Lavendelzucker und Vanillezucker - selbstgemacht


Lavendelzucker, Lavendel und Vanillezucker.
Die Lavendelernte 2013 war gut! Die heißen Tage im Juli haben dem Aroma nicht geschadet, im Gegenteil. Auch wenn meine Lavendelbüsche noch klein sind, haben sie im letzten Sommer sehr viele wunderbar duftende Blüten getragen.

Ende Juli wurde der Lavendel geerntet (ja, das ist spät, aber die Blüten waren dann erst so richtig ausgereift) und vorsichtig kopfüber in der Gartenhütte getrocknet. Danach wurde er vorsichtig abgerebelt und die Blüten in kleine einfache Schraubgläser gefüllt.

Lavendelblüten.
Leider gibt es kein Geruchs - Internet. Sonst könnte ich euch den wunderbaren Duft mitschicken.

Getrocknete Lavendeblüten, vorsichtig abgerebelt und im Glas dunkel aufbewahrt.

Heute habe ich damit Lavendelzucker hergestellt. Eine tolle und außergewöhnliche Ergänzung zu cremigen Desserts. Außerdem war mein Vanillezucker ebenfalls verbraucht, also habe ich auch hier die Vorräte ergänzt.

Vanillezucker - selbstgemacht

Ich kaufe schon lange keinen Vanille- (oder noch schlimmer: Vanillin-) Zucker mehr. Mit einer echten Vanilleschote lässt sich normaler Feinkristallzucker (oder jeder andere Zucker) in rund einer Woche perfekt aromatisieren.

Man braucht eine Vanilleschote, ein kleines Schraubglas und Zucker. Die Schoten werden in das Glas gesteckt und vollständig mit Zucker bedeckt. Es reicht, wenn man das Glas alle paar Tage kurz schüttelt. Nach rund einer Woche ist der Zucker aromatisiert und schmeckt wunderbar.

Wer die dunklen Vanillepunkte im Zucker haben möchte, schneidet die Schote vorher auf, kratzt das Mark heraus, vermischt dieses mit dem Zucker und füllt dann alles in ein Schraubglas.

Vanilleschoten werden in ein sauberes Schraubglas gefüllt.

Vanilleschoten vollständig mit Zucker bedecken.

Auf diese Weise lassen sich verschiedene aromatisierte Zucker herstellen.

Lavendelzucker - selbstgemacht

Ein Esslöffel getrocknete Lavendelblüten wird mit ca 150 g Zucker gut vermischt und in ein Schraubglas gefüllt. Wichtig ist, dass die Blüten schon getrocknet sind, da sie sonst zuviel Feuchtigkeit an den Zucker abgebeben.


Lavendelblüten gut mit Zucker vermischen.

Die fertige Mischung in ein kleines Schraubglas füllen - das duftet!

Der Zucker sieht auch noch entzückend aus.
Nach etwa einer Woche kann der Zucker verwendet werden und hält bei trockener, kühler und dunkler Lagerung rund ein Jahr.

Lavendelzucker und Vanillezucker.
Viel Spaß beim Nachmachen!
Marie

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Memorykeeping - ein Zuhause für schöne Erinnerungen


Sportliche Erfolge schön präsentiert.

Meine Kinder laufen gerne, fahren Ski, spielen Tennis - und immer wieder gibt es dabei auch Medaillen. Bisher hingen diese einfach nur an einem Haken im Regal oder lagen in einer Lade und wurden immer mehr.

Da im den neuen Zimmern noch Wandgestaltungen fehlen, habe ich für beide Buben ein Medaillenbild gemacht.

Als Basis dient ein Ikea Ribba Rahmen, der zwischen Glas und Rückwand ein paar cm Luft hat.

Der Ikea Ribba Rahmen ist relativ tief und hat zwischen Glas und Rückwand einige cm Platz.

Weitere Materialien:

Ikea Ribba Rahmen ca. 50 x 50 cm
dunkelblauer Fotokarton
Fotokleber
Scotchband
Klebstoff


Im Laufe der Zeit haben sich eine Menge Medaillen angesammelt.

Zuerst wurden die Medaillen gesichtet und ein wenig sortiert. Danach probeweise arrangiert. Wichtig ist, dass die Ordnung nicht zu streng ist, sondern die Medaillen wie zufällig am Papier platziert werden. Sonst wirkt das Bild zu militärisch.

Der Fotokarton wurde passend zugeschnitten. Da das Bild relativ schwer wird, habe ich zwei Lagen Fotokarton vollflächig aufeinandergeklebt. Das gibt die nötige Stabilität.


Die Medaillen probeweise auflegen und mit Klebezetteln beschriften.

Die Medaillen sind wunderschön, aber die langen Bänder stören das Gleichgewicht. Allerdings wollte ich die Medaillen auf keinen Fall zerstören und die Bänder abschneiden. Vielleicht möchte man sie einmal anders präsentieren. Es war also wichtig, dass das Arrangement irgendwann einmal aufgelöst werden kann und die Medaillen im Originalzustand verbleiben.

Also schnitt ich schmale Schlitze etwa in Breite des Bandes in den Karton. Mit einem Lineal wurden die Schlitze markiert und etwa 1-2 mm breit mit Stanleymesser oder Skalpell ausgeschnitten.


Die Breite der Schlitze mit Lineal anzeichnen. Vorsicht: die Schlitze müssen rechtwinkelig sein.


Danach stopfte ich die Bänder vorsichtig durch die Schlitze. Diese Arbeit war ein wenig heikel. Einerseits sollen die Schlitze so schmal wie möglich sein. Andererseits muss das Band durchpassen.


Mit der Rückseite des Messers vorsichtig durchführen.

Damit die Medaillen nicht hin- und herpendeln wurden sie mit Fotoklebern fixiert. Diese lassen sich wieder rückstandsfrei entfernen, wenn das einmal nötig sein sollte. Bei schweren Medaillen braucht man mindestens 2 bis 3 Fotokleber, sonst hält es nicht.


Fotokleber auf der Rückseite fixieren die Medaille.
So sieht das Zwischenergebnis aus.

Die Bänder müssen noch besser gelegt werden und die Beschriftung fehlt noch.

Auf der Rückseite hingen nun viele Bänder herunter. Damit diese schön im Schlitz fixiert sind und nicht verrutschen, wurden sie mit Scotchband festgeklebt. Auch das ist bei Bedarf rückstandsfrei entfernbar.


Viele lose Bänder auf der Rückseite.
Mit Klebeband fixieren und ordentlich ausrichten.

So sieht die fertige Rückseite aus.

Damit die Bänder ausreichen Platz haben und die gesamte Konstruktion genügend Stabilität aufweist, habe ich das mitgelieferte Passepartout in einen ca. 4 cm breiten Rahmen geschnitten, mit der Rückseite und dann mit dem Fotokarton fest verklebt. Die Medaillen sind schwer, das ist nicht zu unterschätzen.

Für die Beschriftung habe ich auf etwas stärkeres weißes Papier (120 g / m2) kleine Schilder gedruckt und mit dem Stanleymesser exakt ausgeschnitten.


Beschriftung
Die Beschriftung wurde neben die Medaille geklebt.

Danach alles gut trocknen lassen, vor allem die Verklebung  der Rückwand, und einglasen.

So sieht der fertige Medaillenkasten aus.

Fertig ist der persönliche Medaillenkasten.

Projektkosten: unter 20 Euro je Bild

Rahmen (15,99 Euro), Fotokarton und Papier (ca. 2 Euro), Kleinmaterial, Kleber etc. (ca. 2 Euro).

Arbeitsaufwand: rund 3 Stunden je Bild

Meine Kinder sind jedenfalls von ihren Bildern begeistert.

Die tiefen Ikea - Rahmen eignen sich übrigens großartig für jede Art von (Erinnerungs)bild, bei dem kleine Gegenstände ausgestellt werden sollen.

Liebe Grüße
Marie

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Bitte mehr Kultur!

Gestern war ich mit meinem Mann im Theater. Nicht bloß bei einer Schulaufführung, einem Laientheater oder dem lokalen Stadttheater (obwohl alle diese teilweise auch sehr gut sind!).

Nein, im richtigen, großen Theater. Genauer gesagt im Burgtheater in Wien. Wie es war? Dafür gibt es nur ein Wort: sensationell! (Maria Happel als Mutter Courage im gleichnamigen Stück von Bert Brecht. Fantastisch. Und eine wunderbare Aenne Schwarz als Katrin.)

Früher, als Schüler, dann als Studenten und auch noch in den ersten Jahren unserer Berufstätigkeit waren wir oft im Theater, im Konzert, in der Oper. Mit der Geburt des ersten Kindes war einmal Pause. Aus verschiedenen Gründen. Erstens einmal, weil das Geld nicht da war. Punkt. Von Doppelverdienern mit kleiner Wohnung zu vier Mäulern, großer Wohnung und einem Einkommen - da blieb für Kultur wenig übrig. Dann das Babysitterdilemma. Babysitter + Theaterkarten = zu teuer! Außerdem wohnten wir damals etwas außerhalb und die Anreise war recht langwierig. Und meistens war ich schlicht und einfach zu müde.

Als die Kinder größer wurden, gingen wir mit ihnen regelmäßig ins Theater - aber natürlich in kindgerechte Sachen. Und ins Museum - altersgerecht. Und in Konzerte - Kinderfassung. Und ins Musical - für Kinder geeignet. Wem geht es auch so?

Daher lautet ein Vorsatz für 2014 - alle sechs Wochen ein Kulturevent. Abwechselnd mit den Kindern - und OHNE Kinder! Erwachsenenkost also! Museen, Ausstellungen, Theater, Konzerte, Oper, Musical, Operette, Kabarett - Wien und Umgebung hat so viel zu bieten. Und wenn man nicht die teuersten Karten nimmt, sondern ein wenig auf den Preis schaut, gibt es trotzdem viele, viele Möglichkeiten, Kultur auch preisgünstig zu genießen. Und meine Kinder sind schon so groß, dass wir aus dem Märchentheateralter (gottseidank) heraus sind.

Als Studenten waren wir diesbezüglich verwöhnt. Es gibt in Wien die tollsten Kulturangebote über die Hochschülerschaft um einen sehr geringen Preis. Nun müssen wir zwar den vollen Preis zahlen, aber es gibt in jedem Theater Sitze, die billiger sind, und wo man trotzdem eine wunderbare Sicht hat. Es macht Spaß, das herauszufinden.

Daher: bitte mehr Kultur!


Mit liebem Gruß

Marie

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Mini - Serie: Kinderzimmer

Als Architektin und Mama von zwei Kindern verfolge ich mit großem Interesse die Entwicklungen im Bereich Kinderzimmer und Kinderzimmerausstattung. Abgesehen davon, dass es wirklich zauberhafte Dinge und wunderbar praktische Lösungen gibt, fallen mir aber vor allem diese Dinge auf.
  • Die Kinderzimmer werden immer kleiner - zumindest diejenigen in Miet- und Eigentumswohnungen. Hatte ein durchschnittliches Kinderzimmer vor 20 Jahren noch rund 12 bis 15 m2, so pendelt man sich jetzt bei ca. 10 m2 ein. (Unter 10 m2 darf man einen Raum in vielen Ländern nicht mehr "Zimmer" nennen. Bauordnung.)
  • Dafür nimmt die Anzahl der Räume pro Wohnung zu. Hatte ein durchschnittliche Wohnung für eine Familie in den 1980-er Jahren bei ca. 90 m2 noch drei Zimmer (Wohnzimmer und 2 Schlafzimmer), so werden heute Wohnungen dieser Größe meist mit vier Zimmern geplant (Wohnzimmer und drei Schlafzimmer, wobei die Küche meist ins Wohnzimmer integriert ist). Dementsprechend kleiner fallen die Schlafzimmer aus.
  • Kinderzimmer sind meist so geplant, dass sie für mehr als ein Kind fast nicht mehr adaptierbar sind. Sie sind einfach zu eng.
  • Kindermöbel werden immer bunter, lustiger und für immer kürzere Zeit nutzbar. Glaubt man den Katalogen der Hersteller, so braucht ein Kind bis zum 18. Lebensjahr mindestens vier bis fünf Betten und mindestens ebensoviele Kinderzimmereinrichtungen (Baby, Kleinkind, Kindergartenkind, Volksschulkind, junger Teenager, älterer Teenager, eventuell Student). Natürlich immer mit den entsprechenden altersgerechten Designs und Accessoires.
  • Gute Kindermöbel werden immer teurer.

Was braucht man aber wirklich? Welche Möbel sind unbedingt notwendig - und wie kann man das Zimmer so adaptieren, dass es lange nutzbar und trotzdem altersgerecht ist?


Meine Miniserie gibt darüber in den nächsten Tagen Auskunft.


Teil 1: Das Bett
Teil 2: Wickeltisch und Wickelkommode
Teil 3: Schreibtische
Teil 4: Kleidung und Kleiderkästen
Teil 5: Spielzeug und Spielzeugaufbewahrung
Teil 6: Design und Gestaltung

Mit liebem Gruß
Marie

Liest du das alles wirklich???

So schreibt mir eine Leserin per Kontaktformular. Sie hat meine Bücherliste für Jänner am Seitenrand entdeckt und kann nicht glauben, dass ich diese Bücher alle lese / gelesen habe.

Doch, das tue ich wirklich.

Warum und vor allem wann ich so viel lese? Nun, dazu gibt es ein paar einfache Erklärungen.
  1. Ich schaue nicht fern. Wir haben zwar einen Fernseher und hin und wieder drehen wir ihn auch auf. Aber die meiste Zeit ist die Mattscheibe schwarz. Wir haben auch kein Kabel-TV, etc., und die frei empfangbaren Sender sind sowieso wenig sehenswert.
  2. Ich lese nicht alle diese Bücher am Stück. Einige werden wohl ein paar Monate auf meinem Nachtkasterl verbringen.
  3. Ich lese sehr schnell. Und ich lese, seit ich vier Jahre alt bin, so ziemlich alles, was mir in die Finger kommt. Siehe dazu auch mein Posting Leselust.
Aber ich will es im Einzelnen erklären.

Diese Titel sind meine Entspannungsbücher. Ich lese sie zum Beispiel in der Badewanne, am Abend vor dem Schlafengehen, in Wartezeiten während des Tages. Man kann sie gut einstecken und ich brauche für ein Buch kaum mehr als einen Tag.

Viele dieser Bücher stammen nicht aus meiner eigenen Bibliothek, sondern sind aus der Leihbücherei ausgeliehen.

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Viele Bücher bleiben mehrere Monate bei mir liegen, weil ich immer nur einzelne Kapitel lese. Vielleicht schafft es ein (angehender) Wissenschafter, Charles Darwin auf einmal zu lesen. Ich kann es nicht, dazu ist mir die Thematik zu kompliziert. Trotzdem ist es ungeheuer spannend, sich mit solchen Ideen auseinanderzusetzen.

Das gleiche gilt für das Buch über Wien am Beginn des 20. Jh. Toll geschrieben, viel Information und Wissen - aber eben nur in kleinen Dosen.


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Gartenbücher liegen bei mir immer bereit. Und im Gegensatz zu Krimis und leichten Romanen kaufe ich diese Bücher meist. Sie dienen mir als Basis-Nachschlagewerk für meine eigene Gartengestaltung und für meine beruflichen Projekte.


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Fachliteratur gehört ebenfalls auf meine regelmäßige Leseliste. Die reine Fachliteratur zb. über Brandschutz, diverse Gesetzestexte, etc. sind hier nicht aufgeführt, weil für meine Leser sicherlich uninteressant. Aber ich lese trotzdem regelmäßig auch Bücher über Design, Gestaltung, Architektur, Innenraumgestaltung, verschiedene Wohnstile, Baukunst, etc., um auf dem Laufenden zu bleiben. Und diese Bücher sind - im Gegensatz zur Fachliteratur vieler anderer Gebiete - auch für Laien spannend und aufschlussreich. Daher führe ich die besten hier an.


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Und als Aufräum- und Organisationsfreak muss ich natürlich auch hier immer am neuesten Stand bleiben. Dieses Monat mit diesem Buch.




(List contains affiliates. Alle Meinungen sind absolut meine eigenen und ich werde dafür nicht bezahlt.)

Wie sieht deine Leseliste aus? Wieviel liest du pro Monat?

Ich hoffe, ich konnte euch auch Lust aufs Lesen machen.

Mit lieben Grüßen
Marie