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Die neue Galleriewand ist so gut wie fertig




Gut Ding braucht Weile - zumindest in meinem Haus. Manche Projekte entwickeln sich, brauchen Zeit zu reifen, verändern sich und sind dann irgendwann wirklich fertig. Unsere Wohnzimmer - Galleriewand ist so ein Fall.

Als wir ins neue Haus zogen, hatten wir die ersten Monate gar keinen Fernseher. Der alte Röhrenfernseher wurde mit der alten Wohnung "entsorgt" und für einen neuen war keine Zeit und - wie meist beim neuen Haus - auch nicht unbedingt sofort genug Geld da. Wichtigere Dinge standen an und wollten bezahlt werden.




Die fernsehfreie Zeit war schön und gut und ich als eher Nicht - Fernseherin vermisse sie ein wenig. Die Abende sind produktiver, wenn das Kasterl nicht läuft. In unserer ersten Studentenwohnung hatten wir jahrelang keinen Fernseher, es ging uns nicht ab.




Vor etwas über einem Jahr kam aber dann doch wieder so ein Teil in unser Haus, flach natürlich, aber nicht allzu groß, er sollte nicht alles dominieren. Klar war auch, dass er an der Wand hängen sollte, unsichtbar befestigt und völlig ohne sichtbare Kabel. Dazu erzähle ich in ein paar Tagen mehr, mein toller handwerklich versierter Ehemann hat das doch tatsächlich geschafft. Kein einziges Kabel!




Nun hing das Ding einsam und alleine an der Wand - auch erst nach einigen Monaten, zuerst stand er auf einem Regal - und dominierte diese Wand auf das Allerscheusslichste. Genau so wollte ich es gar nicht haben. Mir schwebte eine kleine Galleriewand vor, leicht, ohne Familienbilder, relativ neutral und - ganz wichtig - saisonal dekorierbar.

Im Internet wurde ich teilweise fündig, meine gesammelten Ideen sind hier auf Pinterest zu sehen.

Die meisten Elemente waren vorhanden, Bilder, Glasvasen, Glasdekor. Blieb die Frage der Rahmen und Regale.




Bei IKEA wurde ich fündig, wie meist, natürlich gibt es wesentlich schönere und handwerklich feiner gefertigte Produkte. Diese sind aber meist auch entsprechend teuer. Die Ikea Serie war zart, neutral und, ganz wichtig, anpassbar. Außerdem gab es Regale und Rahmen im selben Design.




Einige Bilder wurden von meiner Familie gestaltet - hier der Post dazu. Zwei Bilder rettete ich, also eigentlich mein Mann, von einer aktuellen Baustelle. Die Bauherrin wollte sie entsorgen und sie passen farblich und stilmäßig perfekt in unser Wohnzimmer. Also wurden sie mitgenommen und neu gerahmt.




Nach etlichen Skizzen und Versuchen stand die Anordnung fest. Ein festes Rechteck umklammert das Ganze, auch sonst ist die Aufteilung ziemlich starr. Auflockerung bringen die unterschiedlichen Elemente, verschiedene Materialien und Dekostücke. Eine lockerere Aufteilung fiel an dieser Wand "auseinander" und wirkte unfertig.




Die Regalkonsolen sind vorgebohrt, waren für meine Zwecke aber zu lang. Mit der Säge konnte man sie gut ablängen, weiß lackieren, frisch bohren und befestigen. Die Regale sind jeweils exakt so lang wie die darüber- oder darunterhängenden Bilder.




Die Regale kann ich nun ganz nach Saison, Lust und Laune dekorieren. Farblich und materialmäßig sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.




Fertig ist die Sache natürlich noch nicht, für den goldenen Rahmen suche ich noch ein Motiv und die dekorativ herunterhängende Energiesparlampe zeigt, dass die Beleuchtung im Wohnzimmer auch noch nicht fertig ist. Wieder das alte Dilemma. Die richtig schönen Spots sind superteuer, die weniger teuren sind superscheusslich. Aber das kennt man ja, somit entwickelt sich unser Haus Schritt für Schritt.




Materialien und Kosten:

Ikea Rahmen Knoppäng 30 x 40 cm, 6,99 Euro
Ikea Rahmen Knoppäng 15 x 20 cm, 3,99 Euro
Ikea Bilderleiste Knoppäng 75 cm lang, 7,99 Euro

Die Bilderleisten wurden allerdings zugeschnitten, weiß lackiert und neu gebohrt. Damit ergibt sich ein hübscher Kontrast zu den Rahmen, die zwar dieselben Profile haben, aber leicht shabby grau sind.

Das Katzenbild ist von Rosina Wachtmeister. Eines meiner Lieblingsbilder, seit vielen Jahren.

Die Glaselemente sind ebenfalls schon viele Jahre alt und oft auch ererbt. Auch ein altes Reagenzglas ist dabei, es stammt aus der Laborausstattung meines Vaters, als dieser bei Pensionierung sein Labor auf- und ausräumte. Es ist leicht schadhaft, daher für das Labor nicht mehr zu brauchen, als Vase oder Dekoobjekt allerdings zauberhaft.

Linkparty #10 läuft noch, wer hat noch tolle Projekte? Verlinken, verlinken, verlinken, damit viele Leute daran Freude haben.

Wer kennt eine tolle Linkparty? Oder gibt selbst eine? Hier bitte verlinken, dann entsteht eine tolle Sammlung von aktuellen Partys.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Lilypond Cottage

In Österreich haben Hausnamen leider keine Tradition mehr. Früher, vor Straßennamen, Hausnummern und gesichtslosen Riesensiedlungen, gab es viele interessante, lustige, einfallsreiche Namen, die mehr über Ort, Bewohner oder Geschichte erzählten.

Das Anwesen "In der Höll", beim "Egger", die "Mautz-Keusche", das "Schurz - Häusel", die "Möhsler - Villa"  das sind nur ein paar Namen, an die ich mich noch aus meiner Kindheit erinnere. Jeder wusste, was gemeint war und es war immer interessant zu erfahren, wie es zur Namensgebung gekommen war.

Als wir unser Häuschen bekamen, fiel mir spontan ein Name ein: Lilypond Cottage


 

Unser Haus ist fast 100 Jahre alt und Teil einer Siedlung, die im Wien Anfang der 1920-er Jahre nach dem Vorbild englischer Arbeitercottages errichtet wurde. Dementsprechend klein und verwinkelt war auch der Grundriss, vor unserem Umbau - Englisch eben. Also Cottage.




Lilypond, weil im Garten ein kleiner, verwunschener Teich liegt, auf dem zahlreiche Seerosen wachsen. Lily - oder Waterlily - die Seerose. So entstand der Name.




Um unsere neue Galeriewand zu vervollständigen, zeichnete mein Mann (jaa, zeichnen und malen kann er auch, nicht nur kochen) eine Seerose im Stil der pastellig zarten Illustrationen in englischen Kinderbüchern. Diese Seerose schmückt nun unsere neue Wand, neben den Kinder - Kunstwerken.




Die Seerose wurde mit Pastellstiften auf säurefreies Papier gezeichnet und mit ganz wenig Wasser leicht aquarelliert. Wunderschön!





Und Bilder von unserem Haus? Hier bin ich (derzeit) noch ein wenig unschlüssig. Seit fast drei Jahren blogge ich nun schon und außer meinem Mann, meinen Kindern und ein oder zwei Freundinnen weiß keiner davon. Mein privates, kleines Happy - Project. Auf der anderen Seite lese ich persönlich sehr gerne Blogs, bei denen ich ins Wohnzimmer schauen darf. Blogs, in denen private bewohnte Häuser vorgestellt werden - so wie sie sind. Zum Beispiel mein Lieblingsblog Eclectic Hamilton. Oder der wunderschöne Schweitzergarten. Oder der Stadtlustgarten.

Das Zuhause in größerem Maßstab zu zeigen, nicht nur Ausschnitte oder Details, bedeutet aber, die Privatsphäre ziemlich schnell aufzugeben, denn früher oder später erkennt jemand mein Haus. Bisher habe ich ja auch noch kein Foto von mir oder meinen Kindern gezeigt. Hier hat natürlich auch meine Familie noch ein kleines Wörtchen mitzureden.

Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich bereit bin, auch größere Fotos meines Zuhauses zu zeigen - auf die "Gefahr" hin, dass mich meine Nachbarn und alle Bekannten früher oder später erkennen. Oder, liebe Nachbarn, lest ihr schon längst mit und ich weiß es bloß nicht?

Inzwischen also nur Impressionen, auf denen man nicht die gesamte Umgebung erkennt. Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.


 

Kinderkunst

Meine Kinder malen und basteln viel, auch aus Schule und Kindergarten kamen und  kommen immer wieder Werke mit nach Hause. Je nach Phantasie der Lehrer und dem Willen des Kindes sind diese Kunstwerke wunderschön, hübsch oder einfach nur fürchterlich. (Obwohl ich das natürlich niemals so sagen würde!)

Um meinen Kindern eine Möglichkeit zu bieten, ihre Werke zu präsentieren, gibt es bei uns seit vielen Jahren wechselnde Ausstellungen. Hier ist ein Beispiel zu sehen.

Ein paar der Werke allerdings sind so schön, dass sie permanent bleiben dürfen. Weil ich in der letzten Woche damit begann, die neue Galleriewand rund um den (endlich an die Wand gehängten) Flachbildfernseher zu gestalten, gelangten auch zwei uralte Kunstwerke zu neuen Ehren.




Das erste Kunstwerk ist das definitiv allererste Bild, das eines meiner Kinder jemals gemalt hat. Es stammt aus einer Babyspielgruppe, die mein damals knapp Einjähriger mit mir und mit großem Eifer besuchte. Einen Nachmittag lang durften sie mit Fingerfarben auf großen Packpapierbögen klecksen. Ein Erlebnis.




Gerührt und engagiert wie junge Eltern sind, rahmten wir das große Bild sofort und es hing fast zwölf Jahre in unserem alten Vorzimmer. Dort war es vor Sonnenlicht sicher, daher erhielten sich die Farben sehr gut.




Nach dem Umzug wollte ich es nicht wieder aufhängen und so ruhte es jetzt mehr als ein Jahr am Dachboden. Bei der Gestaltung meiner Wand erinnerte ich mich daran und beschloss, es mit Erlaubnis meines Sohnes natürlich, ein wenig zu verkleinern. Nun schmückt ein Teil davon die Wohnzimmerwand, wenn man genau hinsieht, ist auch die winzigkleine Patschhand gut zu erkennen.




Das zweite Kunstwerk stammt von meinem kleineren Sohn, der sehr genau und geduldig ist und - im Gegensatz zu mir - sogar mit Nadel und Faden etwas anfangen kann. Ein zauberhaftes kleines Herz, wunderschön gearbeitet, hergestellt im Werkunterricht mit etwa 8 Jahren. Es bekommt den Platz neben der allerersten "Kleckserei".




Da das Herz sehr zart ist und der Hintergrund auch wenig Kontrast bietet, musste ich das Passepartout ein wenig anpassen. Gute Passepartouts kannt man sehr einfach mit guter Acrylfarbe einfärben, das Ergebnis ist absolut streifenfrei und gleichmäßig. Ich verwende immer die Acrylfarben von Winsor und Newton, Profiqualität, man braucht sehr wenig davon und das Ergebnis stimmt.




Die Acrylfarben auf einem einfachen Porzellanteller im gewünschten Farbton anmischen und relativ schnell verarbeiten, Acryl trocknet sehr schnell. Mit einem breiten Borstenpinsel gleichmäßig auf dem Passepartout verteilen, trocknen lassen, fertig.




Generell bin ich kein Fan davon, das ganze Haus wahllos mit Kinderkunst zu schmücken und jedes Fitzelchen, das meine Kinder jemals produziert haben, gnadenlos aufzuheben. Aber eine Auswahl an wirklich schönen Werken präsentiere ich gerne.




Nebeneffekt: die Kinder sind unheimlich stolz darauf, etwas wirklich Schönes geschaffen zu haben. Etwas, das zwischen "Erwachsenenkunst" und "echten" Bildern bestehen kann und dort auch noch gut aussieht. Sie selbst sind ja ihre stärksten Kritiker und wissen meist sehr genau, ob sie bei einem Kunstwerk ihr Bestes gegeben haben.

Die Rahmen sind von Ikea, Modell Knoppäng. Der Preis ist moderat und die Bilderrahmen sind auch in den Ecken leidlich schön gearbeitet. Das "Glas" ist zwar nur Kunststoff, hat aber den großen Vorteil, dass es kaum spiegelt, was es für Aquarelle und zarte Bilder besonders geeignet macht. Das Passepartout ist schön geschnitten und relativ dick, somit lassen sich kleine dünne Kunstwerke sehr schön präsentieren. Mit professionellen Rahmen aus einem Rahmengeschäft lassen sie sich aber natürlich nicht vergleichen, weder von der Verarbeitung noch vom Preis.

Die Galleriewand wächst langsam rund um den Fernseher, weitere Ideen dazu folgen.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.