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Schulanfang - Organisation für Kids

Vor drei Tagen hat bei uns die Schule begonnen, beide Kids sind mehr oder minder begeistert wieder in den Alltag geschlüpft. Ferien sind schon wunderbar, manchmal für Mamas allerdings etwas lang, aber da brauche ich ja niemandem etwas zu erzählen.




Meine Kinder sind keine Volksschulkinder mehr, somit fallen etliche notwendige Arbeits- und Organisationsschritte weg. Ich überwache Hausaufgaben und Schularbeitsvorbereitungen nur mehr nach Bedarf und nicht regelmäßig. Ich packe keine Schultaschen mehr, jeder ist für seine Sachen selbst verantwortlich. Ich führe zwar noch Kalender über Aktivitäten und Prüfungen, aber in zunehmendem Maß muss vor allem mein Großer - der bereits ins 5. Gymnasium geht, Oberstufe, Kinder wo bleibt die Zeit - seine Termine, Arbeiten, Aufgaben und Pflichten selbst organisieren.

Es ist von meiner Seite aus jetzt also weniger die tatsächliche Aktion notwendig, sondern viel mehr die Anleitung zur Selbstorganisation. Eine neue Herausforderung.

Um das Schuljahr optimal vorzubereiten, haben wir uns in der letzten Woche die Zeit genommen, um beide Kinderzimmer total, völlig und komplett zu sortieren, zu entrümpeln und zu reinigen und ein wenig umzustellen. Dazu berichte ich aber in einem späteren Post. Quasi ein totaler Neuanfang.

Weiters überlegten wir gemeinsam, welche Tools hilfreich für die Schule wären. Ein übersichtlicher Prüfungs- und Terminplan für das ganz Jahr war ein Wunsch beider Buben. Außerdem wollten beide die Wand über bzw. neben dem Schreibtisch neu organisieren und gestalten. Ja, die Möbel wurden natürlich auch wieder ein wenig umgestellt, das haben die beiden genauso im Blut oder in den Genen. Kein Wunder bei der Mama.

Somit war ich gefordert, als erstes gestaltete ich zwei übersichtliche Prüfungspläne, die farblich zum Zimmer passen, gut aussehen und auch optisch nicht ganz so schulmäßig sind. Mit den Fotos unserer drei Haustiere punkte ich noch immer, auch beim coolen Oberstufenschüler.




Den Prüfungsplan gestaltete ich im Format A3 in einem Publishing - Programm, aber mit etwas Übung gelingt so etwas auch in einer übersichtlichen Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation. Nicht jeder hat einen Publisher zu Hause. Allerdings druckte ich nicht selbst, sondern ließ das pdf bei einem Fotoanbieter auf Fotopapier ausarbeiten. Es sieht wirklich gut aus, mit einem Fineliner kann man Termine eintragen und  mittels Tip-Ex Änderungen machen.




Feiertage und Wochenenden bekamen eine Farbe, Ferientage und schulfreie Tage eine andere. Natürlich wurden die beiden Kalender an die Zimmergestaltung angepasst.




Kosten: rund 10 Euro pro Druck (als 45x30 Posterdruck). Nicht ganz billig, aber eigentlich ist es ja ein Wandschmuck fürs ganze Jahr, ich wollte keine billigen dünnen selbstgedruckten Papierfetzen an der Wand haben.

Aufgeklebt wurde das Poster mit wiederablösbaren Strips, die es auch von etlichen Herstellern gibt, ich verwendete tesa Powerstrips.




Der Rest der Wand ist in Fertigstellung. Pinnwand, Stifteablage und Uhr sind schon da, auch die Halterung für das kleine Regal für Tablett und Handy ist schon zu erkennen. Das Regal ist noch in der Fertiglackierungsphase. Zwischen Regal und Uhr kommt noch ein großer Stundenplan, da sich dieser aber noch täglich ändert, wird das erst nächste Woche soweit sein.

Mit dieser Wand hat mein Sohn alle Infos und Hilfsmittel optisch ansprechend aber trotzdem praktisch vor Augen. Stundenplan, Uhr, Pinnwand für Infos oder Erinnerungen, Stifte, Ablage, Prüfungsplan - alles gut organisiert und der Schreibtisch bleibt frei für Bücher, Hefte oder Laptop.




Die Wand im zweiten Kinderzimmer ist noch nicht ganz so weit, da hier größere Umstellungsaktionen stattfanden, muss sie erst noch gestrichen werden. Danach wird sie ähnlich gestaltet, allerdings mit Magnetboard und zwei größeren Ablagen. Fortsetzung folgt.

Ich hoffe, dass meine Kinder mit diesen Hilfsmitteln einerseits ihre Schulsachen und Aufgaben leichter und besser erledigen können. Andererseits versuche ich sie auch dahingehend zu erziehen, dass gute Organisation das Leben erleichtert und weder langweilig noch beengend sein muss, im Gegenteil.

Weiter Posts, um das Schulleben und die Organisation mit Kindern zu erleichtern gibt es hier und hier und hier und hier und hier.


Alle Produkte und Kosten im Überblick:

Uhr - Ikea Rusch Wanduhr - 1,99 Euro. Da der Rahmen aber semitransparent ist und somit die grüne Wand unschön durchscheinen würde, habe ich ihn innen (hinten) weiß lackiert. Einfach aber funktionell.

Pinnwand - Ikea Väggis Pinnwand - 4,99 Euro. Weiß lackiert, im Original ist sie korkfarben mit weißem Rand, was einfach scheußlich aussieht und hier auch überhaupt nicht hineinpasst. Ganz in weiß ist sie allerdings zauberhaft und die transparenten Pins gefallen mir auch.

Prüfungsplan selbst gestaltet, als pdf mit höchster Auflösung gespeichert und bei PosterXXL als Posterdruck Format 45 x 30 gedruckt. Die Qualität ist ok, die Farben sind leider vor allem beim grünen Poster deutlich anders als am Bildschirm. Kosten 9,99 Euro + fast 10 Euro Versand, aber ich habe mehrere Dinge bestellt, somit teilen sich die Versandkosten auf. Ein einzelnes Poster zu bestellen ist auf jeden Fall zu teuer, hier sollte man unbedingt auf Aktionen warten und mehrere Dinge gleichzeitig bestellen.
Lästig ist allerdings bei diesem Anbieter, dass gleichzeitig bestellte Dinge nicht gleichzeitig geliefert werden und, da die Lieferung mit DPD kommt, auch der Lieferzeitpunkt Glücksache ist. Man muss also entweder mehrmals zu Hause sein oder das Paket irgendwo im Niemandsland abholen. Ich bin kein Fan von Online - Bestellungen, genau aus diesem Grund, Liefertermin und Zustellung sind reines Roulettespiel und wenn man nicht zu Hause sein kann und der Nachbar auch nicht da ist, landen die Dinge buchstäblich irgendwo im Nirgendwo. Hier würde ich mir wirklich ein besseres Kundenservice wünschen. Beim Lieferschein war ein Gutschein für die nächste Bestellung mit aufgedruckt, sehr nett, bloß das Ablaufdatum liegt VOR meinem Bestelldatum, somit ist der Gutschein schon lange ungültig, ich fühle mich ein wenig auf den Arm genommen. Alles in allem nicht ganz zufriedenstellend, das nächste Mal probiere ich einen anderen Anbieter aus, es gibt ja genügend mit teilweise sehr interessanten Konditionen für Neukunden.

Stifteboxen - Ikea Bygel Behälter in weiß, ca. 6 Euro. Nicht mehr erhältlich, leider, ich hatte sie noch von einem anderen Projekt, ebenso die passende Stange um rund 3 Euro.

Regal - noch in Gestaltung - Ikea Bekväm Gewürzregal - 2,99 Euro. Natur, wird weiß lackiert.


Einen guten Start in Herbst und Schulanfang! Wer hat noch Ideen, Projekte oder Tipps? Bitte gleich hier verlinken.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Linkparty #11 Von Tag zu Tag ist noch offen. Mach mit und zeig uns deine Projekte. Ich freue mich!

Die unsichtbare Magnetwand

Schon lange wollte ich Magnetfarbe ausprobieren, irgendwie ergab es sich aber nie. Vor einiger Zeit hüpfte dann aber doch eine Dose in meinen Einkaufswagen. Die Farbe ist relativ teuer, rund 21 Euro für 500 ml, obwohl sie im Angebot war. Bei dem Preis hoffte ich auf ein sehr gutes Ergebnis, in diversen Zeitschriften und Blogs sah ja immer alles ganz leicht aus.




Ich probierte die Farbe an drei Standorten aus: im Vorzimmer unmittelbar neben der Türe, im Wohnbereich an unserer Familienwand und in einem Kinderzimmer. Überall sollte die Magnetwand quasi unter der Wandfarbe verschwinden.




Das Auftragen der Farbe war recht einfach, nur das Aufrühren gestaltete sich zur Monsterarbeit. Rühren, rühren, rühren, die Farbe ist schwer und zäh, damit die Metallpartikel gut verteilt waren.

Nach zwei Anstrichen probierte ich die Magnete aus - Fehlanzeige. Keine Haftung. Also zwei weitere Anstriche aufgebracht, nun haften sehr starke Magnete recht gut.

Nachdem alles zwei Tage ordentlich durchtrocknen konnte, schliff ich die (doch etwas raue) Oberfläche leicht an und übermalte die Magnetfarbe mit normaler Wandfarbe.





Fazit: es sieht gut aus, man sieht allerdings einen leichten Ansatz, weil die Magnetfarbe doch recht dick gestrichen werden musste. Eventuell schleife ich diesen noch einmal nach, mal sehen. Schwächere Magneten halten gar nicht, starke schon, allerdings darf hier auch maximal ein Stück Papier dazwischen sein. Mit der Magnetkraft einer Magnettafel oder eines Kühlschranks ist der Lack nicht zu vergleichen, obwohl ich extra vier Anstriche aufbrachte.

Für die Magneten kaufte ich extra starke Bastelmagneten, teuer aber kräftig, und gestaltete sie mit Materialien, die zu Hause waren.




Im Zimmer meines Sohnes wurden Legosteine zweckentfremdet. Passend zum Farbschema in grün und grau, die Magnetwand ist unsichtbar und nur er weiß, wo etwas haftet. Hoffentlich finden die diversen losen Zettel jetzt hier eine Heimat.




Im Wohnbereich kamen uralte blaue Glassteine zur Anwendung, die noch in irgendeinem Kasten schlummerten. Irgendwann waren sie die Dekoration eines Wassergartens für den Tisch.







Die graue Farbe ist nicht die Magnetfarbe, sondern normale Wandfarbe, die darüber gestrichen wurde. Um die vielen Zettel und Zettelchen, Infos und Termine zu organisieren, gibt es bei uns schon seit Jahren eine Wand, an der alles befestigt wird, solange es aktuell ist. Damit die vielen Einzelelemente einen Zusammenhalt haben, werden sie durch das graue Farbfeld begrenzt. Im Moment hängt gar nicht so viel dort wie sonst, dafür sind alle Infos aktuell.
Die Magnetfarbe selbst ist dunkelgrau, an den Spuren an der Farbdose kann man den Ton erkennen.




Die Magnete klebte ich in beiden Fällen mit Superkleber an die Glassteine bzw. Legosteine. Hält sehr gut.

Fazit: recht teuer, recht gutes Ergebnis, aber kein Projekt, das unbedingt sein müsste. Manchmal hat man Ideen und die Umsetzung erweist sich als wahres Geniestück. Einfach, kostengünstig und mit Superergebnis. Diese Projekt zählt eher zu jenen, die zwar Spaß machen und im Endeffekt auch nett aussehen, aber maximal das Prädikat "ganz in Ordnung" verdienen. Hauptgrund für die mittelprächtige Bewertung ist, dass die Magneten nicht wirklich so stark haften, wie es wünschenswert wäre. Schade.

Projektkosten
Bastelmagneten (klein) - 6 Euro für 12 Stück
Magnetfarbe 500 ml - 21 Euro (Die Farbe reicht bei vier Anstrichen - die notwendig sind, sonst hält gar nichts! - für rund 1 m2 Magnetwand)
Glassteine und Legosteine - vorhanden
Superkleber - 5 Euro

Bei uns braust der Winter über das Land. Letzten Jänner war mein Garten schon in den Startlöchern, heuer schläft noch alles unter einer Schneedecke. Perfektes Wetter für Indoor - Projekte.

Morgen startet wieder die neue Linkparty "Von Tag zu Tag" #8, ab sofort mit Bildern. Ich freue mich auf alle, die mitmachen wollen.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.





Großputz im Kinderzimmer

Mein "Großer" ist mit der Schule auf Skikurs gefahren, wie ich ihn beneide. Eine Woche lang Sonne, Schnee und Spaß! Wunderbar. In der derzeitigen Grippezeit eine tolle Sache, immerhin sind teilweise schon Schulkassen halb entvölkert, weil alle das Bett hüten müssen.

Wenn meine Kinder einmal ein paar Tage nicht da sind, nütze ich die Zeit gerne für einen richtigen Großputz und für intensives Aufräumen und Entrümpeln in ihren Zimmern.

Eigentlich müssen meine Kinder ihre Zimmer selbst in Ordnung halten, aber das klappt meist nur eingeschränkt.Wie in allen Familien. So ein Generalputz tut dem Zimmer also manchmal richtig gut.

Zunächst einmal wird entrümpelt, auch das geht wesentlich besser, wenn die Kinder nicht da sind. Denn einige "Kostbarkeiten", an die sie sich nicht einmal mehr erinnern können, wandern schnell in den Müll und werden auch nie mehr vermisst. Aber wehe, wenn ich gemeinsam mit ihnen entrümple, dann wächst der Wert des Krams plötzlich ins Unermessliche. Kenne ich - geht mir genauso! Also, aus dem Augen, aus dem Sinn.

Generell bin ich dafür, mit den Kindern aufzuräumen und auszusortieren. Erstens: damit sie es lernen. Zweitens: weil sie selbst entscheiden sollen, was in ihren Zimmern bleiben soll. Aber, siehe oben, manchmal sind Alleingänge ganz praktisch und zielführend.

In der letzten und vorletzten Woche habe ich sehr viel reinen Müll (der sich unter vielen hübschen Namen wie Zeitschriften, Dekoartikel, etc. versteckt hatte) aus dem Haus geschafft. Also ist diesbezüglich nicht so viel zu tun.

Außerdem gibt mir die Abwesenheit meines Sohnes die Gelegenheit, ein paar Dekorationen und Organisationssysteme zu überdenken und neu zu gestalten. Beispielsweise die Schreibtischschubladen und die Ablage für die Schulsachen. Beides ist derzeit nicht optimal gelöst, die vorhandenen System funktionieren nicht so richtig. Also werde ich mir etwas Anderes überlegen, mal sehen und in Blogs stöbern, hier finde ich oft Ideen und Anregungen.

Das Wetter ist zwar nicht berauschend, kalt und nebelig, aber immerhin regnet es nicht. Und es weht ein leichter Wind. Ideal, um das gesamte Bett zu waschen, also auch Decke, Polster, Unterbett, Zierkissen, Stofftiere und Tagesdecke. So in etwa alle 3 bis 4 Monate kommen diese Dinge bei mir in die Waschmaschine, meist zu Saisonwechsel. Es ist angenehm, dafür ein paar Tage Zeit zu haben und nicht alles an einem Tag waschen und trocknen zu müssen, weil das Bett am Abend wieder gebraucht wird.
Auch die Vorhänge wandern in die Waschmaschine.

Weil ich schon dabei bin, sortiere ich gleich den Kleiderkasten aus und räume ihn gründlich auf. Vieles passt noch, mein Sohn ist in diesem Winter nicht sehr viel gewachsen, aber einige Dinge sind doch zu klein und wandern in den Schrank des kleinen Bruders. Ein paar Dinge müssen ersetzt werden, ein paar Dinge ergänzt, aber eigentlich ist der Schrank recht gut gefüllt. Nur ein paar Sweater sortiere ich aus, weil mein Sohn sie wirklich nicht ein einziges Mal getragen hat.

Ein paar Schadstellen an der Wand sind ebenfalls schnell ausgebessert und können gut trocknen, bevor mein Sohn wieder nach Hause kommt.

Und: wieder einmal entdecke ich neue Lebensformen! Eine Jausenbox mit etwas, bei dem ich definitiv nicht mehr erkennen kann, um was es sich einmal gehandelt hat. Dafür schillert es in allen Farben und hat einen seidigen Pelz. Gottseidank schließen diese Boxen sehr dicht, denn der Gestank beim Öffnen ist unbeschreiblich. Damit wandert leider auch die Box mit in den Müll, denn ich glaube nicht, dass man sie noch reinigen könnte.
Warum um alles in der Welt müssen Kinder ihre Jausenboxen irgendwo im Zimmer abstellen, anstatt sie in die Küche zu bringen??? Gottseidank bin ich damit nicht alleine.

Jetzt noch Saugen, Abstauben, Fenster putzen, Aufwaschen - und das Zimmer strahlt und duftet wunderbar.

Mit liebem Gruß

Marie

Nicht vergessen: am 22. startet die nächste Linkparty "Von Tag zu Tag". Verlinkt werden darf alles, was unser Leben und unseren Alltag lustiger, bunter, organisierter, leichter und lebenswerter macht. Hier gibt es einen Überblick über Linkparty #1 Von Tag zu Tag. Ich freue mich auf viele tolle Projekte und kreative Ideen.





Schränke - eine Lösung für kleine Räume

In unseren Wohnungen werden die Kinderzimmer und Schlafzimmer immer kleiner. Um auf 80 m2 eine Vier-Zimmer-Wohnung unterzubringen (die sich besser verkaufen / vermieten) lässt als eine Drei - Zimmer - Wohnung, schrumpfen die Räume oft zu Miniaturgröße. Oft ist es schwierig, in den winzigen Zimmern Bett, Schreibtisch, Regale und Kleiderkasten unterzubringen, selbst wenn nur ein Kind darin wohnt. Vor allem dann, wenn Fenster, Türen und Balkontüren ungünstig platziert sind.


Kasten in der Nische.


Die heute vorgestellte Lösung für kleine Räume ist eine sehr aufwändige, aber eine, die das Platzangebot und das Raumgefühl komplett ändert. Allerdings müssen kleine Umbauarbeiten statisch möglich und erlaubt sein. Die Idee ist aber auch eine Anregung für diejenigen, die ein Haus planen und mit einem begrenzten Budget (= begrenztes Raumangebot) auskommen müssen.

In den USA und England sind eingebaute Wandschränke gang und gäbe. Bei allen Nachteilen haben sie vor allem einen großen Vorteil: der meist 60 cm tiefe Kasten steht nicht mitten im Zimmer.

Meine Lösung, auf europäische Verhältnisse abgestimmt, lautet: verschränkte Wände.

In zwei nebeneinanderliegenden Zimmern werden die Wände um ca. 65 cm versetzt angeordnet, sodass zwei Nischen entstehen, in die ein handelsüblicher Kleiderkasten hineinpasst. Natürlich sind auch Einbauschranklösungen für diese Nischen eine tolle Sache.Prinzipiell würde ich die Nischen aber von den Abmessungen so wählen, dass ein normaler Kleiderschrank darin Platz findet, also beispielsweise 60 bis 65 cm tief und 155 cm breit (dann geht sich ein 150 cm breiter Kasten mit Sesselleisten bequem aus).




Vorteil: es entsteht im Zimmer eine gerade Wandflucht, der Kasten findet bequem Platz und die Gesamtgröße des Zimmers ändert sich nicht, trotzdem bleibt ein annähernd rechteckiges oder quadratisches Raumgefühl. Es gibt ja nichts Schlimmeres, als eine Türe zu öffnen und auf die Seitenwand eines Schrankes zu "knallen".

Für alle, die ein Haus planen oder bei ihrer neuen Wohnung noch ein Mitspracherecht betreffend Raumaufteilung haben, ist das eine gute Idee.

Für alle, die diese Lösung in einer bestehenden Wohnung oder in einem Haus verwirklichen wolle: soferne keine tragenden Wände betroffen sind, ist es durchaus möglich, diese einfach zu ändern. Im Prinzip muss eine Trennwand neu aufgestellt werden und der Bodenbelag ist zu erneuern, eventuell müssen Leitungen verlegt werden.

Der handelsübliche Schrank sitzt in einer Nische von 155 x 60 cm.


In manchen Gemeinden braucht man dafür eine Baubewilligung, in manchen Orten reicht eine Bauanzeige (also eine Meldung, dass man diese Arbeiten durchführt), oft geht es auch ohne. Unbedingt vorher beim Bauamt erkundigen! Die Arbeiten können im Zuge einer vielleicht schon länger geplanten Renovierung durchgeführt werden und sind für geschickte Heimwerker großteils leicht selbst möglich (außer Elektro- und Wasserleitungen!!!)
Der Abbruch und Neuaufbau einer nichttragenden Leichtbauwand ist in zwei bis drei Tagen erledigt und kostet nicht die Welt.

Bitte entschuldigt die schlechte Fotoqualität, manchmal müssen die "Baustellenfotos" schnell und unter suboptimalen Bedingungen geknipst werden. Aber ich denke, ihr könnt euch ein Bild von der Lösung machen.

Nachtrag: Eine ähnliche Lösung wurde auch von anderen Bloggern schon toll umgesetzt, wie ich den Kommentaren entnehmen durfte. Schaut zum Beispiel einmal bei Probieren geht über Studieren vorbei.
http://kreativsein.blogspot.co.at/2015/01/endlich.html

Nachtrag 2: Wenn jemand eine meiner Ideen aufgreift oder dazu auch einen ähnlichen Post hat - her mit dem Link! Ich verlinke euch gerne! Das macht das Web und die Bloggerwelt bunter und informativer.

Es läuft noch meine Linkparty "Von Tag zu Tag". Schau vorbei, verlinke deine Projekte und nimm ein paar gute Ideen mit.


Linkparty

 
Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil. Danke an die Veranstalter!
Wer gerne auf meine Blogroll möchte, ist herzlich eingeladen.

Organisation by Chaos: die kleinen bunten Steinchen aka Lego


Legos - meine persönlichen kleinen Sargnägel.


Ordnung ist für mich ein Thema, mit dem ich eine gewisse Hassliebe verbinde. Einerseits habe ich gerne eine aufgeräumte, organisierte, saubere und geordnete Umgebung. Andererseits bin ich NICHT die geborene Ordnungsfee. Meine Eltern bezeichneten mich als Kind immer als "anfallsartig ordentlich". Das bedeutete dass ich dem Chaos durchaus eine Weile zusehen konnte, dann packte es mich plötzlich und ich wirbelte wie ein Sturm durch meine Sachen, warf viel weg und organisierte alles neu. Danach kam wieder der Alltag...

Im Erwachsenenleben und durch meinen Beruf habe ich die Vorteile des organisierten und strukturierten Denkens sehr bald kennengelernt. Gute Planung, entsprechende Vorbereitung, ordentliche Hilfsmittel, genaue Dokumentation - Dinge, die wesentlich zum Gelingen eines Projektes beitragen.

Im Zusammenleben mit meinen Kindern musste ich aber schnell erkennen, dass viele Methoden einfach nicht funktionieren. Kinder sind anders. Punkt! Vieles kann man mit guter Planung und Organisation vereinfachen und verbessern, manches widersetzt sich aber allen diesen Versuchen.

So ein Fall sind bei uns die kleinen bunten Steinchen, auch Lego genannt, ich bezeichne sie lieber als meine persönlichen Sargnägel.

Lego - Chaos in der Zimmerecke.

Keine Frage, Lego ist ein sensationelles Spielzeug und meine Kinder sind davon begeistert. Aus dem einfachen Legospielen der früheren Kindheit hat sich eine passionierte Lego-Konstruktionsmeisterschaft innerhalb des Freundeskreises entwickelt. Meine Kinder und ihre Freunde beschaffen sich beispielsweise Fotos von Flugzeugen, Autos oder Schiffen (echten versteht sich) und bauen diese so detailgetreu wie möglich aus Lego nach. Die Bauanleitungen und Fotos teilen sie dann mit ihren Freunden auf diversen Plattformen. (Ziehe ich da vielleicht zukünftige Maschinenbauer oder Flugzeugkonstrukteure groß???)

Obwohl ich diesem Hobby eigentlich sehr positiv gegenüberstehe, nerven mich die Auswüchse. Legos überall!

In meinem Bekanntenkreis gibt es drei Typen von Lego-Spielern:
  • Typ 1 baut die Bausätze einmal zusammen, dann stehen sie im Regal, er spielt hin und wieder damit, und Mama darf abstauben. Seltener Typ!
  • Typ 2 baut die Bausätze zusammen, spielt eine Weile damit, dann zerlegt er wieder alles und verstaut die Einzelteile in den dazugehörigen Schachteln. Sehr seltener Typ!
  • Typ 3 baut die Bausätze zusammen, dann stehen sie eine Weile herum, werden wieder zerlegt und die Einzelteile wandern in das Lego-Chaos und werden zu neuen Modellen zusammengefügt. Häufigster Typ! Und bei mir zu Hause.
Ich habe bereits alles versucht. Sortierboxen, Anleitungsmappen, Kisten mit Anleitungen, Steine nach Farben sortieren (Reste davon sind auf dem Foto noch zu sehen), Steine nach Typ sortieren ("normale" Steine und Sondersteine), Steine in den Originalschachteln aufheben, Schubladensysteme für die Steine - wirklich alles. Und nichts war erfolgreich! Mein Mann und ich haben Abende lang Lego sortiert - zwecklos. Lego ist und bleibt ein Chaos. Die Steine liegen überall herum, Sortierboxen bleiben maximal eine Woche in Verwendung, Anleitungen sind eigentlich sinnlos und das Zimmer immer unaufgeräumt.

Nun, manche Dinge widersetzen sich dem Aufräumen und Organisieren, also muss man sie einfach im Chaos belassen und dieses Chaos räumlich begrenzen. Ich habe einige solche Beispiele im Freundeskreis gesammelt und werde in den nächsten Wochen ein paar davon vorstellen. Organisation bei Chaos eben.


Box auf - Legosteine hinein - Box zu.

Meine Lösung für Legos ist nun folgende: ein paar Kisten (oder eine große Kiste) - und darin werden alle Steine aufbewahrt. Dann heißt es nur mehr: Box auf - Lego rein - Deckel drauf. Wenn meine Kinder bauen, suchen sie sich die Steine sowieso zusammen. Alle Anleitungen habe ich weggeworfen. Sollten meine Kinder tatsächlich die Anleitung zu einem bestimmen Bausatz suchen, kann man diese leicht im Internet finden. Aber das ist bisher noch nicht vorgekommen.


Ein Stapel mit Kisten im Regal - fertig. Steine kommen dort hinein, wo noch Platz ist.

Wegräumen muss man die Steine zwar immer noch, denn beim Bauen kommt es durchaus vor, dass der gesamte freie Zimmerboden mit Legos bedeckt wird. Aber es geht schneller und ist einfacher - daher machen es auch die Kinder. Seltsamerweise stört es sie viel weniger, wenn sie lange nach einem bestimmten Teil suchen müssen, als die Dinge sortiert wegzuräumen, um sie im Bedarfsfall gleich bei der Hand zu haben.

Beim Kleiderkasten, den Schulsachen und vielen anderen Dingen bestehe ich auf Ordnung und System. Eine T-Shirtlade kann man nicht by Chaos organisieren, es sei denn, man möchte täglich so aussehen, als ob manschon tagelang in der Kleidung geschlafen hätte. Ich möchte das definitiv nicht, obwohl meine Kinder das zumindest phasenweise cool fänden!

Bei manchen Dingen vereinfacht es das tägliche Leben aber, wenn man das Chaos akzeptiert und nur den Raum dafür beschränkt. Oft ist es ja auch zeitlich begrenzt, denn in ein paar Jahren wird Lego bei uns vermutlich kein Thema mehr sein...

Projektdetails:
Die Aufbewahrungskisten sind von Ikea (Samla) und kosten 1,99 € bzw. 2,99 € pro Stück.

Auf ein fröhliches Chaos!

Mit liebem Gruß
Marie

Natürlich nehme ich wieder an Linkpartys teil. Komm mit, schau dir an, was andere Blogger gestalten und hol dir neue Ideen für deine Projekte.