Posts mit dem Label Zukunft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zukunft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Unsere Bloggerwelt - wohin führt der Weg?

Ich lese gerne und viel in der Bloggerwelt - und auch viele englischsprachige Homeblogs. Einige davon haben mich inspiriert und dazu bewogen, selbst mit dem Bloggen zu beginnen. Aus Spaß. Aus Freude am Ausdruck und an der Begegnung mit meinen Lesern. Als Werkeltagebuch und Projektbegleitung. Als kreatives Ventil.




In Amerika scheint es aber mittlerweile einen Trend zu geben, der private Blogs nach und nach kommerzialisiert und das ursprüngliche Konzept völlig ad absurdum führt. Blogs werden zunehmend perfektioniert und gewinnbringend vermarktet. Das Leben, die Echtheit, alles, was die Bloggerwelt eigentlich ausmacht, geht dabei verloren. Oder aber die Latte wird (von wem eigentlich) so hoch gelegt, dass einfache lebensechte Blogs daneben blass aussehen. Schade.

Wer möchte, kann den Originaltext hier lesen, Brenda von Cozy Little House (die ich schon lange regelmäßig lese) schreibt hier sehr direkt, was sie von diesem Trend hält.

http://www.cozylittlehouse.com/2015/05/the-stepford-bloggers.html

 (Wer nicht so gut englisch spricht: einfach von Google übersetzen lassen. Den Sinn kann man trotz der schlimmen Grammatik durchaus verstehen.)

Ich glaube, dass wir hier in Deutschland, Österreich und der Schweiz, unter uns deutschsprachigen Bloggern also, noch weit davon entfernt sind. Wir bloggen frei von der Leber weg, posten durchaus fehlerhafte Berichte oder unprofessionelle Fotos, aber man merkt, dass bei uns das Leben die Themen vorgibt. Und man spürt das Herz, das hinter den Posts steckt, bei jedem einzelnen herrlich amateurhaften Blog.

(Hier prangere ich ausdrücklich keine kleinen Dawanda Shops, Produkttester, Linktauschaktionen, kleines Sponsoring oder Ähnliches an, im Gegenteil! Kleines kreatives Unternehmertum ist genau das, was hier in unserer Bloggerwelt stattfinden darf und soll.)

Behalten wir uns dieses Einstellung bei. Auch auf nicht perfekten Fotos kann man tolle Ideen gut erkennen. Auch ein kurzer, vielleicht ein wenig fehlerhafter Text kann über die schönsten Erlebnisse berichten. Aber das tollste Layout kann nicht über einen Mangel an Inhalt hinwegtäuschen - oder dass bereits ausschließlich kommerzielle Interessen hinter dem Blog stehen.

Ich liebe die bunte, lustige, abwechslungsreiche Bloggerwelt mit ihren Geschichten. Bleibt so, wie ihr seid, berichtet, was euch bewegt und bloggt, wie euch der Schnabel gewachsen ist. Und hört vor allem nicht damit auf, weil es plötzlich rundherum so viele richtig tolle professionelle Blogs gibt, die euch den Mut nehmen, über euer Leben zu berichten.

Versteht mich nicht falsch, im Laufe des Bloggerdaseins wird der Blog zunehmend ein wenig professioneller. Das ist klar und gut und darum sollten wir und ja auch bemühen. Einige von uns haben außerdem eine fotografische Ausbildung oder einen Hintergrund in einer grafischen oder kreativen Branche. Aber ich glaube, ihr wisst, was ich meine, oder? Auch wenn ich mich nicht superprofessionell journalistisch ausdrücken kann. Ich bin halt Technikerin, schreibe meine Texte selbst und mache meine Fotos selbst.

Mit lieben Grüßen

Marie

Wer mag, kann meinen Post gerne teilen. Ich freue mich vor allem auf viele Kommentare. Wie seht ihr die Lage? Wohin gehen unsere Blogs? Macht Bloggen noch Sinn? Macht es Sinn, jetzt mit einem Blog neu zu beginnen, wenn andere schon sieben oder mehr Jahre bloggen? Was meint ihr?