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Lilypond Cottage

In Österreich haben Hausnamen leider keine Tradition mehr. Früher, vor Straßennamen, Hausnummern und gesichtslosen Riesensiedlungen, gab es viele interessante, lustige, einfallsreiche Namen, die mehr über Ort, Bewohner oder Geschichte erzählten.

Das Anwesen "In der Höll", beim "Egger", die "Mautz-Keusche", das "Schurz - Häusel", die "Möhsler - Villa"  das sind nur ein paar Namen, an die ich mich noch aus meiner Kindheit erinnere. Jeder wusste, was gemeint war und es war immer interessant zu erfahren, wie es zur Namensgebung gekommen war.

Als wir unser Häuschen bekamen, fiel mir spontan ein Name ein: Lilypond Cottage


 

Unser Haus ist fast 100 Jahre alt und Teil einer Siedlung, die im Wien Anfang der 1920-er Jahre nach dem Vorbild englischer Arbeitercottages errichtet wurde. Dementsprechend klein und verwinkelt war auch der Grundriss, vor unserem Umbau - Englisch eben. Also Cottage.




Lilypond, weil im Garten ein kleiner, verwunschener Teich liegt, auf dem zahlreiche Seerosen wachsen. Lily - oder Waterlily - die Seerose. So entstand der Name.




Um unsere neue Galeriewand zu vervollständigen, zeichnete mein Mann (jaa, zeichnen und malen kann er auch, nicht nur kochen) eine Seerose im Stil der pastellig zarten Illustrationen in englischen Kinderbüchern. Diese Seerose schmückt nun unsere neue Wand, neben den Kinder - Kunstwerken.




Die Seerose wurde mit Pastellstiften auf säurefreies Papier gezeichnet und mit ganz wenig Wasser leicht aquarelliert. Wunderschön!





Und Bilder von unserem Haus? Hier bin ich (derzeit) noch ein wenig unschlüssig. Seit fast drei Jahren blogge ich nun schon und außer meinem Mann, meinen Kindern und ein oder zwei Freundinnen weiß keiner davon. Mein privates, kleines Happy - Project. Auf der anderen Seite lese ich persönlich sehr gerne Blogs, bei denen ich ins Wohnzimmer schauen darf. Blogs, in denen private bewohnte Häuser vorgestellt werden - so wie sie sind. Zum Beispiel mein Lieblingsblog Eclectic Hamilton. Oder der wunderschöne Schweitzergarten. Oder der Stadtlustgarten.

Das Zuhause in größerem Maßstab zu zeigen, nicht nur Ausschnitte oder Details, bedeutet aber, die Privatsphäre ziemlich schnell aufzugeben, denn früher oder später erkennt jemand mein Haus. Bisher habe ich ja auch noch kein Foto von mir oder meinen Kindern gezeigt. Hier hat natürlich auch meine Familie noch ein kleines Wörtchen mitzureden.

Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich bereit bin, auch größere Fotos meines Zuhauses zu zeigen - auf die "Gefahr" hin, dass mich meine Nachbarn und alle Bekannten früher oder später erkennen. Oder, liebe Nachbarn, lest ihr schon längst mit und ich weiß es bloß nicht?

Inzwischen also nur Impressionen, auf denen man nicht die gesamte Umgebung erkennt. Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.