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Mittwoch, 2. November 2016

Zu Allerheiligen auf den Friedhof - oder: ein Gesteck für viele Gelegenheiten

Zu Allerheiligen, also eigentlich zu Allerseelen, geht man in Österreich auf den Friedhof. Mindestens. Man zündet eine Kerze an und schmückt das Grab mit einem netten Gesteck, einem Kranz, einem Blumenstrauß. Nie sind Friedhöfe schöner als zu Allerheiligen in der Dämmerung - soferne man da noch hineinkann. Verwischte Konturen, Stille und tausende rote Lichter. Huch, ich bin morbide!




Die Grabgestecke werden in unterschiedlicher Ausführung von allen rundumliegenden Geschäften angeboten, je nach Ausführung hat das durchaus seinen Preis. Unter 15 Euro bekommt man gar nichts, die wirklich netten fangen weit darüber an.




Aber wozu in die Ferne (oder ins Geschäft) schweifen, wenn unser Garten alles liefert, was man für eine Grabdeko brauchen kann. Zweige von Nadelgehölzen, Frucht- und Samenstände in allen Farben, immergrüne Laubgehölze.


 

Eine scharfe Schere, ein wenig grüner Blumendraht und eine halbe Stunde Zeit - fertig ist das Gebinde. Nur die Kerze muss zugekauft  werden.




Die Basis bilden Fichtenzweige, dazwischen stecken Zweige von Eibe und Tamariske. Die grünen festen Blätter liefert die Mahonie. Rote Hagebutten und weiße Schneebeeren, Blütenstände vom Efeu und schon ganz trockene Blüten der Fetten Henne. Fertig.




Diese Art von Gestecken kann man für tausend verschiedene Zwecke verwenden, nicht nur als Grabgesteck. Man kann Blumentöpfe damit bestücken, um sie für den Winter zu schmücken, Tischschmuck für den Gartentisch herstellen, die Blumenkisterln damit auffüllen und vieles mehr. Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Also raus in die Natur oder in den Garten mit einer scharfen Schere und ein wenig Ideen.
Hier findest du Ideen für Blumentöpfe, hier für Blumenkisterln vor dem Fenster. Und hier gibt es noch viele weitere Ideen für den Herbst.




Machen wir uns den Herbst bunt und gemütlich!

Mit liebem Gruß

Marie


Natürlich nehme ich wieder an Linkpartys teil. Schau doch auch vorbei, es lohnt sich immer!

Freitag, 14. November 2014

Advent - und Weihnachtsspecial: eine wunderbare Zeit mit und für Kinder - Basteln wir doch etwas Schönes!

Seit mehr als einem Jahrzehnt wird unser Leben zu einem großen Teil von unseren Kindern bestimmt. Jugend, Studentenleben und die Zeit als junge berufstätige Erwachsene liegen weit hinter uns. Einerseits erscheint mir diese Zeit sehr lang. Auf der anderen Seite ist es kaum einen Augenblick her, seit ich meinen ersten positiven Schwangerschaftstest in Händen hielt...

Über all die Jahre haben wir immer versucht, unsere Kinder in alles einzubinden, in die Tätigkeiten im Haushalt, in unsere Freizeit, in Kultur und Kunst, in Sport und Spiel.




Basteln und Kochen war von Anfang an für uns wichtig. Erstens machen wir es sehr gerne. Und zweitens wird dadurch Kreativität und Motorik vor allem bei kleinen Kindern wunderbar und spielerisch gefördert. Im Advent veranstalten wir regelmäßig einen Bastel- und einen Keksbacknachmittag. Jedes Kind darf dazu einen Freund oder eine Freundin einladen, mit vier Kindern bleibt es auch für mich überschaubar.

Hier kommt ein unsortierter Überblick über mehr als 10 Jahre Advent und Weihnachten mit Kindern. Entschuldigt die teilweise schlechte Fotoqualität. Alle Fotos sind mittem im Geschehen schnell fotografiert worden, denn meine helfenden Hände waren permanent gefragt, so blieb nicht viel Zeit fürs Fotografieren.

Alle Ideen habe ich mit meinen Kindern und ihren Freunden tatsächlich realisiert. Soweit es ging, durften die Kinder ihre eigenen Ideen einbringen und ich war jedes Mal wieder erstaunt über ihre Kreativität und ihr Geschick.

Hier ein kleiner Überblick aus 10 Jahren Werkeln mit Kinder. Vielleicht ist die eine oder andere Idee dabei, die du gerne nachmachen möchtest.


Kerzen aus Kerzenwachsgranulat


Mit einem Löffel kann schon ein Zweijähriger das Wachs problemlos einfüllen.

Diese Idee habe ich bereits mit meinem damals Zweieinhalbjährigen erfolgreich verwirklicht. Wachsgranulat gibt es in allen Farben, dazu braucht man noch ein hitzebeständiges Glas und Dochte. Dochte am Boden fixieren, Wachsgranulat nach Belieben einfüllen und danach kurz im Backofen festigen.



Window Colors

Bei den Konturen hilft die Mama, ansonsten geht es schon ganz alleine.

Der Klassiker. Ab rund 4 Jahren möglich, die Kinder sollten schon Kraft und Koordination in den Händen haben, da die Farbtuben teilweise etwas unhandlich sind. Ich habe dazu die Motive aus einfachen Weihnachtsmalbüchern mit Konturenstift auf Klarsichtfolien übertragen und gut trocknen lassen. Die Kinder haben diese dann ausgemalt. Ab rund 6 bis 7 Jahren können sie auch eigene Motive vorzeichnen. Wichtig: die Konturen gut trocknen lassen, am besten also in zwei Etappen arbeiten.
Wichtig ist, dass die Motive nicht zu kleinteilig sind. Je kleiner die Kinder desto großzügiger das Motiv.


Gestecke mit Kerzen und Goldfarbe

Das Foto ist schrecklich, aber die Kinder waren sehr kreativ. Man beachte die Baby-Trinkflasche...
 
Diese Idee wurde von zwei Vierjährigen und einem Zweijährigen umgesetzt. Zweige und Gräser in einen Steckschwamm stecken und danch mit Goldfarbe besprühen. Sieht toll aus, macht aber ziemlich viel Mist. Wichtig bei allen Basteleien: Tisch und Boden gut abdecken oder dort arbeiten, wo man nachher leicht putzen kann.


Adventkalenderdorf

Der Kreativität ist kaum ein Grenze gesetzt, jedes Kind baut sein eigenes Dorf.


Für diese Idee müssen die Kinder schon größer sein, ab der Volksschule ist es gut möglich. Die Häuser habe ich vorgezeichnet und aus stabilem Karton ausgeschnitten. Die Kinder durften sie bemalen (vor dem Zusammenkleben!) und dann eine Stadt auf einer großen Unterlage gestalten. Die Dächer der Häuser waren öffenbar, darin versteckten sich die Süßigkeiten.
Mit etwas Schneespray komplettieren, fertig!


Adventhaus

Das Adventhaus.

Dieses Projekt hat mein Neunjähriger ganz alleine verwirklicht. Dazu gibt es einen ganzen Post. Toll!

Kinder sind kreativ und freuen sich über ihre selbstgeschaffenen Werke. Es ist wichtig, dass wir uns vor allem im Advent viel Zeit für Projekte dieser Art nehmen. Wenn ich mir die Fotos anschaue, die teilweise bereits 10 Jahre alt sind, bin ich froh, dass ich all diese Dinge mit meinen Kindern - und teilweise mit ihren Freunden - gemacht habe, auch wenn es anstrengend und arbeitsintensiv war. Nach einem Bastelnachmittag mit vier Kindern ist man total erledigt, abgesehen davon, dass sich  auch das Putzen danach nicht von selbst macht. Aber es ist es wert, jede Minute davon, nehmen wir uns die Zeit!

Hier findest du noch weitere Ideen zum Basteln und Backen mit Kindern.

Mit liebem Gruß

Marie
Natürlich bin ich wieder bei Linkpartys dabei. 

Donnerstag, 12. September 2013

Herbstliche Tischdekoration

Ich liebe es, mit einfachen Mitteln schöne Tischgestecke zu zaubern. Dazu nehme ich, was gerade im Garten, am Balkon oder in meiner unmittelbaren Umgebung an "Grünzeug" zu finden ist.

Mit einem Steckschwamm und einem einfachen Gefäß, zum Beispiel einem Blumen-Übertopf, kann ich wunderschöne und kostengünstige Gestecke herstellen.


Die Gestecke sind allerdings nicht sehr langlebig, je nach Blumen und Blättern halten sie etwa zwei bis drei Tage, wenn man täglich Wasser nachfüllt.

Material:
Ein Blumentopf oder ein dichtes Gefäß, eine Schale, was auch immer verfügbar ist
Ein Steckschwamm für Frischblumen. Ein großer Block kostet rund 3 Euro und reicht je nach Topfgröße für 4 bis 5 Gestecke
Blätter, Blüten, Zweige nach Saison

Für die herbstlichen Gestecke habe ich folgende Blumen und Blätter verwendet

Rotes Weinlaub
Veitschi
Lavendel
Buchsbaum
Hagebutten und Rosenlaub
eine verspätete Weiße Rose (Schneewittchen)
ein paar lila Chrysanthemenblüten
gelbe Blüten von Ruccola

 Zuerst schneide ich den Steckschwamm auf die richtige Topfgröße zu. Der Schwamm muss sehr fest im Topf sitzen, damit später nichts herausfällt.

Danach stecke ich zuerst die Hautpblüten locker verteilt in den Schwamm, in diesem fall Rose, Hagebutten und Chrysanthemen. Mit den Blättern und Zweigen wird der Schwamm dann dicht aufgefüllt. Zum Schluss habe ich ein paar Veitschiranken um den Topf gewunden. Fertig.

Wichtig: Gestecke dieser Art müssen üppig sein, also lieber mehr hineinstecken, als zu wenig. Und alle Pflanzen sollen annähernd gleich hoch sein.

Leider habe ich diesmal keine Schritt-für-Schritt Fotos gemacht. Beim nächsten Mal werde ich das aber nicht vergessen.

 Viel Spaß beim Nachmachen und einen wunderschönen Herbst.

Marie