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Kampf dem Chaos: wie man anfängt, um endlich wieder Land zu sehen

Mein Haus und mein Garten sind im Normalfall aufgeräumt und soweit sauber, dass ich mich auch bei spontanen Besuchen nicht genieren muss. Natürlich ist es nicht immer perfekt, ganz bestimmt nicht, vor allem nicht, wenn es beruflich drunter und drüber geht oder meine Kinder mit ihren Freunden die Küche okkupieren, um gemeinsam zu kochen.


Aber im Großen und Ganzen bemühe ich mich, dass das Haus immer freundlich, einladend und halbwegs in dem Zustand ist, den ich persönlich als meinen Standard definiert habe.

Genau das ist das Zauberwort - der eigene Standard. Wie fühle ich mich wohl? Wie fühle ich mich wohl, wenn die klatschsüchtige Nachbarin unangekündigt vor der Türe steht? Wie muss es sein, dass das Familienleben funktioniert, ohne dass man permanent Feuerwehr spielen muss, weil Dinge nicht gewaschen oder nicht erledigt sind oder schlicht und einfach im Chaos verschwinden?

In den nächsten Wochen stelle ich mein Konzept vor, wie ich als berufstätige Mama mit Tieren, Haus, Garten und vielen Hobbys diese Herausforderung meistere. Das ist keine Anleitung, eher ein Bericht, wie es für mich klappt. 

Verkaufe dein Haus! Am besten jedes Jahr!

Ein Notizbuch leistet gute Dienste.

Wenn ich darüber nachdenke, was mich am meisten beim letzten Umzug geärgert hat (eigentlich bei allen Umzügen bisher), dann sind es die vielen kleinen Reparaturen, die ich noch erledigen musste, bevor die Wohnung / das Haus an die Hausverwaltung zurückgegeben / verkauft wurde. Kleine und kleinste Reparaturen, die schon längst fällig gewesen wären, die ich aber immer wieder verschoben habe. Zuletzt musste ich sie machen, unter Zeitdruck und für jemanden anderen! Das ist richtig ärgerlich!


Obwohl ich ordentlich, organisiert, sauber und aufgeräumt lebe, gab es viele solcher dummer Kleinigkeiten.

Beispiele:
  • 2 gesprungene Fliesen im Vorzimmer. Die Reservefliesen lagerten im Keller. Der Austausch dauerte keine zwei Stunden. Die Sprünge waren klein aber sichtbar und viele Jahre alt. Ärgerlich!
  • Die Silikonfugen im Bad. Immer wieder ein Thema.
  • Kleine abgeschlagene Stellen an Fensterrahmen und Türen. Ein kleiner Topf Farbe, zwei Stunden Zeit, und alles war wieder tiptop.
  • Der abgenütze Terrassenbelag. Ein Topf Farbe, eine halbe Stunde Zeit, alles wieder in Ordnung.
  • Die ewig lockere Steckdose im Wohnzimmer. Einmal ordentlich angeschraubt, fertig. 5 Minuten.
  • Zwei defekte Wendestäbe bei Jalousien. Die Reservestäbe wurden damals bei der Montage mitgeliefert. Austauschen muss man sie aber selbst. Dauer: 15 Minuten. 
  • Eine fehlende Parkett - Abschlussleiste. Über solche Kleinigkeiten kann man jahrelang hinwegsehen (und hinwegsteigen). 15 Minuten für die Montage und 6 Euro für die Leiste.

So könnte es noch ewig weitergehen.

Alle diese Dinge sind Kleinigkeiten, die immer wieder verschoben oder auf die nächste größere Renovierung verlegt werden, weil sie ja nicht wirklich stören. Falsch!

Hier muss eine Lösung her. Diese lautet: Ich verkaufe mein Haus!

(Natürlich nur gedanklich, nicht wirklich.)

Ich gehe mindestens zweimal im Jahr durch das Haus, als ob ich ein potentieller Käufer oder Hausverwalter wäre und achte penibel auf die vielen kleinen Dinge, die den Preis mindern könnten, reparaturbedürftig sind oder zeigen, wie nachlässig der Besitzer mit dem Haus umgegangen ist. Gnadenlos.

Wir glauben immer, dass die kleinen Schönheitsfehler nicht auffallen. Stimmt nicht. Wir bemerken (und verdrängen) sie täglich. Ein Besucher hingegen registriert sie sofort!

Vor einigen Tagen war ich zu Besuch bei einer eigentlich ziemlich ordentlichen Familie. Die Küche war, trotz einiger Kinder, aufgeräumt und gut organisiert. Die vielen Fettfingertapper auf den Kasterln sind mir trotzdem aufgefallen. Das ist nicht bösartig, ich weiß genau, wie der Haushalt mit Kindern läuft. Aber ich habe es bemerkt, darum geht es. Ein Außenstehender sieht einfach viele Dinge kritischer und registriert die Arbeiten, die wir aufschieben, besonders genau.

Dann mache ich eine genaue Liste. Raumweise. Also eigentlich viele Listen, darauf notiere ich aber auch alle Ideen und Wünsche für diesen Bereich. Diese Listen dienen mir ein Jahr als Basis für meine Reparaturen, Renovierungen und Anschaffungen. Ich liebe es nämlich, Dinge auf Listen durchzustreichen. Was für ein gutes Gefühl, eine Sache komplett erledigt zu haben. Somit werden diese ärgerlichen und wenig aufwendigen Kleinigkeiten auch wirklich regelmäßig erledigt und ich habe ein Gesamtkonzept, was ich alles machen möchte.

Checklisten raumweise im Notizbuch. So ist immer alles zur Hand.

Natürlich ist die Liste immer viel länger als die verfügbare Zeit. Alles zu schaffen ist schier unmöglich, wie meistens. Aber anhand der Liste kann ich Erfolge viel besser kontrollieren und schaffe tatsächlich in einem Jahr wesentlich mehr, als ohne Liste. 

Wer hat auch solche Erfahrungen gemacht?

Mit liebem Gruß
Marie

Renovieren oder nicht renovieren? Das Dilemma mit gemieteten Wohnungen...

Seit einiger Zeit haben wir ein eigenes Haus - unser erstes - das wir derzeit in liebevoller Kleinarbeit renovieren. Davor haben wir viele Jahre in Mietwohnungen verbracht, in drei verschiedenen, um genau zu sein.

Unsere erste Wohnung war halb Studentenwohnung, halb WG, in einem alten Haus aus der Gründerzeit. Die Wohnung war zwar frisch renoviert, hatte also neue Leitungen, eine moderne Heizung und neue Fenster, ansonsten war es aber eine typische Wohnung aus der Zeit der Jahrhundertwende, mit hohen Räumen, Füllungstüren und einem sehr kreativen Grundriss.

In dieser ersten Wohnung haben wir kaum etwas selbst gestaltet - aus Zeit- und Geldgründen. Als Studenten hatten wir keinen finanziellen Spielraum und - da wir unser Studium abschließen wollten - auch wenig Zeit. Unsrer Möbel bekamen wir großteils geschenkt, es war ein kunterbuntes Durcheinander mit viel Charme. Das teuerste Stück war die Küche, eine kleine Küchenzeile für die winzige Gangküche um immerhin umgerechnet 1500 Euro. Dafür mussten wir schon ordentlich sparen.

Unsere zweite Wohnung war nur eine schnelle Übergangslösung. Eine kleine Wohnung aus den 1960-er Jahren, in der davor eine sehr alte Dame gewohnt hatte. Mit viel Enthusiasmus, ebenfalls noch wenig Budget und ein paar guten Ideen renovierten wir die Wohnung in ein paar Wochen, um sie für uns bewohnbar zu machen. Wir ließen in der Küche ein paar zusätzliche Steckdosen stemmen, weil dort nur zwei Stück vorhanden waren. Außerdem rissen wir das alte Linoleum in Bad, Küche, WC und Vorraum heraus und verlegten neue Fliesen. Die Wände und die Türen wurden frisch gestrichen, das vorhandene Parkett in Wohnzimmer und Schlafzimmer gründlich gereinigt. Fertig. Für etwas über ein Jahr eine durchaus praktikable Lösung.

Unsere dritte Wohnung war unser erstes richtiges Familiennest. Eine große Wohnung aus den 1970-er Jahren mit riesigen Fensterflächen und einer schönen großen Terrasse mitten im Grünen. Einziges Problem: alles war dunkelbraun. Sehr stylish, der totale 70-er Jahre Look, nur leider ziemlich abgewohnt. Und ich muss zugeben: ich persönlich mag den 70-er Jahre Stil nicht. Angesichts unserer Situation - ein Säugling beim Einzug, knapp danach die nächste Schwangerschaft und der nächste Säugling, hatten wir wenig Möglichkeiten zur Renovierung. Es musste vorerst reichen die Wände zu streichen und die Böden, die völlig desolat waren, zu ersetzen.

Da uns klar war, dass auch diese Wohnung NICHT die endgültige Lösung ist, wollten wir nicht allzuviel Geld investieren.

Und hier beginnt genau das Dilemma der Mietwohnungen und des DIY. Was zahlt sich aus? Wieviel Geld soll man investieren? Und auf der anderen Seite: kann ich mehrere Jahre mit diesen schrecklichen Fliesen / Fenstern / Tapeten / Böden / etc. leben?

Unser Bad war der schlimmste Alptraum: dunkelbraune Badkeramik, braun - beige Fliesen bis unter die Decke, die wie im Gefängnis wirkten. Allerdings alles in halbwegs gutem Zustand und leicht zu reinigen. Einige Zeit sahen wir uns täglich diesen Alptraum an, dann war es einfach zu viel. Wir konnten dieses Bad nicht einen Tag länger ertragen.

Da neu verfliesen viel zu teuer gewesen wäre und sich die bestehenden Fliesen auch von den 6 cm Gipsdielenwänden nicht hätten abschlagen lassen, mussten wir nach einer Alternative suchen. Eine Fliesenbeschichtung war die Lösung. Gemeinsam mit einem neuen Kasten und einer Duschwand war eine relativ kostengünstige Lösung gefunden. Das Bad war auch danach nicht optimal - aber um vieles besser.

Die Küche - eine teure Markenküche - stammte ebenfalls aus den 1970er Jahren. Leider war sie total in Ordnung, kein Scharnier, das klemmte, keine Lade, die nicht funktionierte. Eine Küchenrenovierung, die wir immer wieder ins Auge fassten, war uns dann doch zu teuer. Das war eine gute Entscheidung, denn mit der Küche konnten wir de facto recht gut leben - und haben viel Geld gespart.

Was ich bereue: dass ich die fürchterlichen braunen Türen und Fenster nicht weiß gestrichen habe. Unsere Wohnung, so leicht und luftig und hell wir sie auch gestaltet haben, wirkte immer ein wenig düster - trotz der riesigen Fensterflächen. Hier hätte ich einfach einmal die Initiative ergreifen müssen.

Fazit: mit ein wenig Fantasie und Farbe lässt sich auch eine Mietwohnung sehr gut und kostengünstig den eigenen Bedürfnissen anpassen. Wenn man die Wohnung allerdings nicht als Dauerlösung sieht und nur über ein begrenztes Budget verfügt, sollte man wirklich große Investitionen, wie beispielsweise ein komplett neues Bad oder eine neue Küche, gut überlegen. Denn die Kosten, die man einem Nachmieter eventuell verrechnen kann, betragen meist nur einen Bruchteil der Anschaffungskosten.

Wichtig ist, dass man selbst herausfindet, womit man gut leben kann oder was täglich Energie kostet, weil man es nach einiger Zeit "nicht mehr sehen kann".

Man sollte sich aber im Klaren sein, dass sämtliche Investitionen, die man in einer Mietwohnung tätigt, de facto beim Auszug zu einem großen Teil verloren sind. Weiters ist es wichtig, sich vorher beim Vermieter zu erkundigen, welche Renovierungmaßnahmen überhaupt zulässig sind - und sich die Erlaubnis beispielsweise für neue Böden, neue Fliesen, etc. schriftlich geben zu lassen. Sonst können - je nach Bedingungen im Mietvertrag - sogar Kosten auf den scheidenden Mieter zukommen, weil er die Veränderungen wieder rückgängig machen muss.

Tipps und Tricks für Mietwohnungen findest du hier.

Gruß
Marie







Meine große Herausforderung - der Umzug Teil 1: Adressänderungen

Vor einiger Zeit haben wir begonnen, ein altes Häuschen zu renovieren und langsam ist ein Ende abzusehen. Der Umzug naht! Und mit ihm all die tausend Kleinigkeiten, die es vorher noch zu erledigen gibt.

Kein Problem bei guter Organisation, sagt meine Umgebung, naja, ich werde das Kind schon schaukeln.

Da wir nicht von einem Tag auf den anderen unser jetziges Heim verlassen müssen, kann ich einiges ruhiger angehen. Ein erster Schritt wird es sein, alle Adressen zu ändern und die Post umzustellen.

So viel Post kommt an einem "schwachen" Tag in meinen Postkasten.

Außerdem möchte ich die Gelegenheit gleich nützen um:

* sämtliche unerwünschte Sendungen abzubestellen
* alle falschen Namensschreibungen etc. richtigzustellen
* generell das Werbeaufkommen im neuen Haus zu reduzieren
* wenn möglich die Rechnungszusendung auf Email umzustellen, das bieten schon fast alle Firmen an

Zuerst einmal registriere ich alle unsrere ALTEN Namen und Adressen auf der Robinsonliste. Damit verhindere ich zumindest teilweise, dass alte Adressdatenbanken wieder und wieder verkauft werden und noch Jahre nach unserem Auszug Werbung an unsere alte Adresse geschickt wird.

Kein Scherz: ich bekomme noch Zusendungen an den Mieter, der aus unserer derzeitigen Wohnung vor mehr als 18 (!!!) Jahren ausgezogen ist.

In Zukunft werde ich mit meinen Daten SEHR geizig sein!

Alle unerwünschten persönlichen Sendungen (ja, Rechnungen sind auch unerwünscht, aber die kann ich nicht abbestellen) werden telefonisch, per Mail oder Fax abbestellt. Vorsicht: Telefonnummer unterdrücken und eine Trash-Emailadresse dafür verwenden. Sonst speichern die Firmen gleich wieder neue Daten ab.

Danach schreibe ich auf die unerwünschte Sendung zusätzlich den Vermerk: RETOUR - und stecke sie in den nächsten Briefkasten. Das hilft auch bei der Reduzierung der Werbung.

Auf unserem neuen Briefkasten kleben schon die Bitte um "KEINE WERBUNG" und "FLUGBLATTVERZICHTER". Bin gespannt ob es wirkt. Mit dem neuen Postboten habe ich gesprochen und ihn gebeten, diese Aufkleber zu respektieren. Er hält sich daran. Die diversen Werbemittelverteiler leider nicht, schade, ich werfe diese Sendungen generell ungelesen ins Altpapier. Was für eine Verschwendung von wertvollen Ressourcen.

So ein Stapel Mail wie oben kommt täglich mindestens herein, da sind aber Flugblätter noch nicht dabei. Und heute ist Montag in den Ferien, da ist das Postaufkommen auch geringer.

Ich habe mir eine Liste gemacht, um alle Änderungen zu verfolgen. Habe ich schon gesagt, dass ich ein absoluter Fan von Listen bin? Schönen, bunten, gestalteten Listen, für alle Eventualitäten und Ereignisse.

Ich notiere, was an Post gekommen ist, an wen es adressiert war und entscheide, ob ich in Zukunft noch Post von diesem Absender bekommen will (oder muss). Wenn ja, wird die Adresse geändert und wenn alles bestätigt ist (Email-Bestätigung, etc.) wird die Zeile abgehakt. Wenn ich in Zukunft keine Post mehr erhalten will, wird die Firma davon in Kenntnis gesetzt und die Sendung retorniert. Mal sehen, wie viele sich nicht daran halten.

So eine Liste kann man natürlich auch gut brauchen, wenn man beispielsweise gerade geheiratet und den Namen geändert hat.

An alle, die so wie ich umziehen werden - halten wir die Ohren steif!

Gruß
Marie