und jede Menge Arnika. Alle drei Pflanzen stehen unter strengem Naturschutz. Fotografieren und Schauen ist erlaubt, Pflücken nicht!














Auf dem Sonnwendstein gibt es eine Hütte, die Pollereshütte. Sie bietet kleine Speisen zu erschwinglichen Preisen an. Man sitzt sehr nett auf einer Terrasse mit Blick über die gesamte Region.

Vor 25 Jahren gab es einen uralten Einser - Sessellift nach Maria Schutz. Dieser ist aber längst abgebaut, also führte  uns der Rückweg über den Hochalmweg zurück zur Forststraße und über den Hirschenkogel wieder in den Ort Semmering.




Betreffend Altersangaben und Gehzeit: hier muss jeder seine Familie und seine Kinder selbst realistisch einschätzen und im Zweifelsfall eine leichtere oder kürzere Tour wählen.

Hier gibt es weitere Wandertipps für Familien mit Kindern. Hineinschauen, Gusto holen und die Wanderschuhe einpacken!

Wandern mit Kindern

Mit liebem Gruß
Marie

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