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Donnerstag, 23. Juni 2016

Schlüsselablage im Vorzimmer

Ich liebe kleine Organisationsprojekte, hübsche Details, die praktisch, funktionell und attraktiv sind. Projekte, die schnell fertig sind und mir jedesmal ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn ich vorbeigehe.

Dieses kleine Schlüsselkasterl sollte so etwas sein. Betonung auf sollte. Das Ergebnis ist wirklich nett, aber der Weg dahin - uff.




Trotzdem lohnt es sich, die Idee nachzumachen - ohne die Fehler, die ich gemacht habe.

Folgende Überlegungen standen am Anfang: ich wollte für unser Vorzimmer bzw. den Eingangsbereich eine kleine funktionelle Schlüsselablage gestalten. Es ist nicht das Haupt-Schlüsselkasterl, in dem alle wichtigen Schlüssel aufbewahrt werden. Dieses befindet sich sicher nicht unmittelbar neben der Eingangstüre, sondern gut versteckt im Inneren des Hauses. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass sich ein nicht ganz ehrlicher Lieferant oder ungebetener Besucher unbemerkt an Schlüsseln bedient - hier ist Vorsicht besser als Nachsicht.

Aber als temporäre Zwischenlösung, um einen Schlüssel einfach schnell abzulegen, war eine Lösung im Vorzimmer notwendig. Beispielsweise den Autoschlüssel, während man das Auto auslädt. Oder den Gartentorschlüssel, während man das Tor für eine Lieferung offen hält.

Ich hatte noch einen kleinen IKEA Ribba Rahmen zu Hause, dieser erschien mir perfekt dafür. Die Rahmen sind tief genug, um ein paar Haken aufzunehmen und die quadratische Form passte auch.




Drei dünne Anstriche, fertig - dachte ich. Ein Projekt für einen Abend. Haha!

IKEA Ribba Rahmen sind mit irgendeiner Imprägnierung versehen, was bedeutet, dass die Farbe darauf nicht hält. Zumindest nicht der VOC freie Acryllack, den ich verwendete. Es war wie Wasser auf einer fettigen Oberfläche, der Lack perlte ab, bildete unschöne Mäander, ekelig. Vor lauter Frust vergaß ich sogar auf Fotos.

Nach zwei Versuchen war klar - die Oberfläche musste irgendwie abgeschliffen werden, um den Untergrund für die Farbe vorzubereiten. Also alles schleifen, nochmals nachschleifen, etc. Vom kleinen schnell fertigen Projekt war nicht mehr viel übrig, aber jetzt wollte ich es genau so machen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Manchmal bin ich dann richtig stur.

Also zweimal schleifen, zweimal lackieren, zwischenschleifen, wieder lackieren - nochmals schleifen, nochmals lackieren. Irgendwann war es fertig, meine Familie lachte schon, Maries "kleines schnelles Projektchen" lag tagelang unfertig herum.

Die Rückseite des Rahmens wurde grün gestrichen, weil das Thema meines Vorraums Grün - Schwarz - Weiß - Natur ist. Weitere Fotos folgen, ich habe mit diesem kleinen Vorzimmer schon einiges angestellt und noch einiges vor. Die Mäander nehmen das Thema des Spiegels wieder auf, der an der benachbarten Wand hängt. Die Punkte sind meine derzeitige Leidenschaft. Polka Dots überall, ich mag sie einfach.




In den Rahmen ließen sich ganz leicht drei kleine Schraubhaken hineindrehen. Die Schraubhaken wurden auch grün lackiert, allerdings wird die Farbe hier vermutlich nicht allzu lange halten. Macht nichts, die meisten Dinge werden im Gebrauch sowieso schöner. So wie Bücher, es gibt für mich nichts Schlimmeres als eine Bücherwand mit neuen Büchern, denen man ansieht, dass sie nicht gelesen werden. Etwas abgenützt, gebraucht, gelesen und geliebt gefallen sie mir viel besser.

Was man an obigem Foto gut sieht - DIY ist niemals perfekt, niemals so perfekt wie vorgefertigte industriell hergestellte Dinge. Der Farbauftrag KANN gar nicht so gleichmäßig sein, man erkennt Arbeitsspuren etc. Gerade das macht für mich aber auch den Charme aus. Es geht gar nicht darum, die oftmals sterilen Oberflächen industrieller Prozesse zu kopieren - sondern um Ideen, gute handwerkliche Ausführung und den exklusiven Reiz des Einzelstücks. Nicht mehr und nicht weniger.

Das Schlüsselbrett sieht auch leer gut aus, weil es ja nur eine temporäre Ablage ist, hängen nicht immer Schlüssel dort.




Da der kleine Schlüsselrahmen unmittelbar neben der Eingangstüre hängt, wird er auch eifrig genützt. Es ist am wenigsten Aufwand, den Schlüssel schnell dorthin zu hängen, weniger Aufwand, als ihn irgendwo hinzulegen. So soll Organisation sein, praktisch, funktionell und der schnellste Weg zum Erfolg.

Kosten:
Ikea Ribba Rahmen ca. 25 x 25 cm 4,99 (für mich gratis, weil er von einem anderen Projekt übrig war)
schwarzer matter PU Acryllack - Rest war zu Hause (also gratis), ansonsten ca. 4 Euro für 125 ml
grüner matter PU Acryllack, Wunschfarbton angemischt, 375 ml, ca. 9 Euro (den Lack brauche ich aber noch für andere Projekte im Vorzimmer)
3 Schraubhaken 60 Cent

Was bei den Ribba Rahmen auch nicht funktioniert: die Aufhängung. Das Bild "steigt" von der Wand weg. Hier muss ich mich noch nach einem ordentlichen Bilderhaken umsehen.

Ein kleines Projekt, das viel länger brauchte, als gedacht, aber doch fertig wurde und im Vorzimmer gut funktioniert.

Mit liebem sonnigen Gruß

Marie


Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!