Freitag, 17. März 2017

Mein Garten - und Gartenlinkparty 2017

In zahlreichen Posts habe ich schon über meinen Garten berichtet, heute stelle ich erstmals einen groben Übersichtsplan vor. Mein Garten ist ein typischer Reihenhausgarten, allerdings sehr großzügig bemessen, da er bereits vor fast 100 Jahren angelegt wurde. Er ist Teil einer wesentlich größeren Gartensiedlung und daher unter Denkmalschutz. Gottseidank, bei den heutigen Grundstückspreisen in Wien würde man auf das Grundstück sonst mindestens zwei bis drei Häuser stellen.


Mein Garten ist also lang und schmal, etwa 6 bis 8 m breit - er ist absolut nicht rechteckig, aber meine Skizze ist stark vereinfacht - und ca. 70 m lang. Orientierung Ost - West, was die Bepflanzung natürlich einfacher macht, allerdings muss man stark mit den Bäumen, Gebäuden und schattenwerfenden Elementen der Nachbarn leben.

Als die Gärten angelegt wurden, gab es genau eine Gestaltung, auch unser Garten war bis vor etwa 20 Jahren so gegliedert. Ein Betonweg in der Mitte, lang und schmal und völlig gerade. Links und rechts davon dann eben Beete, Bäume, Blumen, heute oft nur noch Rasen. Meist waren die Gärten reine Nutzgärten, als solche wurden sie ursprünglich auch konzipiert. Der Garten ist groß genug, um die Bewohner zu ernähren.

In einzelnen Gärten, vor allem jenen mit älteren Bewohnern, findet man in der Siedlung noch diese ursprüngliche Gestaltung. Die meisten Gärten allerdings sind mittlerweile spannender bepflanzt, etliche leider auch nur Rasen - Thujen - Pool - kärcherbare Terrasse. Scheußlich!

Die einzige mögliche Gliederung unseres schmalen langen Gartens war natürlich in eine Abfolge von unterschiedlichen Gartenräumen, die hintereinander angeordnet wurden. Um es spannender zu machen, verschwenkten wir die Wegführung und durchbrachen die Sichtachsen mit einigen größeren Gewächsen. Somit kann man den Garten (außer im Winter, wenn tatsächlich alles kahl ist) nicht auf einen Blick erfassen. Man sieht nur einen Gartenraum und erahnt den dahinterliegenden. Auch die Wäschespinne lässt sich so gut verstecken. Der Weg durch den Garten ist spannend und abwechslungsreich.



Der Vorgarten ist ziemlich genau nach Osten orientiert, eher trocken und warm und hat im Sommer gut 6 bis 8 Stunden Sonne. Somit ist er komplett als Staudenbeet gestaltet, in der Tradition der Englischen Mixed Borders. Stockrosen, Rosen, Rittersporn, Lupinien, Storchenschnabel, Pfingstrosen, hunderte Frühlingsblüher, Gräser und Astern prägen das Bild durch das Jahr.

Die Terrasse ist Naturstein, nur im Sandbett verlegt, natürlich selbst gemacht, den keine Firma übernimmt dafür die Haftung. Sie ist komplett durchlässig, liegt seit über drei Jahren und wird mit jedem Jahr schöner. In den Fugen siedeln sich Moose und kleine Trockenpflanzen an, die Terrasse ist süd-ost-orientiert und richtig heiß. Im Sommer gibt es volle Sonne ab ca. 10 h bis zum Sonnenuntergang.

An die Terrasse anschließend befindet sich eine kleiner Rasenfläche, in die wir die Wasserversorgung eingraben ließen. Ein richtig großer Tank, von der Regenrinne beschickt, speichert Wasser fürs Gartengießen. Das ist in Wien wichtig, in durchschnittlichen Jahren regnet es nur ca. 700 mm, das meiste davon nicht im Sommer. Ohne Gießen und gute Planung gibt es hier in manchen Jahren sonst keinen üppigen Garten.

Gleich zur Erklärung: der Plan ist ungenau. Ich habe ihn stark in der Länge verkürzt und es auch sonst mit dem Maßstab nicht so genau genommen, sonst kann man den Garten gar nicht richtig auf ein Blatt zeichnen, das wird euch auf den Fotos sicher auffallen. Die Wiese zwischen Teich und Nutzgarten ist beispielsweise wesentlich länger als dargestellt, sie nimmt fast ein Drittel des Gartens ein. Dort verstecke ich auch die Wäschespinne zwischen etlichen Büschen.

Highlight des Gartens ist sicher der Seerosenteich. Er wurde etwa 2002 angelegt, also noch lange bevor wir den Garten übernahmen und war 2011 völlig zugewuchert und eigentlich abgestickt. Eine der ersten Aktionen, noch vor dem Hausumbau, war es, den Teich komplett auszuräumen und neu zu bepflanzen. Die Kinder retten alle Tiere wie Molche und Larven in großen Mörteltrögen, um sie danach wieder in den Teich zu setzen. Seither achten wir auf die Wasserqualität und der Teich funktioniert als Ökosystem wunderbar.

Nach dem Teich folgt eine relativ große Nutzwiese, zum Spielen und in der Sonne liegen. Im hintersten Bereich des Gartens ist der Nutzgarten angelegt. Eine kleine Gartenhütte nimmt Geräte und Werkzeug auf, davor stehen drei Hochbeete. Links und rechts davon befindet sich der Naschgarten mit Ribiseln, Himbeeren, Stachelbeeren, Schwarzen Johannisbeeren, Erdbeeren und Heidelbeeren.

Jetzt im Frühjahr darf ich euch einladen, meinen Garten virtuell zu besuchen. Ich werde euch regelmäßig zeigen, was sich in den einzelnen Bereichen tut, was wächst, blüht und wie sich der Garten verändert.

Sechs weitere Blogs sind auch bei dieser virtuellen Gartentour dabei. Besonders spannend ist es, dass wir alle in unterschiedlichen Regionen gärtnern und natürlich völlig verschiedene Gärten haben. Schaut regelmäßig vorbei, alle Gartenfreunde werden sicherlich auf ihre Rechnung kommen, das verspreche ich.


Petra von Mami Made It
Ines von Eclectic Hamilton
Kathrin von Topfgartenwelt 
Susan von Mein Gartenglück
Katharina von Kleingartentraum
Anja von Gartenbuddelei

Nicht nur wir haben tolle Gärten, daher gibt es hier eine Linkparty zum Thema Frühlingsgarten. Jeder kann seinen Garten, seine Fotos, seine Projekte verlinken. Die Linkparty ist ab sofort bis Ende Mai offen und auch auf allen anderen Blogs unserer Frühlingsgartenaktion zu finden. Alle Projekte, die etwas mit dem Thema Garten zu tun haben, dürfen verlinkt werden, auch ältere Projekte, auch mehrere Projekte je Blog. Besonders freuen wir uns natürlich über aktuelle Posts zum Frühlingsgarten 2017.

Linkpartyregeln

  • Projekte, die zum Thema Garten passen. Aber auch Fotos, Impressionen, Eindrücke, Reiseerinnerungen sind willkommen.
  • Es können gerne auch ältere Projekte verlinkt werden, auch mehrere Projekte pro Blo.
  • Bitte keine Werbung, keine direkten Links zu Shops, keine kommerziellen Links.
  • Link zum Post, nicht zum gesamten Blog.
  • Backlink im Post zu mindestens einem der mitwirkenden Blogs.



Ich freue mich auf einen tollen Frühling 2017. Er hat zwar spät begonnen, aber derzeit kann man über das Wetter wirklich nicht klagen.

Mit liebem Gruß
Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde.

Freitag, 10. März 2017

Mein Frühlingsgarten - sieben Blogs öffen ihre Gärten

Ganz herzlich willkommen zur unserer Bloggeraktion "Mein Frühlingsgarten". Sieben Blogs öffnen in den nächsten Wochen ihre Pforten und laden euch in den Garten ein. Mit dabei sind:


Petra von Mami Made It
Ines von Eclectic Hamilton
Kathrin von Topfgartenwelt 
Susan von Mein Gartenglück
Katharina von Kleingartentraum
Anja von Gartenbuddelei
Marie von Von Tag zu Tag - Mariesblog

Wir alle lieben unsere Gärten, den Frühling und können es am Ende des Winters kaum erwarten, dass es wieder losgeht. Garteln, Werkeln, neue Projekte oder einfach nur entspannen und die Seele baumeln lassen. Hauptsache Garten.

So unterschiedlich die Blogs sind, so verschieden sind auch die Gärten, lasst euch also überraschen, was ihr alles zu sehen bekommt.

Weil es so viele tolle Blogs gibt und ihr sicherlich auch viele gute Gartenideen habt, planen wir  eine Linkparty, die auf allen Blogs erscheinen wird. Hier können dann alle ihre Gärten vorstellen und Projekte verlinken. Die Party geht nächste Woche los, in vielen Gärten herrscht ja derzeit noch Winterstimmung. Außer ein paar Schneeglöckchen und Kroki tut sich bei mir noch nicht viel, obwohl ich gestern die allerersten winzigkleinen gelben Spuren an meiner Forsythie entdeckte. Mikroskopisch, aber definitiv vorhanden. Ich liebe die Frühlingszeit.

Auf Instagram geht es ebenfalls los, Fotos mit #meinfrühlingsgarten2017 verlinken und mitmachen.

Ich freue mich auf eine tolle Reise durch zahlreiche Frühlingsgärten.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde.

Montag, 6. März 2017

Was man durch DIY tatsächlich sparen kann - am Beispiel Malerarbeiten

Meine lieben Leser kennen bereits meinen Hang zu DIY in allen Bereichen. Der Grund dafür ist mehrschichtig. Einerseits liebe ich es, Dinge selbst zu machen und meine Hände zu gebrauchen. Ich plane im Geist. zeichne und entwerfe am Papier - aber dann muss ich etwas in die Hand nehmen. Der reine Entwurfsprozess ist für mich nur eine halbe Sache. Zweitens, und das ist leider immer wichtiger, können wir uns mit unserem durchschnittlichen Einkommen Handwerker nur dann leisten, wenn die Arbeit für uns zu gefährlich oder schlichtweg verboten ist. Den Rest müssen wir selbst erledigen, oder es bleibt eben unerledigt.


Schon als Kind bastelte und werkte ich an allem herum, was erlaubt war und mein Vater gestattete mir schon früh das Verwenden von Werkzeug. Meine Mutter war weniger davon begeistert, aber da ich eigentlich ein vorsichtiges Kind war, verletzte ich mich nie ernstlich.

Im Teenageralter begann ich im alten Haus meiner Großmutter in den Ferien mit größeren Aktionen, strich Kommoden, restaurierte alte Fenster, legte Beete an und malte Wände aus. Anfangs recht dilettantisch, aber mit der Praxis stieg auch die Qualität meiner Arbeiten.


Dann lernte ich mit Anfang 20 meinen Mann kennen. Mein Mann ist handwerklich ein absoluter Wunderwuzzi, er kann nämlich alles. Auch er bastelte, schraubte und renovierte zu diesem Zeitpunkt schon am Haus seiner Großmutter (das wir schlussendlich jetzt bewohnen dürfen) und an der elterlichen Wohnung herum und hatte absolut keine Scheu vor schwierigen Arbeiten. Fliesenlegen - das probieren wir aus. Einen Dachboden ausbauen - los geht es.

Als wir dann in die erste eigene Wohnung zogen, die leider total saniert war, blieb uns trotzdem genug Zeit und Möglichkeit, selbst handwerklich tätig zu werden und mein Mann brachte mir nun alles bei, was ich bisher nicht selbst wagte. Wir erweiterten einen Fliesenspiegel in der Küche, rissen den Teppichboden bei erster Gelegenheit heraus, um Parkett zu verlegen, bauten unsere eigene Küche und renovierten einen uralten Kellerraum, den wir mitgemietet hatten, um daraus einen Modellbahnkeller zu machen.


Ab diesem Zeitpunkt gab es kein Halten mehr. Unsere nächste winzigkleine Wohnung, ein Bau aus den 1960-er Jahren und völlig abgewohnt, wurde in mehreren Wochen generalsaniert. Leitungen, Böden, Wände, Küche, Fliesen, alles neu. Die Leitungen verlegte natürlich ein konzessionierter Elektriker, die Vor- und Stemmarbeiten erledigten wir aber selbst um Kosten zu sparen. Wir arbeiteten an Abenden und Wochenenden, schließlich hatten wir damals noch keine Kinder.

Hier sind wir nun beim zentralen Punkt: wieviel kann man mit DIY tatsächlich sparen? Zahlt es sich aus? Und wie lange dauert es, wenn man es selbst macht?

Ich habe ein Beispiel mit aktuellen Preisen und Arbeitszeiten herausgesucht, gespickt mit meinen persönlichen Erfahrungswerten, was die Dauer der Arbeiten betrifft.


Malerarbeiten 

Je nach Untergrund und Größe des Zimmers sind Malerarbeiten sehr unterschiedlich zu bewerten. Hat man ein kleines Zimmer mit guten Wänden, so ist ein Anstrich in ein paar Stunden erledigt. Die meiste Arbeit werden Ausräumen und Abkleben machen.

Kinderzimmer mit 12 m2, Raumhöhe 2,6 m. Decke glatt weiß, Wände färbig. Die Wände sind in gutem tragfähigen Zustand und müssen nur stellenweise leicht ausgebessert werden.

Kosten Maler: Das Ausmalen einer Wand, bei der nicht allzuviele Spachtelarbeiten anfallen, kostet rund 8 Euro pro m2. Das Ausmalen der Decke rund 10 Euro pro m2. Abdeckarbeiten, etc. sind schon inkludiert, nicht aber das Material, soferne es über einen weißen matten Anstrich hinausgeht.

Ausmalen Wand inklusive kleine Spachtelarbeiten, Abdecken und Abkleben  (37 m2) 296 Euro
Ausmalen Decke ebenso inklusive Nebenarbeiten (12 m2) 120 Euro
Materialkosten für andere Farbe: ca. 1 bis 2 Euro pro m2, je nach Qualität
Kosten Maler für 12 m2 also rund 520 Euro 
Zeitaufwand Maler: maximal einen Tag


Die Materialkosten, weiters Kosten für Pinsel, Spachtelmasse, Schleifpapier, Abdeckband, Folie, Grundierung etc. muss man selbst auch kalkulieren und fallen mit rund 40 Euro (maximal) ins Gewicht.
Kosten selbst ausmalen: 40 Euro Zusatzmaterialien und 60 Euro Farbe -> rund 100 Euro
Zeitaufwand: mit Ausräumen, Abkleben, Abdecken, Spachteln etc. sollte man mit etwa 5 bis 10 Minuten pro m2 Malerei rechnen. Das ergibt aber auch rund 6 bis 8 Stunden echte Arbeitszeit.

Somit ist auch die Kostenkalkulation des Malers zu verstehen, eine Arbeitsstunde kostet rund 45 Euro.

Einsparungspotential: hoch. Gefahrenpotential: gering. Wichtig ist, auf gutes Material, festes Schuhwerk und eine gute Leiter zu achten. Ansonsten besteht maximal die Gefahr, dass die Malerei nicht ganz so gleichmäßig wird wie vom Profi.


Sind die Wände wirklich schlecht und müssen gespachtelt und eventuell auch genetzt werden, ist das Einsparungspotential noch viel höher. Der Arbeitsaufwand aber auch, vorsicht! Denn wenn der Maler die Wand erst vorbereiten muss, ist die Arbeit auf keinen Fall in einem Tag erledigt, weil die Spachtelmasse trocknen muss. Dann ist man beim Preis pro m2 ganz schnell bei mehr als 12 bis 20 Euro angelangt, je nach Zustand der Wand, zusätzlich zu den Materialkosten, die auch höher liegen.

Schlechte Wände spachteln und herrichten ist allerdings keine lustige Arbeit und erfordert ein gewisses Maß an Humor. Es staubt nämlich grauslich. Je nach Untergrund muss die Wand zunächst einmal grob geschliffen, Altanstriche angeraut und alle losen Putzteile entfernt werden. Dann sollte mit Haftgrund gestrichen werden, damit überhaupt etwas hält. Nun muss gespachtelt werden, wenn die Wände sehr rissig sind, wird die Wand komplett genetzt, es wird also ein Baunetz eingespachtelt oder einzelne Risse mit Glasfasernetzen verstärkt. Danach wird geschliffen, gespachtel, geschliffen und grundiert. Erst jetzt kann man daran denken, die Farbe aufzubringen.

Fazit: wer wirklich schlechte Wände hat, sollte das erste Mal eher einen Handwerker beauftragen, eventuell auch nur damit, die Wände malerfertig herzurichten. Das Ausmalen kann man dann selbst erledigen und auch alle weiteren Anstriche und kleinere Ausbesserungsarbeiten alle paar Jahre.

Teuer wird es auch, wenn man Spezialwünsche hat, beispielsweise eine gestreifte Wand. Hier lohnt sich Selbermachen auf jeden Fall.


Wie soll man also vorgehen? Bei guten Wänden lohnt es sich, die Arbeit selbst zu machen. Es macht Spaß, es dauert nicht allzu lange und spart doch eine Menge Geld. Bei schlechten Wänden würde ich das Angebot eines Malers einholen, getrennt nach Arbeiten, also die Untergrundvorbereitung extra anbieten lassen und die Malerei auch. Dann kann man überlegen, ob man beide Arbeiten beauftragt oder doch vielleicht teilweise selbst tätig wird.

Wie wir es machen: bei unserer Renovierung haben wir uns die meisten, aber nicht alle Wände malerfertig herrichten lassen. Dort, wo der Baumeister sowieso zu tun hatten, Gipskartonwände aufstellte oder eine Türe vermauerte und verputzte. Alle Malerarbeiten erledigten wir selbst, auch Wandausbesserungen in den Nebenräumen.

Mit liebem Gruß
Marie



Mittwoch, 1. März 2017

Gedeckter Kuchen mit Aroniabeeren und Streusel

Das heutige Rezept ist eher aus Not denn aus Planung entstanden. Vor einiger Zeit kaufte mein Mann eine Packung getrocknete Aroniabeeren als Müsli-Ergänzung, aber auch weil er sie einfach ausprobieren wollte. Wir möchten in unserem Garten gerne noch ein paar Wildbeerensträucher anpflanzen und suchen nach schmackhaften Möglichkeiten.


Aroniabeere wird es keine werden, die getrockneten Beeren schmecken uns einfach überhaupt nicht. Egal, ob man sie einweicht oder nicht, sie sind sauer und fade. Unsere Meinung, anderen schmecken sie vielleicht.

Jedenfalls flog diese Packung Aroniabeeren eine Weile in der Speis herum, bis ich genug hatte, sie ständig aus dem Weg zu räumen. Entweder gleich entsorgen oder noch etwas damit probieren? Die Probierfreude siegte. Ich surfte ein wenig im Web herum und fand heraus, dass gekochte Aroniabeeren in Verbindung mit Kokos als Kuchenbelag sehr schmackhaft sein können. Gelesen, getan, und ein eigenes Rezept etwas abgewandelt.


Mein gedeckter Apfelkuchen eignete sich wunderbar als Basis. Als Fülle kochte ich einfach einen Pudding aus der Kokosmilch und vermischte diesen mit den gut durchgeweichten und gekochten Aroniabeeren.

Teig:
300 g Mehl
100 g Butter
50 g Zucker
1 Ei
geriebene Zitronenschale


Fülle:
1/4 l Kokosmilch
2 EL Zucker (oder mehr, je nach Geschmack)
2 EL Speisestärke
200 g Aroniabeeren
1 Stamperl Rum
1 EL Zucker

Aroniabeeren mit Rum, 1 EL Zucker und ein wenig Wasser einweichen und über Nacht stehen lassen. Danach gut aufkochen. Kokosmilch mit Zucker vermischen, aufkochen lassen. Speisestärke mit ein wenig kaltem (!) Wasser verrühren, in die kochende Kokosmilch einrühren und aufkochen lassen. Aroniabeeren mit der Kokosmasse gut vermischen, kosten, eventuell mit Zucker abschmecken, gut auskühlen lassen.


Mürbteig kneten, die Hälfte in eine Kuchenform geben, darauf die gut ausgekühlte Aroniamasse streichen, mit dem Rest des Mürbteigs streuselig abdecken. Wenn der Mürbteig sich nicht streuseln lässt, noch etwas Mehl beigeben, dann klappt es sicher. Ca. 40 Minuten bei 180°C Ober- und Unterhitze backen. Aufpassen, je nach Bräunungsgrad kann die Backdauer variieren.

Der Kuchen schmeckt saftig, säuerlich - interessant und durchaus brauchbar. Für Aroniafans ein Hochgenuss. Ich würde sicherlich nicht extra Aroniabeeren dafür einkaufen, aber als Resteverwertung war das Rezept erstaunlich gut, auch für uns, die wir Aroniabeeren eigentlich gar nicht mögen.


Das ist nun nicht unbedingt ein passender Aschermittwochspost, aber wir essen den Kuchen ja nicht heute. Heute gibt es einen Fasttag, nicht schlecht nach den vielen Faschingskrapfen.

Linkparty #15 Von Tag zu Tag ist noch offen, mach mit und zeig uns deine frühlingshaften Projekte, Rezepte und Ideen!

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde.