Abendessen

Unter der Woche kommen wir nachmittags oft erst zwischen 17 h und 18 h nach Hause. Sport und diverse Freizeitaktivitäten, zu denen ich meine Kinder meist noch hinbringen und abholen muss, daneben Beruf und sonstige Verpflichtungen, unsere Nachmittage sind eng verplant. Mein Mann kommt sogar noch später, meist erst gegen 19 h. Die Kinder essen mittags in der Schule, die Mahlzeiten dort sind schmackhaft und recht ausgewogen. Als Selbständige esse ich mittags meist nur eine kalte Kleinigkeit, auch bei meinem Mann wird keine Kantine angeboten.

Spargelrisotto mit frischem Gemüse

Mein Mann und ich essen untertags also nur Weckerln, Obst und Joghurt - und sind dann abends entsprechend hungrig. Die beiden Buben könnten sowieso den halben Tag essen und geben sich auch zum Nachtmahl nicht mit einer Kleinigkeit zufrieden. Sport und Hausaufgaben am Nachmittag lassen den Kalorienbedarf am Abend ordentlich steigen.

Nun stehe ich also täglich vor der Herausforderung, abends ein gutes, gesundes, schmackhaftes, ausgewogenes, warmes, preiswertes Essen auf den Tisch zu stellen. Zwischen Hausarbeit und Hausaufgabenkontrolle von 17 bis 19 Uhr keine ganz leichte Aufgabe.

Geschnetzeltes mit Eierschwammerln - die Pfifferlinge haben wir am Wochenende selbst gefunden

Ich habe mir eine Rezeptmappe speziell für meine Abendmahlzeiten zusammenstellt. Diese enthält Rezepte mit viel Gemüse, Vollkorn und hochwertigem Eiweiß und - das wichtigste - alle Gerichte sind am Vortag oder am Vormittag zuzubereiten und benötigen meist nur einen Topf. Meine Sammlung umfasst zahlreiche Lasagnevariationen, Vollkornpizza mit unterschiedlichen Belägen, diverse Gulaschvariationen (Kartoffelgulasch - mhh), Nudeln mit diversen Saucen, Risottogerichte, Eintöpfe, Suppentöpfe, Aufläufe, etc. Mit ein wenig Einfallsreichtum und der Hilfe der vielen Rezeptideen im Internet kann man für jede Jahreszeit und für jeden Geschmack viele tolle Speisen finden.

Wenn wir nach Hause kommen, muss ich das jeweilige am Vortag zubereitete Gericht nur aufwärmen oder maximal Reis oder Nudeln frisch kochen. Das geht problemlos in 30 Minuten neben der Hausaufgabenkontrolle, meist geht sich sogar noch ein frischer Salat oder ein Obstteller aus. Zur Essenszeit gegen 18 h 30 ist alles fertig, vor allem, wenn die Kinder das Tischdecken übernehmen. Die Gerichte sind einfach zuzubereiten, meist recht kostengünstig (Saisonware oder Gemüse aus dem Garten), schmackhaft und gesund. Und wenn mein Mann etwas später kommt, macht das auch nichts, die Speisen sind gut warmzuhalten oder nochmals aufzuwärmen.

Schneller Eintopf mit Gemüse und Fleisch

Wenn die Kinder dann ins Bad gehen und ich die Küche fertig mache, koche ich oft auch das Gericht für den nächsten Tag. Derzeit ist mein Tiefkühlschrank leider noch zu klein, also kann ich kaum einmal die doppelte Menge kochen und etwas einfrieren. Aber sobald wir übersiedelt sind, habe ich einen richtig großen Schrank - und dann muss ich wirklich nur mehr alle zwei Tage abends kochen.

Am Beginn der Woche erstelle ich einen Speiseplan, somit kann ich nach der Arbeit noch einzelne frische Zutaten oder Salat kaufen. Am Wochenende kann dann, je nach Lust und Laune, auch aufwändiger gekocht werden.

Gruß
Marie

Küchenschränke für Kindergeschirr adaptieren

Wohnen mit Kindern bedeutet vor allem in den ersten Jahren ständige Veränderungen – auch oder gerade in der Küche. Also ist es sinnvoll, die Einrichtung einiger Schränke zumindest einmal jährlich zu überdenken und neu zu organisieren.

Solange die Kinder klein sind braucht man vor allem Flascherln und Kunststoffgeschirr. Es macht Sinn, das gesamte Kindergeschirr an einem Ort aufzubewahren, statt es in verschiedenen Kästen und Laden zu verstauen. Generell habe ich meine Kästen und Ablagen nach zwei Systemen organisiert, je nach Art der aufzubewahrenden Dinge. Entweder Gleiches zu Gleichem, ich bewahre also beispielsweise alle Gläser in einem Schrank auf. Andere Dinge sortiere ich nach dem Ort der häufigsten Nutzung, so befinden sich beispielsweise alle Küchentextilien wie Geschirrtücher, Topflappen, Servietten und Tischtücher in der Küche und nicht im Wäscheschrank.

Beim Kindergeschirr gehe ich den Weg, dass alles in einem Fach oder in einer Lade beisammen ist, also Becher, Schüsseln, Flascherln und Sauger, Babylöffel, Latzerln, Tischunterlagen, Schnuller, etc. Auch die gesamte Babynahrung steht an einem Platz im Vorratsregal, also Milchpulver, Mineralwasser, Babykekse, Glaserln, Biskotten, etc. So können auch der Babysitter oder die Großeltern schnell das Gewünschte finden.

Wenn die Kinder größer werden, nimmt die Anzahl des reinen Kindergeschirrs ab. Meine Kinder durften relativ bald vom kostengünstigen Alltagsgeschirr essen und es ist erstaunlicherweise sehr wenig zu Bruch gegangen. Der Kindergeschirrschrank kann dann sukzessive reduziert werden.

Ab dem Kindergarten bzw. Volksschulalter lohnt sich eine eigene Lade für die diversen Trinkflaschen, Jausensackerln und Lunchboxen. So hat man morgens, wenn es schnell gehen muss, sofort die passenden Dosen bei der Hand und muss nicht lange in der Lade mit den anderen Plastikboxen nach einer Dose in der richtigen Größe suchen.

Apropos: die alten Milchflascherln meiner Kinder habe ich nicht weggegeben. Sie lassen sich prima nutzen, vor allem wenn es Exemplare mit einer relativ weiten Halsöffnung und einem Deckel (ohne Sauger) sind. Diese absolut dichten Flascherln sind perfekt geeignet, um Salatmarinade darin anzurühren und zu schütteln. Außerdem kann man darin kleine Mengen Flüssigkeiten oder Eiweiß hygienisch und gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.

Kinderkleidung tauschen, weitergeben oder verschenken

Wer Kinder hat, kennt das große Dilemma: die lieben Kleinen wachsen permanent aus ihren Sachen heraus. Oft schneller, als man schauen kann. Also stehen wir Eltern ständig vor der Herausforderung, neue Sachen kaufen zu müssen - und gleichzeitig vor einem riesigen Berg an gut erhaltenen Kleidungsstücken, die eben leider nicht mehr passen.

Wer mehr als ein oder zwei Kinder hat, kann zumindest einen Teil der Kleidung weiterverwenden. Alle anderen müssen sich organisieren. Einerseits natürlich, um Geld zu sparen. Andererseits aus Gründen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes.

Welche Gründe auch immer ausschlaggebend sind, wichtig ist es, sich zu organisieren. Hier meine besten Tipps, wie man ein wirklich gut funktionierendes Kleiderkarussell aufbaut.

Zunächst einmal: es ist schon lange keine Schande mehr, wenn man übertragene Kleidung trägt. Im Gegenteil, es zeugt von Verantwortungsbewußtsein und Intelligenz - und das verstehen auch die Kinder. Also: das Nachtragen von Kleidung gar nicht zum Thema machen, es soll einfach selbstverständlich sein.

Zunächst muss man aber selbst aktiv werden. Im Bekanntenkreis herumfragen, wer Bedarf an schöner abgelegter Kinderkleidung hat. Gratis oder um einen kleinen Unkostenbeitrag. So kann man sich schnell ein Netzwerk an Abnehmern schaffen.

Ich habe den großen Vorteil, dass meine Schwägerin ebenfalls zwei Buben hat, die genau zwei Jahre jünger sind - ein idealer Abstand. Alles, was meinen Buben nicht mehr passt, wandert automatisch zu meinen Neffen. Gottseidank haben die Buben einen ähnlichen Geschmack!

Es ist natürlich selbstverständlich, dass man nur absolut saubere und einwandfreie Kleidung weitergibt. Alles, was zerrissen, fleckig oder beschädigt ist und auch nicht mehr repariert werden kann, kommt in den Wertstoffmüll. Das gleiche gilt auch für Kleidung, die in die diversen Kleidercontainer von Caritas und Co eingeworfen werden kann, auch hier bitte nur einwandfreie Kleidung spenden.

Der nächste Schritt ist, dass man sich selbst Leute organisiert, von denen man Kleidung übernehmen kann. Hier hilft ein offenes Wort unter Nachbarn und Freunden. Am besten man erzählt von den vielen Dingen, die man herschenkt und merkt an, dass man sich auch über getragene Kleidung für die Kinder freut.

Ich erinnere mich noch, dass mich eine Mutter aus der Klasse meines älteren Sohnes (deren Sohn körperlich wesentlich größer ist als meiner) ganz verschämt fragte, ob ich vielleicht Interesse an ein paar fast neuen Hosen hätte, ihr Sohn sei so schnell daraus herausgewachsen. Und dann ganz erstaut war, als ich freudestrahlend danke sagte und mein Sohn ganz selbstverständlich in der Klasse verkündete, dass seine "neue" Hose von Maxi sei.

Keine falsche Scham, keine falsche Bescheidenheit!!!

Wenn man das erste Baby erwartet, ist es ganz besonders einfach. Man fragt bei Bekannten und Freunden mit etwas größeren Kindern nach, ob sie vielleicht Babykleidung abzugeben oder zu verborgen haben. Damit ist ein Anfang gemacht und oft geht die Kleider - Weitergabe dann automatisch in die nächste Runde.

Gerade Säuglingskleidung kann man auch gut bei Freunden ausborgen. Die winzigkleinen Strampler passen ja oft nicht einmal drei Wochen und sind nach dieser Zeit immer noch wie neu.

Und den meisten Leuten geht es mit Kinderkleidung so wie mir: sie sind froh, wenn sie einen Abnehmer finden, der sich über die Stücke freut.


Je größer die Kinder werden, desto weniger kann man übernehmen. Hosen sind oft schon kaputt, bevor sie zu klein werden und in späteren Jahren tragen die Kinder ihre Kleidung dann doch etwas länger.

Ja - und wenn mir etwas nicht gefällt? Oder wenn mein Kind etwas nicht anziehen will? Nun, dann gibt man es natürlich gleich wieder weiter - solange es noch halbwegs aktuell ist. Gebrauchte Kleidung zu tragen muss ja nicht bedeuten, dass man Dinge anzieht, die nicht gefallen.

Wenn man wirklich niemanden im Umfeld findet, der Bedarf  an getragener Kinderkleidung hat, finden sich sicherlich zahlreiche caritative Organisationen, die für jedes Stück dankbar sind.

Ganz wichtig: wer weiß, dass er Kleidung nicht mehr brauchen wird, soll sie möglichst sofort weitergeben. Dann hat der Beschenkte den meisten Nutzen davon. Die Kleidung jahrelang zu lagern und dann gnadenhalber abzugeben, ist wenig sinnvoll. Die lange Lagerung tut den Stücken nicht gut - und sie werden unmodern.

Eine Bekannte hat die Säuglingswäsche ihre Kinder jahrzehntelang aufgehoben - und dann entsorgen müssen. Schade, ich bin sicher, dass sich die eine oder andere junge Mutter damals sehr über die wirklich schönen Stücke gefreut hätte. Nach zwanzig Jahren waren die Dinge aber nur mehr reif für den Müll!

In diesem Sinne: weitergeben - tauschen - verschenken - und mit Freude annehmen

Einen schönen Tag wünscht
Marie




Ready to go - eine Hilfe im morgendlichen Chaos


Morgens ist es bei uns – trotz aller Organisation und Vorbereitung – immer ein wenig hektisch. Ich bemühe mich wirklich, alle Dinge am Vorabend zu erledigen und bereitzulegen, aber es bleibt doch immer etwas übrig, das sich nicht hundertprozentig erledigen lässt.

Um morgens stressfrei außer Haus zu kommen und möglichst nichts zu vergessen, habe ich ein winziges Infoboard direkt neben der Haustüre befestigt. Es besteht nur aus einer kleinen weiß lackierten Metallschiene und einem Magneten, der genau einen Zettel erfassen kann.

An diesem Infoboard befestige ich abends einen kleinen Notizzettel, der mich an alles erinnert, was ich beim morgendlichen Aufbruch garantiert vergessen würde – vor allem alle Dinge, die wir nicht täglich mitnehmen müssen oder Sachen, die man nicht am Vorabend ins Auto räumen oder vor der Türe bereitstellen kann. 

Wichtig ist, dass das Board wirklich nur einen Zettel aufnehmen kann - den aktuellen. Aber mit diesem kleinen Trick vergessen wir morgens kaum mehr etwas. 

Auch eine kleine Tafel mit Kreide oder ein wiederbeschreibbares Board wären eine gute Idee. Es muss etwas sein, das man gerne benützt und das einfach zu bedienen ist.

Schönen Tag
Marie
 

Anleitungen, Rechnungen und Garantiescheine

Zu jedem Gerät bekommt man mittlerweile fingerdicke Anleitungen mitgeliefert, wobei die Anzahl der Seiten definitiv nichts mit der Qualität der Information zu tun hat. Meist sind es kurze Texte in miserablem Deutsch und in fünfzehn weiteren Sprachen und nach dem Lesen ist man so klug wie zuvor.

Die meisten Geräte sind gottseidank relativ selbsterklärend. Außerdem habe ich das Glück, einen technisch sehr begabten Sohn zu haben. Er sieht sich ein Gerät an und weiß, wie es funktioniert Also lasse ich mir neue Dinge meist von ihm erklären.

Nichtsdestotrotz muss man Rechnungen, Anleitungen, etc. irgendwo aufbewahren. Bei der Fülle der Geräte und der Dicke und Anzahl der Manuals nimmt das ganz schön viel Platz in Anspruch.

Daher bin ich schon vor einigen Jahren dazu übergegangen, nur mehr den deutschen (oder englischen) Teil der Anleitung aufzuheben und den Rest einfach wegzuschmeißen. Mittlerweile mache ich nicht einmal mehr das. Zu den meisten Geräten gibt es nämlich Anleitungen auf den diversen Homepages der Hersteller. Ich lade mir diese herunter und speichere sie in meinem Computer. Wenn das Gerät einmal läuft, sieht man ohnehin nur mehr sehr selten in den Anleitungen nach - und wenn es notwendig ist, finde ich sie auf einen Klick.

Ich habe in meinem Computer ein Verzeichnis Inventar angelegt, darunter Unterordner mit den Titeln Unterhaltungselektronik, Möbel, Haushaltsgeräte, Computer, etc. In diesen Unterordnern gibt es weitere Unterordner mit den Gerätenamen - und in diese Ordner speichere ich alles, was mit diesem Gerät zu tun hat. Ich scanne die Rechnung (und hebe sie nur so lange in Papierform auf, bis die Garantie abgelaufen ist), und speichere die Anleitungen dazu. Bei Computerzubehör speichere ich eventuell auch Treiber in dieses Verzeichnis - und ich mache ein Foto.

Screenshot des Inventarordners Drucker. Treiber, Rechnung, Anleitungen und ein Foto sind gemeinsam abgelegt.

Wenn ich nun über irgendeines meiner Geräte eine Info brauche, habe ich alles bei der Hand. Sehr praktisch ist das auch, wenn man schnell nachschauen will, ob ein Gerät noch Garantie hat bzw. im Versicherungsfall zum Nachweis des Anspruchs.

Eine Kopie aller dieser Dateien habe ich auf einer DVD gespeichert und getrennt vom Computer sicher verwahrt.Wenn der Computer also den Geist aufgibt oder gestohlen wird, habe ich meine Infos trotzdem noch bei der Hand.

Es ist für mich unmöglich, alle Geräte im Haushalt nachträglich so zu erfassen, ich möchte ja auch noch andere Dinge tun. Aber ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, alle neuen Geräte gleich einzugeben und die Anleitungen und Rechnungen zu scannen bzw. downzuloaden. Somit muss ich nur mehr die Originalrechnungen aufheben, solange Garantie besteht und der Papierwust hat sich binnen kurzer Zeit stark reduziert.

Ein Anfang des papierlosen Home-Office!

Liebe Grüße
Marie