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Gemüsegarten im Mai

Seit drei Jahren habe ich Hochbeete und seit zwei Jahren bepflanze ich sie nach dem Prinzip "Gärtnern im Quadrat". Da mich dieses System nach wie vor überzeugt, ist mein Garten auch dieses Jahr danach ausgerichtet.




Jetzt im Mai ist so gut wie alles in der Erde, wie meine Großmutter immer zu sagen pflegte. Ich kaufe nur wenige Pflanzen zu, das meiste ziehe ich selbst aus Samen. Einiges am Fensterbrett, vieles säe ich direkt in die Erde.




Ich habe die Erfahrung gemacht, dass direkt gesätes Gemüse bzw. selbst aus Samen gezogenes wesentlich widerstandsfähiger ist. Eigentlich klar, in Gärtnereien finden die Sämlinge optimalste Bedingungen vor, die sie möglichst schnell wachsen lassen. Das macht sie zwar schön zum Verkaufen, schwächt aber die Widerstandskraft. Meine Pflänzchen müssen sich von Anfang an mit diversen Widrigkeiten abfinden, einerseits natürlich mangelndes Licht am Fensterbrett, andererseits wechselnde Temperaturen und Wasserverfügbarkeit im Freiland. Das macht sie widerstandsfähig und stark. Schädlinge sind daher in meinem Gemüsegarten zwar ein Thema, aber keines, das die Ernte ernsthaft gefährdet.

Bis auf die Schnecken! Dieses Jahr ist es besonders schlimm. Absammeln, absammeln, absammeln - soweit ich weiß, geht es allen Gärtnern so. Willkommen im Club.

Derzeit wächst bei mir bereits so viel, dass ich fast täglich frisches Gemüse auf den Tisch stellen kann, meist in Form von Salat.




Radieschen sind ein Dauerbrenner. Sie wachsen schnell, sind mildwürzig und schmecken immer gut.





Heuer wachsen die Erdbeeren besonders gut. Nicht nur bei mir. Gestern durfte ich den Gemüsegarten und das Glashaus eines befreundeten Gärtners besuchen. Er ist Biologe, hat eine Gartenbaufirma und den tollsten privaten Gemüsegarten, den ich je gesehen habe. Wow! Meine drei kleinen Hochbeete können da nicht mithalten, aber es macht mir immer viel Freude, wenn ich private Gärten besuchen und mir neue Anregungen holen darf.






Die ersten Erbsen setzen Blüten an und auch der Kohlrabi bildet schon kleine Knollen aus. Mein kleinerer Sohn mag eigentlich kein Gemüse. Er könnte sich von Brot, Fleisch und Schokolade ernähren. Aber wenn das Gemüse aus dem eigenen Garten kommt, dann schmeckt es ihm doch. Außerdem liebt er die Gartenarbeit und nascht mit großer Begeisterung rohes Gemüse direkt vom Beet. Vor allem für ihn baue ich die Zuckererbsen und Kohlrabi an.






Das Basilikum stand im Spätwinter auf meiner Fensterbank in der Küche. Nachdem es abgeerntet und recht struppig war, durfte es vor zwei Wochen ins Beet umsiedeln. Dort gefällt es ihm, wie man sieht.




Blaue Kartoffeln sind Fixstarter in meinem Gemüsegarten. Sie liefern einen netten Ertrag, haben keine Schädlinge, blühen zauberhaft lila-weiß und schmecken unglaublich gut. Hier gibt es dazu weitere Infos und Rezepte.




Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell der Garten zum üppigen Leben erwacht. Anfang April war noch alles sehr übersichtlich. Jetzt grünt und blüht es täglich dichter und üppiger. Wunderbar, ich liebe den Mai!




Eine schöne Maiwoche, auch wenn schon wieder Regen angesagt ist. Denn - noch ein Spruch meiner Großmutter - "Mairegen ist Gottessegen"!

Mit liebem Gruß

Marie


Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil. 



Mein Garten Anfang März

Gestern war - ausnahmsweise einmal - schönes, relativ warmes und vor allem fast windstilles Wetter. Eine Seltenheit bei uns. Also nützte ich den Tag gleich, um ein wenig im Garten zu werkeln und vor allem neue Fotos zu machen.

Schon im Jänner war mein Garten vorfrühlingsbereit. Aber im Feber tat sich nichts, gar nichts. Es war, als ob der Garten den Status quasi konservieren würde. Erst Anfang März begann der Frühling ganz zart sein Haupt zu heben. Trotzdem befinden wir uns - phänologisch gesehen - immer noch im Vorfrühling. Von der Forsythienblüte ist bei uns noch keine Spur zu sehen. Trotz Weinbauklima.

Aber die Vorfrühlingsblüher sind dafür jetzt schon richtig da. Klein, bunt und fröhlich zaubern sie lauter Farbtupfer in meinen Garten.




Die Schneerose ist mein dritter Versuch. Bisher sind leider alle wieder verschwunden. Ich suche immer noch einen halbschattigen, kalkhaltigen Platz in meinem Garten. Mal sehen, ob diese den Sommer überleben wird.




Die kleinen Hornveilchen kaufte ich Ende Oktober und setzte sie an einem sonnigen Ort. Seither blühen sie ununterbrochen. Nicht einmal der strenge Frost im Jänner konnte ihnen etwas anhaben.




Jedes Jahr im Vorfrühling kaufe ich für den Tisch viele bunte Primelchen. Sind sie verblüht, dann wandern sie in den Garten. Im nächsten Jahr blühen sie dann wieder, wenn ihnen der Platz behagt.

Alle meine Pflänzchen sehen derzeit ein wenig unordentlich aus, wie die Primelchen oben. Ich gönnte ihnen letzte Woche nämlich eine ordentliche Portion Kompost, und so finden sich Spuren davon auch noch auf den Blüten.




Dieses Primelchen behauptet (noch) seine rote Farbe. Ich bin gespannt, wann es gelb werden wird.




Die Krokigruppe am Teich zählte zu den allerersten Frühlingsblühern, die ich 2011 im damals neu angelegten Garten in die Erde brachte. Es waren nur ein paar Zwiebelchen, aber sie vermehren sich jedes Jahr und die Gruppen werden immer dichter und größer. Wunderschön.




Eine Überraschungspackung waren diese kleinen helllila Kroki. Sie waren bei einer anderen Blumenlieferung dabei - ohne Bezeichnung. Dass es sich um Kroki handelte, vermutete ich aufgrund der Zwiebel, aber diese wunderbare Farbe hatte ich nicht erwartet. Ich hoffe, dass sie sich ebenso gut verbreiten wie die anderen.




Im Schatten gedeihen große Gruppen von Leberblümchen. Weil es ihnen dort gefällt, werden sie jedes Jahr dichter. Wenn sie verblüht sind, bildet sich ein dichter grüner Teppich von hübschen dreigeteilten Blättern, der das Unkraut wunderbar unterdrückt.




Die erste winzige Narzisse blüht bereits im sonnigen Rosenbeet. Sie ist nur rund 5 cm hoch, die Blüte ist wirklich ganz klein, aber es sieht zauberhaft aus.




Apropos Rosen: die uralte Kletterrose treibt schon eifrig aus. Diese Rose hat eine besondere Geschichte. Im ehemaligen Garten meiner Großmutter blüht ein uralter, riesiger Kletterrosenstock. Es handelt sich um eine rosafarbenen, gefüllte, einmalblühende Rose, deren Namen niemand mehr kennt.
Vor zwei Jahren nahm ich ein paar Stecklinge mit und pflanzte sie bei mir in den Garten. Viel Hoffnung auf Erfolg hatte ich nicht. Die alte Rose jedoch - eine äußerst robuste Sorte, gedeiht sie doch im Mittelgebirge in ziemlich rauhem Klima - wurzelte an und wird heuer vielleicht das erste Mal blühen.




Im Gemüsegarten herrscht noch Winter. Die Beete wurden schon mit Kompost vorbereitet und die Schnüre zur Beetbegrenzung neu gespannt. Derzeit überquert uns eine Kaltfront, aber ab Mitte nächster Woche soll es wärmer werden. Dann werde ich mit der Aussaat beginnen.




Dies beiden Pflänzchen Feldsalat haben den Winter überlebt. Als einzige. Lustig.




Wie jedes Jahr steckte ich im Oktober und November viele Steckzwiebelchen in die Erde. Die ersten kommen schon heraus! Im Mai habe ich dann, kurz bevor die frostempfindlichen Gemüsesorten in die Erde kommen, eine tolle Zwiebelernte.




Schnittlauch wollte in meinem Garten einfach nicht so richtig gedeihen. Da erinnerte ich mich an eine Gartenweisheit meiner Großmutter: " Der Schnittlauch will übers Land schauen."
Gesagt getan. Ich pflanzte den Schnittlauch in einen großen Tontopf und stellte ihn auf einen etwa 1 m hohen alten Baumstumpf, der von Efeu umrankt wird. Seither wächst er großartig und "hat den ganzen Garten im Blick". Nur auf das Gießen darf ich nicht vergessen.




Die ersten Spitzen treiben schon aus!

Auch wenn wieder einmal ein Sturmtief über Europa braust - der Frühling kommt bestimmt.

Mit liebem Gruß

Marie


 
Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil.