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Donnerstag, 18. Juni 2015

Es ist nicht ok! This is not OK!

Mit diesem Post möchte ich mich der Aktion von Susanne anschließen. Susanne betreibt den Blog mamimade und schreibt gegen die Ausbeutung von Textilarbeitern durch große Konzerne. Aber ihre tollen Artikel zu diesem Thema solltet ihr direkt bei ihr lesen.


This is not ok



Ich kann jetzt nur von mir sprechen: jedesmal, wenn ich Kleidung einkaufen gehe (oder gehen muss), habe ich ein wirklich schlechtes Gewissen. Denn es ist mir völlig klar, unter welchen Bedingungen die meisten Textilien hergestellt werden.

Ich bemühe mich, nachhaltig und ökologisch zu leben, im Bereich meiner Möglichkeiten, ohne ein Ökofuzzi zu sein. Bei der Nahrung ist es einfacher: ich baue selbst Gemüse an, kaufe wenn möglich lokal ein, bevorzuge regionale und saisonale Produkte, mag Bauernmärkte und den kleinen Bioladen um die Ecke.
Mit guter Planung und ein wenig Geschick kann man die täglichen Nahrungsmittel durchaus umweltschonend einkaufen, ohne das Budget zu sprengen. Vom Genuss und den gesundheitlichen Vorteilen, die frische und biologisch hergestellte Ware bringt, ganz zu schweigen.

Bei Kleidung sieht es leider anders aus. Hier habe ich bisher noch keinen wirklich guten Weg gefunden, um mein Gewissen zu beruhigen und gegen die Macht der Großkonzerne anzukämpfen.

Problematik:
  • Ich nähe nicht selbst. Ich kann es einfach nicht, es macht mir keinen Spaß, ich will es nicht lernen und meine Familie würde die Dinge, die ich produziere, sicher nicht anziehen.
  • Selbst wenn ich nähen könnte, bliebe immer noch die Frage, woher die Stoffe kommen, die ich verarbeite. Allerdings gibt es hier schon recht gute Firmen, die genau angeben, woher und unter welchen Umständen sie ihre Ware beziehen.
  • Der Markendruck. Ich bemühe mich, meine Kinder zu kritischen und selbstbewussten Konsumenten zu erziehen. Aber ich möchte auch nicht, dass sie aufgrund ihrer Kleidung zu Außenseitern werden.
  • Es gibt auch in meinem Umfeld durchaus Firmen, die ökologisch im Inland produzierte Kleidung anbieten. Hierbei gibt es zwei Schwierigkeiten. Erstens: die meisten Sachen gefallen weder mir noch meinen Kindern. Zweitens: die Preise sind schlicht und einfach unerschwinglich, außer einige wenige Stücke kann ich nicht für meine ganze Familie so einkaufen, das sprengt unser Budget. Es ist schon klar, dass nachhaltig produzierte Kleidung diesen Preis haben MUSS, aber nichtsdestotrotz KANN ich nicht 100 Euro für ein T-Shirt hinlegen, selbst wenn es das wirklich Wert ist. 
  • Nein, wir sind nicht arm, wir sind eine ganz normale mittelständische Familie, die mit ihrem Budget auskommen muss.

Aber nach einigem Nachdenken bin ich auf folgende Punkte gekommen, die zumindest für mich einen Lösungsansatz bieten:
  • Ich kaufe nur das, was wir wirklich brauchen - und zwar in guter und für mich maximal leistbarer Qualität. Auch teurere Marken produzieren unter denselben miserablen Arbeitsbedingungen, das ist klar, aber gute Produkte halten länger und ich muss seltener einkaufen gehen.
  • Gute Produkte sind für mich Kleidungsstücke aus qualitativ hochwertigen Stoffen, gut verarbeitet und halbwegs zeitlos. Diese findet man durchaus nicht nur in hochpreisigen Geschäften, man muss nur ein wenig schauen.
  • Wann immer es möglich ist, tausche ich, gebe ich Kleidung weiter oder borge Dinge aus. Beispielsweise ein Cocktailkleid, das ich nur für einen Abend brauche. Über mein Kinderkleidungstauschkarussell habe ich bereits vor längerer Zeit berichtet.
  • Gebrauchte Kleidung, die ich nicht mehr trage, spende ich an wohltätige Organisationen oder tausche im Freundeskreis.
  • Flohmärkte sind eine tolle Möglichkeit, um vor allem kostengünstige Kinderkleidung zu erwerben. Natürlich wurde diese Kleidung auch einmal unter miserablen Bedingungen hergestellt, aber immerhin wird sie lange getragen.
  • Wann immer es möglich und finanziell leistbar ist, kaufe ich Produkte heimischer Hersteller, die genau sagen können, woher ihre Artikel stammen und unter welchen Bedingungen sie verarbeitet wurden.
Ich kann die Welt nicht sofort total ändern, ich kann auch nicht von heute auf morgen nur mehr alles absolut nachhaltig einkaufen. Aber jedes T-Shirt, jede Jeans, die ich NICHT von ausbeuterischen Großkonzernen kaufe, ist ein Tropfen im großen Fass der Gewinne. Wenn wir alle solche Tropfen aus diesem Fass abziehen, dann fällt es hoffentlich irgendwann auf.

Ich kann nicht ALLES regional kaufen, aber ich kann versuchen, SOVIEL WIE MÖGLICH durch ökologisch und ethisch einwandfrei produzierte Artikel zu ersetzen.

Etliche Bloggerinnen haben sich dieser Aktion bereits angeschlossen, beispielweise Frau Pappelheim.

Machen wir mit! Entscheiden wir uns für ein nachhaltigeres Leben, jeden Tag, im Kleinen. Denn viele kleine ehtisch richtige und ökologisch durchdachte Kaufentscheidungen (oder nicht gekaufte Dinge!) tragen viel dazu bei, dass die Welt für alle ein kleines Stückchen lebenswerter wird. Abgesehen davon stärken wir dadurch die heimische Wirtschaft, was uns allen zugute kommt. Heimische Betriebe zahlen hier Steuern und schaffen Arbeitsplätze in unserer unmittelbaren Umgebung.

Mit nachdenklichen Grüßen
Marie 


Mittwoch, 22. Oktober 2014

Sockenparty

Zugegeben, der Titel klingt verlockend. Besonders lustig ist die Tätigkeit, die dahinter steckt, allerdings nicht. Sie lautet: Organisation der Sockenladen. Aber wenn ich es selbst als Sockenparty bezeichne, macht es mir doch ein ganz klein wenig mehr Freude.


Sockenparty. Kein Vergnügen, aber leider notwendig.

Die Sockenparty findet bei mir etwa alle 6 Monate statt. Als meine beiden Buben noch kleiner waren, konnte ich sie auch noch zur Mithilfe motivieren. Mittlerweile sind sie zwar so weit, dass sie ihre Kleiderschränke halbwegs selbst in Ordnung halten, dafür haben sie wenig Verständnis für meine wiederkehrenden  "Organisationsanfälle" (O-Ton). Mama, chill mal!

Gut, trotzdem kann ich nichts weniger leiden als kaputte Socken, löchrige Socken, einzelne Socken, keine passenden Socken, die sich trotz eines funktionierenden Wäschesystems immer wieder einschleichen. Quasi durch die Hintertüre.

Meine Sockenparty ist also weder lustig noch besonders geschmackvoll, aber sie dauert dafür auch nicht allzu lange. Danach ist wieder für mindestens sechs Monate Ordnung im Sockenland und jedes Familienmitglied findet auch morgens im Halbschlaf saubere und passende Socken.

Für meine Sockenparty brauche ich:

  • eine große freie Fläche, am besten den Fussboden im Schlafzimmer
  • einen Block und einen Bleistift
  • einen Müllsack
  • einen Sack für die Altkleidersammlung (seeeeehr klein)
  • gute Musik
  • Tuch und Putzmittel
  • ALLE Socken, also wirklich alle, außer dem einen Paar, das meine Männer gerade an den Füßen tragen

Zuerst hole ich mir alle Sockenladen aus den Schränken und stelle sie nebeneinander auf. Danach suche ich alle, wirklich alle Socken im ganzen Haus zusammen. Vor allem auch alle Einspänner und die Socken, die gerade in der Wäschetruhe oder in diversen Sporttaschen sind.

Die ungewaschenen Socken kommen auf einen Haufen (äähh!), die Einspänner ebenso.


Wo kommen sie bloß immer alle her, die Einspänner? Und wo zum Teufel ist der zweite???


Zuerst werden die Sockenladen durchsortiert. Normalerweise befinden sich in den Laden nur die sauberen Sockenpaare des jeweiligen Besitzers. Da derzeit aber drei Familienmitglieder eine sehr ähnliche Schuhgröße und damit ähnliche Socken haben, verirrt sich schon einmal ein falsches Paar in die Laden.

Maries Tipp!

Ich kaufe derzeit nur eine Sockengröße und ein Modell in dreifacher Ausführung. Damit ist es egal, in welcher Lade die Socken landen, Hauptsache jeder hat genug frische Paare. Das lästige Einsortieren entfällt damit.

Bei kleineren Kindern: kaufe niemals gleiche Socken in unterschiedlichen Größen für mehrere Kinder! Das Chaos ist damit vorprogrammiert. Einmal erlebt, danke, das brauche ich nicht mehr!

Ich kippe die Sockenlade aus und reinige sie. Danach gehe ich jedes einzelne Paar Socken durch. Alle Socken werden im Sockenknäuel aufbewahrt, auch wenn das angeblich nicht gut für sie ist. Aber so findet man immer ein passendes Paar. Die diversen Aufbewahrungsmethoden mit Rollen, Klammern oder einzelnen Sockenabteilungen finde ich immer amüsant und maximal für einen superorganisierten Erwachsenenhaushalt geeignet.


Ich bewahre Socken in Knäueln auf. Etwas Besseres fällt mir nicht ein.


Jedes Sockenknäuel wird aufgemacht, dann werden die Socken kontrolliert.
  • Passt das Paar zusammen? Manchmal passiert es mir, dass ich ähnliche Socken versehentlich gemeinsam wegräume (abendliches Wäschesortieren - gääähn) und mich über die vielen Einspänner wundere, die sich in der Box ansammeln -> Einspännerhaufen.
  • Sind die Socken sauber? Zu 99% sind sie das, wenn sie in der Sockenlade sind, aber es kommt schon vor, dass ein Kind einmal Socken wegräumt, denen ein Waschgang gut täte -> auf den  Schmutzwäschehaufen.
  • Sind die Socken in Ordnung? Ich stopfe Socken nur dann, wenn es sich lohnt. Socken, die schon mehrere Löcher oder dünne Stellen haben, werden aussortiert -> Nähkorb oder Müll.
  • Passen die Socken noch? Passen sie dem anderen Kind? Wenn nicht, dann entweder Müll oder Altkleidersammlung. Wobei die Socken zumindest bei meinen Kindern eher kaputt gehen als zu klein werden.
  • Werden die Socken überhaupt getragen? Mein Sohn hatte einmal einige Paar Sportsocken eines bekannten Markenherstellers, die er auf den Tod nicht ausstehen konnte. Sie hatten an den Zehen eine dicke Naht, die in jedem Sportschuh für Druckstellen sorgte. In diesem Fall -> Altkleidersammlung. Es ist natürlich selbstverständlich, dass der Altkleidersammlung nur absolut einwandfreie und saubere Kleidung zukommen darf. 

Wenn die Socken den Test bestehen, werden sie zusammengerollt und in die Sockenlade zurückgelegt.

Das klingt jetzt mühsam, dauert pro Sockenpaar aber maximal 20 Sekunden, mit einer normalen Sockenlade bin ich also in weniger als 10 bis 15 Minuten fertig.

Als nächstes ist der saubere Einspännerhaufen an der Reihe. Meist kann ich jetzt fast alle Paare zusammenfinden und zuordnen.

Als letztes der Schmutzwäschehaufen. Auch diese Socken werden kontrolliert und zu Paaren zusammengelegt. Danach wird mit dem verbliebenen Einspännerhaufen verglichen? Gibt es Paare, bei denen nur ein Socken gewaschen ist? Paare zusammensortieren und beide auf den Schmutzwäschehaufen, aber getrennt nach Besitzern. Das ist wichtig für den letzten Schritt.

Zum Schluss bleiben die echten Einspänner übrig. Warum es diese immer wieder gibt und wo um alle Welt das Gegenstück geblieben ist, habe ich bis heute nicht herausgefunden. Ein Mysterium! Die Einspänner wandern in den Müll.

Letzter Schritt: Bestandsaufnahme. Welches Familienmitglied hat wie viele Paare ordentliche Socken? Abzählen und notieren.

Danach kommen die Sockenladen wieder in die Kommoden, die Schmutzsocken in die Wäschetonne, die noch zu stopfenden Socken paarweise (!) in den Nähkorb (das sind meist sehr wenige) und der Müll in die Mülltonne.

Anhand meiner Liste kann ich dann entscheiden, ob und für wen ich Socken nachkaufen muss. Meine Buben haben etwa 25 Paar Alltagssocken, meist blau oder schwarz, einige Paare lustige bunte Socken für den Sommer und etwa 10 Paar Sportsocken. Damit kommen wir gut über die Runden und auch Urlaube oder etwas längere Waschzyklen sind kein Problem. Diese Zahl muss aber jeder für sich selbst festlegen, je nach Lebensstil, Kleidung und Gewohnheiten.

Das gesamte Sockenfest dauert maximal eine Stunde - und es lohnt sich. Wirklich. Auch wenn die Arbeit weder lustig noch besonders angenehm ist.

Zu Besuch bei Freunden zu sein und festzustellen, dass die Kinder Löcher in den Socken haben, finde ich allerdings wesentlich unangenehmer. Hier bin ich ein wenig spießig und "unentspannt", wie meine Kinder finden. Mir ist es trotzdem wichtig, dass wir alle immer saubere und ordentliche Kleidung tragen.

Trotz eines organisierten Waschzykluses, praktikabler Schränke und Ordnungssysteme sind solche geballten Organisationsdurchgänge bei mir leider immer wieder notwendig. Zu schnell ändern sich die Kleidergrößen meiner Kinder und in allen Bereichen gibt es diverse Grauzonen, die sich der alltäglichen Organisation beharrlich widersetzen.

Unsere Großmütter haben diese Aktionen als Frühjahrsputz, Weihnachtsputz, Kleidertausch oder ähnliches bezeichnet, in ein oder zwei Wochen konzentriert durchgezogen und die gesamte Familie während dieser Zeit an den Rand des Wahnsinns getrieben. Danach war aber alles wieder blitzsauber und aufgeräumt.

Heute ist das schon aufgrund der beruflichen Situation der meisten Mütter nicht mehr möglich, daher teile ich diese Megaaufgaben einfach in kleine Häppchen und erledige sie laufend.

Vor kurzem fiel mir ein weltweiter Bestseller einer japanischen Autorin in die Hände, die der Ansicht ist, dass man seinen Haushalt nur einmal organisieren und aufräumen muss und danach für immer ein aufgeräumtes Leben führen kann. Ich habe mehrmals laut gelacht, denn obwohl etliche Ideen durchaus gut und nachahmenswert waren, gilt die Kernaussage wohl bestenfalls für den Haushalt einer alleinlebenden Mitzwanzigerin ohne Kinder. Wir anderen müssen uns leider Tag für Tag mit dem Thema Aufräumen beschäftigen, wenn wir für uns und unsere Familien eine lebenswerte Umgebung schaffen wollen.

Mit liebem Gruß

Marie

Komm mit, ich nehme wieder an Linkpartys teil! 

Mittwoch, 8. Oktober 2014

5 Tage Mini - Organisation: Vorbereitung auf den Winter - Tag 3: Rollis, Pullover, Unterwäsche, Thermohosen und sonstige Winterkleidung

Winterjacken und Schuhe sind schon da, auch die Accessoires liegen bereit, heute kümmern wir uns um die Winterwäsche.


Dazu zählen Rollkragenpullis, dicke Fleecejacken, Skiunterwäsche, dicke Strumpfhosen, Thermohosen, Wintersocken, Leggings und alle Kleidungsstücke, die nur im Winter getragen werden.

In manchen Wohnungen und Häusern muss diese Winterkleidung aus Platzgründen im Sommer in Kisten in Keller oder Dachboden aufbewahrt werden. Meine Kleiderschränke sind groß genug, dass die Sachen das ganze Jahr über darin Platz finden, aber trotzdem ist es notwendig, sie zu Beginn der Saison durchzuschauen.

Meine Vorgangsweise ist wieder die gleiche:

4 Stapel - für jedes Familienmitglied einer.

Dann wird alles durchgesehen und nötigenfalls auch durchprobiert.

  • Was ist vorhanden?
  • Was passt noch? 
  • Was wird getragen? Nur weil ein Pullover meiner Meinung nach passend und todschick ist, heißt das noch lange nicht, dass mein Kind ihn auch anzieht. Alles, was nicht getragen wird, muss den Kasten verlassen. Eventuell passt es einem anderen Kind, ansonsten verschenken, Altkleidersammlung oder Müll - je nach Zustand. In meinem Haushalt gibt es nur Dinge, die auch verwendet werden (zumindest bemühe ich mich täglich darum, diesen Idealzustand zu erreichen :-)).
  • Was ist zu klein? -> für kleineres Kind verwenden, verschenken, verkaufen oder Altkleidersammlung
  • Ist alles sauber? Normalerweise wasche und reinige ich alles, bevor es weggeräumt wird. Aber manchmal sind Dinge so verknittert, dass sie nochmals gewaschen oder gebügelt werden müssen.
  • Motten? Trotz sorgfältiger Reinigung, Motttenschutz und ordentlicher Aufbewahrung schleichen sich diese Biester manchmal ein. Selten in die Kästen, die täglich benützt werden, aber Kisten werden schon einmal befallen. Dann hilft nur eines: alles sofort ausräumen, beschädigte Kleidung entsorgen, den Rest gründlich waschen oder reinigen lassen und in allen anderen Kästen und Kisten den Mottenschutz sofort erneuern. Gerade in Wollsachen lassen sich Motten leider besonders gerne nieder.
  • Sind alle Socken etc. paarweise vorhanden? Wenn nicht -> Müll
Hoffentlich hast du schon ein funktionierendes Kinderkleider - Tauschkarussell. Wenn nicht, kannst du hier nachlesen, wie man es aufbaut. Es spart viel Geld, macht Spaß und bringt allen Beteiligten etwas.

Als nächstes führe ich wieder meine Liste: was fehlt? Was muss ich nachkaufen? Was brauchen wir sofort? Bei der Winterkleidung lässt sich wiederum viel Geld sparen, indem man auf Angebote achtet. In unserer Gegend wird es erst im Jänner und Feber so richtig kalt, bis dahin brauchen wir beispielsweise die warme Unterwäsche kaum. Es reicht also, diese erst nach Weihnachten im Abverkauf zu erstehen.


Alle Kleidungsstücke wandern ordentlich sortiert in die Kästen, die reinen Sommersachen wie Shorts oder Strandkleider werden weggeräumt.

Noch ein Spartipp, der gleichzeitig auch ein Tipp zur Reduzierung von Gerümpel jeder Art ist: meine Kinder kommen schön langsam in das Alter, in dem Markenware wichtig wird. Leider! Ich spreche hier nicht von qualitativ hochwertiger Kinderkleidung diverser Hersteller, die ihr Geld wert ist, sondern von den oft völlig überteuerten Trendmarken. Unser Haushaltsbudget erlaubt es nicht, dass sämtliche Kleidung ausschließlich von solch überteuerten Marken stammt, aber damit sind wir sicher nicht alleine.
Nun habe ich mit meinen Kindern folgende Abmachung: angenommen, sie brauchen neue Jeans. Wenn sie sich diese zu einem Anlass wie Geburtstag und Weihnachten wünschen, quasi also dieses Budget teilweise dafür verwenden, dann darf es auch so ein teureres Trendmarken-Stück sein. Somit schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Meine Kinder bekommen die Jeans, die sie sich wirklich wünschen - und ich reduziere die Menge an unnötigem (und vor allem elektronischen) Spielzeug, das sie sich sonst um ihr Geburtstagsgeld kaufen würden.

Machen wir unsere Familien winterfit. Mach mit, in einer Woche ist alles erledigt.

Morgen geht es weiter.

Tag 1: Schuhe, Stiefel, Jacken, Mäntel und Anoraks
Tag 2: Hauben, Mützen, Schals, Tücher und Handschuhe
Tag 3: Unterwäsche, Rollis, Pullover und sonstige Winterkleidung
Tag 4: Bettwäsche
Tag 5: Wintersportgeräte und Winterausrüstung

Mit liebem Gruß
Marie

Viele weitere Organisationsideen findest du hier.

Natürlich mache ich wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und hol dir viele gute Ideen, Anregungen und Tipps für dein Zuhause und dein Leben.

Montag, 6. Oktober 2014

5 Tage Mini - Organisation: Vorbereitung auf den Winter - Tag 1: Schuhe und Jacken

Der Winter kommt bestimmt, wie jedes Jahr zu früh, zu kalt und dauert dann viel zu lange. Ich bin kein Freund des Winters, ich bin ein Kind des Sommers. Aber in unseren Breiten muss ich mich leider auch mit kurzen, kalten und dunklen Tagen arrangieren.



Heute beginnt meine Winter - Vorbereitung. Eine Woche, in der ich meine Familie spätherbst- und winterfit ausstatte.

Tag 1: Schuhe, Stiefel, Jacken, Mäntel und Anoraks

Winterschuhe und sonstige Wintersachen waren bisher immer in Kisten verpackt und in der Garderobe weggeräumt. Mit meinen größeren Kleiderkästen ist das zwar nur mehr zu einem Teil notwendig, da vieles hier rund ums Jahr bequem Platz findet. Trotzdem verschaffe ich mir erst einmal einen Gesamtüberblick.

Also: heute werden alle Schuhe, Jacken, Anoraks, Mäntel etc. herausgeholt und auf Tauglichkeit geprüft.

  • Was ist vorhanden?
  • Was passt noch? 
  • Was ist zu klein? -> für kleineres Kind verwenden, verschenken, verkaufen oder Altkleidersammlung (der Stapel Müll kommt hier nur selten vor, denn die Sachen, die nicht mehr brauchbar waren, habe ich schon im Frühling entsorgt)
  • Ist alles sauber? Normalerweise wasche und reinige ich alles, bevor es weggeräumt wird. Aber manchmal sind Dinge doch verstaubt oder so verknittert, dass sie nochmals gewaschen werden müssen.
  • Motten? Trotz sorgfältiger Reinigung, Mottenschutz und ordentlicher Aufbewahrung schleichen sich diese Biester manchmal ein. Selten in die Kästen, die täglich benützt werden, aber Kisten werden schon einmal befallen. Dann hilft nur eines: alles sofort ausräumen, beschädigte Kleidung entsorgen, den Rest gründlich waschen oder reinigen lassen und in allen anderen Kästen und Kisten den Mottenschutz sofort erneuern.
Jedes Familienmitglied bekommt seinen eigenen Stapel.

Bei den Kindern beginnt dann das große Probieren: was passt noch? Was ist zu klein und muss ersetzt werden?

Alles, was fehlt und bis Ende Dezember unbedingt gebraucht wird, schreibe ich auf, dann mache ich mich auf den Weg, denn jetzt ist in den Geschäften noch das volle Sortiment vorhanden. Manchmal gibt es auch einen Mid-Season-Sale Anfang bis Mitte November, vielleicht kann einiges bis dahin warten. Oder ich habe irgendwo einen Gutschein.

Alle Dinge, die bis Anfang Jänner warten können, kommen auf meine Liste für den Abverkauf. Denn dann kann ich richtig viel Geld sparen.

Gerade bei  größeren Anschaffungen wie Mäntel, Jacken oder Winterstiefel, die in guter Qualität recht teuer sind, lohnt es sich besonders, Aktionen und Abverkäufe auszunützen.

Viele Dinge, die meine Kinder anziehen, habe ich nicht neu gekauft. Seit Jahren betreibe ich mit Freunden und Verwandten ein Kinderkleidungs-Tauschkarussell. Es funktioniert toll, jeder profitiert davon und man spart eine Menge Geld.

Bevor ich also einkaufen gehe, frage ich noch bei meinen Tauschpartnern nach. Wird vielleicht in den nächsten Tagen dort auch Winterkleidung aussortiert? Vielleicht ist genau das dabei, was ich brauche?
Toll funktioniert dieses Tauschen und Weitergeben auch für Sachen, die nicht unbedingt erste Wahl sein müssen, also für Jacken und Hosen, die nur im Garten getragen werden, Skihosen für den Spielplatz, etc. Solche Dinge kann man immer gratis oder für ganz wenig Geld gebraucht bekommen - und viel Geld sparen.

Umgekehrt gebe ich meine aussortierten Schätze natürlich auch sofort weiter, soferne sie noch in gutem Zustand sind. Hier hilft ebenso ein offenes Wort: wenn eine Familie keinen Garten hat und auch sonst wenig in der Natur unterwegs ist, wird sie eine etwas abgenützte Jacke nicht wirklich brauchen können. Familien mit Garten hingegen können gar nicht genug alte Skihosen haben, vor allem, wenn die Kinder noch klein sind und täglich nass und schmutzig werden.

Dinge, die ich nicht im Voraus kaufe:

Schuhe für Kinder. Es ist im Jänner absolut unmöglich zu sagen, welche Schuhe meine Kinder im nächsten Herbst tragen werden. Manchmal wachsen die Füße binnen drei Monaten um zwei Nummern, dann bleiben sie wieder ein Jahr gleich groß. Kinderschuhe kaufe ich nur bei Bedarf, auch wenn ich dann oft den höheren Preis zahlen muss.

Winterkleidung für Kleinkinder. Einmal gemacht und ordentlich draufgezahlt. Es war ein wunderbarer Schneeanzug in der richtigen Größe (dachte ich), den ich enthusiastisch in der ersten Schwangerschaft erstand. Im besten Kleinkindermodengeschäft, reduziert, trotzdem noch sauteuer. Im ersten Winter war er viel zu groß, im nächsten bereits zu klein. Beim zweiten Kind genauso. Also habe ich das wunderschöne Stück dann ungetragen verschenkt.


Außerdem werden im Schuhregal und in den Kästen schön langsam die Sommerschuhe und Jacken aussortiert. Heute sind das bei mir Sandalen, Leinenschuhe und dünne Sommerjacken. In der Früh hat es bei uns maximal 7°C, da muss schon die Herbstjacke her - und am Nachmittag, wenn es warm ist, tragen die Kids sowieso maximal einen Pullover.


Morgen geht es weiter.

Tag 1: Schuhe, Stiefel, Jacken, Mäntel und Anoraks
Tag 2: Hauben, Mützen, Schals, Tücher und Handschuhe
Tag 3: Unterwäsche, Rollis, Pullover und sonstige Winterkleidung
Tag 4: Bettwäsche
Tag 5: Wintersportgeräte und Winterausrüstung

Komm, mach mit, und am Ende der Woche ist alles fertig und winterfit. Das Wetter soll bei uns zumindest nicht regnerisch werden, also kann ich auch gut alles waschen und im Freien trocknen.

Mit liebem Gruß
Marie

Natürlich nehme ich wieder an Linkpartys teil. Danke an die Veranstalter!