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Donnerstag, 11. Dezember 2014

Silber putzen - ganz einfach

Zu Weihnachten wird auch das alte Tafelsilber meiner Großmutter ausgepackt. Für den täglichen Gebrauch ist es nicht geeignet, auch wenn Silberexperten diesen propagieren. Es ist zu schwer, zu unhandlich und außerdem muss man es mit der Hand abwaschen. Aber für die festliche Tafel passt es wunderbar.


Ein schwerer alter Silberschöpfer. Leider angelaufen und schwarz.


Leider läuft Silber an, egal wie gut und trocken man es im normalen Haushalt lagert. Durch diverse chemische Prozesse, bei denen unsere Luft gemeinsam mit dem darin enthaltenen Wasserdampf eine große Rolle spielt, wird Silber schwarz. Bei den neuen Bestecken ist das oft nicht mehr der Fall, sie sind mit einer Spezial-Schutzschichte versehen. Aber mein altes Silber aus den 1930-er Jahren muss regelmäßig geputzt werden.


Schon nach einigen Monaten Lagerung sieht das Silber so aus. Angelaufen und schmutzig.


Ich mag keine teuren und aufwändigen Putzmethoden mit tausenderlei Spezialreinigern. Und auch wenn meine Methode unter Silberexperten verpönt ist: sie funktioniert und mein Silber ist immer wunderschön. Möglicherweise wird es sich in einigen Jahren in seine Bestandteile auflösen, das kann schon sein, aber auch die im Handel erhältlichen Silberreinigungsmittelchen greifen die Oberfläche an.

Meine Reinigungsmethode ist billig, schnell und wenig aufwändig. Allerdings übernehme ich dafür keinerlei Haftung, da sie das Silber minimal angreift, weil mittels elektrochemischer Prozesse eine Rückumwandlung des Silbersulfids zu Silber stattfindet. Dabei wird die Oberfläche leicht angegriffen. Im Normalfall hält sie das aber problemlos aus. Und: teure Silberputzmittel arbeiten auch mit dieser Methode, auch hier wird ein wenig Silber abgetragen. Das muss man wissen.

Man braucht:

* eine hitzebeständige große Glasschüssel
* normales Kochsalz
* Alufolie
* kochendes Wasser

In die Glasschüssel gibt man ein Stück Alufolie, darauf kommt das Silber. Wichtig ist, dass sich Alufolie und Besteckteil berühren. Danach ordentlich Kochsalz daraufstreuen.


Die Anordnung mit Besteck, Alufolie und Salz. Wichtig: keine Metallgefäße verwenden!


Nun übergießt man das Besteck mit kochendem Wasser und lässt es rund 10 Minuten darin weichen.


Schon nach ein paar Minuten sieht man den Effekt. Und es riecht leicht nach faulen Eiern.


Sofort beginnen sich die dunklen Verfärbungen zu lösen - und es riecht leicht faulig, das kommt vom Umwandlungsprozess, bei dem ein wenig Schwefelgas freigesetzt wird, oder so ähnlich. Ich bin keine Chemikerin, definitiv nicht.

Ich habe diesmal das Besteck absichtlich nur zur Hälfte eingetaucht, um euch diesen Effekt zu zeigen. Schon nach wenigen Sekunden sieht man genau, was passiert, unterhalb der Wasserlinie wird das Silber sauber, darüber bleibt es fleckig.


Das saubere Silberstück.


Nach ein paar Minuten kann man das Besteck herausholen, gut abspülen und trocken polieren. Dann Alufolie und Salz erneuern und die nächsten Teile einlegen.



An der Rückseite ist es fast noch besser zu sehen.


Für billige, dünn versilberte Gegenstände, wie beispielsweise Tee-Eier oder Dosen eignet sich diese Methode allerdings gar nicht. Die Silberschichte auf diesen Dingen ist so dünn, dass sie sich tatsächlich binnen kurzer Zeit verabschieden würde. Gutes, massives Silberbesteck hingegen hält die Reinigung gut aus.

Die Weihnachtsvorbereitungen nehmen Gestalt an. Noch habe ich zwei Wochen Zeit und kann mich ganz entspannt auch mit diesen Kleinigkeiten beschäftigen. Dank meiner guten Vorbereitung wird es nicht stressig, im Gegenteil.

Einen schönen sonnigen Wintertag! Bei uns scheint heute erstmal seit Wochen wieder die Sonne. Ich muss gleich in den Garten und Fotos machen.

Liebe Grüße

Marie


Natürlich bin ich wieder bei Linkpartys dabei. Komm mit und hol die die tollsten Ideen für den Advent und für Weihnachten.