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Schlüsselablage im Vorzimmer

Ich liebe kleine Organisationsprojekte, hübsche Details, die praktisch, funktionell und attraktiv sind. Projekte, die schnell fertig sind und mir jedesmal ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn ich vorbeigehe.

Dieses kleine Schlüsselkasterl sollte so etwas sein. Betonung auf sollte. Das Ergebnis ist wirklich nett, aber der Weg dahin - uff.




Trotzdem lohnt es sich, die Idee nachzumachen - ohne die Fehler, die ich gemacht habe.

Folgende Überlegungen standen am Anfang: ich wollte für unser Vorzimmer bzw. den Eingangsbereich eine kleine funktionelle Schlüsselablage gestalten. Es ist nicht das Haupt-Schlüsselkasterl, in dem alle wichtigen Schlüssel aufbewahrt werden. Dieses befindet sich sicher nicht unmittelbar neben der Eingangstüre, sondern gut versteckt im Inneren des Hauses. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass sich ein nicht ganz ehrlicher Lieferant oder ungebetener Besucher unbemerkt an Schlüsseln bedient - hier ist Vorsicht besser als Nachsicht.

Aber als temporäre Zwischenlösung, um einen Schlüssel einfach schnell abzulegen, war eine Lösung im Vorzimmer notwendig. Beispielsweise den Autoschlüssel, während man das Auto auslädt. Oder den Gartentorschlüssel, während man das Tor für eine Lieferung offen hält.

Ich hatte noch einen kleinen IKEA Ribba Rahmen zu Hause, dieser erschien mir perfekt dafür. Die Rahmen sind tief genug, um ein paar Haken aufzunehmen und die quadratische Form passte auch.




Drei dünne Anstriche, fertig - dachte ich. Ein Projekt für einen Abend. Haha!

IKEA Ribba Rahmen sind mit irgendeiner Imprägnierung versehen, was bedeutet, dass die Farbe darauf nicht hält. Zumindest nicht der VOC freie Acryllack, den ich verwendete. Es war wie Wasser auf einer fettigen Oberfläche, der Lack perlte ab, bildete unschöne Mäander, ekelig. Vor lauter Frust vergaß ich sogar auf Fotos.

Nach zwei Versuchen war klar - die Oberfläche musste irgendwie abgeschliffen werden, um den Untergrund für die Farbe vorzubereiten. Also alles schleifen, nochmals nachschleifen, etc. Vom kleinen schnell fertigen Projekt war nicht mehr viel übrig, aber jetzt wollte ich es genau so machen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Manchmal bin ich dann richtig stur.

Also zweimal schleifen, zweimal lackieren, zwischenschleifen, wieder lackieren - nochmals schleifen, nochmals lackieren. Irgendwann war es fertig, meine Familie lachte schon, Maries "kleines schnelles Projektchen" lag tagelang unfertig herum.

Die Rückseite des Rahmens wurde grün gestrichen, weil das Thema meines Vorraums Grün - Schwarz - Weiß - Natur ist. Weitere Fotos folgen, ich habe mit diesem kleinen Vorzimmer schon einiges angestellt und noch einiges vor. Die Mäander nehmen das Thema des Spiegels wieder auf, der an der benachbarten Wand hängt. Die Punkte sind meine derzeitige Leidenschaft. Polka Dots überall, ich mag sie einfach.




In den Rahmen ließen sich ganz leicht drei kleine Schraubhaken hineindrehen. Die Schraubhaken wurden auch grün lackiert, allerdings wird die Farbe hier vermutlich nicht allzu lange halten. Macht nichts, die meisten Dinge werden im Gebrauch sowieso schöner. So wie Bücher, es gibt für mich nichts Schlimmeres als eine Bücherwand mit neuen Büchern, denen man ansieht, dass sie nicht gelesen werden. Etwas abgenützt, gebraucht, gelesen und geliebt gefallen sie mir viel besser.

Was man an obigem Foto gut sieht - DIY ist niemals perfekt, niemals so perfekt wie vorgefertigte industriell hergestellte Dinge. Der Farbauftrag KANN gar nicht so gleichmäßig sein, man erkennt Arbeitsspuren etc. Gerade das macht für mich aber auch den Charme aus. Es geht gar nicht darum, die oftmals sterilen Oberflächen industrieller Prozesse zu kopieren - sondern um Ideen, gute handwerkliche Ausführung und den exklusiven Reiz des Einzelstücks. Nicht mehr und nicht weniger.

Das Schlüsselbrett sieht auch leer gut aus, weil es ja nur eine temporäre Ablage ist, hängen nicht immer Schlüssel dort.




Da der kleine Schlüsselrahmen unmittelbar neben der Eingangstüre hängt, wird er auch eifrig genützt. Es ist am wenigsten Aufwand, den Schlüssel schnell dorthin zu hängen, weniger Aufwand, als ihn irgendwo hinzulegen. So soll Organisation sein, praktisch, funktionell und der schnellste Weg zum Erfolg.

Kosten:
Ikea Ribba Rahmen ca. 25 x 25 cm 4,99 (für mich gratis, weil er von einem anderen Projekt übrig war)
schwarzer matter PU Acryllack - Rest war zu Hause (also gratis), ansonsten ca. 4 Euro für 125 ml
grüner matter PU Acryllack, Wunschfarbton angemischt, 375 ml, ca. 9 Euro (den Lack brauche ich aber noch für andere Projekte im Vorzimmer)
3 Schraubhaken 60 Cent

Was bei den Ribba Rahmen auch nicht funktioniert: die Aufhängung. Das Bild "steigt" von der Wand weg. Hier muss ich mich noch nach einem ordentlichen Bilderhaken umsehen.

Ein kleines Projekt, das viel länger brauchte, als gedacht, aber doch fertig wurde und im Vorzimmer gut funktioniert.

Mit liebem sonnigen Gruß

Marie


Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!


Die neue Galleriewand ist so gut wie fertig




Gut Ding braucht Weile - zumindest in meinem Haus. Manche Projekte entwickeln sich, brauchen Zeit zu reifen, verändern sich und sind dann irgendwann wirklich fertig. Unsere Wohnzimmer - Galleriewand ist so ein Fall.

Als wir ins neue Haus zogen, hatten wir die ersten Monate gar keinen Fernseher. Der alte Röhrenfernseher wurde mit der alten Wohnung "entsorgt" und für einen neuen war keine Zeit und - wie meist beim neuen Haus - auch nicht unbedingt sofort genug Geld da. Wichtigere Dinge standen an und wollten bezahlt werden.




Die fernsehfreie Zeit war schön und gut und ich als eher Nicht - Fernseherin vermisse sie ein wenig. Die Abende sind produktiver, wenn das Kasterl nicht läuft. In unserer ersten Studentenwohnung hatten wir jahrelang keinen Fernseher, es ging uns nicht ab.




Vor etwas über einem Jahr kam aber dann doch wieder so ein Teil in unser Haus, flach natürlich, aber nicht allzu groß, er sollte nicht alles dominieren. Klar war auch, dass er an der Wand hängen sollte, unsichtbar befestigt und völlig ohne sichtbare Kabel. Dazu erzähle ich in ein paar Tagen mehr, mein toller handwerklich versierter Ehemann hat das doch tatsächlich geschafft. Kein einziges Kabel!




Nun hing das Ding einsam und alleine an der Wand - auch erst nach einigen Monaten, zuerst stand er auf einem Regal - und dominierte diese Wand auf das Allerscheusslichste. Genau so wollte ich es gar nicht haben. Mir schwebte eine kleine Galleriewand vor, leicht, ohne Familienbilder, relativ neutral und - ganz wichtig - saisonal dekorierbar.

Im Internet wurde ich teilweise fündig, meine gesammelten Ideen sind hier auf Pinterest zu sehen.

Die meisten Elemente waren vorhanden, Bilder, Glasvasen, Glasdekor. Blieb die Frage der Rahmen und Regale.




Bei IKEA wurde ich fündig, wie meist, natürlich gibt es wesentlich schönere und handwerklich feiner gefertigte Produkte. Diese sind aber meist auch entsprechend teuer. Die Ikea Serie war zart, neutral und, ganz wichtig, anpassbar. Außerdem gab es Regale und Rahmen im selben Design.




Einige Bilder wurden von meiner Familie gestaltet - hier der Post dazu. Zwei Bilder rettete ich, also eigentlich mein Mann, von einer aktuellen Baustelle. Die Bauherrin wollte sie entsorgen und sie passen farblich und stilmäßig perfekt in unser Wohnzimmer. Also wurden sie mitgenommen und neu gerahmt.




Nach etlichen Skizzen und Versuchen stand die Anordnung fest. Ein festes Rechteck umklammert das Ganze, auch sonst ist die Aufteilung ziemlich starr. Auflockerung bringen die unterschiedlichen Elemente, verschiedene Materialien und Dekostücke. Eine lockerere Aufteilung fiel an dieser Wand "auseinander" und wirkte unfertig.




Die Regalkonsolen sind vorgebohrt, waren für meine Zwecke aber zu lang. Mit der Säge konnte man sie gut ablängen, weiß lackieren, frisch bohren und befestigen. Die Regale sind jeweils exakt so lang wie die darüber- oder darunterhängenden Bilder.




Die Regale kann ich nun ganz nach Saison, Lust und Laune dekorieren. Farblich und materialmäßig sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.




Fertig ist die Sache natürlich noch nicht, für den goldenen Rahmen suche ich noch ein Motiv und die dekorativ herunterhängende Energiesparlampe zeigt, dass die Beleuchtung im Wohnzimmer auch noch nicht fertig ist. Wieder das alte Dilemma. Die richtig schönen Spots sind superteuer, die weniger teuren sind superscheusslich. Aber das kennt man ja, somit entwickelt sich unser Haus Schritt für Schritt.




Materialien und Kosten:

Ikea Rahmen Knoppäng 30 x 40 cm, 6,99 Euro
Ikea Rahmen Knoppäng 15 x 20 cm, 3,99 Euro
Ikea Bilderleiste Knoppäng 75 cm lang, 7,99 Euro

Die Bilderleisten wurden allerdings zugeschnitten, weiß lackiert und neu gebohrt. Damit ergibt sich ein hübscher Kontrast zu den Rahmen, die zwar dieselben Profile haben, aber leicht shabby grau sind.

Das Katzenbild ist von Rosina Wachtmeister. Eines meiner Lieblingsbilder, seit vielen Jahren.

Die Glaselemente sind ebenfalls schon viele Jahre alt und oft auch ererbt. Auch ein altes Reagenzglas ist dabei, es stammt aus der Laborausstattung meines Vaters, als dieser bei Pensionierung sein Labor auf- und ausräumte. Es ist leicht schadhaft, daher für das Labor nicht mehr zu brauchen, als Vase oder Dekoobjekt allerdings zauberhaft.

Linkparty #10 läuft noch, wer hat noch tolle Projekte? Verlinken, verlinken, verlinken, damit viele Leute daran Freude haben.

Wer kennt eine tolle Linkparty? Oder gibt selbst eine? Hier bitte verlinken, dann entsteht eine tolle Sammlung von aktuellen Partys.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Katzen - Kistchen. Schlafplatz für Lilith und Leander

Unsere Tiere leben luxuriös. Tägliches Menü vom Feinsten, eigene Bettchen, ein privater Abenteuerspielplatz (Hurra, der Hund wühlt im Teichschlamm), regelmäßiges Animationsprogramm (Hund jagt Katze, Katze ärgert Hund und so weiter...), das reinste Paradies.




Da wir in der Nacht derzeit Hund und Katzen noch trennen müssen - sonst würde in diesem Haus niemand Schlaf finden, irgendein Tier ist immer lustig und ausgeschlafen - wollte ich schöne und praktische Schlafplätze für die Katzen gestalten.




Die Kistchen bestehen aus einfachen aber stabilen Holzkisten aus dem Bauhaus. Lackiert wurden sie mit schadstoffarmem Lack, eines hellgrau, eines dunkelgrau. Die goldenen Griffe sind reine Spielerei, aber mir gefällt es. Die Kistchen waren zwar auch unlackiert sehr schön und gut verarbeitet, aber ich wollte etwas, das man gut reinigen und vor allem feucht abwischen kann. Grauer Lack war vorhanden, los ging es.






Mit einer 3 cm dicken Schaumstoffeinlage und passendem Stoff sind die Schlafkistchen ein absoluter Renner, bei den Katzen und bei mir. Sie sehen nett aus, sind leicht zu reinigen und können auch schnell den Platz wechseln. Das komplette Innenleben, Bezug und Schaumstoff, kann ich in die Waschmaschine stecken.




Der Stoff war ein Reststück aus einer Wühlkiste bei Betten Reiter um weniger als 3 Euro, das ich vor kurzem fand, als ich Vorhangstoffe suchte. Es war genau groß genug für zwei Überzüge.




Der Acryllack ist von Hornbach, seidenmatt, Farbtöne lichtgrau und anthrazitgrau. Er ist schadstoffarm und leicht zu verarbeiten, zwei Anstriche genügten völlig. Mir gefällt vor allem, dass die Holzstruktur sichtbar bleibt und die Kistchen nicht plastikmäßig aussehen.








Die Griffe lackierte ich mit Acrylfarbe in Gold, Winsor und Newton, wie immer.




Obwohl ich zwei Kistchen machte schlafen die beiden Tiger meist nur in einem. Anfangs war das recht leicht möglich, sie waren ja noch so klein. Mittlerweile ist schon weniger Platz, die beiden wiegen schon mehr als drei Kilo, aber sie quetschen sich immer noch gemeinsam in ihr Schlafkistchen. Katzengeschwister eben.

Vor ein paar Tagen wurde Katze Lilith kastriert, so früh wie möglich und gesetzlich zulässig, sie ist eine Freigängerin, hat einen derzeit noch unkastrierten Bruder und ich will auf gar keinen Fall Katzenbabys haben! In der ersten Nacht nach der Operation schlief sie bei meinem kleinen Sohn - unserem Tierfan - im Zimmer, gut geschützt und gewärmt im großen Hunde - Reisekäfig. Der Kater war völlig verzweifel, weil er alleine bleiben musste und versuchte doch tatsächlich, mich in dieses Schlafkistchen zu ziehen. Er ließ meine Hand einfach nicht mehr los. Aber er hat die Nacht alleine gut überstanden, ebenso wie sein Schwesterchen, das schon wieder fidel und lustig durch Haus und Garten tobt.




Projektkosten:
Kistchen Bauhaus, 25 x 35 cm je 7 Euro
Lack (hatten wir zu Hause) je Gebinde 12 Euro
Acrylfarbe (hatten wir zu Hause) 5 Euro
Stoff (Rest) 3 Euro
Schaumstoff je Stück 1,50 Euro

Da wir den Lack und die Acrylfarbe zu Hause hatten, war das Projekt sehr billig, 20 Euro für zwei stylische Katzenschlafkisten. Die Farbe extra zu kaufen, lohnt sich nicht, dann wird es teuer, bei diesem Projekt sollte man verwenden, was man hat. Wenn man einen alten Polster recyclen kann und noch einen Stoffrest hat, wird es sogar noch billiger. Auch lassen sich vorhandene Holzkisten verwenden, in diesem Fall gehen die Kosten dann gegen Null.

Meine Linkparty "Von Tag zu Tag" #8 ist noch offen, komm, mach mit, zeig uns deine Projekte. Ich freue mich!


Linkparty


Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.


Die unsichtbare Magnetwand

Schon lange wollte ich Magnetfarbe ausprobieren, irgendwie ergab es sich aber nie. Vor einiger Zeit hüpfte dann aber doch eine Dose in meinen Einkaufswagen. Die Farbe ist relativ teuer, rund 21 Euro für 500 ml, obwohl sie im Angebot war. Bei dem Preis hoffte ich auf ein sehr gutes Ergebnis, in diversen Zeitschriften und Blogs sah ja immer alles ganz leicht aus.




Ich probierte die Farbe an drei Standorten aus: im Vorzimmer unmittelbar neben der Türe, im Wohnbereich an unserer Familienwand und in einem Kinderzimmer. Überall sollte die Magnetwand quasi unter der Wandfarbe verschwinden.




Das Auftragen der Farbe war recht einfach, nur das Aufrühren gestaltete sich zur Monsterarbeit. Rühren, rühren, rühren, die Farbe ist schwer und zäh, damit die Metallpartikel gut verteilt waren.

Nach zwei Anstrichen probierte ich die Magnete aus - Fehlanzeige. Keine Haftung. Also zwei weitere Anstriche aufgebracht, nun haften sehr starke Magnete recht gut.

Nachdem alles zwei Tage ordentlich durchtrocknen konnte, schliff ich die (doch etwas raue) Oberfläche leicht an und übermalte die Magnetfarbe mit normaler Wandfarbe.





Fazit: es sieht gut aus, man sieht allerdings einen leichten Ansatz, weil die Magnetfarbe doch recht dick gestrichen werden musste. Eventuell schleife ich diesen noch einmal nach, mal sehen. Schwächere Magneten halten gar nicht, starke schon, allerdings darf hier auch maximal ein Stück Papier dazwischen sein. Mit der Magnetkraft einer Magnettafel oder eines Kühlschranks ist der Lack nicht zu vergleichen, obwohl ich extra vier Anstriche aufbrachte.

Für die Magneten kaufte ich extra starke Bastelmagneten, teuer aber kräftig, und gestaltete sie mit Materialien, die zu Hause waren.




Im Zimmer meines Sohnes wurden Legosteine zweckentfremdet. Passend zum Farbschema in grün und grau, die Magnetwand ist unsichtbar und nur er weiß, wo etwas haftet. Hoffentlich finden die diversen losen Zettel jetzt hier eine Heimat.




Im Wohnbereich kamen uralte blaue Glassteine zur Anwendung, die noch in irgendeinem Kasten schlummerten. Irgendwann waren sie die Dekoration eines Wassergartens für den Tisch.







Die graue Farbe ist nicht die Magnetfarbe, sondern normale Wandfarbe, die darüber gestrichen wurde. Um die vielen Zettel und Zettelchen, Infos und Termine zu organisieren, gibt es bei uns schon seit Jahren eine Wand, an der alles befestigt wird, solange es aktuell ist. Damit die vielen Einzelelemente einen Zusammenhalt haben, werden sie durch das graue Farbfeld begrenzt. Im Moment hängt gar nicht so viel dort wie sonst, dafür sind alle Infos aktuell.
Die Magnetfarbe selbst ist dunkelgrau, an den Spuren an der Farbdose kann man den Ton erkennen.




Die Magnete klebte ich in beiden Fällen mit Superkleber an die Glassteine bzw. Legosteine. Hält sehr gut.

Fazit: recht teuer, recht gutes Ergebnis, aber kein Projekt, das unbedingt sein müsste. Manchmal hat man Ideen und die Umsetzung erweist sich als wahres Geniestück. Einfach, kostengünstig und mit Superergebnis. Diese Projekt zählt eher zu jenen, die zwar Spaß machen und im Endeffekt auch nett aussehen, aber maximal das Prädikat "ganz in Ordnung" verdienen. Hauptgrund für die mittelprächtige Bewertung ist, dass die Magneten nicht wirklich so stark haften, wie es wünschenswert wäre. Schade.

Projektkosten
Bastelmagneten (klein) - 6 Euro für 12 Stück
Magnetfarbe 500 ml - 21 Euro (Die Farbe reicht bei vier Anstrichen - die notwendig sind, sonst hält gar nichts! - für rund 1 m2 Magnetwand)
Glassteine und Legosteine - vorhanden
Superkleber - 5 Euro

Bei uns braust der Winter über das Land. Letzten Jänner war mein Garten schon in den Startlöchern, heuer schläft noch alles unter einer Schneedecke. Perfektes Wetter für Indoor - Projekte.

Morgen startet wieder die neue Linkparty "Von Tag zu Tag" #8, ab sofort mit Bildern. Ich freue mich auf alle, die mitmachen wollen.

Mit liebem Gruß

Marie

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Coole Betten für zwei große Buben

Eines unserer Ferienprojekte waren die neuen Betten für meine beiden Buben. Nachdem sie aus ihren Kinderbetten herausgewachsen waren, wollten sie für ihre neuen Zimmer etwas wirklich Cooles. Viele Überlegungen, Ausflüge ins Internet und zu diversen Möbelhäusern später war uns klar, dass ihre Wünsche nur durch ein Selbstbaubett zufriedenzustellen waren.

Anfang des Sommers bauten wir also die Betten, ich war euch aber noch die Fertigstellung schuldig. Also, tataaaa, hier ist das fertige und teilweise schon eingeräumte Bett.




Die wichtigsten Eckpunkte:

Das Bett musste 90 x 200 cm Liegefläche haben. Ein schmäleres Bett kam nicht in Frage. Also schieden leider die meisten coolen und durchaus schönen Tagesbetten aus.




Kosten. Hunderte Euros für ein tolles Jugendbett waren schlicht und einfach nicht im Budget. Also musste eine kostengünstige Lösung gefunden werden.




Stauraum. Die Zimmer sind nicht allzu groß, also müssen vor allem größere Spielsachen noch unter dem Bett verstaut werden können.




Ein robustes Bett. Schließlich sitzen öfters bis zu fünf Buben auf den Betten und chillen. Außerdem soll es das Bett auch die nächsten Jahre aushalten, wenn die Buben zu Männern heranwachsen (vor allem gewichtsmäßig).

Eine genaue Anleitung gibt es hier.




Was jetzt noch fehlt:
* Coole passende Boxen für Kleinkram, die auch gut aussehen und exakt in die Fächer passen.
* Die vielen Bohrlöcher verschließen.
* Eine Umrahmung rund um das Bett, um die Wand zu schonen.
* Die Lichtschalter versetzen. Es ist zwar richtig praktisch, wenn man das Licht vom Bett aus steuern kann, aber die Schalter sitzen zu tief - bzw. das Bett ist höher als ein Standardbett.




Die Buben lieben ihre neuen Betten, wenngleich sie nicht immer so schön aufgeräumt sind, wie auf den Fotos, seufz!

Mit liebem Gruß
Marie

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Die perfekte Besteckschublade




Die Lösung für meine Besteckschublade verdanke ich einem Zufall, nein, eher dem entspannten und ziellosen Herumschlendern im Baumarkt. Wenn ich nichts Bestimmtes suche und ein wenig Zeit habe, dann treibe ich mich gerne in den diversen Abteilungen herum und finde oft völlig unerwartet Materialien, die mir bei der Lösung eines DIY Problems helfen. Andere shoppen Kleidung, ich mache den Baumarkt unsicher.

Ich kann ja nicht so richtig verstehen, warum Küchenanbieter für ihre Schubladen keine exakt passenden - und vielleicht sogar noch flexibel anpassbaren - Inneneinrichtungen anbieten. Unsere Besteckschublade, neu beim großen Möbelschweden gekauft, hat zugegebenermaßen seltsame Abmessungen, nämlich ca. 75 x 30 cm. Sie ist unter dem Ceranfeld angeordnet, daher nur halb so tief. Aber es ist ein Standardprodukt, warum werden dafür keine Einsätze angeboten?

Wie auch immer, ich hatte genug von halbherzigen, unpassenden, unflexiblen, rutschenden, teuren und unbrauchbaren Ladeneinsätzen. Somit rutschte das gesamte Besteck jetzt fast ein Jahr lang unsortiert durch die Lade. Auch nicht besser.

In unserer alten Küche hatten wir eine elegante Notlösung gefunden. Weil der Besteckeinsatz etwas kürzer als die Lade war und immer nach hinten rutschte, fixierten wir ihn mit ein paar großen Duplosteinen. Diese hatten exakt die richtige Größe und der Einsatz hielt.
Allerdings hatte unser Sohn das relativ schnell mitbekommen. Immer, wenn ihm beim Duplo-Spielen ein Stein fehlte, bediente er sich in der Besteckschublade. Und dann rutschten die Einsätze wieder herum...

Soweit, sogut, ein Jahr lang suchte ich einen exakt passenden oder zumindest exakt anpassbaren Ladeneinsatz, der nicht unbedingt mehr als die gesamte Lade kosten würde, schlank und elegant wäre, leicht zu reinigen, anpassbar auf meine Bedürfnisse, die Liste der Wünsche war wieder einmal lang.

Beim müßigen Herumschlendern im Baumarkt (das ich allen DIY Freaks nur wärmstens empfehlen kann!) entdeckte ich diese weißen Kunststoffprofile. Ich konnte direkt spüren, wie meine Gehirnwindungen in Gang kamen. Ein wenig Überlegung noch - vor allem, wie schneidet man sie - und schon waren vier dieser Profile im Einkaufswagen. Kostenpunkt: rund 10 Euro. Doppelseitiges extrastarkes Teppichklebeband (transparent!) dazugelegt und los ging es.






Ich habe das riesige Glück, dass mein Mann nicht nur fantastisch ist, toll kochen kann und meine DIY Kapriolen tapfer unterstützt - er ist auch noch begeisterter Modellbauer. Und so haben wir alle diese diversen Modellbauwerkzeuge wie Miniflex, kleine Polierkissen etc. natürlich zu Hause.

Nach exakter Planung und Vermessung stand das Konzept fest.




Dann ging es an die Ausführung. Was ein Jahr lang ein totales Chaos war, wurde in einem Abend locker beseitigt. Aufwand: weniger als 2 Stunden. Ein richtiges Superprojekt.

Die Plastikprofile wurden von meinem Mann auf exakt 31 cm zugeschnitten und die Schnittkanten sauber poliert. Das Material lässt sich wunderbar bearbeiten, vermutlich reicht auch eine feine Säge und Schleifpapier aus. Mein Mann benützte das Modellbauwerkzeug, während ich mit Bleistift und Geodreieck exakteste Linien zog. Hier zahlt es sich aus, wenn man genau arbeitet.




Die Profile bekamen unten einen vollflächigen Klebestreifen aus Teppichklebeband, wobei ich die Kanten rund 1 mm innerhalb der Profilkanten abschnitt - eine Fuzzelei mit dem Stanleymesser, aber es lohnt sich. Das Klebeband ist absolut unsichtbar.




Die exakte Platzierung war auch noch ein Thema, die Lade ist teilweise nicht genau rechtwinkelig. Somit kam mir ein uralter Planungstrick aus der Architektur zugute: wenn man etwas nicht exakt anschließen kann, dann muss man eine entsprechende Fuge machen. Das sieht immer ordentlicher aus als ein halbherziger Anschluss. Unter dem Begriff  "Schattennut" findet man dieses Konzept überall.





Die Profile wurden also im geplanten Abstand in die Lade geklebt, exakt 1 cm vom Rand entfernt. Damit wurden auch eventuelle minimale Längenunterschiede, die sich bei aller Exaktheit nicht vermeinden lassen, ausgeglichen. Als Abstandshalter verwendete ich einen Profilrest. Ob ein Profil hinten in der Lade eventuell einen mm länger ist, sieht man nämlich nicht.




Für die beiden Querstege wandten wir dasselbe Prinzip an. Ein exakter Anschluss war nicht möglich, also ließen wir eine Fuge.




Das Teppichklebeband klebt extra stark, die Profile halten wirklich bombenfest. Allerdings kann man diese Schubladeneinrichtung durchaus auch wieder einmal entfernen, wenn sich die Bedürfnisse ändern.




Fazit: einfache Lösung, kostengünstig, wenig Arbeit und ein Ergebnis, das mich wirklich überzeugt. Auch wenn ich fast ein Jahr nach so einem System suchen musste. Mein Ordnungsgen jubiliert!

Die Besteckschublade zaubert ein zufriedenes Lächeln auf mein Gesicht, wenn ich sie öffne und auch meine Familie benützt sie widmungsgemäß. Ein besseres Zeichen für ein gelungenes Organisationsprojekt gibt es wohl nicht.





Mit liebem Gruß

Marie

 Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil!