Nach einer Woche - die ersten grünen Knospen

Am 5. Dezember habe ich Barbarazweige im Garten geschnitten. Kirsche, Forsythie und Hartriegel. Heute zeigen sich die ersten ganz schwachen hellgrünen Knospen an Kirsche und Forsythie.

Vor einer Woche sah der Kirschzweig so aus:

Kirschzweig am Tag des Schneidens.

Heute sehen die Zweige so aus. Es sind schon grüne Spitzen zu erahnen.

Kirschzweige nach knapp einer Woche.
Auch der zweite Zweig treibt aus.

Die Forsythienzweige werden kleine grüne Blätter austreiben (erfahrungsgemäß keine Blüten, ich weiß nicht warum). Man kann schon den Ansatz sehen.

Forsythienknospe nach einer Woche im warmen Zimmer.

Nur der Hartriegel, der schläft noch. Das rote Holz ist sehr attraktiv, aber ansonsten sieht man noch gar nichts.

Soweit meine Barbarazweige.

Einen schönen Tag wünscht
Marie

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Projektplanung

Erste Ideen sammeln.
Es ist für den Erfolg eines Projektes ganz besonders wichtig, dass die Planung stimmt. Von Anfang an. Was man dazu braucht?

* ein wenig Grips
* ein Blatt Papier
* ein paar Stifte
* ein paar Informationen

Mehr nicht. Keine Planungssoftware, keine ausgeklügelten Formulare, keine tollen Hilfsmittel. Es ist absolut möglich, ein komplexes Projekt in allen Details auf ein paar Blatt Papier zu skizzieren.

Wenn die Planung dann genauer wird, muss man sicherlich auf verschiedene Hilfsmittel zurückgreifen. Dann tut der Computer auch gute Dienste. Aber die prinzipielle Planung, die Ideensammlung, das Herausarbeiten und Lösen von Details und Problempunkten, kann und sollte "zu Fuß" gemacht werden.

Ich kenne viele Architekten und fast alle entwerfen ihre Projekte nach wie vor mit der Hand. Mit dem Bleistift. Am Papier. Weil es sich hier so wunderbar denken lässt. Weil Papier viel geduldiger ist. Weil die prinzipielle Denkarbeit durch das Zeichnen gefördert wird.

Hier ein Beispiel für eine schon ein paar Jahre zurückliegende Planung. Im Jahre 2008 erhielt ich den Auftrag, das Schlafzimmer eines Sommerhauses umzugestalten. Folgende Punkte waren zu berücksichtigen.

* geringes Budget
* das Zimmer wird von verschiedenen Familienmitgliedern benützt
* es sollte möglichst neutral und pflegeleich gestaltet werden
* Stauraum in Kästen und Kommoden
* das Zimmer war ziemlich klein

Hier ist das erste Konzept. Auf einem Blatt A4 legte ich Grundriss und Möblierungsplan fest, überlegte eine erste Gestaltung mit Farben und Textilien und identifizierte ein paar Problempunkte.

Übersicht Projektplanung Seite 1.

Zur besseren Vorstellbarkeit sind kleine perspektivische Handskizzen sehr hilfreich.


Blick in die linke Ecke mit Detailideen wie Farbfeld hinter dem Betthaupt und Zierleiste an der Decke.
Blick in die linke hintere Ecke mit der Schranklösung. Eine einfache Bleistiftzeichnung genügt.

Der Grundriss mit dem ersten Möblierungsvorschlag, maßstäblich gezeichnet.
Es ist schon in dieser Phase sehr wichtig, den Raum exakt zu vermessen und alle Maße genau zu notieren. Auch die erste Skizze muss annähernd maßstäblich sein, sonst verläuft man sich schnell und findet später schlecht das richtige Maß.

Problempunkt Kasten - Nachtkasterln - Bett.
Es ist wichtig, schwierige Punkte genau einzukreisen und eine Lösung zu suchen. In diesem Fall ist die Schranktüre nur bis ca. 60 Grad öffenbar. Die Auftraggeber erklärten sich damit einverstanden, ein Nachtkasterl sei aber unverzichtbar.

Nachtkasterl, Lampe und Bett.
Die Gestaltung der Wände, die Farbgestaltung und vor allem auch Bilder - alles sollte quasi gleichzeitig fertig werden. Nachdem das Schlafzimmer nicht ein persönliches Zimmer von zwei Personen ist, sondern den diversen Kindern und Schwiegerkindern im Sommer als Zimmer dient, sollte es nicht allzu persönlich gestaltet werden. Aber es sollte auch nicht an ein Hotelzimmer erinnern.

Fingerfarbbilder der Enkelkinder.
Also hatte ich die Idee, dass die damals noch sehr kleinen Enkelkinder der Familie mit Fingerfarben auf drei Keilrahmen einfach ihrer Kreativität freien Lauf lassen sollten. Abstrakte Bilder von Familienmitgliedern eben.

Farbkonzept, Materialien und Oberflächen.
Die Farben wurden in Abstimmung mit der Familie festgelegt. Es handelt sich um ein Nordzimmer, allerdings mit einem großen Fenster. Es wurden warme Wandfarben, helle Textilien und dunkle Möbel gewünscht.

Das generelle Farbkonzept. Hier sind die Farben durch den scan leider etwas verfälscht.
Farb- und Stoffmuster.
Aus diversen Katalogen schnitt ich Farb- und Stoffmuster aus und ergänzte das erste Konzept. Wichtig ist, es einfach zu halten.

Weitere Detaillösungen und Überlegungen, diesmal zur Beleuchtung.

Überlegungen zur Beleuchtung.
Die Finanzen waren ebenfalls ein wichtiger Punkt. Für einen ersten Kostenrahmen reicht aber eine kleine überblicksmäßige handschriftliche Liste. Die genaue Projektplanung erstelle ich dann allerdings auch am Computer - und natürlich dann die Kostenverfolgung.

Erste Kostenschätzung der damals bekannte Kosten.
Auch ein ungefährer Zeitplan und Arbeitsplan muss relativ bald erstellt werden. Bei diesem Projekt war ich für alles verantwortlich, auch für die Durchführung. Daher enthält der Plan, wie bei privaten Projekten im eigenen Haus auch, Details wie das Ausräumen des alten Zimmers, die Entsorgung der Möbel, etc. Und auch einen groben Plan der Elektroinstallationen legte ich fest.

Ein grober Arbeitsplan. Für den Anfang genügt das.
Zimmeransicht mit einem Online-Raumgestalter.
Da Ikea damals einen online - Raumgestalter anbot, konnte ich einen Teil des Zimmers ausdrucken und mit eigenen Skizzen ergänzen. Meine Handskizzen oben gefallen mir aber besser. :-)

Fotos des fertigen Zimmers folgen. Es ist wirklich fast genau so geworden. Und bewährt sich seit fünf Jahren.

Auf die Plätze, fertig, los! Welches Projekt in Ihrem Haus wollten Sie immer schon in Angriff nehmen? Schnappen Sie sich einen Zettel, einen Bleistift, ein Maßband und ein paar Buntstifte und zeichnen Sie los. Jeder kann zeichnen!

Wer möchte mir so ein Projekt schicken? Skizzen und Vorher - Nachher Fotos? Ich würde gerne darüber berichten.

vontagzutag. mariesblog (at) gmail. com (Leerzeichen entfernen und Klammeraffen einfügen).

Gruß
Marie

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Ich mach mit: blick7

Nikolo

Unser Nikolotisch.


Heute kommt der Nikolo. Also - eigentlich kommt er ja am 5. Dezember am Abend. Zu den meisten Leuten jedenfalls. Bei uns ist es anders. Ein Familienmitglied hat nämlich genau am 5. Dezember Geburtstag, und so wie jeder andere auch irgendwie das Recht auf eine eigene Feier. Also feiern wir am 5. Dezember immer Geburtstag und am 6. Dezember abends kommt der Nikolo.

Meine Kinder haben das schon früh begriffen - und damit kräftig angegeben. "Bei uns macht der Nikolo eine Ausnahme: er kommt erst am 6. Dezember."

Also wird der Tisch für heute Abend eifrig geschmückt.

Mitteldeko:

Dieser Teller ist eines meiner Lieblingsstücke. Er ist wunderschön, haltbar, leicht zu reinigen und so neutral, dass ich ihn rund ums Jahr immer neu gestalten kann.

Ein Metallteller, ca. 30 cm im Durchmesser.

Das Muster ist wunderschön, neutral und unaufdringlich. Perfekt für Deko zu jeder Jahreszeit.
Heute schmücke ich den Teller mit:

5 unterschiedlich großen roten Kerzen
Mandarinen und Äpfeln
Mandelkernen in Schokolade
Schokobananen - Weihnachtssternen
Walnusshälften

Unser Nikoloteller. "Apfel, Nuss und Mandelkern mögen alle Kinder gern."


Mandeln gibt es mit verschiedenen Überzügen, hier mit Schokolade.

Auch Obst darf nicht fehlen. Und - ja - im Hintergrund, das sind Katzenpfoten. Mein neugieriger Kater...
Die übriggebliebenen Schokomandeln fülle ich ihn Gläser, die ich auch ein wenig dekoriere.

Gläser gestalten:

Ein einfaches neutrales Glas wird mit einem passenden roten Band beklebt. Zuerst mit Klebeband fixieren und dann mit einem Tropfen Klebstoff ankleben. Der Klebstoff sollte genau am Klebeband sein, dann kann man nach dem Fest das Band problemlos und rückstandslos wieder ablösen.

Ein einfaches kleines Trinkglas.


Rotes Band mit Klebeband fixieren.


Mit einem Tropfen Klebstoff festkleben.
Schokomandeln einfüllen

Auch ein paar Nüsse waren noch übrig. Mit den weißen Mandeln sehen sie toll aus.

Blumenschmuck:

Ein kleines rotes Blümchen darf am Nikolotisch nicht fehlen. Ich habe ganz billig ein rotes Fleißiges Kätchen erworben. Nur der rote Blumentopf - der findet sich nicht in meinem Deko-Fundus. Also muss ich mir anders behelfen.

Eine rote Serviette wird rund um den Topf geklebt und mit einer roten Schleife fixiert. Fertig.

Ein rotes Blümchen für den Nikolotisch.
Leider habe ich keinen roten Topf. Ein gelber muss es auch tun.
 
Der Topf wird mittig auf die Serviette gestellt, die Ecken hochgeschlagen und mit Klebeband fixiert.

Die weiteren Ecken werden sauber gefaltet und mit einer Masche zusammengehalten.

Fertig ist der rote Blumentopf. Aufpassen beim Gießen!

Einen schönen Nikolotag wünscht
Marie

Barbarazweige schneiden

Am 4. Dezember, dem Tag der Heiligen Barbara, soll man, einem alten Brauch zufolge, Kirschzweige schneiden und in eine Vase stellen. Wenn sie zu Weihnachten blühen, ist das ein gutes Omen für das nächste Jahr.

Die Knospen am Kirschzweig- noch fest geschlossen.

Ich konnte die Zweige erst gestern schneiden, hoffentlich gilt das trotzdem. Wie jedes Jahr nehme ich aber nicht nur Kirschzweige, sondern auch Zweige von anderen Sträuchern, dieses Jahr von Forsythie und Hartriegel. Das Holz der Forsythie ist leicht gelb und es treiben kleine hellgrüne Blätter aus. Der Hartriegel hat rotes Holz und treibt ebenso kleine rotgrüne Blätter. Hoffentlich.

Da es heuer schon sehr kalt war und wir etliche Tage mit Frost hatten, müssen die Zweige nicht in den Tiefkühlschrank. Ohne Kältereiz beginnen sie nämlich kaum zu treiben.

Also ab mit den Zweigen in die Badewanne und 12 Stunden in warmem Wasser einweichen. Das startet quasi das "Blühprogramm". Danach nochmals schräg anschneiden und in eine Vase mit ein wenig Wasser stellen. Und warten.

Barbarazweige in der Vase.

So sehen meine Barbarazweige derzeit aus. Ich berichte, ob sie blühen werden.

Gruß
Marie

Das Adventhaus

Unser Adventkalender - Haus

Hier schmücke ich mich mit fremden Federn. Dieses entzückende Adventhaus habe ich nicht gemacht. Gar nichts davon. Das hat mein Sohn (9 Jahre) ganz alleine für die Familie im Werkunterricht gebastelt. Ich bin so stolz!

Das Adventhaus hat einen Ehrenplatz bekommen. Jeden Tag darf ein anderes Familienmitglied eine kleine Lade öffnen. In jeder Lade befindet sich eine kleine Überraschung und ein guter Adventvorsatz.


Material:

24 Streichholzschachteln
24 Splinten
blaues und grünes Geschenkpapier
goldene Sternchen - Aufkleber
Bastelkarton
etwas Watte

Klebstoff
24 Stück Schokolade (einzeln verpackt)
24 kleine Kärtchen mit guten Vorsätzen

Anleitung:

Zuerst die Streichholzschachteln ausleeren und mit einem Stück blauem Geschenkpapier beziehen. Alle 24 Stück. Das war viel Arbeit, sagt mein Sohn.

Die Schachteln mit blauem Geschenkpapier beziehen.

Durch die Schmalseite der Laden eine Splinte drücken und befestigen. Einen kleinen goldenen Stern aufkleben und nummerieren.

Dann die 24 Schachteln lageweise aufeinanderkleben.

Die Schachteln kreuzweise stapeln. 4 Schachteln pro Ebene. 6 Ebenen.


Ein Stück Bastelkarton quadratisch zuschneiden, etwas größer als das Haus und mit grünem Geschenkpapier beziehen. Das Haus mittig daraufkleben.

Aus Bastelkarton vier gleich große Dreiecke zuschneiden. Die untere Kante muss etwas länger als eine Seitenkante des Hauses sein. Die anderen beiden Kanten müssen gleich lang sein.
Die vier Dreiecke auf ein grünes Geschenkpapier kleben und zu einem Dach falten. Festkleben und mit goldenen Sternen schmücken.

Das Dach aus 4 Dreiecken zusammenkleben.


Einen Rauchfang ausschneiden, mit grünem Papier bekleben und am Dach befestigen.

Mit etwas Watte den Rauch und den Schnee darstellen.

Die Laden mit der Schokolade und den Kärtchen füllen.

Die Kästchen sind beschriftet, ebenso die Kärtchen.

Ein Kärtchen und Schokolade einfüllen.

FERTIG!

Gutes Gelingen!
Eine tolle Idee von meinem Sohn.

Eine schöne erste Adventwoche wünscht
Marie