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Kinderkunst

Meine Kinder malen und basteln viel, auch aus Schule und Kindergarten kamen und  kommen immer wieder Werke mit nach Hause. Je nach Phantasie der Lehrer und dem Willen des Kindes sind diese Kunstwerke wunderschön, hübsch oder einfach nur fürchterlich. (Obwohl ich das natürlich niemals so sagen würde!)

Um meinen Kindern eine Möglichkeit zu bieten, ihre Werke zu präsentieren, gibt es bei uns seit vielen Jahren wechselnde Ausstellungen. Hier ist ein Beispiel zu sehen.

Ein paar der Werke allerdings sind so schön, dass sie permanent bleiben dürfen. Weil ich in der letzten Woche damit begann, die neue Galleriewand rund um den (endlich an die Wand gehängten) Flachbildfernseher zu gestalten, gelangten auch zwei uralte Kunstwerke zu neuen Ehren.




Das erste Kunstwerk ist das definitiv allererste Bild, das eines meiner Kinder jemals gemalt hat. Es stammt aus einer Babyspielgruppe, die mein damals knapp Einjähriger mit mir und mit großem Eifer besuchte. Einen Nachmittag lang durften sie mit Fingerfarben auf großen Packpapierbögen klecksen. Ein Erlebnis.




Gerührt und engagiert wie junge Eltern sind, rahmten wir das große Bild sofort und es hing fast zwölf Jahre in unserem alten Vorzimmer. Dort war es vor Sonnenlicht sicher, daher erhielten sich die Farben sehr gut.




Nach dem Umzug wollte ich es nicht wieder aufhängen und so ruhte es jetzt mehr als ein Jahr am Dachboden. Bei der Gestaltung meiner Wand erinnerte ich mich daran und beschloss, es mit Erlaubnis meines Sohnes natürlich, ein wenig zu verkleinern. Nun schmückt ein Teil davon die Wohnzimmerwand, wenn man genau hinsieht, ist auch die winzigkleine Patschhand gut zu erkennen.




Das zweite Kunstwerk stammt von meinem kleineren Sohn, der sehr genau und geduldig ist und - im Gegensatz zu mir - sogar mit Nadel und Faden etwas anfangen kann. Ein zauberhaftes kleines Herz, wunderschön gearbeitet, hergestellt im Werkunterricht mit etwa 8 Jahren. Es bekommt den Platz neben der allerersten "Kleckserei".




Da das Herz sehr zart ist und der Hintergrund auch wenig Kontrast bietet, musste ich das Passepartout ein wenig anpassen. Gute Passepartouts kannt man sehr einfach mit guter Acrylfarbe einfärben, das Ergebnis ist absolut streifenfrei und gleichmäßig. Ich verwende immer die Acrylfarben von Winsor und Newton, Profiqualität, man braucht sehr wenig davon und das Ergebnis stimmt.




Die Acrylfarben auf einem einfachen Porzellanteller im gewünschten Farbton anmischen und relativ schnell verarbeiten, Acryl trocknet sehr schnell. Mit einem breiten Borstenpinsel gleichmäßig auf dem Passepartout verteilen, trocknen lassen, fertig.




Generell bin ich kein Fan davon, das ganze Haus wahllos mit Kinderkunst zu schmücken und jedes Fitzelchen, das meine Kinder jemals produziert haben, gnadenlos aufzuheben. Aber eine Auswahl an wirklich schönen Werken präsentiere ich gerne.




Nebeneffekt: die Kinder sind unheimlich stolz darauf, etwas wirklich Schönes geschaffen zu haben. Etwas, das zwischen "Erwachsenenkunst" und "echten" Bildern bestehen kann und dort auch noch gut aussieht. Sie selbst sind ja ihre stärksten Kritiker und wissen meist sehr genau, ob sie bei einem Kunstwerk ihr Bestes gegeben haben.

Die Rahmen sind von Ikea, Modell Knoppäng. Der Preis ist moderat und die Bilderrahmen sind auch in den Ecken leidlich schön gearbeitet. Das "Glas" ist zwar nur Kunststoff, hat aber den großen Vorteil, dass es kaum spiegelt, was es für Aquarelle und zarte Bilder besonders geeignet macht. Das Passepartout ist schön geschnitten und relativ dick, somit lassen sich kleine dünne Kunstwerke sehr schön präsentieren. Mit professionellen Rahmen aus einem Rahmengeschäft lassen sie sich aber natürlich nicht vergleichen, weder von der Verarbeitung noch vom Preis.

Die Galleriewand wächst langsam rund um den Fernseher, weitere Ideen dazu folgen.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.