Posts mit dem Label Einkaufen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Einkaufen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 18. Juni 2015

Es ist nicht ok! This is not OK!

Mit diesem Post möchte ich mich der Aktion von Susanne anschließen. Susanne betreibt den Blog mamimade und schreibt gegen die Ausbeutung von Textilarbeitern durch große Konzerne. Aber ihre tollen Artikel zu diesem Thema solltet ihr direkt bei ihr lesen.


This is not ok



Ich kann jetzt nur von mir sprechen: jedesmal, wenn ich Kleidung einkaufen gehe (oder gehen muss), habe ich ein wirklich schlechtes Gewissen. Denn es ist mir völlig klar, unter welchen Bedingungen die meisten Textilien hergestellt werden.

Ich bemühe mich, nachhaltig und ökologisch zu leben, im Bereich meiner Möglichkeiten, ohne ein Ökofuzzi zu sein. Bei der Nahrung ist es einfacher: ich baue selbst Gemüse an, kaufe wenn möglich lokal ein, bevorzuge regionale und saisonale Produkte, mag Bauernmärkte und den kleinen Bioladen um die Ecke.
Mit guter Planung und ein wenig Geschick kann man die täglichen Nahrungsmittel durchaus umweltschonend einkaufen, ohne das Budget zu sprengen. Vom Genuss und den gesundheitlichen Vorteilen, die frische und biologisch hergestellte Ware bringt, ganz zu schweigen.

Bei Kleidung sieht es leider anders aus. Hier habe ich bisher noch keinen wirklich guten Weg gefunden, um mein Gewissen zu beruhigen und gegen die Macht der Großkonzerne anzukämpfen.

Problematik:
  • Ich nähe nicht selbst. Ich kann es einfach nicht, es macht mir keinen Spaß, ich will es nicht lernen und meine Familie würde die Dinge, die ich produziere, sicher nicht anziehen.
  • Selbst wenn ich nähen könnte, bliebe immer noch die Frage, woher die Stoffe kommen, die ich verarbeite. Allerdings gibt es hier schon recht gute Firmen, die genau angeben, woher und unter welchen Umständen sie ihre Ware beziehen.
  • Der Markendruck. Ich bemühe mich, meine Kinder zu kritischen und selbstbewussten Konsumenten zu erziehen. Aber ich möchte auch nicht, dass sie aufgrund ihrer Kleidung zu Außenseitern werden.
  • Es gibt auch in meinem Umfeld durchaus Firmen, die ökologisch im Inland produzierte Kleidung anbieten. Hierbei gibt es zwei Schwierigkeiten. Erstens: die meisten Sachen gefallen weder mir noch meinen Kindern. Zweitens: die Preise sind schlicht und einfach unerschwinglich, außer einige wenige Stücke kann ich nicht für meine ganze Familie so einkaufen, das sprengt unser Budget. Es ist schon klar, dass nachhaltig produzierte Kleidung diesen Preis haben MUSS, aber nichtsdestotrotz KANN ich nicht 100 Euro für ein T-Shirt hinlegen, selbst wenn es das wirklich Wert ist. 
  • Nein, wir sind nicht arm, wir sind eine ganz normale mittelständische Familie, die mit ihrem Budget auskommen muss.

Aber nach einigem Nachdenken bin ich auf folgende Punkte gekommen, die zumindest für mich einen Lösungsansatz bieten:
  • Ich kaufe nur das, was wir wirklich brauchen - und zwar in guter und für mich maximal leistbarer Qualität. Auch teurere Marken produzieren unter denselben miserablen Arbeitsbedingungen, das ist klar, aber gute Produkte halten länger und ich muss seltener einkaufen gehen.
  • Gute Produkte sind für mich Kleidungsstücke aus qualitativ hochwertigen Stoffen, gut verarbeitet und halbwegs zeitlos. Diese findet man durchaus nicht nur in hochpreisigen Geschäften, man muss nur ein wenig schauen.
  • Wann immer es möglich ist, tausche ich, gebe ich Kleidung weiter oder borge Dinge aus. Beispielsweise ein Cocktailkleid, das ich nur für einen Abend brauche. Über mein Kinderkleidungstauschkarussell habe ich bereits vor längerer Zeit berichtet.
  • Gebrauchte Kleidung, die ich nicht mehr trage, spende ich an wohltätige Organisationen oder tausche im Freundeskreis.
  • Flohmärkte sind eine tolle Möglichkeit, um vor allem kostengünstige Kinderkleidung zu erwerben. Natürlich wurde diese Kleidung auch einmal unter miserablen Bedingungen hergestellt, aber immerhin wird sie lange getragen.
  • Wann immer es möglich und finanziell leistbar ist, kaufe ich Produkte heimischer Hersteller, die genau sagen können, woher ihre Artikel stammen und unter welchen Bedingungen sie verarbeitet wurden.
Ich kann die Welt nicht sofort total ändern, ich kann auch nicht von heute auf morgen nur mehr alles absolut nachhaltig einkaufen. Aber jedes T-Shirt, jede Jeans, die ich NICHT von ausbeuterischen Großkonzernen kaufe, ist ein Tropfen im großen Fass der Gewinne. Wenn wir alle solche Tropfen aus diesem Fass abziehen, dann fällt es hoffentlich irgendwann auf.

Ich kann nicht ALLES regional kaufen, aber ich kann versuchen, SOVIEL WIE MÖGLICH durch ökologisch und ethisch einwandfrei produzierte Artikel zu ersetzen.

Etliche Bloggerinnen haben sich dieser Aktion bereits angeschlossen, beispielweise Frau Pappelheim.

Machen wir mit! Entscheiden wir uns für ein nachhaltigeres Leben, jeden Tag, im Kleinen. Denn viele kleine ehtisch richtige und ökologisch durchdachte Kaufentscheidungen (oder nicht gekaufte Dinge!) tragen viel dazu bei, dass die Welt für alle ein kleines Stückchen lebenswerter wird. Abgesehen davon stärken wir dadurch die heimische Wirtschaft, was uns allen zugute kommt. Heimische Betriebe zahlen hier Steuern und schaffen Arbeitsplätze in unserer unmittelbaren Umgebung.

Mit nachdenklichen Grüßen
Marie 


Dienstag, 11. November 2014

Weihnachtsgeschenke - einmal anders. Oder: unterstützen wir doch die Kleinen!

Beim Einkaufen für Weihnachten werde ich heuer umdenken. "Shop local", diese Devise habe ich mir schon lange auf meine Geldbörse geschrieben. Bis vor kurzem lebte ich in einer mittelgroßen Stadt am Rande einer Großstadt, in unmittelbarer Nähe von riesigen Shopping-Malls. Trotzdem bot die Stadt auch im Zentrum viele Einkaufsmöglichkeiten kleiner Familienbetriebe. Es war ungemein praktisch, nicht wegen jeder Kleinigkeit ins Auto springen zu müssen, sondern in annehmbarer Entfernung auch zu Fuß viele Dinge erledigen zu können.


Um diese Bequemlichkeit für uns alle zu erhalten, ist es aber notwendig, dass wir nicht nur die vergessenen Zwiebeln beim Gemüsehändler kaufen, denn davon kann er auf Dauer nicht leben. Und so sehr ich aufs Geld schauen muss, wie fast alle anderen auch, ist es mir doch wichtig, dass die Vielfalt der Geschäfte in meiner unmittelbarer Wohnumgebung erhalten bleibt. Also muss ich auch dort auch mein Geld ausgeben.

Vor einiger Zeit bin ich wieder in eine größere Stadt gezogen, aber auch hier wohne ich am Rande und es gibt durchaus noch ein kleines lokales Stadtteilzentrum mit einer nicht zu verachtenden Vielfalt an Geschäften. Wann immer es möglich ist, kaufe ich dort, einerseits, weil es bequem ist, andererseits, um diese kleinen Kaufleute bewusst zu unterstützen.

Und damit bin ich beim Thema Weihnachtsgeschenke. Abgesehen von den Dingen, die sich meine Familie ganz konkret wünscht, gibt es viele Kleinigkeiten, die ich selbst entscheiden und aussuchen kann. Diese Dinge werde ich heuer überall dort kaufen, wo Klein- und Familienbetriebe davon profitieren.

Maries Tipp!
Außerdem habe ich die diversen Online-Shops von vielen Bloggerinnen durchforstet. Einfach toll, was hier alles angeboten wird, mit Liebe und ungeheuer viel Kreativität gemacht.

Daher: unterstützen wir heuer die Kleinen - und unsere Mitbloggerinnen. Ich persönlich habe keinen Online-Shop, meine beruflichen Leistungen lassen sich derzeit nicht bei DaWanda, Etsy, etc. verkaufen. Aber viele Blogs meiner Blogroll betreiben nebenbei ein kleines Geschäft, mit dem sie ihre Familie teilweise ernähren.


Vor einiger Zeit eröffnete meine liebe Freundin A. eine wirklich sensationelle kleine Wohnboutique. Damals verschenkte ich zu Weihnachten an alle Bekannten und Verwandten fast ausschließlich Gutscheine für dieses Geschäft. Nein, ich bekam sie nicht billiger, dass hätte A. sich nicht leisten können, abgesehen davon wollte ich das auch nicht. Aber mit den Gutscheingeschenken konnte ich dieses tolle Projekt meiner Freundin auch anderen Leuten bekannt machen.

Also, denken wir nach, wo wir dieses Jahr Geschenke kaufen und wen wir damit unterstützen wollen. Großkonzerne oder lokale Anbieter, wirtschaftliche Vielfalt oder kommerziellen Einheitsbrei.

Mit liebem Gruß

Marie

Um diese Aktion auch weiter bekannt zu machen: ich werde nächste Woche ein Post mit Einkaufsideen toller Bloggerinnen veröffentlichen. Wenn Dein Shop dabei sein soll, schick mir doch bitte eine kurze Nachricht, dann verlinke ich dich gerne. Natürlich gratis und unverbindlich.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Geld sparen: Gutscheine und Coupons

Wer aufmerksam Tageszeitungen liest, stellt fest, dass eine neue Welle der Werbung angekommen ist. Couponing in Printmedien. Das sind kleine Gutscheine für ein bestimmtes Geschäft oder eine bestimmte Ware in einem begrenzten Zeitraum. Vor einigen Jahren wurden die rechtlichen Bedingungen im deutschsprachigen Raum so geändert, dass diese Art der Werbung (wieder) erlaubt ist.

 
Manchmal liegen den Tageszeitungen ganze Couponhefte bei.


Im englischsprachigen Raum, vor allem in den USA, sind diese Coupons seit langem erfolgreich. In jeder Zeitung finden sich zahlreiche dieser Schnipsel, die man ausschneiden kann und die oft nur für ein spezielles Produkt gelten. Viele Gutscheine geben aber auch Rabatte auf beispielsweise einen Artikel der eigenen Wahl.

Ich persönlich habe ja keine dieser vielen Kundenkarten, auch wenn es oft tolle Angebote gibt. Die damit verbundenen Nachteile, dass sämtliche meiner Daten gespeichert werden und an "für Sie interessante Drittanbieter" weitergeleitet werden dürfen, wie es im Kleingedruckten so schön heißt, möchte ich nicht in Kauf nehmen. Wir sind ohnehin schon fast lückenlos überwacht und seit ich weiß, dass Kundendaten um bis zu 500 Euro pro Datensatz (ja!) verkauft werden, achte ich noch mehr auf meine Privatsphäre.


Manchmal muss man den QR Code scannen und bekommt den Gutschein aufs Handy.

Mit den Coupons ist es anders. Hier lege ich ja einfach nur den Gutschein mit der Ware mit aufs Förderband und wenn ich bar bezahle, gebe ich keine Daten preis. Das gefällt mir wesentlich besser.

Auch online sind viele dieser Gutscheine zu finden, sei es für online - Einkäufe mit Gutscheincode oder als Printgutschein zum Ausdrucken. Manchmal kann man die Gutscheine auch einfach aufs Smartphone laden. Wobei: sobald das Handy involviert ist, gebe ich wieder meine Daten preis. Also Achtung!
Bei mir ist das kein Problem, ich habe nämlich kein Smartphone! Gottseidank, ich lebe sehr glücklich ohne!

Ich habe diese Entwicklung beobachtet und stelle fest, dass man dadurch durchaus Geld sparen kann. Soferne man ein System findet, um den Überblick über diese Aktionen zu behalten.


Oft gibt es zum Beispiel Zeitschriften günstiger.

Der Vorteil bei den Gutscheinen ist zweifach: einerseits kann ich ein Produkt, das ich sowieso kaufen wollte, günstiger bekommen = direkte Ersparnis.

Und zweitens kann ich mittels eines Coupons ein Produkt, das mir normalerweise zu teuer ist, zu einem für mich akzeptablen Preis erwerben = zwar keine direkte Ersparnis, aber ich habe mehr Möglichkeiten.


In Fachzeitschriften findet man oft Gutscheine für Messen oder Ausstellungen.


Beispiel: Ich habe für Käse eine finanzielle Obergrenze, wie viel ich pro Kilo bezahle. Sonst wird mein Haushaltsbudget gesprengt, da meine drei Männer und ich Käse lieben und entsprechend viel davon essen. Mit einem Coupon, der beispielsweise 25% Rabatt auf alle Käsesorten gibt, kann ich meine Einkaufsmöglichkeiten aber erweitern und die eine oder andere Delikatesse erwerben, ohne mein Budget zu überschreiten.


Besonders mag ich einzelne Produktangebote lokaler Anbieter.

Derzeit suche ich noch nach einem akzeptablen und einfachen System, um diese Gutscheine zu organisieren und bei Bedarf auch bei der Hand zu haben. Leider noch nicht ganz erfolgreich, aber ich arbeite daran. Das Ergebnis werde ich vorstellen.

Es ist allerdings wichtig, dass man beim Couponsammeln zu sich selbst ehrlich bleibt. Eine Ware zu kaufen, die man weder will noch braucht, nur weil sie ermäßigt ist, steht dem Gedanken des Geldsparens direkt entgegen. Es ist also wichtig, nur die Coupons überhaupt aufzuheben, die in den prinzipiellen Budget- und Anschaffungsplan passen.

Wer sammelt auch Rabattmarken oder Coupons? Bringt es langfristig wirklich eine Ersparnis? Ich denke schon, selbst wenn ich die Zeit rechnen muss, die das Ausschneiden, Suchen, Sortieren, etc. beansprucht.

Geld sparen kann viel Spaß machen und muss das Leben durchaus nicht einschränken im Gegenteil. Ich bin ein Sparfuchs und stolz darauf. Es kommt ja nur darauf an, mit Köpfchen zu sparen! Ich nütze sehr intensiv die öffentlichen Bibliotheken, tausche mit großem Vergnügen Bücher oder Kinderkleidung (leider werden meine Kinder dafür langsam zu groß), und nütze Onlineplattformen, um Dinge loszuwerden oder billiger zu erwerben.

Mit liebem Gruß
Marie

Anmerkung: ich habe diese Coupons einfach aus ein paar Zeitungen und Zeitschriften abfotografiert, um Beispiele zu zeigen. Weder empfehle ich die genannten Firmen, noch stehe ich in irgendeiner Geschäftsbeziehung zu ihnen oder bekomme irgendwelche finanziellen Zuwendungen.