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Mittwoch, 26. April 2017

Ich bin wieder da - oder warum es hier so ruhig war...

Meine lieben Leserinnen und Bloggerfreundinnen, danke für eure vielen Anfragen, wo ich den geblieben wäre. Die Antwort ist ebenso einfach wie ärgerlich - meine Konten wurden gehackt. Und ich war ausgesperrt...

Aber langsam der Reihe nach, damit euch nicht Ähnliches passieren kann.

Vor etwas mehr als einem Monat hatte ich eine etwas seltsame Anfrage in meiner Mailbox, in schlechtem Deutsch, eine Kontaktaufnahme über das Kontaktformular im Blog. Eine Firma wollte einen Link zu ihrer Seite auf meine Seite stellen, es ging angeblich um die Werbung für ihre Hochbeete. Ich klickte pflichtschuldigst auf die Seite, die ein seltsames Konglomerat von Gartenprodukten darstellte, kein Impressum, fehlerhaftes Deutsch. Definitiv nichts für mich.

Weil ich ein höflicher Mensch bin, ignorierte ich die Anfrage nicht, sondern antwortete freundlich, dass ich kein Interesse hätte. Großer Fehler!!!!!!! Meine Emailadresse für diesen Blog, die ja, wie bei euch allen auch, unter anderem als login für Blogger und viele andere Dienste gilt, ist auf meinem Blog nicht ersichtlich. Man kann ja nur per Kontaktformular oder per Kommentar mit mir in Verbindung treten.

Der langen Rede kurzer Sinn - Zweck dieser Kontaktaufnahme war lediglich, diese Emailadresse, die in meiner höflichen Antwort natürlich aufscheint, herauszufinden. Und dann ging es los. Alle meine Konten, die in meinem Blog ja aufscheinen (pinterest und co) wurden "gebruteforced". Das ist angeblich der Fachausdruck dafür, wenn jemand mit Millionen Anfragen das Password knacken will.

Meine Passwörter waren zwar nicht zu knacken, gottseidank, aber fast alle meine mit dem Blog verknüpften Dienste wurden gesperrt. Ich musste mich buchstäblich tagelang durch Wiederherstellungsoptionen quälen. Blöderweise war mein login überall auch diese Emailadresse.

Ziel des Angriffs dürfte vor allem natürlich finanzieller Gewinn gewesen sein, also Angriff auf das Paypal Konto.

Sämtlichen Unternehmen, die ich hier in meinem Blog verwende, sei ein wirkliches Lob ausgesprochen. Meine Konten waren sicher! Es wurde einfach sofort alles gesperrt. Die Prozeduren, um alles wieder zum Laufen zu bringen, waren allerdings mehr als nur mühsam und zeitraubend.

Gottseidank habe ich allerdings meine Bloggertätigkeit und meine beruflichen Konten komplett getrennt. Hier gibt es keine Schnittmenge, gar keine, nirgendwo. Denn ein Angriff auf diese Dienste wäre nicht nur ärgerlich, sondern auch finanziell ein Desaster geworden.

An alle lieben Mitbloggerinnen: aufgepasst. Ich habe nun mein Login für Blogger und meine Emailadresse, über die ich Bloganfragen beantworte, komplett getrennt. Mit dieser Emailadresse logge ich mich nirgendwo mehr ein. Aus Schaden wird man klug.

Wichtig war auch, dass meine Passwörter sicher waren und vor allem - jeder Dienst hat ein eigenes.

Danke für die vielen Anfragen und Mails, ich freue mich wirklich darüber, dass ich euch abgegangen bin.

Mit liebem Gruß - und morgen kommt ein neuer Gartenpost

Marie


Dienstag, 18. November 2014

Ein wichtiges Thema in der kalten Jahreszeit: Brandschutz rund um Öfen und Feuerstellen

Als Architektin muss ich mich täglich damit beschäftigen: baulicher Brandschutz. Was unglaublich langweilig klingt, hat es in Wirklichkeit in sich. Geht es doch darum, dass im Ernstfall nichts bis möglichst wenig passiert.

Baulicher Brandschutz umfasst Themen wie Brandschutztüren, Brandschote (das sind Abgrenzungen beispielsweise in Schächten, damit es nicht von einer Wohnung in die andere brennt), zulässige Materialien, Abstände, Fluchtwege, etc. Ein spannendes und wichtiges Thema, aber nicht Thema des heutigen Posts.


Brandschutz ist wichtig - vor allem im eigenen Zuhause!


Vielmehr soll es heute - rechtzeitig vor der kalten und dunklen Jahreszeit - um den Brandschutz gehen, der uns im täglichen Leben betrifft: die sichere Verwendung von offenem Feuer.

Öfen und Feuerstellen

Wie so viele andere auch, habe ich zusätzlich zu meiner Zentralheizung (in meinem Fall Fußbodenheizung mit Wärmepumpe) noch einen Schwedenofen im Wohnzimmer stehen. Durch die Dimensionierung des Ofens, die Lage im Haus und die gute Dämmung heizt dieser Ofen im Notfall auch mein ganzes Haus problemlos.In der Übergangszeit stellt er eine unentbehrliche Wärmequelle dar, gerade an kühlen Frühlingsabenden, wenn sich das Einschalten der Zentralheizung nicht lohnt und das Wohnzimmer ein wenig Wärme gebrauchen kann.

Wenn ich allerdings die vielen sehr stimmungsvollen Bilder von Schwedenöfen betrachte, kommt mir das kalte Grausen. Denn Kaminöfen werden, auch mit Specksteinummantelung, außen sehr heiß. Im Umkreis von rund 80 bis 90 cm darf dort also absolut nichts Brennbares stehen. Aufgrund der Oberflächentemperatur kann es sonst leicht zu Selbstentzündung kommen. Auf den Fotos stehen allerdings immer malerische Körbe mit Brennmaterial unmittelbar neben den Öfen, liegen Teppiche knapp davor und stehen Dekomaterialien daneben oder darauf herum. Das kann zu einer ernsthaften Gefahr werden.

Gebt einfach einmal  "Kaminofen" in Google ein und seht euch die Bilder kritisch an. Leider kann ich aus rechtlichen Gründen hier keine Fotos zeigen und kommentieren. Aber ich denke, das kann jeder für sich selbst feststellen, wenn man weiß, worauf man achten muss.


Dass Schwedenöfen außen sehr heiß werden, sollte man auch bedenken, wenn man kleine Kinder hat oder Kinder plant. Verbote reichen sicher nicht aus, denn oftmals ist es nicht das eigene Kind, das dem Ofen zu nahe kommt, sondern ein kleiner Freund, der zu Besuch ist. Hier müssen unbedingt zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, damit kein Kind zu Schaden kommt.


Daher: neben Holz- und Kohleöfen darf im Umkreis von ca. 1 m absolut nichts Brennbares stehen. Damit ist man auf der sichere Seite. Wand, Boden und Decke müssen ebenfalls aus unbrennbaren bzw. schwer entflammbaren Materialien sein, beispielsweise eine Ziegelwand mit Verputz, eine Stahlbetondecke, etc. Holzdecken, Holzverschalungen, etc. können problematisch werden, hier muss der Fachmann feststellen, ob eine konkrete Gefährdung besteht, bzw. wie heiß diese Materialien im Betrieb tatsächlich werden. Meist berät die örtliche Feuerwehr hier gratis und kompetent.

Das Holzfach unter dem Ofen darf allerdings problemlos genutzt werden, dort wird der Ofen nicht so heiß, dass es eine Gefahr darstellen könnte.

Die vorgeschriebenen Wartungen durch den Rauchfangkehrer, der Betrieb mit geeigneten Brennmaterialien und die regelmäßige Reinigung sind Pflicht. Holzasche ist übrigens ein toller Dünger, sehr reich an Kalk und Kalium. Unter Sträuchern kann man sie gut verteilen, auch am Kompost ist sie willkommen. Nur das Moorbeet freut sich nicht darüber - das mag keinen Kalk!

Bevor die Wintersaison und das Dekorieren losgeht, bitte prüft alle Eure Öfen. Sind sie sauber und ist der Umkreis von ca. 1 m frei von brennbaren Materialien? Dann steht einem beschaulichen Kaminfeuer nichts mehr im Wege.


Maries Tipp

Besonders wichtig beim Betrieb von Holz- und Kohlefeuern sind noch
  • ein Feuerlöscher, regelmäßig gewartet und griffbereit in naher Umgebung
  • Rauch- und Kohlenmonoxid Melder
Der Kohlenmonoxid Melder ist vor allem bei neuen, gut gedämmten Gebäuden wichtig, wenn der Ofen seine Frischluft nicht über den Rauchfang (zweischaliges Ofenrohr) sondern über die Raumluft bekommt. Wer unsicher ist, fragt den Schornsteinfeger, er weiß Bescheid. Kohlenmonoxid ist unsichtbar, man riecht es nicht und es ist in hoher Konzentration absolut tödlich. Die permanente Frischluftzufuhr, die bei alten undichten Fenstern kein Problem war, ist bei neuen Fenstern und gedämmten Fassaden nicht mehr ausreichend gegeben.

Prüfen wir heute unsere Feuerstellen, sprechen mit Feuerwehr und Rauchfangkehrer und räumen alles weg, was in der Umgebung des Ofens brennbar ist. Jedes Jahr gibt es zahlreiche Unfälle mit schlecht gewarteten Öfen und Zimmerbränden. Beugen wir dem in unseren Wohnungen vor.

Mit liebem Gruß

Marie