Posts mit dem Label Versicherung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Versicherung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 21. Januar 2015

Heute organisiere ich meine Versicherungsverträge - und spare mehr als 450 Euro im Jahr!

Wir alle haben unzählige Versicherungsverträge, oft bewußt abgeschlossen, um ein Risiko abzuwenden, manchmal auch völlig unnötig, weil die Versicherung durch sogenannte Doppelversicherungen sowieso niemals zur Anwendung kommen kann - gut verkauft durch clevere Versicherungsmakler. Heute organisiere ich alle Versicherungsverträge neu und erkundige mich auch gleich
  • welche Verträge definitiv notwendig sind
  • welche Verträge unnötig sind
  • ob es nicht Möglichkeiten gibt, die Risiken billiger zu versichern (Internet sei Dank, es gibt genug Versicherungsvergleiche)
Zunächst einmal suche ich alle Versicherungsverträge heraus. Wirklich alle. Und in Zukunft liegen auch alle Versicherungen in einem einzigen Ordner. Somit bleibt der Überblick gewahrt und in Schadensfall habe ich die Unterlagen gut im Griff. Bisher hatte ich die Haushaltsversicherung in der Haushaltsmappe, die Autoversicherung beim Auto, die Unfallversicherung - ja, wo eigentlich? Und so war die unnötige Sucherei wieder einmal vorprogrammiert.

Es gilt ja zu bedenken: Versicherungen braucht man oft im Notfall. Und im Notfall kann es auch sein, dass sich ein Verwandter oder Freund in den Unterlagen zurechtfinden muss. Ich möchte ja nicht unbedingt den Ernstfall zitieren, dass eine Lebensversicherung schlagend werden muss. Es reicht, dass man im Urlaub die Polizzennummer der Krankenversicherung für einen Arztbesuch braucht - und natürlich nicht mit dabei hat.

Es ist strittig, welche Unterlagen man wie lange aufheben muss - gerade bei Versicherungen sammelt sich ja jede Menge Papier an. Ich hebe immer den unterschriebenen Versicherungsantrag, die erste Originalpolizze und die aktuelle Folgepolizze samt den aktuellen Geschäftsbedingungen in Papierform auf. Weiters sämtliche Einzahlungsbestätigungen, soferne die Zahlung nicht über das Konto lief. Das ist wichtig, Versicherunsunternehmen kommen schon manchmal auf die Idee, Prämien "irrtümlich" mehrfach zu berechnen, vor allem, wenn es sich um Bareinzahlungen handelt. Auch diese Unternehmen sind vor Computerfehlern natürlich nicht gefeit...

Alle weiteren Folgepolizzen und den diversen Schriftkram scanne ich ein, danach wird er vernichtet. Viele Anbieter versenden ihren Schriftverkehr auch schon per Mail. Wo immer es möglich ist, nutze das papierlose Service. Es spart Ressourcen und Platz.


Also: ein Ordner für alle Versicherungen, einfache Trennblätter und die Unterlagen dahinter abgeheftet.

Danach werden alle Kontoauszüge durchforstet: was wird von wem abgebucht? Wie oft? Zu welchem Zeitpunkt? Welcher Betrag?

Nun kommen die Verträge an die Reihe: alle werden mit Namen, Zweck, Nummer, Versicherungsnehmer, Ablaufdatum und jährlicher Zahlung erfasst.


Ganz schön viele Verträge - nicht? Und ganz schön viel Geld, das diese Verträge im Jahr kosten...

Als nächstes erforsche ich das Einsparungspotential: welche Verträge brauche ich wirklich?

Ich bin keine Versicherungsfachfrau, daher sind meine Tipps nur meine ganz private Meinung. Aber vielleicht helfen sie ja doch weiter.

Welche Verträge meiner Meinung nach unbedingt notwendig sind, natürlich je nach persönlicher Lebenssituation:
  • Wenn man ein Haus oder eine Wohnung hat: eine Haus- oder Haushaltsversicherung. Diese deckt existenzbedrohende Schäden ab, beispielsweise Einbruch, Feuer, etc.
  • IMMER: eine ordentliche Haftpflichtversicherung. Es kann jedem passieren, dass er aus Versehen einen großen Schaden verursacht, der existenzbedrohend sein kann. Haftpflichtversicherungen sind allerdings in fast allen Haushaltsversicherungen inkludiert, auch Kinder, Lebenspartner, Tiere, etc. sind darin enthalten. Wichtig ist, dass diese Personen / Tiere im Versicherungsvertrag ausdrücklich erwähnt sind, sonst kann es schon passieren, dass die Versicherung versucht, die Zahlung nicht zu leisten...
  • Wenn jemand von mir finanziell abhängig ist: eine Lebensversicherung. Nur dann ist eine Ablebensversicherung sinnvoll, und zwar in entsprechender Höhe. Sie sichert beispielsweise hinterbliebenen Ehepartnern oder Kindern ein finanzielles Polster, um die Ausbildung zu beenden oder sich beruflich neu zu orientieren, wenn sonst kein Vermögen vorhanden ist.
  • Wenn man ein Auto, ein Motorrad, etc. hat: eine Haftpflichtversicherung fürs KFZ (aber die ist sowieso gesetzlich vorgeschrieben).
  •  IMMER: eine normale Krankenversicherung (ich meine keine Kranken-Zusatzversicherung). Im Normalfall ist man entweder bei Eltern oder Ehemann mitversichert, durch das Angestelltenverhältnis sowieso pflichtversichert - aber es gibt doch Ausnahmen, beispielsweise bei Selbständigkeit, in manchen Ausbildungsverhätnissen, etc. Eine Standard-Krankenversicherung muss sein.
  • Bei risikoreichen Sportarten oder Hobbies: eine Unfallversicherung, die diese Risiken definitiv versichert. Als Taucher beispielsweise ist eine gute Versicherung bei Tauchunfällen Pflicht. Aber: in ganz vielen Mitgliedschaften sind solche Versicherungen inkludiert. Beispielsweise bietet der Alpenverein seinen Mitgliedern kostenlos eine umfangreiche Unfallversicherung. Also: erkundigen, recherchieren und viel Geld sparen.
  • Da wir in einer immer komplexeren Welt leben, ist eine Rechtsschutzversicherung manchmal sinnvoll. Streitigkeiten, die vor Gericht landen, werden leider immer häufiger.
Alle weiteren Versicherungen gilt es zu überdenken. Brauche ich sie wirklich? Wie groß kann der Schaden maximal sein? Und zahlt die Versicherung im Ernstfall überhaupt, oder gibt es so viele Ausnahmen, dass das Geld nur verschwendet ist?

Als bestes Beispiel fallen mir dazu die divesen Produktversicherungen ein, die gerne mitverkauft werden, also eine Diebstahlversicherung mit dem Fahrrad, eine Brillenversicherung, eine Versicherung für Handy oder Computer, eine Garantieverlängerung für das Elektrogerät (ja, auch das ist eine Versicherung!) etc.

Hier stellen sich folgende Fragen:
  • Was kostet die Versicherung tatsächlich?
  • Wie groß ist mein maximaler Schaden, wenn der absolute Ernstfall eintritt? Bedroht mich dieser Schaden existentiell? Oder ist es nur ärgerlich?
  • Ist der Schadensfall nicht bereits durch eine andere Versicherung gedeckt?
  • Welche Schäden werden tatsächlich abgedeckt? Und wie wahrscheinlich sind diese Schäden? Oft sind nämlich bei diesen Produktversicherungen, Garantieverlängerungen, etc. so viele Schadensfälle und Möglichkeiten im Kleingedruckten ausgeschlossen, dass die Versicherung de facto niemals zur Auszahlung kommen kann.
Ich persönlich finde es besser, einen kleinen persölichen „Notfallsfond“ (zb. Ein Sparbuch) einzurichten und ein wenig Geld dort zu parken. Eventuell sogar im Sparstrumpf, angesichts der nicht vorhandenen Sparzinsen. Tritt ein Ernstfall ein, kann ich mit dem Geld das Produkt ersetzen oder zumindest den Schaden verkleinern. Tritt kein Schaden ein, so bleibt mir das Geld - und nicht der Versicherung.

Auch die privaten Pensionsversicherungen halte ich für mäßig seriös. Wenn man einmal richtig scharf rechnet, ist es besser, den gleichen Betrag einfach nur monatlich auf die Seite zu legen. Die Zinsen sind dann zwar so gut wie nicht vorhanden, aber angesichts der horrenden Vertrags- und Maklergebühren, die tatsächlich anfallen (und die ein Makler und das Unternehmen nur dann bekannt geben, wenn man ihnen Bambusstäbchen unter die Fingernägel treibt), bleibt unterm Strich trotzdem mehr übrig. Außerdem hat man im äußersten Notfall das Geld zur Verfügung und muss nicht den Vertrag kündigen und noch mehr Verluste in Kauf nehmen. Trotzdem gilt natürlich: von der zu erwartenden staatlichen Pension werden wir derzeit 30 bis 40 Jährige einmal sicher nicht leben können, auch wenn wir unser ganzes Leben gearbeitet haben! Punkt! Private Vorsorge ist also unumgänglich - aber eben auf meine Weise.

Ich checke auch gleich meine Kreditkarten und alle Mitgliedschaften. Bei vielen Karten oder Vereinen sind gratis eine Menge Versicherungen dabei. Also Daueraufträge über die Kreditkarte laufen lassen und einmal das Kleingedruckte genau lesen. Kinder sind beispielsweise in der Schule und am Schulweg unfallversichert.

Sämtliche Versicherungen, die nur ein seltenes Risiko abdecken sollen, kann man im Bedarfsfall bequem als Einmalversicherung abschließen. Beispiele dafür sind die diversen Kranken- und Rückholversicherungen aus dem Ausland. Weil ich nur hin und wieder privat im Ausland auf Urlaub bin, schließe ich dafür dann anlassbezogen eine zeitlich begrenzte Versicherung ab. Das ist wesentlich günstiger. Hier sind wieder die Unterlagen der Reiseanbieter, die diversen Mitgliedschaften beispielweise auch im Automobilclub und die Kreditkarten zu prüfen: vieles ist hier nämlich schon automatisch mitversichert.

So, nun geht es an die Auswertung:
  • Typ 1: Pflichtversicherung, zb. Krankenversicherung, die vom Gehalt abgezogen wird oder Pensionskasse, etc. Hier kann ich nicht frei wählen und auch nichts tun, daher einfach ablegen.
  • Typ 2: Versicherung, die ich unbedingt brauche, aber frei wählen kann. Hier wird nun recherchiert, ob es nicht woanders besser und billiger ist. Das macht Arbeit, klar, aber es lohnt sich.
  • Typ 3: Versicherung, die ich nicht (mehr) brauche. Sofort kündigen. Da es manchmal nicht ganz einfach ist, aus einer Versicherung wieder "herauszukommen", findet man gute Vordrucke und Musterbriefe bei den diversen Konsumentenschutzorganisationen. Oft hilft beim höflichen Kündigungsschreiben auch der freundliche Hinweis, dass man den Vorgang beim Konsumentenschutz prüfen lassen wird (vor allem, wenn man Geld zurück haben möchte). Dann läuft es meist problemlos ab, wenngleich die Kündigungsfristen oft unverschämt lange sind.
  • Typ 4: Versicherung, die ich brauche, aber nicht habe: umsehen, prüfen, Angebote einholen, nochmals prüfen und klug abschließen.

Mein persönliches Einsparungspotential:
  • Krankenhaus - Zusatzversicherung der Kinder gekündigt. Sie war praktisch, so lange die Kinder wirklich klein waren und wir haben sie auch einige Male in Anspruch genommen. Sie deckte vor allem die Leistung ab, dass Mama oder Papa (oder auch einmal Oma) mit dem Kind im Spital aufgenommen wurden und das Kind nicht alleine bleiben musste. Allerdings ist das sowieso nur bis zum Alter von rund 10 Jahren möglich. Die Unfall - Zusatzversicherung, die damit verbunden war, deckt nun eine Gratis-Kreditkarte ab.Einsparung: 186 Euro pro Jahr
  • Unfall - Versicherung: mit der Krankenversicherung verbunden bzw. eine eigene für uns Eltern. Hier deckt eine Vereinsmitgliedschaft die Versicherung wesentlich besser ab. Einsparung: 170 Euro pro Jahr. Außerdem war das ein Versicherungsunternehmen, das ziemlich oft "versehentlich" wegen eines "Computerfehlers" und einer "Systemumstellung" die Prämie zweimal abgebucht hat. Zwar immer mit Entschuldigungen und Rückbuchung, etc., aber den Ärger und die Arbeit hat man ja doch.
  • Haushaltsversicherung online gecheckt und einen besseren Anbieter gefunden. Einsparungspotential: 35 Euro pro Jahr
  • Kreditkarte gekündigt, die nicht gratis mit dem Konto verknüpft war und auch sonst keinerlei zusätzlichen Nutzen bot. Einsparungspotential: 60 Euro pro Jahr

Summe der Einsparungen (und ich habe NICHT viele Verträge, weil ich seit Jahren darauf achte, was ich abschließe): über 450 Euro!!!! Pro Jahr! Und ich bin immer noch genauso gut versichert, wie vorher, in Teilbereichen sogar besser!
 
Irgendwann einmal gab es den Werbeslogan eines Finanzdienstleisters: "In jedem Haushalt ist Geld versteckt!" Ja, aber das entdecke ich ganz alleine. Von Finanzdienstleistern halte ich persönlich nicht viel, sie verdienen einfach zu viel Geld damit, wenn sie mir Verträge verkaufen. Und ich lasse mir auch ungern Angst machen, auch wenn das auf sehr subtile Weise geschieht! Aber auch das ist wieder nur meine ganz persönliche Meinung und ich habe natürlich nur Erfahrung mit einzelnen Anbietern ;-).

Ein wenig Arbeit macht das natürlich schon, alleine für die Online - Vergleiche der Versicherungen (Haftpflicht, Auto, etc.) habe ich fast einen Tag gebraucht. Den Tageslohn von 450 Euro lasse ich mir aber gefallen, das könnte es ruhig öfter geben!

Wichtig ist mir, wie bei allem im Leben, dass ich die Verantwortung für unser "Geldleben" übernehme, mich selbst informiere und weiß, was ich tue und warum.

Ich kann aus rechtlichen Gründen hier natürlich keinerlei Namen, etc. nennen. Aber wer mir privat schreibt, dem kann ich auch ganz privat antworten.

Mit liebem Gruß

Marie

Wer möchte auf meine Blogroll? Ich organisiere einen Linktausch. Hier geht es zur Anleitung.

Und wer mir einen lieben Kommentar hinterlässt, erscheint rechts in meiner Seitenleiste.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Anleitungen, Rechnungen und Garantiescheine

Zu jedem Gerät bekommt man mittlerweile fingerdicke Anleitungen mitgeliefert, wobei die Anzahl der Seiten definitiv nichts mit der Qualität der Information zu tun hat. Meist sind es kurze Texte in miserablem Deutsch und in fünfzehn weiteren Sprachen und nach dem Lesen ist man so klug wie zuvor.

Die meisten Geräte sind gottseidank relativ selbsterklärend. Außerdem habe ich das Glück, einen technisch sehr begabten Sohn zu haben. Er sieht sich ein Gerät an und weiß, wie es funktioniert Also lasse ich mir neue Dinge meist von ihm erklären.

Nichtsdestotrotz muss man Rechnungen, Anleitungen, etc. irgendwo aufbewahren. Bei der Fülle der Geräte und der Dicke und Anzahl der Manuals nimmt das ganz schön viel Platz in Anspruch.

Daher bin ich schon vor einigen Jahren dazu übergegangen, nur mehr den deutschen (oder englischen) Teil der Anleitung aufzuheben und den Rest einfach wegzuschmeißen. Mittlerweile mache ich nicht einmal mehr das. Zu den meisten Geräten gibt es nämlich Anleitungen auf den diversen Homepages der Hersteller. Ich lade mir diese herunter und speichere sie in meinem Computer. Wenn das Gerät einmal läuft, sieht man ohnehin nur mehr sehr selten in den Anleitungen nach - und wenn es notwendig ist, finde ich sie auf einen Klick.

Ich habe in meinem Computer ein Verzeichnis Inventar angelegt, darunter Unterordner mit den Titeln Unterhaltungselektronik, Möbel, Haushaltsgeräte, Computer, etc. In diesen Unterordnern gibt es weitere Unterordner mit den Gerätenamen - und in diese Ordner speichere ich alles, was mit diesem Gerät zu tun hat. Ich scanne die Rechnung (und hebe sie nur so lange in Papierform auf, bis die Garantie abgelaufen ist), und speichere die Anleitungen dazu. Bei Computerzubehör speichere ich eventuell auch Treiber in dieses Verzeichnis - und ich mache ein Foto.

Screenshot des Inventarordners Drucker. Treiber, Rechnung, Anleitungen und ein Foto sind gemeinsam abgelegt.

Wenn ich nun über irgendeines meiner Geräte eine Info brauche, habe ich alles bei der Hand. Sehr praktisch ist das auch, wenn man schnell nachschauen will, ob ein Gerät noch Garantie hat bzw. im Versicherungsfall zum Nachweis des Anspruchs.

Eine Kopie aller dieser Dateien habe ich auf einer DVD gespeichert und getrennt vom Computer sicher verwahrt.Wenn der Computer also den Geist aufgibt oder gestohlen wird, habe ich meine Infos trotzdem noch bei der Hand.

Es ist für mich unmöglich, alle Geräte im Haushalt nachträglich so zu erfassen, ich möchte ja auch noch andere Dinge tun. Aber ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, alle neuen Geräte gleich einzugeben und die Anleitungen und Rechnungen zu scannen bzw. downzuloaden. Somit muss ich nur mehr die Originalrechnungen aufheben, solange Garantie besteht und der Papierwust hat sich binnen kurzer Zeit stark reduziert.

Ein Anfang des papierlosen Home-Office!

Liebe Grüße
Marie