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Lackieren und Streichen

Wer gerne bastelt, renoviert oder die Wohnung umgestaltet, kommt um Farbe nicht herum. Farbe ist die einfachste, schnellste und kostengünstigste Methode, um einem Raum, einem Möbelstück oder einem Aussenbereich ein völlig neues Gesicht zu geben.

Meine Tipps, damit es klappt.

Generell: es zahlt sich immer aus, ein gutes Produkt zu wählen. Billigangebote machen wenig Freude, mehr Arbeit und das Ergebnis ist oft minderwertig.

Es ist wichtig, für die entsprechende Aufgabe das richtige Material zu wählen. Für Lackierarbeiten im Innenbereich beispielsweise nehme ich ausschließlich wasserverdünnbare Acryllacke, die möglichst emmissionsarm sind. Schließlich will ich dort ja leben, wohnen, schlafen. Gute Acryllacke lassen sich fast ebenso leicht verarbeiten wie Kunstharzlacke und das Reinigen von Pinseln und Malgeräten ist viel einfacher.

Im Aussenbereich, vor allem in bewitterten Bereichen, habe ich allerdings mit Acryllacken keine guten Erfahrungen gemacht. Unabhängig von den Beteuerungen der Hersteller sind sie einfach nicht so haltbar und farbbeständig wie Lacke auf Kunstharzbasis. Das ist meine ganz persönliche Meinung, aber ich verwende im Aussenbereich unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften nur mehr Kunstharzfarben.

Lassen Sie sich nicht von den Versprechen der Hersteller ködern, dass ein oder zwei Anstriche ausreichen. Das mag im Idealfall unter Top-Bedingungen der Fall sein - im normalen DIY - Malerleben muss man für ein schönes Lackierergebnis mit drei bis vier Anstrichen rechnen. Punkt! Am Besten, man stellt sich gleich von Anfang an darauf ein.

Bei guten Wandfarben und einem perfekten Untergrund, sind 2 Anstriche meist ausreichend. Bei dunklen Wandfarben ist es unbedingt erforderlich, den Untergrund zuerst weiß zu streichen. Sonst kommen Farbunterschiede, Flecken, etc. immer wieder "durch".

Bei Wänden rate ich generell: Wände zuerst perfekt ausbessern, spachteln, schleifen. Bei Bedarf Haftgrund aufbringen. Dann einmal dünn weiß streichen. Nach diesem ersten Anstrich sieht man sofort, wo noch nachgebessert werden muss. Also eventuell nochmals kleine Fehlstellen spachteln bzw. Flecken mit Fleckenblocker behandeln. Ausgebesserte Stellen leicht zwischenschleifen. Nochmals weiß streichen. Dann sollte der Untergrund perfekt sein - und dem Endanstrich steht nichts mehr im Wege.

Wichtig beim Lackieren, egal ob mit Pinsel, Walze oder Spray: dünne (!) Schichten auftragen und dazwischen immer wieder schleifen - dann wird das Ergebnis perfekt und dauerhaft haltbar.

Wovon ich nur abraten kann: die diversen elektrischen Malerpistolen. Sie funktionieren einfach nicht - zumindest nicht diejenigen, die im Baumarkt angeboten werden. Ich habe mich auch von den Versprechungen und Videos blenden lassen. Leider.
Wirklich teure Profigeräte - und ich rede hier nicht von Geräten um 150 Euro - mögen im Profibereich ihre Berechtigung haben. Für uns Heimwerker gilt: gute Pinsel, gute Schaumstoffrollen zum Lackieren, gute Malerrollen zum Streichen. Damit bekommen wir ein perfektes Ergebnis.

Auf zum fröhlichen Lackieren und Streichen
Marie