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Mittwoch, 1. Oktober 2014

Geld sparen: Gutscheine und Coupons

Wer aufmerksam Tageszeitungen liest, stellt fest, dass eine neue Welle der Werbung angekommen ist. Couponing in Printmedien. Das sind kleine Gutscheine für ein bestimmtes Geschäft oder eine bestimmte Ware in einem begrenzten Zeitraum. Vor einigen Jahren wurden die rechtlichen Bedingungen im deutschsprachigen Raum so geändert, dass diese Art der Werbung (wieder) erlaubt ist.

 
Manchmal liegen den Tageszeitungen ganze Couponhefte bei.


Im englischsprachigen Raum, vor allem in den USA, sind diese Coupons seit langem erfolgreich. In jeder Zeitung finden sich zahlreiche dieser Schnipsel, die man ausschneiden kann und die oft nur für ein spezielles Produkt gelten. Viele Gutscheine geben aber auch Rabatte auf beispielsweise einen Artikel der eigenen Wahl.

Ich persönlich habe ja keine dieser vielen Kundenkarten, auch wenn es oft tolle Angebote gibt. Die damit verbundenen Nachteile, dass sämtliche meiner Daten gespeichert werden und an "für Sie interessante Drittanbieter" weitergeleitet werden dürfen, wie es im Kleingedruckten so schön heißt, möchte ich nicht in Kauf nehmen. Wir sind ohnehin schon fast lückenlos überwacht und seit ich weiß, dass Kundendaten um bis zu 500 Euro pro Datensatz (ja!) verkauft werden, achte ich noch mehr auf meine Privatsphäre.


Manchmal muss man den QR Code scannen und bekommt den Gutschein aufs Handy.

Mit den Coupons ist es anders. Hier lege ich ja einfach nur den Gutschein mit der Ware mit aufs Förderband und wenn ich bar bezahle, gebe ich keine Daten preis. Das gefällt mir wesentlich besser.

Auch online sind viele dieser Gutscheine zu finden, sei es für online - Einkäufe mit Gutscheincode oder als Printgutschein zum Ausdrucken. Manchmal kann man die Gutscheine auch einfach aufs Smartphone laden. Wobei: sobald das Handy involviert ist, gebe ich wieder meine Daten preis. Also Achtung!
Bei mir ist das kein Problem, ich habe nämlich kein Smartphone! Gottseidank, ich lebe sehr glücklich ohne!

Ich habe diese Entwicklung beobachtet und stelle fest, dass man dadurch durchaus Geld sparen kann. Soferne man ein System findet, um den Überblick über diese Aktionen zu behalten.


Oft gibt es zum Beispiel Zeitschriften günstiger.

Der Vorteil bei den Gutscheinen ist zweifach: einerseits kann ich ein Produkt, das ich sowieso kaufen wollte, günstiger bekommen = direkte Ersparnis.

Und zweitens kann ich mittels eines Coupons ein Produkt, das mir normalerweise zu teuer ist, zu einem für mich akzeptablen Preis erwerben = zwar keine direkte Ersparnis, aber ich habe mehr Möglichkeiten.


In Fachzeitschriften findet man oft Gutscheine für Messen oder Ausstellungen.


Beispiel: Ich habe für Käse eine finanzielle Obergrenze, wie viel ich pro Kilo bezahle. Sonst wird mein Haushaltsbudget gesprengt, da meine drei Männer und ich Käse lieben und entsprechend viel davon essen. Mit einem Coupon, der beispielsweise 25% Rabatt auf alle Käsesorten gibt, kann ich meine Einkaufsmöglichkeiten aber erweitern und die eine oder andere Delikatesse erwerben, ohne mein Budget zu überschreiten.


Besonders mag ich einzelne Produktangebote lokaler Anbieter.

Derzeit suche ich noch nach einem akzeptablen und einfachen System, um diese Gutscheine zu organisieren und bei Bedarf auch bei der Hand zu haben. Leider noch nicht ganz erfolgreich, aber ich arbeite daran. Das Ergebnis werde ich vorstellen.

Es ist allerdings wichtig, dass man beim Couponsammeln zu sich selbst ehrlich bleibt. Eine Ware zu kaufen, die man weder will noch braucht, nur weil sie ermäßigt ist, steht dem Gedanken des Geldsparens direkt entgegen. Es ist also wichtig, nur die Coupons überhaupt aufzuheben, die in den prinzipiellen Budget- und Anschaffungsplan passen.

Wer sammelt auch Rabattmarken oder Coupons? Bringt es langfristig wirklich eine Ersparnis? Ich denke schon, selbst wenn ich die Zeit rechnen muss, die das Ausschneiden, Suchen, Sortieren, etc. beansprucht.

Geld sparen kann viel Spaß machen und muss das Leben durchaus nicht einschränken im Gegenteil. Ich bin ein Sparfuchs und stolz darauf. Es kommt ja nur darauf an, mit Köpfchen zu sparen! Ich nütze sehr intensiv die öffentlichen Bibliotheken, tausche mit großem Vergnügen Bücher oder Kinderkleidung (leider werden meine Kinder dafür langsam zu groß), und nütze Onlineplattformen, um Dinge loszuwerden oder billiger zu erwerben.

Mit liebem Gruß
Marie

Anmerkung: ich habe diese Coupons einfach aus ein paar Zeitungen und Zeitschriften abfotografiert, um Beispiele zu zeigen. Weder empfehle ich die genannten Firmen, noch stehe ich in irgendeiner Geschäftsbeziehung zu ihnen oder bekomme irgendwelche finanziellen Zuwendungen.

Montag, 6. Oktober 2014

5 Tage Mini - Organisation: Vorbereitung auf den Winter - Tag 1: Schuhe und Jacken

Der Winter kommt bestimmt, wie jedes Jahr zu früh, zu kalt und dauert dann viel zu lange. Ich bin kein Freund des Winters, ich bin ein Kind des Sommers. Aber in unseren Breiten muss ich mich leider auch mit kurzen, kalten und dunklen Tagen arrangieren.



Heute beginnt meine Winter - Vorbereitung. Eine Woche, in der ich meine Familie spätherbst- und winterfit ausstatte.

Tag 1: Schuhe, Stiefel, Jacken, Mäntel und Anoraks

Winterschuhe und sonstige Wintersachen waren bisher immer in Kisten verpackt und in der Garderobe weggeräumt. Mit meinen größeren Kleiderkästen ist das zwar nur mehr zu einem Teil notwendig, da vieles hier rund ums Jahr bequem Platz findet. Trotzdem verschaffe ich mir erst einmal einen Gesamtüberblick.

Also: heute werden alle Schuhe, Jacken, Anoraks, Mäntel etc. herausgeholt und auf Tauglichkeit geprüft.

  • Was ist vorhanden?
  • Was passt noch? 
  • Was ist zu klein? -> für kleineres Kind verwenden, verschenken, verkaufen oder Altkleidersammlung (der Stapel Müll kommt hier nur selten vor, denn die Sachen, die nicht mehr brauchbar waren, habe ich schon im Frühling entsorgt)
  • Ist alles sauber? Normalerweise wasche und reinige ich alles, bevor es weggeräumt wird. Aber manchmal sind Dinge doch verstaubt oder so verknittert, dass sie nochmals gewaschen werden müssen.
  • Motten? Trotz sorgfältiger Reinigung, Mottenschutz und ordentlicher Aufbewahrung schleichen sich diese Biester manchmal ein. Selten in die Kästen, die täglich benützt werden, aber Kisten werden schon einmal befallen. Dann hilft nur eines: alles sofort ausräumen, beschädigte Kleidung entsorgen, den Rest gründlich waschen oder reinigen lassen und in allen anderen Kästen und Kisten den Mottenschutz sofort erneuern.
Jedes Familienmitglied bekommt seinen eigenen Stapel.

Bei den Kindern beginnt dann das große Probieren: was passt noch? Was ist zu klein und muss ersetzt werden?

Alles, was fehlt und bis Ende Dezember unbedingt gebraucht wird, schreibe ich auf, dann mache ich mich auf den Weg, denn jetzt ist in den Geschäften noch das volle Sortiment vorhanden. Manchmal gibt es auch einen Mid-Season-Sale Anfang bis Mitte November, vielleicht kann einiges bis dahin warten. Oder ich habe irgendwo einen Gutschein.

Alle Dinge, die bis Anfang Jänner warten können, kommen auf meine Liste für den Abverkauf. Denn dann kann ich richtig viel Geld sparen.

Gerade bei  größeren Anschaffungen wie Mäntel, Jacken oder Winterstiefel, die in guter Qualität recht teuer sind, lohnt es sich besonders, Aktionen und Abverkäufe auszunützen.

Viele Dinge, die meine Kinder anziehen, habe ich nicht neu gekauft. Seit Jahren betreibe ich mit Freunden und Verwandten ein Kinderkleidungs-Tauschkarussell. Es funktioniert toll, jeder profitiert davon und man spart eine Menge Geld.

Bevor ich also einkaufen gehe, frage ich noch bei meinen Tauschpartnern nach. Wird vielleicht in den nächsten Tagen dort auch Winterkleidung aussortiert? Vielleicht ist genau das dabei, was ich brauche?
Toll funktioniert dieses Tauschen und Weitergeben auch für Sachen, die nicht unbedingt erste Wahl sein müssen, also für Jacken und Hosen, die nur im Garten getragen werden, Skihosen für den Spielplatz, etc. Solche Dinge kann man immer gratis oder für ganz wenig Geld gebraucht bekommen - und viel Geld sparen.

Umgekehrt gebe ich meine aussortierten Schätze natürlich auch sofort weiter, soferne sie noch in gutem Zustand sind. Hier hilft ebenso ein offenes Wort: wenn eine Familie keinen Garten hat und auch sonst wenig in der Natur unterwegs ist, wird sie eine etwas abgenützte Jacke nicht wirklich brauchen können. Familien mit Garten hingegen können gar nicht genug alte Skihosen haben, vor allem, wenn die Kinder noch klein sind und täglich nass und schmutzig werden.

Dinge, die ich nicht im Voraus kaufe:

Schuhe für Kinder. Es ist im Jänner absolut unmöglich zu sagen, welche Schuhe meine Kinder im nächsten Herbst tragen werden. Manchmal wachsen die Füße binnen drei Monaten um zwei Nummern, dann bleiben sie wieder ein Jahr gleich groß. Kinderschuhe kaufe ich nur bei Bedarf, auch wenn ich dann oft den höheren Preis zahlen muss.

Winterkleidung für Kleinkinder. Einmal gemacht und ordentlich draufgezahlt. Es war ein wunderbarer Schneeanzug in der richtigen Größe (dachte ich), den ich enthusiastisch in der ersten Schwangerschaft erstand. Im besten Kleinkindermodengeschäft, reduziert, trotzdem noch sauteuer. Im ersten Winter war er viel zu groß, im nächsten bereits zu klein. Beim zweiten Kind genauso. Also habe ich das wunderschöne Stück dann ungetragen verschenkt.


Außerdem werden im Schuhregal und in den Kästen schön langsam die Sommerschuhe und Jacken aussortiert. Heute sind das bei mir Sandalen, Leinenschuhe und dünne Sommerjacken. In der Früh hat es bei uns maximal 7°C, da muss schon die Herbstjacke her - und am Nachmittag, wenn es warm ist, tragen die Kids sowieso maximal einen Pullover.


Morgen geht es weiter.

Tag 1: Schuhe, Stiefel, Jacken, Mäntel und Anoraks
Tag 2: Hauben, Mützen, Schals, Tücher und Handschuhe
Tag 3: Unterwäsche, Rollis, Pullover und sonstige Winterkleidung
Tag 4: Bettwäsche
Tag 5: Wintersportgeräte und Winterausrüstung

Komm, mach mit, und am Ende der Woche ist alles fertig und winterfit. Das Wetter soll bei uns zumindest nicht regnerisch werden, also kann ich auch gut alles waschen und im Freien trocknen.

Mit liebem Gruß
Marie

Natürlich nehme ich wieder an Linkpartys teil. Danke an die Veranstalter!

Mittwoch, 21. Januar 2015

Heute organisiere ich meine Versicherungsverträge - und spare mehr als 450 Euro im Jahr!

Wir alle haben unzählige Versicherungsverträge, oft bewußt abgeschlossen, um ein Risiko abzuwenden, manchmal auch völlig unnötig, weil die Versicherung durch sogenannte Doppelversicherungen sowieso niemals zur Anwendung kommen kann - gut verkauft durch clevere Versicherungsmakler. Heute organisiere ich alle Versicherungsverträge neu und erkundige mich auch gleich
  • welche Verträge definitiv notwendig sind
  • welche Verträge unnötig sind
  • ob es nicht Möglichkeiten gibt, die Risiken billiger zu versichern (Internet sei Dank, es gibt genug Versicherungsvergleiche)
Zunächst einmal suche ich alle Versicherungsverträge heraus. Wirklich alle. Und in Zukunft liegen auch alle Versicherungen in einem einzigen Ordner. Somit bleibt der Überblick gewahrt und in Schadensfall habe ich die Unterlagen gut im Griff. Bisher hatte ich die Haushaltsversicherung in der Haushaltsmappe, die Autoversicherung beim Auto, die Unfallversicherung - ja, wo eigentlich? Und so war die unnötige Sucherei wieder einmal vorprogrammiert.

Es gilt ja zu bedenken: Versicherungen braucht man oft im Notfall. Und im Notfall kann es auch sein, dass sich ein Verwandter oder Freund in den Unterlagen zurechtfinden muss. Ich möchte ja nicht unbedingt den Ernstfall zitieren, dass eine Lebensversicherung schlagend werden muss. Es reicht, dass man im Urlaub die Polizzennummer der Krankenversicherung für einen Arztbesuch braucht - und natürlich nicht mit dabei hat.

Es ist strittig, welche Unterlagen man wie lange aufheben muss - gerade bei Versicherungen sammelt sich ja jede Menge Papier an. Ich hebe immer den unterschriebenen Versicherungsantrag, die erste Originalpolizze und die aktuelle Folgepolizze samt den aktuellen Geschäftsbedingungen in Papierform auf. Weiters sämtliche Einzahlungsbestätigungen, soferne die Zahlung nicht über das Konto lief. Das ist wichtig, Versicherunsunternehmen kommen schon manchmal auf die Idee, Prämien "irrtümlich" mehrfach zu berechnen, vor allem, wenn es sich um Bareinzahlungen handelt. Auch diese Unternehmen sind vor Computerfehlern natürlich nicht gefeit...

Alle weiteren Folgepolizzen und den diversen Schriftkram scanne ich ein, danach wird er vernichtet. Viele Anbieter versenden ihren Schriftverkehr auch schon per Mail. Wo immer es möglich ist, nutze das papierlose Service. Es spart Ressourcen und Platz.


Also: ein Ordner für alle Versicherungen, einfache Trennblätter und die Unterlagen dahinter abgeheftet.

Danach werden alle Kontoauszüge durchforstet: was wird von wem abgebucht? Wie oft? Zu welchem Zeitpunkt? Welcher Betrag?

Nun kommen die Verträge an die Reihe: alle werden mit Namen, Zweck, Nummer, Versicherungsnehmer, Ablaufdatum und jährlicher Zahlung erfasst.


Ganz schön viele Verträge - nicht? Und ganz schön viel Geld, das diese Verträge im Jahr kosten...

Als nächstes erforsche ich das Einsparungspotential: welche Verträge brauche ich wirklich?

Ich bin keine Versicherungsfachfrau, daher sind meine Tipps nur meine ganz private Meinung. Aber vielleicht helfen sie ja doch weiter.

Welche Verträge meiner Meinung nach unbedingt notwendig sind, natürlich je nach persönlicher Lebenssituation:
  • Wenn man ein Haus oder eine Wohnung hat: eine Haus- oder Haushaltsversicherung. Diese deckt existenzbedrohende Schäden ab, beispielsweise Einbruch, Feuer, etc.
  • IMMER: eine ordentliche Haftpflichtversicherung. Es kann jedem passieren, dass er aus Versehen einen großen Schaden verursacht, der existenzbedrohend sein kann. Haftpflichtversicherungen sind allerdings in fast allen Haushaltsversicherungen inkludiert, auch Kinder, Lebenspartner, Tiere, etc. sind darin enthalten. Wichtig ist, dass diese Personen / Tiere im Versicherungsvertrag ausdrücklich erwähnt sind, sonst kann es schon passieren, dass die Versicherung versucht, die Zahlung nicht zu leisten...
  • Wenn jemand von mir finanziell abhängig ist: eine Lebensversicherung. Nur dann ist eine Ablebensversicherung sinnvoll, und zwar in entsprechender Höhe. Sie sichert beispielsweise hinterbliebenen Ehepartnern oder Kindern ein finanzielles Polster, um die Ausbildung zu beenden oder sich beruflich neu zu orientieren, wenn sonst kein Vermögen vorhanden ist.
  • Wenn man ein Auto, ein Motorrad, etc. hat: eine Haftpflichtversicherung fürs KFZ (aber die ist sowieso gesetzlich vorgeschrieben).
  •  IMMER: eine normale Krankenversicherung (ich meine keine Kranken-Zusatzversicherung). Im Normalfall ist man entweder bei Eltern oder Ehemann mitversichert, durch das Angestelltenverhältnis sowieso pflichtversichert - aber es gibt doch Ausnahmen, beispielsweise bei Selbständigkeit, in manchen Ausbildungsverhätnissen, etc. Eine Standard-Krankenversicherung muss sein.
  • Bei risikoreichen Sportarten oder Hobbies: eine Unfallversicherung, die diese Risiken definitiv versichert. Als Taucher beispielsweise ist eine gute Versicherung bei Tauchunfällen Pflicht. Aber: in ganz vielen Mitgliedschaften sind solche Versicherungen inkludiert. Beispielsweise bietet der Alpenverein seinen Mitgliedern kostenlos eine umfangreiche Unfallversicherung. Also: erkundigen, recherchieren und viel Geld sparen.
  • Da wir in einer immer komplexeren Welt leben, ist eine Rechtsschutzversicherung manchmal sinnvoll. Streitigkeiten, die vor Gericht landen, werden leider immer häufiger.
Alle weiteren Versicherungen gilt es zu überdenken. Brauche ich sie wirklich? Wie groß kann der Schaden maximal sein? Und zahlt die Versicherung im Ernstfall überhaupt, oder gibt es so viele Ausnahmen, dass das Geld nur verschwendet ist?

Als bestes Beispiel fallen mir dazu die divesen Produktversicherungen ein, die gerne mitverkauft werden, also eine Diebstahlversicherung mit dem Fahrrad, eine Brillenversicherung, eine Versicherung für Handy oder Computer, eine Garantieverlängerung für das Elektrogerät (ja, auch das ist eine Versicherung!) etc.

Hier stellen sich folgende Fragen:
  • Was kostet die Versicherung tatsächlich?
  • Wie groß ist mein maximaler Schaden, wenn der absolute Ernstfall eintritt? Bedroht mich dieser Schaden existentiell? Oder ist es nur ärgerlich?
  • Ist der Schadensfall nicht bereits durch eine andere Versicherung gedeckt?
  • Welche Schäden werden tatsächlich abgedeckt? Und wie wahrscheinlich sind diese Schäden? Oft sind nämlich bei diesen Produktversicherungen, Garantieverlängerungen, etc. so viele Schadensfälle und Möglichkeiten im Kleingedruckten ausgeschlossen, dass die Versicherung de facto niemals zur Auszahlung kommen kann.
Ich persönlich finde es besser, einen kleinen persölichen „Notfallsfond“ (zb. Ein Sparbuch) einzurichten und ein wenig Geld dort zu parken. Eventuell sogar im Sparstrumpf, angesichts der nicht vorhandenen Sparzinsen. Tritt ein Ernstfall ein, kann ich mit dem Geld das Produkt ersetzen oder zumindest den Schaden verkleinern. Tritt kein Schaden ein, so bleibt mir das Geld - und nicht der Versicherung.

Auch die privaten Pensionsversicherungen halte ich für mäßig seriös. Wenn man einmal richtig scharf rechnet, ist es besser, den gleichen Betrag einfach nur monatlich auf die Seite zu legen. Die Zinsen sind dann zwar so gut wie nicht vorhanden, aber angesichts der horrenden Vertrags- und Maklergebühren, die tatsächlich anfallen (und die ein Makler und das Unternehmen nur dann bekannt geben, wenn man ihnen Bambusstäbchen unter die Fingernägel treibt), bleibt unterm Strich trotzdem mehr übrig. Außerdem hat man im äußersten Notfall das Geld zur Verfügung und muss nicht den Vertrag kündigen und noch mehr Verluste in Kauf nehmen. Trotzdem gilt natürlich: von der zu erwartenden staatlichen Pension werden wir derzeit 30 bis 40 Jährige einmal sicher nicht leben können, auch wenn wir unser ganzes Leben gearbeitet haben! Punkt! Private Vorsorge ist also unumgänglich - aber eben auf meine Weise.

Ich checke auch gleich meine Kreditkarten und alle Mitgliedschaften. Bei vielen Karten oder Vereinen sind gratis eine Menge Versicherungen dabei. Also Daueraufträge über die Kreditkarte laufen lassen und einmal das Kleingedruckte genau lesen. Kinder sind beispielsweise in der Schule und am Schulweg unfallversichert.

Sämtliche Versicherungen, die nur ein seltenes Risiko abdecken sollen, kann man im Bedarfsfall bequem als Einmalversicherung abschließen. Beispiele dafür sind die diversen Kranken- und Rückholversicherungen aus dem Ausland. Weil ich nur hin und wieder privat im Ausland auf Urlaub bin, schließe ich dafür dann anlassbezogen eine zeitlich begrenzte Versicherung ab. Das ist wesentlich günstiger. Hier sind wieder die Unterlagen der Reiseanbieter, die diversen Mitgliedschaften beispielweise auch im Automobilclub und die Kreditkarten zu prüfen: vieles ist hier nämlich schon automatisch mitversichert.

So, nun geht es an die Auswertung:
  • Typ 1: Pflichtversicherung, zb. Krankenversicherung, die vom Gehalt abgezogen wird oder Pensionskasse, etc. Hier kann ich nicht frei wählen und auch nichts tun, daher einfach ablegen.
  • Typ 2: Versicherung, die ich unbedingt brauche, aber frei wählen kann. Hier wird nun recherchiert, ob es nicht woanders besser und billiger ist. Das macht Arbeit, klar, aber es lohnt sich.
  • Typ 3: Versicherung, die ich nicht (mehr) brauche. Sofort kündigen. Da es manchmal nicht ganz einfach ist, aus einer Versicherung wieder "herauszukommen", findet man gute Vordrucke und Musterbriefe bei den diversen Konsumentenschutzorganisationen. Oft hilft beim höflichen Kündigungsschreiben auch der freundliche Hinweis, dass man den Vorgang beim Konsumentenschutz prüfen lassen wird (vor allem, wenn man Geld zurück haben möchte). Dann läuft es meist problemlos ab, wenngleich die Kündigungsfristen oft unverschämt lange sind.
  • Typ 4: Versicherung, die ich brauche, aber nicht habe: umsehen, prüfen, Angebote einholen, nochmals prüfen und klug abschließen.

Mein persönliches Einsparungspotential:
  • Krankenhaus - Zusatzversicherung der Kinder gekündigt. Sie war praktisch, so lange die Kinder wirklich klein waren und wir haben sie auch einige Male in Anspruch genommen. Sie deckte vor allem die Leistung ab, dass Mama oder Papa (oder auch einmal Oma) mit dem Kind im Spital aufgenommen wurden und das Kind nicht alleine bleiben musste. Allerdings ist das sowieso nur bis zum Alter von rund 10 Jahren möglich. Die Unfall - Zusatzversicherung, die damit verbunden war, deckt nun eine Gratis-Kreditkarte ab.Einsparung: 186 Euro pro Jahr
  • Unfall - Versicherung: mit der Krankenversicherung verbunden bzw. eine eigene für uns Eltern. Hier deckt eine Vereinsmitgliedschaft die Versicherung wesentlich besser ab. Einsparung: 170 Euro pro Jahr. Außerdem war das ein Versicherungsunternehmen, das ziemlich oft "versehentlich" wegen eines "Computerfehlers" und einer "Systemumstellung" die Prämie zweimal abgebucht hat. Zwar immer mit Entschuldigungen und Rückbuchung, etc., aber den Ärger und die Arbeit hat man ja doch.
  • Haushaltsversicherung online gecheckt und einen besseren Anbieter gefunden. Einsparungspotential: 35 Euro pro Jahr
  • Kreditkarte gekündigt, die nicht gratis mit dem Konto verknüpft war und auch sonst keinerlei zusätzlichen Nutzen bot. Einsparungspotential: 60 Euro pro Jahr

Summe der Einsparungen (und ich habe NICHT viele Verträge, weil ich seit Jahren darauf achte, was ich abschließe): über 450 Euro!!!! Pro Jahr! Und ich bin immer noch genauso gut versichert, wie vorher, in Teilbereichen sogar besser!
 
Irgendwann einmal gab es den Werbeslogan eines Finanzdienstleisters: "In jedem Haushalt ist Geld versteckt!" Ja, aber das entdecke ich ganz alleine. Von Finanzdienstleistern halte ich persönlich nicht viel, sie verdienen einfach zu viel Geld damit, wenn sie mir Verträge verkaufen. Und ich lasse mir auch ungern Angst machen, auch wenn das auf sehr subtile Weise geschieht! Aber auch das ist wieder nur meine ganz persönliche Meinung und ich habe natürlich nur Erfahrung mit einzelnen Anbietern ;-).

Ein wenig Arbeit macht das natürlich schon, alleine für die Online - Vergleiche der Versicherungen (Haftpflicht, Auto, etc.) habe ich fast einen Tag gebraucht. Den Tageslohn von 450 Euro lasse ich mir aber gefallen, das könnte es ruhig öfter geben!

Wichtig ist mir, wie bei allem im Leben, dass ich die Verantwortung für unser "Geldleben" übernehme, mich selbst informiere und weiß, was ich tue und warum.

Ich kann aus rechtlichen Gründen hier natürlich keinerlei Namen, etc. nennen. Aber wer mir privat schreibt, dem kann ich auch ganz privat antworten.

Mit liebem Gruß

Marie

Wer möchte auf meine Blogroll? Ich organisiere einen Linktausch. Hier geht es zur Anleitung.

Und wer mir einen lieben Kommentar hinterlässt, erscheint rechts in meiner Seitenleiste.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

5 Tage Mini - Organisation: Vorbereitung auf den Winter - Tag 3: Rollis, Pullover, Unterwäsche, Thermohosen und sonstige Winterkleidung

Winterjacken und Schuhe sind schon da, auch die Accessoires liegen bereit, heute kümmern wir uns um die Winterwäsche.


Dazu zählen Rollkragenpullis, dicke Fleecejacken, Skiunterwäsche, dicke Strumpfhosen, Thermohosen, Wintersocken, Leggings und alle Kleidungsstücke, die nur im Winter getragen werden.

In manchen Wohnungen und Häusern muss diese Winterkleidung aus Platzgründen im Sommer in Kisten in Keller oder Dachboden aufbewahrt werden. Meine Kleiderschränke sind groß genug, dass die Sachen das ganze Jahr über darin Platz finden, aber trotzdem ist es notwendig, sie zu Beginn der Saison durchzuschauen.

Meine Vorgangsweise ist wieder die gleiche:

4 Stapel - für jedes Familienmitglied einer.

Dann wird alles durchgesehen und nötigenfalls auch durchprobiert.

  • Was ist vorhanden?
  • Was passt noch? 
  • Was wird getragen? Nur weil ein Pullover meiner Meinung nach passend und todschick ist, heißt das noch lange nicht, dass mein Kind ihn auch anzieht. Alles, was nicht getragen wird, muss den Kasten verlassen. Eventuell passt es einem anderen Kind, ansonsten verschenken, Altkleidersammlung oder Müll - je nach Zustand. In meinem Haushalt gibt es nur Dinge, die auch verwendet werden (zumindest bemühe ich mich täglich darum, diesen Idealzustand zu erreichen :-)).
  • Was ist zu klein? -> für kleineres Kind verwenden, verschenken, verkaufen oder Altkleidersammlung
  • Ist alles sauber? Normalerweise wasche und reinige ich alles, bevor es weggeräumt wird. Aber manchmal sind Dinge so verknittert, dass sie nochmals gewaschen oder gebügelt werden müssen.
  • Motten? Trotz sorgfältiger Reinigung, Motttenschutz und ordentlicher Aufbewahrung schleichen sich diese Biester manchmal ein. Selten in die Kästen, die täglich benützt werden, aber Kisten werden schon einmal befallen. Dann hilft nur eines: alles sofort ausräumen, beschädigte Kleidung entsorgen, den Rest gründlich waschen oder reinigen lassen und in allen anderen Kästen und Kisten den Mottenschutz sofort erneuern. Gerade in Wollsachen lassen sich Motten leider besonders gerne nieder.
  • Sind alle Socken etc. paarweise vorhanden? Wenn nicht -> Müll
Hoffentlich hast du schon ein funktionierendes Kinderkleider - Tauschkarussell. Wenn nicht, kannst du hier nachlesen, wie man es aufbaut. Es spart viel Geld, macht Spaß und bringt allen Beteiligten etwas.

Als nächstes führe ich wieder meine Liste: was fehlt? Was muss ich nachkaufen? Was brauchen wir sofort? Bei der Winterkleidung lässt sich wiederum viel Geld sparen, indem man auf Angebote achtet. In unserer Gegend wird es erst im Jänner und Feber so richtig kalt, bis dahin brauchen wir beispielsweise die warme Unterwäsche kaum. Es reicht also, diese erst nach Weihnachten im Abverkauf zu erstehen.


Alle Kleidungsstücke wandern ordentlich sortiert in die Kästen, die reinen Sommersachen wie Shorts oder Strandkleider werden weggeräumt.

Noch ein Spartipp, der gleichzeitig auch ein Tipp zur Reduzierung von Gerümpel jeder Art ist: meine Kinder kommen schön langsam in das Alter, in dem Markenware wichtig wird. Leider! Ich spreche hier nicht von qualitativ hochwertiger Kinderkleidung diverser Hersteller, die ihr Geld wert ist, sondern von den oft völlig überteuerten Trendmarken. Unser Haushaltsbudget erlaubt es nicht, dass sämtliche Kleidung ausschließlich von solch überteuerten Marken stammt, aber damit sind wir sicher nicht alleine.
Nun habe ich mit meinen Kindern folgende Abmachung: angenommen, sie brauchen neue Jeans. Wenn sie sich diese zu einem Anlass wie Geburtstag und Weihnachten wünschen, quasi also dieses Budget teilweise dafür verwenden, dann darf es auch so ein teureres Trendmarken-Stück sein. Somit schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Meine Kinder bekommen die Jeans, die sie sich wirklich wünschen - und ich reduziere die Menge an unnötigem (und vor allem elektronischen) Spielzeug, das sie sich sonst um ihr Geburtstagsgeld kaufen würden.

Machen wir unsere Familien winterfit. Mach mit, in einer Woche ist alles erledigt.

Morgen geht es weiter.

Tag 1: Schuhe, Stiefel, Jacken, Mäntel und Anoraks
Tag 2: Hauben, Mützen, Schals, Tücher und Handschuhe
Tag 3: Unterwäsche, Rollis, Pullover und sonstige Winterkleidung
Tag 4: Bettwäsche
Tag 5: Wintersportgeräte und Winterausrüstung

Mit liebem Gruß
Marie

Viele weitere Organisationsideen findest du hier.

Natürlich mache ich wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und hol dir viele gute Ideen, Anregungen und Tipps für dein Zuhause und dein Leben.

Montag, 8. Mai 2017

Sparpedia Koch Blog Award 2017 - bitte um eure Stimmen

Ich freue mich total - und bin auch ein wenig überrascht - dass ich für den Koch Blog Award von Sparpedia nominiert wurde. Obwohl mein Blog doch gar kein richtiger Kochblog ist.


Sparpedia Koch Blog Award 2017


Die Leute von Sparpedia haben es aber entzückend formuliert, lest selbst:

Der Blog Von Tag zu Tag von Marie ist ein sogenannter Homeblog, neben dem Kochen geht es also auch um vielen andere Dinge die einem im Haushalt nützlich sein können. Ihre stattliche Liste an ganz unterschiedlichen Rezepten sind uns eine Nominierung wert!

Ist das nicht nett? Ich freue mich riesig, neben mir sind noch zahlreiche wirklich tolle Blogs dabei, schaut vorbei. Und bitte - gebt mir eure Stimme, ich würde mich wahnsinnig darüber freuen. Achtung, man kann nur einmal abstimmen, aber ich bin auch nicht böse, wenn euch ein anderer Blog besser gefällt, zum Beispiel der von meiner Freundin Maxi von Geschwisterkeks. Auch sie ist nominiert und freut sich über viele Stimmen.

Was Sparpedia so macht? Nun, das ist einfach erklärt: Sie helfen uns beim Geld sparen. Wie meine treuen Leserinnen ja wissen, ist dieser Punkt auch bei mir sehr wichtig und ich schreibe immer wieder über Ideen, Tips und Tricks, um das Maximum aus dem vorhandenen Budget herauszuholen.

Sparpedia ist im Prinzip eine Seite, auf der man länderspezifische Rabattcodes findet, weiters Aktionen, Schnäppchen, Sonderangebote und vieles mehr. Vor einem Einkauf sollte man also auf jeden Fall dort vorbeischauen, vielleicht gibt es ja gerade für die gewünschten Produkte einen Preisnachlass.

Wer nicht aus Österreich ist, kann auf sparpedia.de oder sparpedia.ch länderspezifische Angebote finden.

Danke für eure Stimme und danke, dass ich bei diesem Award mitmachen darf.

Mit liebem Gruß
Marie


Freitag, 26. Juni 2015

Hurra! Mein Blog wird 2 Jahre alt!

Also das hätte ich mir nicht gedacht. Nein, wirklich nicht. Was völlig ungeplant und spontan begonnen hat, wird morgen schon zwei Jahre alt - ist also quasi fast schon stubenrein (*grins).

Vor zwei Jahren begann ich hochmotiviert mit diesem Blog, nachdem ich schon länger bei vielen tollen Blogs mitlesen durfte. Anlass waren die herzigen Päkchen, die ich zu Schulschluss immer an alle Lehrer, etc. verteile. Das gelbe Päkchen war so nett geworden, also schnell ein paar Fotos geschossen - und los ging es. Hier geht es zum allerersten Post.


Gelbes Packerl


Zwei Jahre später ist der Blog noch ebenso spontan, aber er ist mittlerweile für mich zu einer lieben Gewohnheit geworden.

Anfangs war der Blog mein großes Geheimnis. Nicht einmal mein Mann wusste davon. Mittlerweile sind aber alle begeistert und lesen gerne mit, was Mama und Ehefrau so schreibt. Oft kommt dann die Meldung: "Mama, mach ein Foto, das ist etwas für deinen Blog."

Unsere Privatsphäre ist uns aber weiterhin sehr wichtig, daher gibt es keine Fotos von meinen Kindern (außer vielleicht Hände beim Keksebacken oder Blumenzwiebelstecken). Auch etliche Bekannte und Freunde kennen meinen Blog, auch wenn ich diese Tätigkeit nach wie vor nicht an die große Glocke hänge. Das ist meine persönliche und private Spielwiese, die ich mit vielen lieben Leserinnen teilen möchte.

 
Wandern mit Kindern


Einen Blogplan oder eine Postingliste führe ich bis heute nicht. Bei meiner Arbeit und in meinem Alltag ist meine Kamera eigentlich sowieso immer dabei. Wenn bei meinen Projekten etwas Vorzeigbares herauskommt, dann blogge ich darüber. Wenn wir einen Ausflug machen, ich ein neues Rezept ausprobiere oder beruflich gerade etwas passiert, über das ich auch hier schreiben möchte, dann entsteht daraus auch ein Posting.


http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/p/garten.html


Wie einige schon bemerkt haben, hat eine ganz liebe Freundin vor kurzem auch einen Blog gestartet. Geschwister Keks. Schaut vorbei, Maxi kocht die tollsten Dinge und zaubert wunderbare kleine Leckereien. Ja, Maxi und ich sind irgendwie verwandt, mehr wird nicht verraten. Nein, sie ist nicht meine Schwester, es darf weiter geraten werden...


Geschwister Keks


Meine Themen sind so  vielfältig wie mein Alltag. Garten, Kinder, Design, Wohnen, Architektur, Kochen, Ausflüge, Geld sparen und die Organisation des täglichen Wahnsinns, der sich mein wunderbares Leben nennt.


http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/p/kochen.html


Am besten gefällt mir der Austausch mit meinen Lesern und mit anderen Bloggern. Danke für viele hunderte nachdenkliche, kritische, aufmunternde, lustige, ausführliche, kurze, freundliche und kreative Kommentare. Ich lese sie ALLE und freue mich darüber (bis auf ganz wenige Ausnahmen, aber die lösche ich eben).

http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/p/leben-mit-kindern.html


Seit einem halben Jahr gibt es auch die monatliche Linkparty "Von Tag zu Tag". Danke an alle, die hier ihre tollen, neuen, interessanten, bunten und ideenreichen Projekte verlinkt haben. Derzeit läuft Linkparty #6, mach doch mit!


http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2015/06/los-geht-es-linkparty-von-tag-zu-tag-6.html


Was ich für das nächste Jahr plane? Eigentlich nichts Konkretes. Ich berichte weiterhin unsortiert, bunt und spontan über das, was bei mir so passiert.

Ich bin auch auf Pinterest, Twitter und Facebook zu finden. Schau vorbei, ich freue mich!


https://www.facebook.com/pages/Von-Tag-zu-Tag-Maries-Blog/554272347960012


 
https://www.pinterest.com/vontagzutagmari/


https://twitter.com/marievontagzuta


Ich freue mich auf ein weiteres buntes und spannendes Jahr mit vielen Projekten und meinen lieben Leserinnen.

Mit liebem Gruß
Marie

Montag, 25. November 2013

Renovieren oder nicht renovieren? Das Dilemma mit gemieteten Wohnungen...

Seit einiger Zeit haben wir ein eigenes Haus - unser erstes - das wir derzeit in liebevoller Kleinarbeit renovieren. Davor haben wir viele Jahre in Mietwohnungen verbracht, in drei verschiedenen, um genau zu sein.

Unsere erste Wohnung war halb Studentenwohnung, halb WG, in einem alten Haus aus der Gründerzeit. Die Wohnung war zwar frisch renoviert, hatte also neue Leitungen, eine moderne Heizung und neue Fenster, ansonsten war es aber eine typische Wohnung aus der Zeit der Jahrhundertwende, mit hohen Räumen, Füllungstüren und einem sehr kreativen Grundriss.

In dieser ersten Wohnung haben wir kaum etwas selbst gestaltet - aus Zeit- und Geldgründen. Als Studenten hatten wir keinen finanziellen Spielraum und - da wir unser Studium abschließen wollten - auch wenig Zeit. Unsrer Möbel bekamen wir großteils geschenkt, es war ein kunterbuntes Durcheinander mit viel Charme. Das teuerste Stück war die Küche, eine kleine Küchenzeile für die winzige Gangküche um immerhin umgerechnet 1500 Euro. Dafür mussten wir schon ordentlich sparen.

Unsere zweite Wohnung war nur eine schnelle Übergangslösung. Eine kleine Wohnung aus den 1960-er Jahren, in der davor eine sehr alte Dame gewohnt hatte. Mit viel Enthusiasmus, ebenfalls noch wenig Budget und ein paar guten Ideen renovierten wir die Wohnung in ein paar Wochen, um sie für uns bewohnbar zu machen. Wir ließen in der Küche ein paar zusätzliche Steckdosen stemmen, weil dort nur zwei Stück vorhanden waren. Außerdem rissen wir das alte Linoleum in Bad, Küche, WC und Vorraum heraus und verlegten neue Fliesen. Die Wände und die Türen wurden frisch gestrichen, das vorhandene Parkett in Wohnzimmer und Schlafzimmer gründlich gereinigt. Fertig. Für etwas über ein Jahr eine durchaus praktikable Lösung.

Unsere dritte Wohnung war unser erstes richtiges Familiennest. Eine große Wohnung aus den 1970-er Jahren mit riesigen Fensterflächen und einer schönen großen Terrasse mitten im Grünen. Einziges Problem: alles war dunkelbraun. Sehr stylish, der totale 70-er Jahre Look, nur leider ziemlich abgewohnt. Und ich muss zugeben: ich persönlich mag den 70-er Jahre Stil nicht. Angesichts unserer Situation - ein Säugling beim Einzug, knapp danach die nächste Schwangerschaft und der nächste Säugling, hatten wir wenig Möglichkeiten zur Renovierung. Es musste vorerst reichen die Wände zu streichen und die Böden, die völlig desolat waren, zu ersetzen.

Da uns klar war, dass auch diese Wohnung NICHT die endgültige Lösung ist, wollten wir nicht allzuviel Geld investieren.

Und hier beginnt genau das Dilemma der Mietwohnungen und des DIY. Was zahlt sich aus? Wieviel Geld soll man investieren? Und auf der anderen Seite: kann ich mehrere Jahre mit diesen schrecklichen Fliesen / Fenstern / Tapeten / Böden / etc. leben?

Unser Bad war der schlimmste Alptraum: dunkelbraune Badkeramik, braun - beige Fliesen bis unter die Decke, die wie im Gefängnis wirkten. Allerdings alles in halbwegs gutem Zustand und leicht zu reinigen. Einige Zeit sahen wir uns täglich diesen Alptraum an, dann war es einfach zu viel. Wir konnten dieses Bad nicht einen Tag länger ertragen.

Da neu verfliesen viel zu teuer gewesen wäre und sich die bestehenden Fliesen auch von den 6 cm Gipsdielenwänden nicht hätten abschlagen lassen, mussten wir nach einer Alternative suchen. Eine Fliesenbeschichtung war die Lösung. Gemeinsam mit einem neuen Kasten und einer Duschwand war eine relativ kostengünstige Lösung gefunden. Das Bad war auch danach nicht optimal - aber um vieles besser.

Die Küche - eine teure Markenküche - stammte ebenfalls aus den 1970er Jahren. Leider war sie total in Ordnung, kein Scharnier, das klemmte, keine Lade, die nicht funktionierte. Eine Küchenrenovierung, die wir immer wieder ins Auge fassten, war uns dann doch zu teuer. Das war eine gute Entscheidung, denn mit der Küche konnten wir de facto recht gut leben - und haben viel Geld gespart.

Was ich bereue: dass ich die fürchterlichen braunen Türen und Fenster nicht weiß gestrichen habe. Unsere Wohnung, so leicht und luftig und hell wir sie auch gestaltet haben, wirkte immer ein wenig düster - trotz der riesigen Fensterflächen. Hier hätte ich einfach einmal die Initiative ergreifen müssen.

Fazit: mit ein wenig Fantasie und Farbe lässt sich auch eine Mietwohnung sehr gut und kostengünstig den eigenen Bedürfnissen anpassen. Wenn man die Wohnung allerdings nicht als Dauerlösung sieht und nur über ein begrenztes Budget verfügt, sollte man wirklich große Investitionen, wie beispielsweise ein komplett neues Bad oder eine neue Küche, gut überlegen. Denn die Kosten, die man einem Nachmieter eventuell verrechnen kann, betragen meist nur einen Bruchteil der Anschaffungskosten.

Wichtig ist, dass man selbst herausfindet, womit man gut leben kann oder was täglich Energie kostet, weil man es nach einiger Zeit "nicht mehr sehen kann".

Man sollte sich aber im Klaren sein, dass sämtliche Investitionen, die man in einer Mietwohnung tätigt, de facto beim Auszug zu einem großen Teil verloren sind. Weiters ist es wichtig, sich vorher beim Vermieter zu erkundigen, welche Renovierungmaßnahmen überhaupt zulässig sind - und sich die Erlaubnis beispielsweise für neue Böden, neue Fliesen, etc. schriftlich geben zu lassen. Sonst können - je nach Bedingungen im Mietvertrag - sogar Kosten auf den scheidenden Mieter zukommen, weil er die Veränderungen wieder rückgängig machen muss.

Tipps und Tricks für Mietwohnungen findest du hier.

Gruß
Marie







Montag, 6. März 2017

Was man durch DIY tatsächlich sparen kann - am Beispiel Malerarbeiten

Meine lieben Leser kennen bereits meinen Hang zu DIY in allen Bereichen. Der Grund dafür ist mehrschichtig. Einerseits liebe ich es, Dinge selbst zu machen und meine Hände zu gebrauchen. Ich plane im Geist. zeichne und entwerfe am Papier - aber dann muss ich etwas in die Hand nehmen. Der reine Entwurfsprozess ist für mich nur eine halbe Sache. Zweitens, und das ist leider immer wichtiger, können wir uns mit unserem durchschnittlichen Einkommen Handwerker nur dann leisten, wenn die Arbeit für uns zu gefährlich oder schlichtweg verboten ist. Den Rest müssen wir selbst erledigen, oder es bleibt eben unerledigt.


Schon als Kind bastelte und werkte ich an allem herum, was erlaubt war und mein Vater gestattete mir schon früh das Verwenden von Werkzeug. Meine Mutter war weniger davon begeistert, aber da ich eigentlich ein vorsichtiges Kind war, verletzte ich mich nie ernstlich.

Im Teenageralter begann ich im alten Haus meiner Großmutter in den Ferien mit größeren Aktionen, strich Kommoden, restaurierte alte Fenster, legte Beete an und malte Wände aus. Anfangs recht dilettantisch, aber mit der Praxis stieg auch die Qualität meiner Arbeiten.


Dann lernte ich mit Anfang 20 meinen Mann kennen. Mein Mann ist handwerklich ein absoluter Wunderwuzzi, er kann nämlich alles. Auch er bastelte, schraubte und renovierte zu diesem Zeitpunkt schon am Haus seiner Großmutter (das wir schlussendlich jetzt bewohnen dürfen) und an der elterlichen Wohnung herum und hatte absolut keine Scheu vor schwierigen Arbeiten. Fliesenlegen - das probieren wir aus. Einen Dachboden ausbauen - los geht es.

Als wir dann in die erste eigene Wohnung zogen, die leider total saniert war, blieb uns trotzdem genug Zeit und Möglichkeit, selbst handwerklich tätig zu werden und mein Mann brachte mir nun alles bei, was ich bisher nicht selbst wagte. Wir erweiterten einen Fliesenspiegel in der Küche, rissen den Teppichboden bei erster Gelegenheit heraus, um Parkett zu verlegen, bauten unsere eigene Küche und renovierten einen uralten Kellerraum, den wir mitgemietet hatten, um daraus einen Modellbahnkeller zu machen.


Ab diesem Zeitpunkt gab es kein Halten mehr. Unsere nächste winzigkleine Wohnung, ein Bau aus den 1960-er Jahren und völlig abgewohnt, wurde in mehreren Wochen generalsaniert. Leitungen, Böden, Wände, Küche, Fliesen, alles neu. Die Leitungen verlegte natürlich ein konzessionierter Elektriker, die Vor- und Stemmarbeiten erledigten wir aber selbst um Kosten zu sparen. Wir arbeiteten an Abenden und Wochenenden, schließlich hatten wir damals noch keine Kinder.

Hier sind wir nun beim zentralen Punkt: wieviel kann man mit DIY tatsächlich sparen? Zahlt es sich aus? Und wie lange dauert es, wenn man es selbst macht?

Ich habe ein Beispiel mit aktuellen Preisen und Arbeitszeiten herausgesucht, gespickt mit meinen persönlichen Erfahrungswerten, was die Dauer der Arbeiten betrifft.


Malerarbeiten 

Je nach Untergrund und Größe des Zimmers sind Malerarbeiten sehr unterschiedlich zu bewerten. Hat man ein kleines Zimmer mit guten Wänden, so ist ein Anstrich in ein paar Stunden erledigt. Die meiste Arbeit werden Ausräumen und Abkleben machen.

Kinderzimmer mit 12 m2, Raumhöhe 2,6 m. Decke glatt weiß, Wände färbig. Die Wände sind in gutem tragfähigen Zustand und müssen nur stellenweise leicht ausgebessert werden.

Kosten Maler: Das Ausmalen einer Wand, bei der nicht allzuviele Spachtelarbeiten anfallen, kostet rund 8 Euro pro m2. Das Ausmalen der Decke rund 10 Euro pro m2. Abdeckarbeiten, etc. sind schon inkludiert, nicht aber das Material, soferne es über einen weißen matten Anstrich hinausgeht.

Ausmalen Wand inklusive kleine Spachtelarbeiten, Abdecken und Abkleben  (37 m2) 296 Euro
Ausmalen Decke ebenso inklusive Nebenarbeiten (12 m2) 120 Euro
Materialkosten für andere Farbe: ca. 1 bis 2 Euro pro m2, je nach Qualität
Kosten Maler für 12 m2 also rund 520 Euro 
Zeitaufwand Maler: maximal einen Tag


Die Materialkosten, weiters Kosten für Pinsel, Spachtelmasse, Schleifpapier, Abdeckband, Folie, Grundierung etc. muss man selbst auch kalkulieren und fallen mit rund 40 Euro (maximal) ins Gewicht.
Kosten selbst ausmalen: 40 Euro Zusatzmaterialien und 60 Euro Farbe -> rund 100 Euro
Zeitaufwand: mit Ausräumen, Abkleben, Abdecken, Spachteln etc. sollte man mit etwa 5 bis 10 Minuten pro m2 Malerei rechnen. Das ergibt aber auch rund 6 bis 8 Stunden echte Arbeitszeit.

Somit ist auch die Kostenkalkulation des Malers zu verstehen, eine Arbeitsstunde kostet rund 45 Euro.

Einsparungspotential: hoch. Gefahrenpotential: gering. Wichtig ist, auf gutes Material, festes Schuhwerk und eine gute Leiter zu achten. Ansonsten besteht maximal die Gefahr, dass die Malerei nicht ganz so gleichmäßig wird wie vom Profi.


Sind die Wände wirklich schlecht und müssen gespachtelt und eventuell auch genetzt werden, ist das Einsparungspotential noch viel höher. Der Arbeitsaufwand aber auch, vorsicht! Denn wenn der Maler die Wand erst vorbereiten muss, ist die Arbeit auf keinen Fall in einem Tag erledigt, weil die Spachtelmasse trocknen muss. Dann ist man beim Preis pro m2 ganz schnell bei mehr als 12 bis 20 Euro angelangt, je nach Zustand der Wand, zusätzlich zu den Materialkosten, die auch höher liegen.

Schlechte Wände spachteln und herrichten ist allerdings keine lustige Arbeit und erfordert ein gewisses Maß an Humor. Es staubt nämlich grauslich. Je nach Untergrund muss die Wand zunächst einmal grob geschliffen, Altanstriche angeraut und alle losen Putzteile entfernt werden. Dann sollte mit Haftgrund gestrichen werden, damit überhaupt etwas hält. Nun muss gespachtelt werden, wenn die Wände sehr rissig sind, wird die Wand komplett genetzt, es wird also ein Baunetz eingespachtelt oder einzelne Risse mit Glasfasernetzen verstärkt. Danach wird geschliffen, gespachtel, geschliffen und grundiert. Erst jetzt kann man daran denken, die Farbe aufzubringen.

Fazit: wer wirklich schlechte Wände hat, sollte das erste Mal eher einen Handwerker beauftragen, eventuell auch nur damit, die Wände malerfertig herzurichten. Das Ausmalen kann man dann selbst erledigen und auch alle weiteren Anstriche und kleinere Ausbesserungsarbeiten alle paar Jahre.

Teuer wird es auch, wenn man Spezialwünsche hat, beispielsweise eine gestreifte Wand. Hier lohnt sich Selbermachen auf jeden Fall.


Wie soll man also vorgehen? Bei guten Wänden lohnt es sich, die Arbeit selbst zu machen. Es macht Spaß, es dauert nicht allzu lange und spart doch eine Menge Geld. Bei schlechten Wänden würde ich das Angebot eines Malers einholen, getrennt nach Arbeiten, also die Untergrundvorbereitung extra anbieten lassen und die Malerei auch. Dann kann man überlegen, ob man beide Arbeiten beauftragt oder doch vielleicht teilweise selbst tätig wird.

Wie wir es machen: bei unserer Renovierung haben wir uns die meisten, aber nicht alle Wände malerfertig herrichten lassen. Dort, wo der Baumeister sowieso zu tun hatten, Gipskartonwände aufstellte oder eine Türe vermauerte und verputzte. Alle Malerarbeiten erledigten wir selbst, auch Wandausbesserungen in den Nebenräumen.

Mit liebem Gruß
Marie



Donnerstag, 3. Oktober 2013

Kinderkleidung tauschen, weitergeben oder verschenken

Wer Kinder hat, kennt das große Dilemma: die lieben Kleinen wachsen permanent aus ihren Sachen heraus. Oft schneller, als man schauen kann. Also stehen wir Eltern ständig vor der Herausforderung, neue Sachen kaufen zu müssen - und gleichzeitig vor einem riesigen Berg an gut erhaltenen Kleidungsstücken, die eben leider nicht mehr passen.

Wer mehr als ein oder zwei Kinder hat, kann zumindest einen Teil der Kleidung weiterverwenden. Alle anderen müssen sich organisieren. Einerseits natürlich, um Geld zu sparen. Andererseits aus Gründen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes.

Welche Gründe auch immer ausschlaggebend sind, wichtig ist es, sich zu organisieren. Hier meine besten Tipps, wie man ein wirklich gut funktionierendes Kleiderkarussell aufbaut.

Zunächst einmal: es ist schon lange keine Schande mehr, wenn man übertragene Kleidung trägt. Im Gegenteil, es zeugt von Verantwortungsbewußtsein und Intelligenz - und das verstehen auch die Kinder. Also: das Nachtragen von Kleidung gar nicht zum Thema machen, es soll einfach selbstverständlich sein.

Zunächst muss man aber selbst aktiv werden. Im Bekanntenkreis herumfragen, wer Bedarf an schöner abgelegter Kinderkleidung hat. Gratis oder um einen kleinen Unkostenbeitrag. So kann man sich schnell ein Netzwerk an Abnehmern schaffen.

Ich habe den großen Vorteil, dass meine Schwägerin ebenfalls zwei Buben hat, die genau zwei Jahre jünger sind - ein idealer Abstand. Alles, was meinen Buben nicht mehr passt, wandert automatisch zu meinen Neffen. Gottseidank haben die Buben einen ähnlichen Geschmack!

Es ist natürlich selbstverständlich, dass man nur absolut saubere und einwandfreie Kleidung weitergibt. Alles, was zerrissen, fleckig oder beschädigt ist und auch nicht mehr repariert werden kann, kommt in den Wertstoffmüll. Das gleiche gilt auch für Kleidung, die in die diversen Kleidercontainer von Caritas und Co eingeworfen werden kann, auch hier bitte nur einwandfreie Kleidung spenden.

Der nächste Schritt ist, dass man sich selbst Leute organisiert, von denen man Kleidung übernehmen kann. Hier hilft ein offenes Wort unter Nachbarn und Freunden. Am besten man erzählt von den vielen Dingen, die man herschenkt und merkt an, dass man sich auch über getragene Kleidung für die Kinder freut.

Ich erinnere mich noch, dass mich eine Mutter aus der Klasse meines älteren Sohnes (deren Sohn körperlich wesentlich größer ist als meiner) ganz verschämt fragte, ob ich vielleicht Interesse an ein paar fast neuen Hosen hätte, ihr Sohn sei so schnell daraus herausgewachsen. Und dann ganz erstaut war, als ich freudestrahlend danke sagte und mein Sohn ganz selbstverständlich in der Klasse verkündete, dass seine "neue" Hose von Maxi sei.

Keine falsche Scham, keine falsche Bescheidenheit!!!

Wenn man das erste Baby erwartet, ist es ganz besonders einfach. Man fragt bei Bekannten und Freunden mit etwas größeren Kindern nach, ob sie vielleicht Babykleidung abzugeben oder zu verborgen haben. Damit ist ein Anfang gemacht und oft geht die Kleider - Weitergabe dann automatisch in die nächste Runde.

Gerade Säuglingskleidung kann man auch gut bei Freunden ausborgen. Die winzigkleinen Strampler passen ja oft nicht einmal drei Wochen und sind nach dieser Zeit immer noch wie neu.

Und den meisten Leuten geht es mit Kinderkleidung so wie mir: sie sind froh, wenn sie einen Abnehmer finden, der sich über die Stücke freut.


Je größer die Kinder werden, desto weniger kann man übernehmen. Hosen sind oft schon kaputt, bevor sie zu klein werden und in späteren Jahren tragen die Kinder ihre Kleidung dann doch etwas länger.

Ja - und wenn mir etwas nicht gefällt? Oder wenn mein Kind etwas nicht anziehen will? Nun, dann gibt man es natürlich gleich wieder weiter - solange es noch halbwegs aktuell ist. Gebrauchte Kleidung zu tragen muss ja nicht bedeuten, dass man Dinge anzieht, die nicht gefallen.

Wenn man wirklich niemanden im Umfeld findet, der Bedarf  an getragener Kinderkleidung hat, finden sich sicherlich zahlreiche caritative Organisationen, die für jedes Stück dankbar sind.

Ganz wichtig: wer weiß, dass er Kleidung nicht mehr brauchen wird, soll sie möglichst sofort weitergeben. Dann hat der Beschenkte den meisten Nutzen davon. Die Kleidung jahrelang zu lagern und dann gnadenhalber abzugeben, ist wenig sinnvoll. Die lange Lagerung tut den Stücken nicht gut - und sie werden unmodern.

Eine Bekannte hat die Säuglingswäsche ihre Kinder jahrzehntelang aufgehoben - und dann entsorgen müssen. Schade, ich bin sicher, dass sich die eine oder andere junge Mutter damals sehr über die wirklich schönen Stücke gefreut hätte. Nach zwanzig Jahren waren die Dinge aber nur mehr reif für den Müll!

In diesem Sinne: weitergeben - tauschen - verschenken - und mit Freude annehmen

Einen schönen Tag wünscht
Marie