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Freitag, 26. Februar 2016

Farbgestaltung

Wie ich ein Farbkonzept für Projekte entwickle, habe ich vor einiger Zeit vorgestellt. Ich orientiere mich gerne an der Natur, mische kräftige mit neutralen Farben und habe auch keine Angst vor Kontrasten. Die Welt ist bunt.

http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2015/06/bunt-ist-die-welt.html
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Heute stelle ich ein paar Methoden vor, wie man so ein Farbschema ganz konkret in ein Produkt umsetzen kann. Schön, wenn ich weiß, welche Farben ich haben möchte, aber wie bekomme ich den Ton auf die Wand? Wie finde ich entsprechende Produkte?


Hilfe bietet hier wie immer der Computer. Mittels Farbanalyse stelle ich fest, welchen Code der gewünschte Farbton hat. Alle guten Foto-Bearbeitungsprogramme haben so ein Tool, bei Photoshop kann man sogar die Pantone Skala einstellen. Ich habe hier mit Paint gearbeitet, weil dieses Programm im Lieferumfang von Windows immer dabei und so leicht zu bedienen ist.




Zunächt ein wenig Theorie. Der Computer kennt de facto drei Möglichkeiten, einen Farbton auszugeben. RGB, YMCK und HEX. Die Farbschemata kann man mit Online - Tools gut umrechnen. Ich habe hierzu ein Tool auf www.farbtabelle.at gefunden






Bei Dezimal gebe ich meine Werte aus Paint ein.




Dann erhalte ich den HEX Code, mit dem ich beispielsweise die Farbe auf meine Homepage übernehmen kann. SO ZUM BEISPIEL! Einfach bei Farbe den HEX Code in HTML einfügen.


Für Freaks:
<span style="color: #133891;"><b>SO ZUM BEISPIEL! Einfach bei Farbe den HEX Code in HTML einfügen.</b></span><br />





Weitere Infos liefert die CYMK Farbskala, vor allem für den Vier - Farbdruck.




Im Bereich des Druckwesens und der Architektur ist neben der RAL Farbkarte (die aber nur recht wenige Abstufungen enthält) vor allem die PANTONE - Farbskala interessant. Hier gibt es wirklich jeden Farbton, den man sich nur vorstellen kann.

Mittels Online-Tools kann man die Farben gut durch Pantone Farbcodes annähern lassen. Hier wieder ein Online Tool: www.ngin.de.






Pantone Farbkarten und Farbfächer sind exorbitant teuer, aber in Fachgeschäften liegen sie normalerweise auf und man kann den gewünschten Farbton nochmals überprüfen, weil der Computer nicht immer perfekte Ergebnisse liefert. Hier spielen natürlich Bildschirmeinstellungen und Kalibrierungen eine Rolle, auch lassen sich nicht alle Farbtöne mittels HEX Skala ausgeben, eine Überprüfung des Tons mittels Originalfarbkarte ist also anzuraten.

Von meinem Ausgangsfarbton im Foto habe ich nun vier verschiedenen Werte, mit denen in fast jedem Baumarkt und im Fachgeschäft mittels Farbmischcenter die gewünschte Farbe angemischt werden kann. Toll ist, dass man von etlichen Herstellern auch unterschiedliche Produkte in exakt demselben Farbton anmischen lassen kann, beispielsweise Lack und Wandfarbe.

Wer auf ein fertiges Produkt zugreifen möchte, kann auf den Herstellerseiten meist recht genaue Angaben zu den lieferbaren Farbtönen finden. Hier ein Beispiel für den Hersteller Dulux und wie man den besten passenden Farbton fndet.







Website kopieren, in Paint einfügen und den Farbton abnehmen.





Die beiden Farben nebeneinandergestellt zeigen, wie ähnlich die gewünschte Farbe ist.

Viel trockene Theorie zu Farben, aber so kann man recht einfach die eigenen Vorstellungen verwirklichen.

Linkparty #9 Von Tag zu Tag ist offen. Mach mit, ich freue mich auf deine Projekte.

Einen schönen Vorfrühlingstag wünscht

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Du kennst eine neue tolle Linkparty oder gibst selbst eine? Dann verlinke sie doch bitte hier, damit viele Blogger Freude daran haben.

Montag, 15. Juni 2015

Bunt ist die Welt

Wenn ich nach einem Farbschema suche - für eine Publikation, einen Entwurf, ein Zimmer, ein Bild - dann orientiere ich mich gerne an der Natur. Hier finde ich Ideen, Anregungen, Vorschläge, tolle Kontraste und wunderbare Farbverläufe.

Ein paar Ideen dazu zeige ich euch hier. Die Fotos habe ich selbst aufgenommen, in verschiedenen Situationen, an vielen Orten und zu unterschiedlichen Jahreszeiten.


Himbeere - ein sommerliches Farbschema
(Das Foto stammt aus meinem Garten)



Bergsee - kühl und frisch 
(Das Fotos stammt vom Loser im Salzkammergut)



Alte Ruine
(Das Foto habe ich in Kroatien aufgenommen, kurz vor einem ungeheuerlichen Gewitter)



Winter - Tristesse
(Ein paar Bäume vor meinem Fenster - frisch verschneit)



Weiße Anemone - zart und frisch
(Auch hier wieder ein Bild aus meinem Garten)



Pfaffenhütchen im Herbst
(Bei einem Spaziergang am Eichkogel in Mödling aufgenommen)



Sommer am See
(Aubad Tulln letztes Wochenende)



Gelbe Rose im Steinbeet
(Bei Freunden im Kiesgarten)



Anregungen und Ideen gibt es überall, manchmal so viele, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Bunt ist die Welt, wie wunderbar.

Mit sonnigen Grüßen

Marie

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Projektplanung

Erste Ideen sammeln.
Es ist für den Erfolg eines Projektes ganz besonders wichtig, dass die Planung stimmt. Von Anfang an. Was man dazu braucht?

* ein wenig Grips
* ein Blatt Papier
* ein paar Stifte
* ein paar Informationen

Mehr nicht. Keine Planungssoftware, keine ausgeklügelten Formulare, keine tollen Hilfsmittel. Es ist absolut möglich, ein komplexes Projekt in allen Details auf ein paar Blatt Papier zu skizzieren.

Wenn die Planung dann genauer wird, muss man sicherlich auf verschiedene Hilfsmittel zurückgreifen. Dann tut der Computer auch gute Dienste. Aber die prinzipielle Planung, die Ideensammlung, das Herausarbeiten und Lösen von Details und Problempunkten, kann und sollte "zu Fuß" gemacht werden.

Ich kenne viele Architekten und fast alle entwerfen ihre Projekte nach wie vor mit der Hand. Mit dem Bleistift. Am Papier. Weil es sich hier so wunderbar denken lässt. Weil Papier viel geduldiger ist. Weil die prinzipielle Denkarbeit durch das Zeichnen gefördert wird.

Hier ein Beispiel für eine schon ein paar Jahre zurückliegende Planung. Im Jahre 2008 erhielt ich den Auftrag, das Schlafzimmer eines Sommerhauses umzugestalten. Folgende Punkte waren zu berücksichtigen.

* geringes Budget
* das Zimmer wird von verschiedenen Familienmitgliedern benützt
* es sollte möglichst neutral und pflegeleich gestaltet werden
* Stauraum in Kästen und Kommoden
* das Zimmer war ziemlich klein

Hier ist das erste Konzept. Auf einem Blatt A4 legte ich Grundriss und Möblierungsplan fest, überlegte eine erste Gestaltung mit Farben und Textilien und identifizierte ein paar Problempunkte.

Übersicht Projektplanung Seite 1.

Zur besseren Vorstellbarkeit sind kleine perspektivische Handskizzen sehr hilfreich.


Blick in die linke Ecke mit Detailideen wie Farbfeld hinter dem Betthaupt und Zierleiste an der Decke.
Blick in die linke hintere Ecke mit der Schranklösung. Eine einfache Bleistiftzeichnung genügt.

Der Grundriss mit dem ersten Möblierungsvorschlag, maßstäblich gezeichnet.
Es ist schon in dieser Phase sehr wichtig, den Raum exakt zu vermessen und alle Maße genau zu notieren. Auch die erste Skizze muss annähernd maßstäblich sein, sonst verläuft man sich schnell und findet später schlecht das richtige Maß.

Problempunkt Kasten - Nachtkasterln - Bett.
Es ist wichtig, schwierige Punkte genau einzukreisen und eine Lösung zu suchen. In diesem Fall ist die Schranktüre nur bis ca. 60 Grad öffenbar. Die Auftraggeber erklärten sich damit einverstanden, ein Nachtkasterl sei aber unverzichtbar.

Nachtkasterl, Lampe und Bett.
Die Gestaltung der Wände, die Farbgestaltung und vor allem auch Bilder - alles sollte quasi gleichzeitig fertig werden. Nachdem das Schlafzimmer nicht ein persönliches Zimmer von zwei Personen ist, sondern den diversen Kindern und Schwiegerkindern im Sommer als Zimmer dient, sollte es nicht allzu persönlich gestaltet werden. Aber es sollte auch nicht an ein Hotelzimmer erinnern.

Fingerfarbbilder der Enkelkinder.
Also hatte ich die Idee, dass die damals noch sehr kleinen Enkelkinder der Familie mit Fingerfarben auf drei Keilrahmen einfach ihrer Kreativität freien Lauf lassen sollten. Abstrakte Bilder von Familienmitgliedern eben.

Farbkonzept, Materialien und Oberflächen.
Die Farben wurden in Abstimmung mit der Familie festgelegt. Es handelt sich um ein Nordzimmer, allerdings mit einem großen Fenster. Es wurden warme Wandfarben, helle Textilien und dunkle Möbel gewünscht.

Das generelle Farbkonzept. Hier sind die Farben durch den scan leider etwas verfälscht.
Farb- und Stoffmuster.
Aus diversen Katalogen schnitt ich Farb- und Stoffmuster aus und ergänzte das erste Konzept. Wichtig ist, es einfach zu halten.

Weitere Detaillösungen und Überlegungen, diesmal zur Beleuchtung.

Überlegungen zur Beleuchtung.
Die Finanzen waren ebenfalls ein wichtiger Punkt. Für einen ersten Kostenrahmen reicht aber eine kleine überblicksmäßige handschriftliche Liste. Die genaue Projektplanung erstelle ich dann allerdings auch am Computer - und natürlich dann die Kostenverfolgung.

Erste Kostenschätzung der damals bekannte Kosten.
Auch ein ungefährer Zeitplan und Arbeitsplan muss relativ bald erstellt werden. Bei diesem Projekt war ich für alles verantwortlich, auch für die Durchführung. Daher enthält der Plan, wie bei privaten Projekten im eigenen Haus auch, Details wie das Ausräumen des alten Zimmers, die Entsorgung der Möbel, etc. Und auch einen groben Plan der Elektroinstallationen legte ich fest.

Ein grober Arbeitsplan. Für den Anfang genügt das.
Zimmeransicht mit einem Online-Raumgestalter.
Da Ikea damals einen online - Raumgestalter anbot, konnte ich einen Teil des Zimmers ausdrucken und mit eigenen Skizzen ergänzen. Meine Handskizzen oben gefallen mir aber besser. :-)

Fotos des fertigen Zimmers folgen. Es ist wirklich fast genau so geworden. Und bewährt sich seit fünf Jahren.

Auf die Plätze, fertig, los! Welches Projekt in Ihrem Haus wollten Sie immer schon in Angriff nehmen? Schnappen Sie sich einen Zettel, einen Bleistift, ein Maßband und ein paar Buntstifte und zeichnen Sie los. Jeder kann zeichnen!

Wer möchte mir so ein Projekt schicken? Skizzen und Vorher - Nachher Fotos? Ich würde gerne darüber berichten.

vontagzutag. mariesblog (at) gmail. com (Leerzeichen entfernen und Klammeraffen einfügen).

Gruß
Marie

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Ich mach mit: blick7

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Lackieren und Streichen

Wer gerne bastelt, renoviert oder die Wohnung umgestaltet, kommt um Farbe nicht herum. Farbe ist die einfachste, schnellste und kostengünstigste Methode, um einem Raum, einem Möbelstück oder einem Aussenbereich ein völlig neues Gesicht zu geben.

Meine Tipps, damit es klappt.

Generell: es zahlt sich immer aus, ein gutes Produkt zu wählen. Billigangebote machen wenig Freude, mehr Arbeit und das Ergebnis ist oft minderwertig.

Es ist wichtig, für die entsprechende Aufgabe das richtige Material zu wählen. Für Lackierarbeiten im Innenbereich beispielsweise nehme ich ausschließlich wasserverdünnbare Acryllacke, die möglichst emmissionsarm sind. Schließlich will ich dort ja leben, wohnen, schlafen. Gute Acryllacke lassen sich fast ebenso leicht verarbeiten wie Kunstharzlacke und das Reinigen von Pinseln und Malgeräten ist viel einfacher.

Im Aussenbereich, vor allem in bewitterten Bereichen, habe ich allerdings mit Acryllacken keine guten Erfahrungen gemacht. Unabhängig von den Beteuerungen der Hersteller sind sie einfach nicht so haltbar und farbbeständig wie Lacke auf Kunstharzbasis. Das ist meine ganz persönliche Meinung, aber ich verwende im Aussenbereich unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften nur mehr Kunstharzfarben.

Lassen Sie sich nicht von den Versprechen der Hersteller ködern, dass ein oder zwei Anstriche ausreichen. Das mag im Idealfall unter Top-Bedingungen der Fall sein - im normalen DIY - Malerleben muss man für ein schönes Lackierergebnis mit drei bis vier Anstrichen rechnen. Punkt! Am Besten, man stellt sich gleich von Anfang an darauf ein.

Bei guten Wandfarben und einem perfekten Untergrund, sind 2 Anstriche meist ausreichend. Bei dunklen Wandfarben ist es unbedingt erforderlich, den Untergrund zuerst weiß zu streichen. Sonst kommen Farbunterschiede, Flecken, etc. immer wieder "durch".

Bei Wänden rate ich generell: Wände zuerst perfekt ausbessern, spachteln, schleifen. Bei Bedarf Haftgrund aufbringen. Dann einmal dünn weiß streichen. Nach diesem ersten Anstrich sieht man sofort, wo noch nachgebessert werden muss. Also eventuell nochmals kleine Fehlstellen spachteln bzw. Flecken mit Fleckenblocker behandeln. Ausgebesserte Stellen leicht zwischenschleifen. Nochmals weiß streichen. Dann sollte der Untergrund perfekt sein - und dem Endanstrich steht nichts mehr im Wege.

Wichtig beim Lackieren, egal ob mit Pinsel, Walze oder Spray: dünne (!) Schichten auftragen und dazwischen immer wieder schleifen - dann wird das Ergebnis perfekt und dauerhaft haltbar.

Wovon ich nur abraten kann: die diversen elektrischen Malerpistolen. Sie funktionieren einfach nicht - zumindest nicht diejenigen, die im Baumarkt angeboten werden. Ich habe mich auch von den Versprechungen und Videos blenden lassen. Leider.
Wirklich teure Profigeräte - und ich rede hier nicht von Geräten um 150 Euro - mögen im Profibereich ihre Berechtigung haben. Für uns Heimwerker gilt: gute Pinsel, gute Schaumstoffrollen zum Lackieren, gute Malerrollen zum Streichen. Damit bekommen wir ein perfektes Ergebnis.

Auf zum fröhlichen Lackieren und Streichen
Marie