1. Bloggeburtstag - Hurra!

Vor genau einem Jahr habe ich meinen Blog gestartet. Als Ideensammlung, Tagebuch, Begleiter VON TAG ZU TAG durch mein Leben.

Viele Leser haben mich begleitet und tolle Kommentare und Anregungen hinterlassen. Vielen Dank dafür! Es ist wunderbar, Ideen zu posten, Fotos zu machen und Texte zu formulieren - noch toller ist es, eine Reaktion zu sehen. Danke für die vielen netten Kommentare, die Awards, die netten Mails, die Likes und die Followships.

Mein Blog ist so bunt wie das Leben - und so soll er auch bleiben. Manchmal poste ich viel, manchmal weniger, manchmal kurz, oft lang über all die Themen, die mich beschäftigen.

Ich koche gerne, meine Familie isst gerne (und kocht auch ganz toll), also nehmen Rezepte einen recht großen Teil des Blogs ein. Ob eine schnelle Gemüsepfanne frisch aus dem Garten, eine tolle Nachspeise, Kekse backen mit Kindern, schnelle Cupcakes oder ausgefallene Dinge wie selbstgemachter Lavendelzucker - die Ideen gehen mir selten aus.



Ohne Organisation läuft in meinem Haushalt gar nichts. Als freiberufliche Mama mit Ehemann, zwei Kindern, einem Kater, einem Haus, einem großen Garten, vielen Freunden und unzähligen ehrenamtlichen Aktivitäten muss ich schauen, dass alles gut läuft, ohne dass ich permanent gestresst bin.
Viele kleine Organisationstipps, Listen und Routinen helfen mir, dass erledigt wird, was erledigt werden muss und der Spaß nicht zu kurz kommt.


Leben mit Kindern ist laut, anstrengend, aktiv, täglich neu, fordernd, spannend, lustig und wunderbar. Hier sind meine Tipps, wie wir diese spannende Reise täglich neu erleben und gestalten.

Als Architektin liebe ich gutes Design und klare reduzierte Formen. Im täglichen Leben bin ich bunt und überschwänglich, liebe Kitsch und Dekorationen.  Zwei Seelen leben...
Meine Liebe zur Dekoration kann ich hier in meinem Blog ausleben, in üppigen Tischdekos und dem jahreszeitlichen Schmuck von Haus und Garten.


Apropos Garten, das ist eines meiner Lieblingsthemen. Als begeisterte Hobbygärtnerin darf ich euch immer wieder auf einen Spaziergang durch mein grünes Reich einladen. In den winterlichen Garten im November oder Feber,  zum Strauchschnitt oder zur Begrünung meines Flachdaches.


Auch die Architektur findet zeitweise hier Eingang,  wenn ich euch Grundrisse für ein Einfamilienhaus vorstelle oder meine Prinzipien der Projektplanung zeige.

Natürlich nehme ich auch regelmäßig an Linkpartys teil. Ich liebe diese Partys und danke allen, die sich so viel Mühe machen. 

Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit vielen kreativen Ideen, Abenteuern mit meiner Familie und mit meinen treuen Lesern!

Gruß
Marie

Koffer packen

Es ist ein uraltes und entsprechend abgenütztes Thema - und trotzdem hilft es mir jedesmal wieder beim Packen: die Packliste.

Heute habe ich die Koffer für meine beiden Buben gepackt. Sie dürfen morgen für zwei Wochen zu den Großeltern fahren, danach machen wir noch zwei Wochen Familienurlaub. Also muss ich alles Nötige für vier Wochen Sommerurlaub in Österreich einpacken. Und wer das Wetter im Sommer in Österreich, noch dazu im Mittelgebirge kennt, weiß, dass so ziemlich der gesamte Kleiderschrank mitgenommen werden muss. Von wochenlangem Dauerregen mit 8°C Höchsttemperatur, Nächten im Bereich des Gefrierpunktes bis zu Tropennächten mit 28°C und Hitzetagen ist wettermäßig alles möglich.

Schon vor Jahren habe ich daher für die diversen Urlaubsformen meine Packlisten in den Computer getippt. Diese werden jährlich ergänzt und adaptiert. Windeln und Wickelzubehör konnte ich schon vor langer Zeit streichen, dafür werden die Sportutensilien jährlich mehr.

Heute habe ich also meine Liste "Sommerurlaub Österreich" für jedes Kind ausgedruckt, die Mengen der benötigten Kleidungsstücke grob geschätzt und auf die Liste geschrieben. Eine kurze Adaptierung, weil der Urlaub heuer sehr lang ist - und die neue Liste mit dem Jahr 2014 neu gespeichert.


Das Packen geht anhand einer solchen Liste dann Ruck-Zuck. Kleiderschrank auf, alles benötigte herausgenommen, auf der Liste abgehakt und in den Koffer gelegt. Was ich morgen noch bedenken oder einpacken muss, wird mit Leuchtstift markiert.

In der letzten Woche habe ich schon darauf geachtet, dass die Kinder nur mehr Dinge trugen, die nicht in den Urlaub mitgenommen werden sollten. Und das schöne und warme Wetter war mir beim Wäschetrocknen sehr behilflich. Ich bin nämlich ein strikter Gegner des Trockners und lasse meine Wäsche lieber im Sonnenschein und Wind im Freien trocknen. Besser fürs Budget, besser für die Umwelt und ein unvergleichlich frischer Wäscheduft, ganz ohne Weichspüler und Parfums.

Eigentlich kann ich Kofferpacken nicht ausstehen, so gerne ich auch verreise. Kofferpacken für andere, wenn ich noch nicht verreisen darf, ist doppelt hart. Aber mit meiner Packliste geht es eigentlich schnell und stressfrei und ich vergesse nur sehr selten etwas. Und einem schönen Urlaub steht jetzt auch nichts mehr im Wege - hoffentlich spielt auch das Wetter noch mit.

Mit liebem Gruß
Marie

Ferienanfang und Schulsachen

Diese Woche haben meine beiden Buben säckeweise Schulsachen nach Hause gebracht. Bücher, Hefte, Malkästen, Zeichnungen, Turnsachen, Schwimmbeutel, und noch tausend andere Dinge.
Angesichts der nahen Ferien und der Urlaubsstimmung wäre es wunderbar, diese Dinge einfach in den Schrank zu räumen (außer das verschwitzte Turnzeug und die Jausenbrotboxen natürlich) und bis Ende August zu vergessen.

Leider habe ich Ende August angesichts des nahenden Schulanfangs noch weniger Lust, mich mit diesen Dingen zu beschäftigen als jetzt. Darum habe ich gemeinsam mit meinen Kindern alle Schulsachen in Angriff genommen und soweit wie möglich wieder in Ordnung gebracht. Außerdem ist derzeit überall Ausverkauf, daher können verlorene oder ausgediente Dinge viel billiger ersetzt werden als im August. Die "Aktionen" zu Schulanfang sind nämlich meist gar keine!

Für alle Hefte, Bücher etc. eines Jahres habe ich in einem Möbelhaus schöne bunte Boxen etwa im Format A4 gekauft. In diese kommt alles hinein, was im nächsten Jahr nicht mehr benötigt wird, vor allem Hefte und Bücher. Die unzähligen Zettel und Kopien werfen wir ins Altpapier. Kein Mensch braucht 75 Mathematik-Übungsblätter, auch nicht als Erinnerung. Ein bis zwei Boxen pro Schuljahr reichen aus. Mit wenig Aufwand sind so alle Schulsachen weggeräumt. Die Boxen werden mit Namen und Schuljahr beschriftet - und wenn meine Kinder dereinst mein Haus verlassen werden, dürfen sie all diese Kisten mitnehmen und entscheiden, was damit geschehen soll. Vielleicht wollen sie die Schulsachen auch schon vorher entsorgen, derzeit werden Hefte und Bücher aber noch aufgehoben.

Turnzeug, Tennissachen, Schwimmzeug, Sportschuhe, Fussballschuhe und  dergleichen werden durchgesehen, gewaschen und fix fertig weggeräumt. Fehlende, beschädigte oder zu klein gewordene Dinge und Kleidungsstücke werden repariert oder ersetzt.

Malkoffer, Bastelkoffer, Handarbeitskoffer, Schultasche, Federpennal und Inhalt, Heftmappe etc. werden ebenfalls gereinigt und eventuell neu befüllt. Meine Kinder gehen, trotz ihres Temperaments, eigentlich recht sorgsam mit den Schulutensilien um. Dieses Jahr musste ein Malkasten und ein Federpennal ersetzt werden (nach immerhin drei Schuljahren), zwei Turnhosen sind zu klein, die Badehosen habe ich bereits unterm Jahr neu gekauft, und beide Federpennale werden mit neuen Buntstiften, Bleistiften und Radiergummis ausgestattet. Auch ein paar Filzstifte muss ich nachkaufen und natürlich noch neue Hausschuhe besorgen. Diese überleben - selbst wenn sie nicht zu klein geworden sind - niemals länger als maximal ein Schuljahr.

Die vielen tollen Bastelarbeiten, Bilder, Kunstwerke und Handarbeiten habe ich einzeln abfotografiert und an einem Ort zur Präsentation ausgestellt. Bilder und Zeichnungen hängen an den jeweiligen Kinderzimmertüren (siehe Tipp unten), die Basteleien und Handarbeiten haben einen Ehrenplatz in einem Regal bekommen. Nach einiger Zeit, wenn neue Basteleien dazukommen, werden die alten entsorgt. Aber es gibt von allen Kunstwerken Fotos und jedes wird eine gewisse Zeit zu Hause ausgestellt. Einige wenige besonders gelungene Arbeiten schaffen es in die "Schatzkiste", eine (kleine!) Box, die für Sachen reserviert ist, die wir längerfristig aufheben wollen.

Die Werke der Kinder werden fotografiert, ausgestellt, und nach einer Weile entsorgt.


Die ganze Sache - konzentriert auf einmal erledigt nimmt nicht viel mehr als einen halben Tag in Anspruch. Und nun können wir die Ferien bis zum letzten Tag genießen.

Tipp zur Türgalerie:
Meine Türen sind lackiert und ich mag es gar nicht, wenn etwas mit Klebeband darauf geklebt wird. Auch auf Holztüren hinterlässt der Klebstoff sehr bald hässliche Spuren, bei lackierten Türen blättert der Lack binnen kurzer Zeit unweigerlich ab. Um die Türen nicht zu beschädigen und trotzdem als Galerie nützen zu können, habe ich großen weißen Bastelkarton im Format 80x80 cm besorgt. Dieser Karton ist exakt so breit wie meine Türen (bei schmäleren Türen muss der Karton eben genau auf Türbreite zugeschnitten werden).
An den Kanten (vor allem oben) klebe ich den Karton nun vorsichtig mit Scotch-Band an der Türe an, wobei das Klebeband nur im Türfalz befestigt wird (wenn dort der Lack ein wenig abblättert, sieht man es kaum und kann es auch leicht wieder ausbessern). Damit habe ich eine große leere Präsentationsfläche für die Zeichnungen und Malereien meiner Kinder. Die Zeichnungen werden einfach auf den Karton geklebt, verschönern die Kinderzimmertüren und sind rückstandfrei wieder zu entfernen.

Noch ein paar Tage bis zu den großen Ferien!

Gruß
Marie

Natürlich nehme ich wieder an Linkpartys teil! Schaut auch vorbei und holt euch tolle Ideen.

Weitere Organisationsideen von Marie

http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2014/02/ordnung-im-badezimmer.html   http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2014/02/memorykeeping-ein-zuhause-fur-schone.html   http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2014/01/badutensilos-die-nichts-kosten.html   http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2014/01/x-mas-deko-verstauen.html   http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2014/01/samenbox-und-gartentagebuch.html

Toller Nachtisch in 3 Variationen: Blanc Manger

Blanc Manger mit Himbeersauce

Ich liebe Nachtische, vor allem, wenn sie cremig und mit Früchten sind. Hier zeige ich euch meine 3 Variationen von Blanc Manger mit Himbeersauce.

Der Nachtisch ist schnell zubereitet, allerdings sollte man das am Vortag erledigen, da die Creme mindestens 4-5 Stunden im Kühlschrank fest werden muss.

Blanc Manger ist eine uralte Nachspeise, die schon im Mittelalter bekannt war. Das tolle daran ist, dass man den Geschmack beliebig variieren kann. Das ursprüngliche Rezept war einfach eine gekochte Mandelcreme, die mit Gelatine verrührt wurde, damit sie stockt.

Statt Mandelmilch kann man aber auch viele andere Geschmacksträger verwenden. Ich zeige euch:

  • Klassisches Blanc Manger mit Mandelmilch
  • Variation Blanc Manger mit Kokosmilch
  • Variation Blanc Manger mit Lavendelzucker


Blanc Manger

Das Grundrezept ist einfach. Die Milch wird mit dem Geschmacksträger aufgekocht und danach mit Gelatine vermengt. Wenn die Mischung etwas abgekühlt ist, zieht man geschlagenes Schlagobers darunter und füllt die Masse in kleine Förmchen. Nach rund 5 Stunden Kühlzeit lassen sich diese stürzen und mit Fruchtsauce servieren.


Zutaten Grundrezept (für 6 Portionen):

  • 500 ml Milch mit Geschmacksstoffen
  • 80 g Zucker
  • 8 Blatt Gelatine
  • 250 ml Sahne (Schlagobers) geschlagen
Mandelmilch
500 ml Milch mit 100 g geschälten Mandeln
Mandeln mit der Milch gut aufkochen, danach abseihen. Die Mandeln werden nicht weiterverarbeitet. Wer möchte, kann einen Tropfen Bittermandelöl dazugeben.

Kokosmilch
Die Geschmacksmilch besteht in diesem Fall aus
250 ml Milch
250 ml Kokosmilch
ein wenig Kardamom


Lavendelmilch
Den Zucker durch 80 g Lavendelzucker ersetzen


Blanc Manger

Die Milch wird mit den Geschmacksstoffen und dem Zucker kurz aufgekocht. Währenddessen die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und nach rund 5 Minuten ausdrücken.

Die Milch vom Herd nehmen, mit der Gelatine gut verrrühren, damit keine Klümpchen entstehen.

Während die Milch - Gelatine  - Masse abkühlt, wird das Schlagobers steif geschlagen.

Sobald die Milchmasse zu gelieren beginnt (Achtung, dieser Zeitpunkt muss genau eingehalten werden!), das Schlagobers vorsichtig unterziehen. Diese Tätigkeit ist etwas heikel. Ist die Masse zu noch zu heiß, dann zerrinnt das Schlagobers (macht auch nicht so viel, die Creme wird dann etwas  weniger luftig, aber sie ist essbar). Wenn die Masse schon zu stark geliert ist, gibt es Klümpchen beim Unterziehen der Sahne. Ausprobieren!

Die Masse in kleine Förmchen füllen, die kalt sind und mit kaltem Wasser ausgespült wurden. Ich nehme dafür immer meine Kaffeehäferln, die haben einen schönen runden Boden.

Die Förmchen mit Klarsichtfolie abdecken und mindestens 5 Stunden im Kühlschrank stehen lassen.

Vor dem Servieren die Form außen ganz kurz mit heißem Wasser abspülen. Dann kann man die Creme sehr gut herausstürzen.

Mit Himbeersauce oder einer anderen Fruchtsauce garnieren, servieren und genießen.

Fruchtsauce:
250 bis 500 g frische Früchte (oder TK Beeren) mit 50 g Zucker passieren, ein paar ganze Früchte aufheben und daruntermischen.
Wenn die Nachspeise nur für Erwachsene bestimmt ist, kann man die Fruchtsauce auch mit einem EL Rum abrunden.


Für die Fruchtsauce ein paar ganze Früchte beiseite legen und nicht mitpassieren.

Gutes Gelingen!
Marie

Ich nehme natürlich wieder an tollen Linkpartys teil! Reinschauen, es gibt so viel Neues zu entdecken.

Weitere Rezepte von Marie

http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2014/02/lavendelzucker-und-vanillezucker.html   http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2013/07/schnelle-gemusebeilage-frisch-aus-dem.html  http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2013/07/schnelle-cupcakes.html  http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2014/02/vollkornpizza-mit-artischocken-und.html  http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2013/11/was-macht-man-mit-der-ubriggebliebenen.html



Kinderspielzeug

Das Babyalter ist vorbei, das Kleinkindalter auch. Einerseits bin ich froh darüber, bereits zwei so selbständige Buben zu haben. Andererseits frage ich mich manchmal, wo die Jahre geblieben sind. Gerade eben noch war ich schwanger - und nun muss ich mich bereits mit einem präpubertierenden Jugendlichen auseinandersetzen.

Am Wochenende war das Wetter teilweise so kalt, dass wir die Zeit nützten, um ein paar Kisten durchzusortieren. Spielzeugkisten.

Generell haben wir nicht allzuviel aufgehoben - dachte ich. Kinderbücher, aus denen meine beiden herauswachsen, geben wir generell schnell weiter. Wir heben nur die absoluten Lieblingsbücher und echte Klassiker auf, die man auch in späteren Jahren noch gerne liest. Das fünfte Eisenbahnbuch, das dritte Tierlexikon, die unzähligen Conny und Drache Kokosnuss Bücher (sehr geliebt zu ihrer Zeit) finden sehr schnell den Weg zu unseren Verwandten und Freunden mit kleineren Kindern.

Auch Spiele und Spielzeug werden relativ schnell verschenkt, Puzzles mit 25 Teilen, Spiele für das Vorschulalter, die Bob der Baumeister Werkbank - lauter Dinge, die man nicht auf Dauer aufheben möchte. Unsere Kinderzimmer sind zwar geräumig, aber nicht allzu groß und ich achte darauf, dass der Stauraum überschaubar bleibt. Somit muss regelmäßig aussortiert werden.

Also haben wir kaum mehr Kleinkinderspielzeug - dachte ich. Am Wochenende holten wir die Kisten heraus. Es waren ziemlich viele, denn das schöne, wertvolle, haltbare, zeitlose Spielzeug haben wir aufgehoben. 6 riesige Kisten voll Playmobil, drei Kisten Matador, vier Kisten Lego Duplo, drei Kisten Brio Eisenbahn - alles seit Jahren verstaut (bis auf Playmobil, das lagert noch nicht so lange im Dachboden).

Was tun? Alles aufheben? Für wen? Für eventuelle Enkelkinder in 20 Jahren? Alles weggeben? Vekaufen? Verschenken? Und wenn kleine Kinder zu Besuch kommen?

Abgesehen vom beträchtlichen materiellen Wert sind alle Spielsachen unglaublich schön. Natürlich hat das eine oder andere Teil gelitten, aber im Prinzip sind diese qualitativ hochwertigen Spielsachen so gut wie unzerstörbar.

Das nächste Dilemma: das Spielzeug gehört beiden Kindern. Natürlich hat der eine vielleicht das Feuerwehrauto und der andere den Zoo bekommen, aber prinzipiell haben sie immer gemeinsam mit allen Dingen gespielt.

Wir diskutierten die Sache, während sich meine Kinder glücklich durch Berge von Kleinkinderspielzeug wühlten und freudiges Wiedersehen mit der Lok Thomas oder dem ersten Duplo Feuerwehrauto feierten.

Nach aufregenden Diskussionen kamen wir zu folgender Lösung:
  • Zunächst wurde aussortiert: alles, was nicht 100%ig ok war, kam in den Müll. Das war allerdings nicht viel...
  • dann bildeten wir Gruppen innerhalb der einzelnen Spielzeuge, also Duplo Fahrzeuge, Steine, Tiere, etc., Brio Schienen, Fahrzeuge, Bauwerke, etc.
  • Meine Kinder entschieden, das Matador nicht zu behalten. Davon hatten wir nie allzuviel und sie spielten auch wenig damit. Also wurde Matador sortiert, fotografiert und auf einer Online-Plattform zum Verkauf angeboten. Den Erlös werden sich die Kinder teilen.
  • Brio Eisenbahn musste bleiben. Absolut! Keine Diskussion. Nur der Bahnhof, den ein ungestümer kleiner Gast einmal irreparabel beschädigt hatte, wurde schweren Herzens entsorgt.
  • Duplo wurde reduziert. Die schönsten Themen und alle Grundsteine wollten sie behalten, viele Sonderthemen und Sonderbausteine wurden in Gruppen zusammengefasst und ebenfalls zum Verkauf eingestellt.
  • Mit dem Playmobil - Kisten haben wir noch nicht begonnen.
Wir legten gemeinsam fest, dass es zu jedem Spielzeug in Zukunft eine große Kiste gibt, die bei Bedarf herausgeholt werden kann. Also eine Kiste mit Brio - Eisenbahn, eine Kiste mit Duplo, etc. Aber eben nur eine Kiste.

Meine Kinder bezeichnen diese Kisten jetzt als Oma - Opa Kisten. (Danke, so alt sind wir noch nicht!). Aber wenn in ferner Zukunft einmal unsere potentiellen Enkelkinder zu Besuch kämen, dann könnten sie damit spielen und hätten tolles Spielzeug.

Bis dahin werden meine Kinder die Kisten sporadisch herausholen, wenn sie dazu Lust haben oder kleine Kinder zu Besuch kommen.

Was macht ihr mit dem Kinderspielzeug, wenn eure Kinder herauswachsen? Welche Lösungen und Strategien habt ihr, damit euch die Kisten nicht über den Kopf wachsen? Bitte um Ideen und Vorschläge.

Mit liebem Gruß
Marie