Montag, 23. Oktober 2017

Worauf man achten sollte, wenn man eine Immobilie kauft - Gutachten und Überprüfungsbefunde

Wie ihr wisst, bin ich im Brotberuf seit mehr als 20 Jahren in der Baubranche tätig. In dieser langen Zeit durfte ich viele verschiedene Bereiche durchlaufen, von Projektsteuerung über Planung bis hin zur Bauaufsicht auf Großbaustellen und im Denkmalschutz. Seit einigen Jahren bin ich allerdings hauptsächlich im Privatbereich tätig, eine Arbeit, die mir jeden Tag viel Freude macht, weil ich - im Gegensatz zu durchaus spannenden Aufgaben im Objektbereich - täglich mit den Menschen zu tun habe, die in den Häusern und Wohnungen auch tatsächlich leben. Da entwickeln sich zu meiner Stolz sogar oft Freundschaften, die lange über die Renovierung der Wohnung hinausgehen.


Generell ist der Privatbereich für Architekten natürlich besonders sensibel. Nicht nur, dass ich über die finanziellen Möglichkeiten meiner Kunden sehr genau Bescheid wissen muss, weil Fehler oder Versäumnisse schnell existenzbedrohend sein können. Auch die Planung und Ausführung der Arbeiten muss zu 100% individuell angepasst werden, an die verfügbaren Mittel, an die Wünsche, an die Lebenssituation.

Im Laufe dieser spannenden Tätigkeit habe ich etliche Dinge erlebt, die für alle interessant sind, die im Privatbereich daran denken, eine Immobilie zu kaufen, zu mieten oder zu renovieren. Manche dieser Geschichten sind lustig, viele leider weniger und etliche können sogar in die Katastrophe laufen, wenn man nicht rechtzeitig gute fachliche Hilfe bekommt.


Der Fall, den ich heute vorstellen möchte, betrifft den Kauf einer Wohnung und fehlende Gutachten dazu. Aber lest selbst.

Ein Bekannter wollte eine gebrauchte Eigentumswohnung kaufen. Es war bereits bei der ersten Besichtigung offensichtlich, dass die elektrischen Leitungen nicht mehr dem Stand der Technik entsprächen. Steckdosen waren herausgerissen, der Sicherungskasten dürftig bestückt und definitiv nicht mehr funktionstüchtig. Makler und Besitzer erklärten, dass ein Gutachten eines Elektrikers vorläge, nach dem die Sanierung der elektrischen Anlage und des Sicherungskastens rund 500 Euro kosten würde. Die Wohnung war schon länger am Markt, der Strom daher schon abgemeldet, der Käufer definitv kein Techniker.

Der Käufer forderte dieses Gutachten vor Vertragsabschluss mehrfach ein, aber es wurde ihm nicht sofort ausgehändigt, schließlich gab es ein Gegenangebot für die an sich schöne Wohnung und der Vertragsabschluss musste schnell unter Dach und Fach gebracht werden.


Nach dem Kauf forderte der Käufer und neue Wohnungsbesitzer wiederum das elektrische Gutachten ein, aber jetzt stellte sich heraus, dass es dieses gar nicht gab. Auch der Makler hatte es nie gesehen und im Vertrag war es nicht vermerkt gewesen, es gab also nur die vage mündliche Auskunft des Verkäufers und keinerlei schriftliche Nachweise. Die tatsächlichen Sanierungskosten der elektrischen Anlage, die in ihrer Gesamtheit nicht mehr funktionstüchtig war, lagen dann bei rund 10.000 Euro. Jeder konzessionierte Elektriker hätte das bei einer einzigen Begehung sofort feststellen können, auch einem Baufachmann wäre der Umstand klar gewesen, dass 500 Euro keinesfalls für eine Sanierung ausreichen würden.

Fazit: sämtliche Gutachten sofort einfordern, deren Existenz (wenn man sie noch nicht gesehen hat) und zugesicherte Inhalte schriftlich festhalten und unterschreiben lassen. Im Vertrag vermerken und am besten gar keinen Vertrag unterzeichnen, wenn das Gutachten nicht schwarz auf weiß vorliegt.

Wenn man einen Nachweis, ein Gutachten oder ein ähnliches Dokument nicht sofort bekommt, sollten sowieso die Alarmglocken schrillen. Meist existiert es nämlich nicht, wie in vorliegendem Fall, oder der Inhalt weicht grob von den zugesagten Dingen ab.


In diesem Fall war der Makler eine große und renommierte Firma und leider lag kein Schriftverkehr vor, in dem die Maklerfirma das Gutachten ausdrücklich erwähnte. Es gab immer nur die mündliche Auskuft über die vom Verkäufer beauftragte Kostenschätzung durch einen Elektriker. Ob hier der Makler richtig agierte oder nicht, möchte ich definitiv nicht bewerten, ich kenne nur die Seite des Käufers. Aber auch hier gilt am besten: alle Aussagen schriftlich festhalten, immer,  und sei es nur in einem Mail an die betreffenden Personen. Dann müssen diese zumindest reagieren, die Aussagen entweder zurückweisen oder bestätigen. 

Wichtig ist auch die Unterscheidung in Gutachten, Überprüfungsbefunde, mündliche oder schriftliche Kostenschätzungen, etc. Genau nachfragen lohnt sich hier, denn rechtlich besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen einer mündlichen Kostenschätzung (auch durch einen Fachmann) und einem Überprüfungsbefund oder Gutachten.

Eine zusätzliche Begehung mit einem unabhängigen Fachmann und eine entsprechende Analyse der Traumimmobilie kostet nicht die Welt und schafft Sicherheit beim Kauf. Natürlich hat auch ein Architekt oder Baufachmann keine Röntgenaugen. Aber aufgrund seiner Erfahrung kann er die Anzeichen für kostenintensive Sanierungsmaßnahmen meist gut erkennen und gleich eine grobe Kostenschätzung für alle notwendigen, strukturellen oder auch optischen Maßnahmen erstellen. Abgesehen davon agiert ein vom Käufer bestellter Fachmann auch ausschließlich im Interesse des Käufers. Somit lässt sich der Erwerb einer Immobilie von Anfang an finanziell und baulich auf solide Beine stellen.


Es liegt in der Verantwortung des Käufers, sich umfassend beraten zu lassen, gerade wenn man eine alte oder gebrauchte Immobilie erwirbt. Bei einem Neubau kommen zahlreiche Gewährleistungsfristen zum Tragen, eine gebrauchte Immobilie kauft man meist „wie gesehen“.

Weitere Posts zum Thema Wohnungen, Häuser, Immobilien, Kauf, Miete, Renovierung und Umzug:

Das Traumhaus oder die Traumküche oder die Traumwohnung oder ...
Alles aus einer Hand oder doch selbst organisiert - wie soll man bauen?

Jetzt seid ihr an der Reihe. Was habt ihr bei Hauskauf, Miete, Wohnungskauf etc. erlebt? Was lief gut, worauf muss man achten, wo lauern Fallen? In den Kommentaren ist jede Menge Platz für eure Geschichten und Erfahrungen. Teilt sie mit uns, so werden wir alle schlauer.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Vintage Häkeldecke Eiskristalle

Vor einigen Tagen zeigte ich hier alte Stickmuster, die im Haus meiner Eltern und Großeltern auf zahlreichen Decken und Gebrauchstextilien zu finden sind.


Diese Häkeldecke möchte ich allen Handarbeitsbegeisterten - und allen, die alte Dinge lieben - auch nicht vorenthalten. Wer sie wann gemacht hat, weiß ich nicht, auch in meiner Familie gibt es nur eine Vermutung. Diese wunderbare Häkeldecke liegt seit Generationen strahlend weiß auf einem alten dunklen Holztisch. Sie erinnert mich immer an Eiskristalle, an Eisblumen am Fenster und wirkt fantastisch in dem alten Haus mit den vielen dunklen Möbeln.


Meine Großmutter war ein großer Fan von Zierdecken, Tischdecken, gehäkelten Spitzendecken und ähnlichem. Ich möchte sie in meinem Haus nicht haben, ABER - ja das große ABER. Mein Haus ist hell, viele Möbel sind weiß oder hell naturfarben, die Wände sind weiß, die Böden hell. In so ein Haus passen diese alten Textilien tatsächlich nicht so gut hinein. In alte Häuser mit dunklen Holzfussböden, vielen dunklen Möbeln, oft dunkler getäfelten Wänden - dort wirken sie fantastisch und hellen die Räume ungemein auf. Nostalgie pur.


Was ich absolut neidlos und völlig kritiklos anerkennen muss, ist die handwerkliche Leistung. Die Herstellung dieser Tischdecke muss unglaublich viele Arbeitsstunden in Anspruch genommen haben. Sie ist absolut perfekt gearbeitet und vermutlich bereits rund 100 Jahre alt. Sie wird mehrmals pro Jahr vorsichtig gewaschen - und fertig. Das alte weiße, relativ starke Baumwollgarn vergilbt nicht, reißt nicht, nützt sich kaum ab. Eine solche Garnqualität ist vermutlich heute schwer zu finden.


Auch wenn ich selbst solche Handarbeiten weder herstellen kann noch möchte, so erkenne ich die Leistung an und finde es wichtig, Techniken und Motive zu bewahren. Sie stellen einen Teil des ländlichen kulturellen Erbes dar und noch vor einer Generation waren in vielen Haushalten diese Handarbeiten überall zu finden. Mittlerweile sind sie großteils verschwunden, meist gedankenlos entsorgt.


Auf meinen Reisen durch entsprechende Blogs fand ich aber durchaus viele, die diese Tradition bewahren, neue Textilien anfertigen und das Kunsthandwerk - nichts anderes ist es - in die Jetztzeit retten. Auch dafür stelle ich diese Fotos zur Verfügung.

Wer diese Decke wann angefertigt hat, ob es eine Eigenentwurf ist oder nach einem Muster gearbeitet wurde, ob es irgendwelche Rechte an dem Muster gibt, weiß ich nicht. Ich habe mich aber bemüht, es so zu fotografieren, dass Häkelfans es erkennen und auch nacharbeiten können, wenn sie möchten.

Ich persönlich werde solche Tischdecken wohl niemals nachmachen, aber ich lasse mich unheimlich gerne von alten Mustern, Textilien und Strukturen inspirieren. Sie bilden für mich einen Pool von Möglichkeiten für neue Entwürfe und Kreationen.

Wer tolle Kreationen und Projekte hat, kann sie hier verlinken. Ich freue mich auf viele schöne Ideen und neue Blogs.

Jetzt neu: wer keinen Blog hat, aber trotzdem herbstliche Ideen, Projekte, Impressionen oder Rezepte verlinken will, kann das unter #linkparty_vontagzutag auf instagram machen.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe! 

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Linkparty Von Tag zu Tag #17

Der Herbst ist da. Nach einem kalten und regnerischen September und einem kühlen Oktoberanfang verwöhnt uns jetzt das Wetter mit fast sommerlichen Temperaturen und herrlichem Sonnenschein. Ich genieße jede freie Minute im Garten, der Winter kommt bestimmt, jetzt ist noch Sonne tanken angesagt.


Heute habe ich ein paar Herbstimpressionen im Abendlicht für euch, ganz anders als untertags, aber wunderschön. Nur leider wird es schon wieder so früh finster, seufz.


Der Herbst ist auf vielen Blogs superkreativ und ich lese mit großer Begeisterung überall mit. Daher die neue Linkparty Von Tag zu Tag #17 im Herbst.


Ich freue mich heute auf viele tolle Links zu euren herbstlichen Ideen, Projekten, Rezepten, Reiseberichten und allem, was zum Thema Herbst, Oktober, November und Halloween passt.

Linkpartyregeln
  • Projekte, die zum Thema Haus und Garten, Familie, Leben, Hobbys, DIY, etc. passen
  • Es können gerne auch ältere Projekte verlinkt werden, auch mehrere Projekte pro Blog sind herzlich willkommen
  • Bitte keine Werbung, keine Links zu Shops, keine kommerziellen Links
  • Link zum Post, nicht zum gesamten Blog
  • Backlink im Post



Am Ende der Linkparty gibt es eine Projektgalerie auf Pinterest und einen Beitrag im Blog. Durch die Teilnahme an der Linkparty erklärst du dich damit einverstanden, dass dein Projekt dort veröffentlicht wird.

Jetzt neu: wer keinen Blog hat, aber trotzdem herbstliche Ideen, Projekte, Impressionen oder Rezepte verlinken will, kann das unter #linkparty_vontagzutag auf instagram machen.


Hier gibt es viele herbstliche Ideen aus den letzten Jahren und aus meiner Ideenwerkstatt. Schaut vorbei. Ich freue mich!

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe! 

Freitag, 13. Oktober 2017

Herbstdeko in der Vase

Manchmal muss es schnell gehen, gerade im Deko-Sektor. Entweder eine Sache ist in 10 Minuten erledigt, oder man hat eben keinen Blumenschmuck in der Vase. Mehr Zeit ist nicht. Kennen wir alle.


Was man unterschätzt, gerade wenn es richtig hektisch ist, sind Wirkung und Effekt der kleinen Dinge auf das Wohlbefinden. Es macht einen riesigen Unterschied, ob ein Tisch geschmückt ist oder nicht, vor allem in stressigen Zeiten. Was man überschätzt, ist oftmals der Zeitaufwand. In 5 bis 10 Minuten kann man etwas verändern, ganz leicht, man muss nur anfangen.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Uralte Stickmuster

Ich persönlich bin kein Fan von Handarbeiten, also Sticken, Stricken und so weiter. Mit dem Nähen, das bis vor kurzem auch nicht so meines war, habe ich mich mittlerweile angefreundet, dazu in einem späteren Post.


Was ich aber heute vorstellen möchte, sind wunderbare uralte Stickmuster, die ich im Haus meiner Eltern und Großeltern fotografierte. Das Haus ist in den Grundfesten mehr als 500 Jahre alt, wurde mehrfach umgebaut und erweitert und ist - soweit ich das in Erfahrung bringen konnte - seit weit mehr als 150 Jahren im Besitz unserer Familie. In so einem Haus sammeln sich Dinge an, teilweise großartige alte Dinge, und obwohl ich unter gar keinen Umständen Stickdeckchen oder Spitzendeckchen in meinem Haus haben möchte (nein!), so passen sie in die alte gewachsene Umgebung im Haus meiner Eltern und Großeltern ganz wunderbar.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Kampf dem Chaos: wie man anfängt, um endlich wieder Land zu sehen

Mein Haus und mein Garten sind im Normalfall aufgeräumt und soweit sauber, dass ich mich auch bei spontanen Besuchen nicht genieren muss. Natürlich ist es nicht immer perfekt, ganz bestimmt nicht, vor allem nicht, wenn es beruflich drunter und drüber geht oder meine Kinder mit ihren Freunden die Küche okkupieren, um gemeinsam zu kochen.


Aber im Großen und Ganzen bemühe ich mich, dass das Haus immer freundlich, einladend und halbwegs in dem Zustand ist, den ich persönlich als meinen Standard definiert habe.

Genau das ist das Zauberwort - der eigene Standard. Wie fühle ich mich wohl? Wie fühle ich mich wohl, wenn die klatschsüchtige Nachbarin unangekündigt vor der Türe steht? Wie muss es sein, dass das Familienleben funktioniert, ohne dass man permanent Feuerwehr spielen muss, weil Dinge nicht gewaschen oder nicht erledigt sind oder schlicht und einfach im Chaos verschwinden?

In den nächsten Wochen stelle ich mein Konzept vor, wie ich als berufstätige Mama mit Tieren, Haus, Garten und vielen Hobbys diese Herausforderung meistere. Das ist keine Anleitung, eher ein Bericht, wie es für mich klappt. 

Donnerstag, 17. August 2017

Linkpartys entrümpelt - wer kennt aktuelle Parties?

So, die Blogentrümpelung geht weiter, heute war meine Linkpartysammlung an der Reihe. Mannohmann, da waren ziemlich viele "Leichen" dabei. Schade, viele richtig gute Parties wurden eingestellt, die meisten, weil die Linkanbieter immer teurer wurden, teilweise um 100% im Jahresabstand. Die Parties mit Fotos sind einfach netter - nur leider nicht gratis. Ich kann schon verstehen, dass nicht jeder Blog das zahlen will und kann.

http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/p/blog-page.html

Jedenfalls habe ich hier ein neues Linkpartyverzeichnis gestartet, brandaktuell mit Juli 2017. Bitte tragt alle eure aktuellen Parties ein, damit möglichst viele mitmachen können. Natürlich könnt ihr auch Parties eintragen, an denen ihr teilgenommen habt, je mehr, desto besser. Nur aktuell müssen sie sein - und in irgendeiner Form zu den Themen meines Blogs passen.



Ich freue mich auf viele neue Parties, neue Ideen und neue Blogs.

Hier könnt ihr noch alle eure Sommerprojekte verlinken, neue Ideen finden, neue Blogs entdecken und neue Leser finden.

http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2017/08/sommerlinkparty-von-tag-zu-tag-16.html

Mit liebem Gruß

Marie

Mittwoch, 16. August 2017

Bilder malen - mit der Kamera

Schon länger faszinieren mich diverse Bilder, die eigentlich wie Stoffmuster aussehen, aber richtige Fotos sind. Auf Instagram gibt es da viel zu entdecken und so wagte ich mich vor einiger Zeit selbst daran. Mit Hilfe der neuen Kamera meines Teenies versuchte ich ein Rosenbild zu malen. Eigentlich ganz einfach....


Zunächst sammelt man irgendwelche Dinge, Blüten, Blätter, der Fantasie ist keine Grenze gesetzt.

Danach arrangiert man die Dinge möglichst musterartig - gleichmäßig oder nicht ist egal - auf einer neutralen Oberfläche. In meinem Fall eine weiße Tortenplatte.


Ein gut belichtetes Foto machen ....


... und dieses dann entsprechend nachbearbeiten.

Fertig ist mein neuer Background für Laptop und Handy.


Und weil es so schön war und ich noch ein paar Kirschen parat hatte, gleich noch ein Versuch.


Was machen eure Sommerprojekte? Hier gibt es eine Linkparty für alles, was unseren Sommer schöner macht.

Mit liebem Gruß


Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe! 

Freitag, 11. August 2017

Frisches Gemüse im Winter

Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich schon von Anfang an versuchte, die Gemüsesaison möglichst lange auszudehnen. Mittels Frühbeet, Hochbeet, verschiedenen Salaten, Zwiebel im Winter gelang mir das eigentlich recht gut, aber ich hielt es meist für einen glücklichen wetterbedingten Zufall.


Vor einigen Wochen stolperte ich an einem wunderbaren heißen Junisonntag über einen Artikel in der Gartenkralle (Presse Sonntagsausgabe vom 18.6.2017), die ich generell regelmäßig mit großer Begeisterung lese. So, jetzt habe ich mich als konservativer Presseleser geoutet. Macht nichts. Zurück zum Thema.


Ute Woltron berichtete in diesem wunderbaren Artikel über einen neuen Trend zum ganzjährigen Gemüseanbau. Ursprünglich kam diese Idee aus Amerika, wurde aber vom Leiter der Abteilung Gemüsebau in der Gartenbauschule Schönbrunn, Wolgang Palme, aufgegriffen und an unser Klima adaptiert. Seit vielen Jahren experimentiert er mit Gemüse und Kräutern, die ohne viele Hilfsmittel in Wien und Umgebung ganzjährig angebaut und beerntet werden können.

Schnell im Lieblingsbuchgeschäft hineingeschaut und das dazugehörige Buch gekauft. Ein dicker Schmöker, sicherlich nicht zum durchlesen, eher zum durcharbeiten, aber spannend von Anfang bis zum Ende.

Fazit daraus: in unserem Klima lassen sich ganzjährig zahlreiche Gemüse und Kräutersorten anbauen, natürlich kaum Fruchtgemüse, dafür ist es zu kalt und die Tage sind zu kurz. Für Kräuter, Salate und einige Wurzelgemüse hingegen gibt es ausreichend gute Bedingungen, um das ganze Jahr zu ernten.


Meine bisherigen mehr zufälligen und völlig unsortierten Erfahrungen gibt es hier und hier und hier zu lesen. Dieses Jahr werde ich die Sache ein wenig professioneller angehen, vor allem mit entsprechenden Wintersorten und rechtzeitiger Aussaat. Die ersten Samentütchen sind schon da.


Wer hat schon Erfahrung mit konsequentem Gemüseanbau im Winter? Würde mich wirklich interessieren! Mir reicht es eigentlich schon, wenn ich alle paar Tage frisches Grün zu den Mahlzeiten reichen kann und immer ausreichend Kräuter bereitstehen. Mal sehen, ich berichte weiter, die Herbstsaaten müssen nächste Woche ins Beet.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Artikel enthält affiliates, ist aber nicht gesponsert. Alle Meinungen sind zu 100% meine eigenen.


Donnerstag, 10. August 2017

Mein Garten im August und Sommerlinkparty!

Ich liebe sie, diese heißen, langen, schläfrigen Augusttage. Alles geht ein wenig langsamer, auch wenn man keine Ferien hat und der Urlaub schon vorbei ist. Die Nächte sind kurz, oft sehr warm, aber es wird in der Früh schon später hell und auch Abends merkt man den nahenden Herbst. Tagsüber ist alles ein wenig gemütlicher, fröhlicher, entspannter, als ob die Ferienstimmung auch die Arbeitswelt erfasst hätte.


Wunderbar sind auch die langen sonnigen Nachmittage am Wochenende, an denen es zu warm ist, um irgendetwas zu unternehmen und man mit vollem Recht faul sein darf. Im Liegestuhl im Schatten mit Blick auf den Teich, mit einem guten Buch und einem kalten Getränk. Sonne tanken für den Winter, der bestimmt kommen wird.


Mein Garten im August ist vor allem durstig. Tägliches Gießen ist ein Muss, sonst vertrocknet alles.

Tomaten sind derzeit überall ein Thema, im Topf und im Beet. Jetzt werden sie täglich reif, man kann ihnen beim Rotwerden zusehen.


Der Hibiskus blüht in allen Farben von weiß bis blau, herrlich. Die Sträucher sind drei Jahre alt und blühen mittlerweile ausdauernd von Juli bis zum Frost.




Der Sommerflieder setzt zur zweiten Blüte an, nachdem ich alles Verblühte wegnahm. Pink und ein ganz dunkles Blaulila, Black Knight heißt diese Schönheit.

 

Im Gemüsebeet treibt der Mangold wieder durch und liefert täglich neue Blätter.


Die Kartoffeln sind abgeerntet, dort steht jetzt frischer Babyleaf-Salat, zwei Wochen alt. In etwa einer Woche wird er erntereif sein.


Die Goldrute am Zaun lockt unzählige Insekten an, es schwirrt und surrt überall.


Die Duftgeranie auf der Terrasse entpuppt sich wachstumsmäßig als eher enttäuschend, sie bleibt trotz optimalem Standort eher klein, aber die Blüten sind zauberhaft.



Die Beetrosen setzen nach einem kräftigen Rückschnitt vor drei Wochen zum zweiten Blütenfloor an. Dunkelrot und wunderschön buschig werden sie erst mit dem ersten Frost verschwinden.


Der Herbst steht trotzdem schon fast vor der Türe, die erste Dahlie zeugt davon. In diesem Jahr probierte ich erstmals Dahlien aus, sie sind zwar wunderschön aber von der Betreuung recht arbeitsintensiv. Ohne Schneckenkragen, Absammeln, Schneckenkorn etc. wären sie nicht so weit gekommen, anfangs war ich sicher, dass sie es nicht schaffen würden. Trotz aller Maßnahmen wurden sie jede Nacht mit Stumpf und Stiel abgefressen. Die heiße Zeit im Juni allerdings kam ihnen zugute, es gibt heuer definitiv weniger Schnecken und so schafften sie es, den Schnecken ein wenig davonzuwachsen.


Ob ich die Dahlienknollen ausgraben und überwintern oder nächstes Jahr neue kaufen werde, weiß ich noch nicht. Eigentlich habe ich keinen kühlen, dunklen aber frostfreien Ort zur Lagerung. Mal sehen. Vielleicht betrachte ich sie als "Einjährige" und kaufe nächstes Jahr neue Knollen.

Auch die Brombeeren werden langsam reif, große dunkle stachellose Früchte, ein wahrer Genuss zu Eis und Joghurt.


Im Bauerngarten blühen unermüdlich die Ringelblumen. Einmal Ringelblume - immer Ringelblume. Sie suchen sich selbst ihren Platz und gedeihen völlig ohne Pflege.


Was tut sich in eurem Sommer? Ferienzeit, Faulenzen oder tolle Projekte? Wer etwas herzeigen möchte, hier ist die Sommerlinkparty dazu. Ich freue mich auf viele Links!

Linkpartyregeln
  • Projekte, die zum Thema Haus und Garten, Familie, Leben, Hobbys, DIY, etc. passen
  • Es können gerne auch ältere Projekte verlinkt werden, auch mehrere Projekte pro Blog sind herzlich willkommen
  • Bitte keine Werbung, keine Links zu Shops, keine kommerziellen Links
  • Link zum Post, nicht zum gesamten Blog
  • Backlink im Post



Am Ende der Linkparty gibt es eine Projektgalerie auf Pinterest und einen Beitrag im Blog. Durch die Teilnahme an der Linkparty erklärst du dich damit einverstanden, dass dein Projekt dort veröffentlicht wird.


Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe! 




Dienstag, 8. August 2017

Sommerlinkparty Von Tag zu Tag #16

Herzlich willkommen im August, nach ausgedehntem Urlaub und vielen Projekten bin ich auch wieder da. Erholt, vergnügt und voller Tatendrang.




Ich freue mich heute auf viele tolle Links zu euren sommerlichen Ideen, Projekten, Rezepten, Reiseberichten und allem, was zum Thema Sommer passt.

Linkpartyregeln

  • Projekte, die zum Thema Haus und Garten, Familie, Leben, Hobbys, DIY, etc. passen
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  • Link zum Post, nicht zum gesamten Blog
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Am Ende der Linkparty gibt es eine Projektgalerie auf Pinterest und einen Beitrag im Blog. Durch die Teilnahme an der Linkparty erklärst du dich damit einverstanden, dass dein Projekt dort veröffentlicht wird.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe! 

Freitag, 19. Mai 2017

Mein Frühlingsgarten rund um den 20. Mai

 

Schon zu Beginn unserer Bloggeraktion war es spannend zu erfahren, dass alle Bloggerinnen in ganz unterschiedlichen Gegenden gärntern. Manche in kleinen Gärten, manche in größeren, ganz am Land oder in der Stadt, im Flachland oder eher gebirgig, in Deutschland und in Österreich. So entstand die Idee, an einem Stichtag unsere Gärten und den Vegetationsstand zu vergleichen.

http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2017/03/mein-fruhlingsgarten-sieben-blogs-offen.html

Zunächst erschien uns das Osterwochenende passend, am Anfang des Frühlings ist der Unterschied in den Gärten sicherlich am besten sichtbar. Das Wetter machte uns einen dicken Strich durch diese Rechung, denn rund um Ostern lag bei fast allen wieder Schnee. Eine dicke geschlossene Schneedecke von mehr als 20 cm auf dem blühenden Flieder - das hat es bei uns in Wien sicherlich seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben.

Also verschoben wir die Aktion ein wenig und in den nächsten Tagen könnt ihr auch auf den anderen Blogs lesen, was sich aktuell im Garten so tut.

Petra von Mami Made It
Ines von Eclectic Hamilton
Kathrin von Topfgartenwelt 
Susan von Mein Gartenglück
Katharina von Kleingartentraum
Anja von Gartenbuddelei
Marie von Von Tag zu Tag - Mariesblog

Mein Garten - ich gärtnere im Flachland, in Wien, am Rande des Wienerwalds - hat das bunte Farbenkleid des Erstfrühlings abgelegt und ist derzeit vor allem wunderbar saftig grün. Rund um den Teich ist der Bewuchs besonders dicht, in den nächsten Tagen werden dann Knöterich und Dotterblumen mit dem Blühen beginnen, gefolgt von Seerosen und Blutweiderich.



Die Obstbäume und Stauden bilden wunderbar viele Früchte aus. Hier die Heidelbeeren im Moorbeet, in ein paar Wochen sind sie erntereif.


Die Ribisel sind eine frühe rote Sorte und werden pünktlich rund um den Johannistag reif werden.


Auch unser winzigkleiner frisch gepflanzter Kirschbaum strengt sich mächtig an. Die Früchte - eine sehr frühe Sorte - sind sogar schon ganz leicht rötlich überhaucht.


Jetzt ist die Zeit der Akkeleien, ich liebe diese zarten Blüten sehr und sie dürfen sich im Garten versamen. Lästig werden sie nie und wenn die Blüte vorbei ist, sehen die Blätter das ganze Jahr über sehr attraktiv aus.


Im Gemüsegarten ist Hochsaison. Alles ist in der Erde, wie man so schön sagt, wobei ich in diesem verrückten Frühjahr auch ein paar Totalausfälle hinnehmen musste. Die absolut robusten Saubohnen, die ich immer Schäfchenbohnen nenne, weil ihre schwarzweißen Blüten wie Kärntner Brillenschafe aussehen, keimten heuer überhaupt nicht. Auch der Salat ließ sich sehr viel Zeit, normalerweise kann ich ab Mitte April täglich Salat ernten, heuer erst ab Mitte Mai. Ein weiterer Totalausfall war heuer der Knoblauch.


Die Kartoffeln, diesmal sind es Bintje, wachsen schon schön und kräftig. Ab Feber durften sie am Fensterbrett vortreiben, jetzt sind sie schon gute 20 cm hoch.


Die Rosenknospen sind überall dick gefüllt und werden in den nächsten Tagen aufblühen. In meinem Garten gibt es sehr viele Rosen - hier ein Post dazu - dann wird der Garten ein buntes Blütenmeer. Die allererste Rose - Coral Dawn an der Gartenhütte - hat schon eine richtige Blüte.


Danke für den Besuch in meinem Garten. Schaut unbedingt auch in den anderen Gärten vorbei, es gibt so viel zu sehen.

Wer seine eigenen Gartenprojekte und Bilder hier zeigen will - bitteschön! Die Gartenlinkparty ist noch offen. Mach mit!


Linkpartyregeln
  • Projekte, die zum Thema Garten passen. Aber auch Fotos, Impressionen, Eindrücke, Reiseerinnerungen sind willkommen.
  • Es können gerne auch ältere Projekte verlinkt werden, auch mehrere Projekte pro Blog.
  • Bitte keine Werbung, keine direkten Links zu Shops, keine kommerziellen Links.
  • Link zum Post, nicht zum gesamten Blog.
  • Backlink im Post zu mindestens einem der mitwirkenden Blogs.





Auf Instagram gibt es ebenfalls traumhafte Fotos unter  #meinfrühlingsgarten2017. Auch hier kann jeder mitmachen.

https://www.instagram.com/explore/tags/meinfr%C3%BChlingsgarten2017/


Mit liebem Gruß
Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!