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Mittwoch, 27. Januar 2016

Katzen - Kistchen. Schlafplatz für Lilith und Leander

Unsere Tiere leben luxuriös. Tägliches Menü vom Feinsten, eigene Bettchen, ein privater Abenteuerspielplatz (Hurra, der Hund wühlt im Teichschlamm), regelmäßiges Animationsprogramm (Hund jagt Katze, Katze ärgert Hund und so weiter...), das reinste Paradies.




Da wir in der Nacht derzeit Hund und Katzen noch trennen müssen - sonst würde in diesem Haus niemand Schlaf finden, irgendein Tier ist immer lustig und ausgeschlafen - wollte ich schöne und praktische Schlafplätze für die Katzen gestalten.




Die Kistchen bestehen aus einfachen aber stabilen Holzkisten aus dem Bauhaus. Lackiert wurden sie mit schadstoffarmem Lack, eines hellgrau, eines dunkelgrau. Die goldenen Griffe sind reine Spielerei, aber mir gefällt es. Die Kistchen waren zwar auch unlackiert sehr schön und gut verarbeitet, aber ich wollte etwas, das man gut reinigen und vor allem feucht abwischen kann. Grauer Lack war vorhanden, los ging es.






Mit einer 3 cm dicken Schaumstoffeinlage und passendem Stoff sind die Schlafkistchen ein absoluter Renner, bei den Katzen und bei mir. Sie sehen nett aus, sind leicht zu reinigen und können auch schnell den Platz wechseln. Das komplette Innenleben, Bezug und Schaumstoff, kann ich in die Waschmaschine stecken.




Der Stoff war ein Reststück aus einer Wühlkiste bei Betten Reiter um weniger als 3 Euro, das ich vor kurzem fand, als ich Vorhangstoffe suchte. Es war genau groß genug für zwei Überzüge.




Der Acryllack ist von Hornbach, seidenmatt, Farbtöne lichtgrau und anthrazitgrau. Er ist schadstoffarm und leicht zu verarbeiten, zwei Anstriche genügten völlig. Mir gefällt vor allem, dass die Holzstruktur sichtbar bleibt und die Kistchen nicht plastikmäßig aussehen.








Die Griffe lackierte ich mit Acrylfarbe in Gold, Winsor und Newton, wie immer.




Obwohl ich zwei Kistchen machte schlafen die beiden Tiger meist nur in einem. Anfangs war das recht leicht möglich, sie waren ja noch so klein. Mittlerweile ist schon weniger Platz, die beiden wiegen schon mehr als drei Kilo, aber sie quetschen sich immer noch gemeinsam in ihr Schlafkistchen. Katzengeschwister eben.

Vor ein paar Tagen wurde Katze Lilith kastriert, so früh wie möglich und gesetzlich zulässig, sie ist eine Freigängerin, hat einen derzeit noch unkastrierten Bruder und ich will auf gar keinen Fall Katzenbabys haben! In der ersten Nacht nach der Operation schlief sie bei meinem kleinen Sohn - unserem Tierfan - im Zimmer, gut geschützt und gewärmt im großen Hunde - Reisekäfig. Der Kater war völlig verzweifel, weil er alleine bleiben musste und versuchte doch tatsächlich, mich in dieses Schlafkistchen zu ziehen. Er ließ meine Hand einfach nicht mehr los. Aber er hat die Nacht alleine gut überstanden, ebenso wie sein Schwesterchen, das schon wieder fidel und lustig durch Haus und Garten tobt.




Projektkosten:
Kistchen Bauhaus, 25 x 35 cm je 7 Euro
Lack (hatten wir zu Hause) je Gebinde 12 Euro
Acrylfarbe (hatten wir zu Hause) 5 Euro
Stoff (Rest) 3 Euro
Schaumstoff je Stück 1,50 Euro

Da wir den Lack und die Acrylfarbe zu Hause hatten, war das Projekt sehr billig, 20 Euro für zwei stylische Katzenschlafkisten. Die Farbe extra zu kaufen, lohnt sich nicht, dann wird es teuer, bei diesem Projekt sollte man verwenden, was man hat. Wenn man einen alten Polster recyclen kann und noch einen Stoffrest hat, wird es sogar noch billiger. Auch lassen sich vorhandene Holzkisten verwenden, in diesem Fall gehen die Kosten dann gegen Null.

Meine Linkparty "Von Tag zu Tag" #8 ist noch offen, komm, mach mit, zeig uns deine Projekte. Ich freue mich!


Linkparty


Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.


Dienstag, 9. Juni 2015

Recycling - Bodenbelag im Garten

Vor einigen Tagen habe ich von unserer Recycling - Ziegelmauer rund um das Rosenbeet berichtet. Wir bekamen ja vor einiger Zeit ein uraltes Haus mit dazugehörigen alten Baumaterialien, das wir sanierten. Und so landete vieles im Garten statt auf dem Bauschutt und wurde wiederverwertet.




Diese alten Bodenfliesen waren früher einmal im gesamten "Hofbereich" verlegt, wie mein Mann sich noch aus seiner Kindheit erinnern kann. Dann kam irgendwann die neue Wasserleitung und der Hof wurde "sauber" zubetoniert. Arghhh! Im Zuge unserer Bauarbeiten kamen aber doch etliche dieser alten Fliesen wieder zum Vorschein. Wir wollten sie unbedingt verwerten, aber es waren leider nicht allzu viele.




Eine liebe Nachbarin kam vorbei und - "durchs Reden kommen die Leut' z'samm", wie man bei uns sagt - sie hatte auch ein paar so alte Steine, die sie nicht wirklich brauchen konnte. Aber sie hatte großes Interesse an unseren uralten Kastenfenstern, die wir gerade herausgebrochen hatten...




(Einschub: die Kastenfenster waren leider absolut nicht mehr zu retten, leider. Außerdem war es uns wichtig, unser Haus dem energetischen Standard von Heute anzupassen, und damit jedes Jahr massiv Heizkosten zu sparen. Das ging mit diesen alten Fenstern leider nicht. Sogar das Denkmalamt war dieser Ansicht und erlaubte uns neue Fenster, wenngleich mit ziemlich vielen Auflagen.)

Gesagt getan: wir bekamen die alten Fliesen, sie zog glücklich mit den alten Fenstern ab, die sie zur Dekoration und für ihr Frühbeet nützen wollte.




Somit hatten wir genug Fliesen, um den Vorplatz vor der neuen Gartenhütte damit zu pflastern. Wobei, Fliesen ist eigentlich der falsche Ausdruck. Es handelt sich hierbei um Grunde um sehr helle Klinkerziegel, im Quadrat als Bodenbelag gebrannt. Die gelbe Farbe kommt daher, dass das Grundmaterial sehr wenig Eisen enthält (Ziegel sind umso röter und beliebter, je mehr Eisen enthalten ist). Die Bodenziegel waren also eigentlich ein billiges Abfallprodukt in den 1920-er und 1930-er Jahren. Jeder Stein sieht ein wenig anders aus und hat einen anderen Farbton. Toll!




Die quadratischen Klinkerfliesen sind auch dick, rund 4 cm. Damit sind sie stabil und frostfest und, wie man sieht, jahrzehntelang haltbar.




Wir jedenfalls finden unseren Bodenbelag zauberhaft. Er sieht aus, als ob es ihn schon ewig gäbe. Besser als Waschbeton, oder?

Verlegt wurden die Platten ganz einfach schwimmend im Sandbett. In den Fugen darf sich Bewuchs einstellen, wenn es zu viel wird, jäten wir es aus. Mein Mann ist nicht nur der beste Ehemann der Welt, er ist auch handwerklich ein Ass. Und so schmücke ich mich in diesem Post wieder einmal mit fremden Federn, denn dieses Ziegelpflaster ist sein Werk.




Ein paar der Ziegelfliesen waren kleiner im Format, also verlegten wir sie am Rand, danach die größeren Platten, wie es sich eben ausging.




Ich liebe es, mit alten Materialien zu experimentieren und sie einer neuen Verwendung zuzuführen. Es muss nicht immer alles neu sein. Gerade im Garten sind Recyclingmaterialien billig, funktionell und wunderschön.

Einen wunderschönen Frühsommertag wünscht

Marie

Jetzt gibt es wieder tolle Linkpartys mit vielen guten Ideen. Komm mit! Ich mach mit!

Freitag, 17. Januar 2014

Badutensilos, die nichts kosten

Praktische Utensilos.

Meine Familie ist eine Entenfamilie. Ehrlich. So viel, wie hier gebadet wird, vor allem im Winter....

Ja, das ist nicht gut für die Umwelt, ich habe auch ein wenig ein schlechtes Gewissen deswegen.

Auf der anderen Seite sind wir aber kaum jemals krank. Wenn jemand eine Verkühlung ausbrütet - ab in die heiße Badewanne, danach mit einem Tee ins Bett, und am nächsten Tag ist alles vorbei.

Dabei fallen nun jede Menge leere Dosen von unserem Lieblings-Erkältungsbad an. Diese Dosen sind, im Gegensatz zu den meisten anderen Kosmetikverpackungen, ziemlich haltbar und spülmaschinenfest (ausprobiert).

Originaldose.

Also habe ich sie zweckentfremdet und praktische Utensilos daraus gemacht.

Zunächst wurden alle Aufkleber entfernt und die Dose im Geschirrspüler gewaschen. Das entfernt alle Gerüche. Trotzdem verwende ich die Dosen ausschließlich für Kosmetika.


Die gereinigte Dose nach dem Bad in der Spülmaschine.

Mit einem feinen Marker zeichne ich die Höhe etwa fünfmal an. Die Markierung wird danach weggeschnitten.


Gewünschte Höhe rundherum etwa 5 x markieren.

Danach klebe ich ein einfaches Scotchband als Schneidehilfe exakt rundherum.


Scotch- oder Klebeband exakt aufkleben, etwas tiefer als die Markierung.

Jetzt heißt es bitte aufpassen! Mit einem scharfen (!) Stanleymesser mit neuer (!) Klinge wird entlang des Scotchbandes geritzt. Noch nicht ganz durchschneiden, sondern leicht und exakt ritzen. Man braucht etwa drei Runden mit leichtem Druck, bis die Klinge den Kunststoff durchschneidet.


Entlang der Kante des Klebebandes wird geritzt.


Nach etwa drei Runden durchschneidet die Klinge den Kunststoff. Aufpassen!

Nun muss der Rand mit einer einfachen Sandpapierfeile oder feinem Schleifpapier geglättet werden. Vorsichtig arbeiten und wirklich nur den Rand abschleifen, sonst gibt es unschöne Kratzer.

 
Mit einer einfachen Sandpapierfeile die Ränder glattschleifen.

Fertig sind kostenlose, praktisch unzerstörbare, neutrale und leicht zu reinigende Badutensilos. Darin lassen sich all die vielen Kleinigkeiten aufbewahren, die sonst immer "frei" im Badezimmerschrank umherfliegen.


Die Höhe der Dose kann man auf den Inhalt abstimmen - in diesem Fall auf Wattestäbchen.

Auch die vielen Tuben, Tiegel und Fläschchen finden hier ein Zuhause.

Viel Spaß beim Organisieren!

Marie

Natürlich bin ich wieder bei Linkpartys dabei.