Sockenparty

Zugegeben, der Titel klingt verlockend. Besonders lustig ist die Tätigkeit, die dahinter steckt, allerdings nicht. Sie lautet: Organisation der Sockenladen. Aber wenn ich es selbst als Sockenparty bezeichne, macht es mir doch ein ganz klein wenig mehr Freude.


Sockenparty. Kein Vergnügen, aber leider notwendig.

Die Sockenparty findet bei mir etwa alle 6 Monate statt. Als meine beiden Buben noch kleiner waren, konnte ich sie auch noch zur Mithilfe motivieren. Mittlerweile sind sie zwar so weit, dass sie ihre Kleiderschränke halbwegs selbst in Ordnung halten, dafür haben sie wenig Verständnis für meine wiederkehrenden  "Organisationsanfälle" (O-Ton). Mama, chill mal!

Gut, trotzdem kann ich nichts weniger leiden als kaputte Socken, löchrige Socken, einzelne Socken, keine passenden Socken, die sich trotz eines funktionierenden Wäschesystems immer wieder einschleichen. Quasi durch die Hintertüre.

Meine Sockenparty ist also weder lustig noch besonders geschmackvoll, aber sie dauert dafür auch nicht allzu lange. Danach ist wieder für mindestens sechs Monate Ordnung im Sockenland und jedes Familienmitglied findet auch morgens im Halbschlaf saubere und passende Socken.

Für meine Sockenparty brauche ich:

  • eine große freie Fläche, am besten den Fussboden im Schlafzimmer
  • einen Block und einen Bleistift
  • einen Müllsack
  • einen Sack für die Altkleidersammlung (seeeeehr klein)
  • gute Musik
  • Tuch und Putzmittel
  • ALLE Socken, also wirklich alle, außer dem einen Paar, das meine Männer gerade an den Füßen tragen

Zuerst hole ich mir alle Sockenladen aus den Schränken und stelle sie nebeneinander auf. Danach suche ich alle, wirklich alle Socken im ganzen Haus zusammen. Vor allem auch alle Einspänner und die Socken, die gerade in der Wäschetruhe oder in diversen Sporttaschen sind.

Die ungewaschenen Socken kommen auf einen Haufen (äähh!), die Einspänner ebenso.


Wo kommen sie bloß immer alle her, die Einspänner? Und wo zum Teufel ist der zweite???


Zuerst werden die Sockenladen durchsortiert. Normalerweise befinden sich in den Laden nur die sauberen Sockenpaare des jeweiligen Besitzers. Da derzeit aber drei Familienmitglieder eine sehr ähnliche Schuhgröße und damit ähnliche Socken haben, verirrt sich schon einmal ein falsches Paar in die Laden.

Maries Tipp!

Ich kaufe derzeit nur eine Sockengröße und ein Modell in dreifacher Ausführung. Damit ist es egal, in welcher Lade die Socken landen, Hauptsache jeder hat genug frische Paare. Das lästige Einsortieren entfällt damit.

Bei kleineren Kindern: kaufe niemals gleiche Socken in unterschiedlichen Größen für mehrere Kinder! Das Chaos ist damit vorprogrammiert. Einmal erlebt, danke, das brauche ich nicht mehr!

Ich kippe die Sockenlade aus und reinige sie. Danach gehe ich jedes einzelne Paar Socken durch. Alle Socken werden im Sockenknäuel aufbewahrt, auch wenn das angeblich nicht gut für sie ist. Aber so findet man immer ein passendes Paar. Die diversen Aufbewahrungsmethoden mit Rollen, Klammern oder einzelnen Sockenabteilungen finde ich immer amüsant und maximal für einen superorganisierten Erwachsenenhaushalt geeignet.


Ich bewahre Socken in Knäueln auf. Etwas Besseres fällt mir nicht ein.


Jedes Sockenknäuel wird aufgemacht, dann werden die Socken kontrolliert.
  • Passt das Paar zusammen? Manchmal passiert es mir, dass ich ähnliche Socken versehentlich gemeinsam wegräume (abendliches Wäschesortieren - gääähn) und mich über die vielen Einspänner wundere, die sich in der Box ansammeln -> Einspännerhaufen.
  • Sind die Socken sauber? Zu 99% sind sie das, wenn sie in der Sockenlade sind, aber es kommt schon vor, dass ein Kind einmal Socken wegräumt, denen ein Waschgang gut täte -> auf den  Schmutzwäschehaufen.
  • Sind die Socken in Ordnung? Ich stopfe Socken nur dann, wenn es sich lohnt. Socken, die schon mehrere Löcher oder dünne Stellen haben, werden aussortiert -> Nähkorb oder Müll.
  • Passen die Socken noch? Passen sie dem anderen Kind? Wenn nicht, dann entweder Müll oder Altkleidersammlung. Wobei die Socken zumindest bei meinen Kindern eher kaputt gehen als zu klein werden.
  • Werden die Socken überhaupt getragen? Mein Sohn hatte einmal einige Paar Sportsocken eines bekannten Markenherstellers, die er auf den Tod nicht ausstehen konnte. Sie hatten an den Zehen eine dicke Naht, die in jedem Sportschuh für Druckstellen sorgte. In diesem Fall -> Altkleidersammlung. Es ist natürlich selbstverständlich, dass der Altkleidersammlung nur absolut einwandfreie und saubere Kleidung zukommen darf. 

Wenn die Socken den Test bestehen, werden sie zusammengerollt und in die Sockenlade zurückgelegt.

Das klingt jetzt mühsam, dauert pro Sockenpaar aber maximal 20 Sekunden, mit einer normalen Sockenlade bin ich also in weniger als 10 bis 15 Minuten fertig.

Als nächstes ist der saubere Einspännerhaufen an der Reihe. Meist kann ich jetzt fast alle Paare zusammenfinden und zuordnen.

Als letztes der Schmutzwäschehaufen. Auch diese Socken werden kontrolliert und zu Paaren zusammengelegt. Danach wird mit dem verbliebenen Einspännerhaufen verglichen? Gibt es Paare, bei denen nur ein Socken gewaschen ist? Paare zusammensortieren und beide auf den Schmutzwäschehaufen, aber getrennt nach Besitzern. Das ist wichtig für den letzten Schritt.

Zum Schluss bleiben die echten Einspänner übrig. Warum es diese immer wieder gibt und wo um alle Welt das Gegenstück geblieben ist, habe ich bis heute nicht herausgefunden. Ein Mysterium! Die Einspänner wandern in den Müll.

Letzter Schritt: Bestandsaufnahme. Welches Familienmitglied hat wie viele Paare ordentliche Socken? Abzählen und notieren.

Danach kommen die Sockenladen wieder in die Kommoden, die Schmutzsocken in die Wäschetonne, die noch zu stopfenden Socken paarweise (!) in den Nähkorb (das sind meist sehr wenige) und der Müll in die Mülltonne.

Anhand meiner Liste kann ich dann entscheiden, ob und für wen ich Socken nachkaufen muss. Meine Buben haben etwa 25 Paar Alltagssocken, meist blau oder schwarz, einige Paare lustige bunte Socken für den Sommer und etwa 10 Paar Sportsocken. Damit kommen wir gut über die Runden und auch Urlaube oder etwas längere Waschzyklen sind kein Problem. Diese Zahl muss aber jeder für sich selbst festlegen, je nach Lebensstil, Kleidung und Gewohnheiten.

Das gesamte Sockenfest dauert maximal eine Stunde - und es lohnt sich. Wirklich. Auch wenn die Arbeit weder lustig noch besonders angenehm ist.

Zu Besuch bei Freunden zu sein und festzustellen, dass die Kinder Löcher in den Socken haben, finde ich allerdings wesentlich unangenehmer. Hier bin ich ein wenig spießig und "unentspannt", wie meine Kinder finden. Mir ist es trotzdem wichtig, dass wir alle immer saubere und ordentliche Kleidung tragen.

Trotz eines organisierten Waschzykluses, praktikabler Schränke und Ordnungssysteme sind solche geballten Organisationsdurchgänge bei mir leider immer wieder notwendig. Zu schnell ändern sich die Kleidergrößen meiner Kinder und in allen Bereichen gibt es diverse Grauzonen, die sich der alltäglichen Organisation beharrlich widersetzen.

Unsere Großmütter haben diese Aktionen als Frühjahrsputz, Weihnachtsputz, Kleidertausch oder ähnliches bezeichnet, in ein oder zwei Wochen konzentriert durchgezogen und die gesamte Familie während dieser Zeit an den Rand des Wahnsinns getrieben. Danach war aber alles wieder blitzsauber und aufgeräumt.

Heute ist das schon aufgrund der beruflichen Situation der meisten Mütter nicht mehr möglich, daher teile ich diese Megaaufgaben einfach in kleine Häppchen und erledige sie laufend.

Vor kurzem fiel mir ein weltweiter Bestseller einer japanischen Autorin in die Hände, die der Ansicht ist, dass man seinen Haushalt nur einmal organisieren und aufräumen muss und danach für immer ein aufgeräumtes Leben führen kann. Ich habe mehrmals laut gelacht, denn obwohl etliche Ideen durchaus gut und nachahmenswert waren, gilt die Kernaussage wohl bestenfalls für den Haushalt einer alleinlebenden Mitzwanzigerin ohne Kinder. Wir anderen müssen uns leider Tag für Tag mit dem Thema Aufräumen beschäftigen, wenn wir für uns und unsere Familien eine lebenswerte Umgebung schaffen wollen.

Mit liebem Gruß

Marie

Komm mit, ich nehme wieder an Linkpartys teil! 

Hochbeete

Ich liebe Hochbeete.


Da mein Garten extrem lehmigen, schweren Boden hat, auf dem sich Gemüse nicht wirklich wohlfühlt, war von Anfang an klar, dass wir es mit Hochbeeten versuchen wollen.

Im ersten Frühjahr, als der wildeste Bewuchs gerodet und der Platz für die Gemüsebeete freigelegt war, bauten mein Mann und meine beiden Buben drei traumhafte Hochbeete.

Die Beete sind etwa 3,50 m lang und 1,20 m breit. Im Prinzip wurden an den Längsseiten vier runde, dicke Holzsteher in den Boden geschlagen und darauf rundumlaufende unbehandelte Holzbretter genagelt. Unbehandelt deshalb, weil sämtlicher wirksamer Holzschutz nicht mit meinem Gemüse in Kontakt kommen soll - nein danke! Und verträglicher, umweltfreundlicher und sicherlich unschädlicher Holzschutz ist einfach wirkungslos. Die Seitenwände stehen allerdings auf einer Kiesschichte, die als Drainage dient und die Lebensdauer der Seitenwände etwas erhöhen soll.


Die fertigen Hochbeete im ersten Jahr.

Meine Hochbeete werden vermutlich in ein paar Jahren zerfallen, dann muss ich sie erneuern. Macht nichts, sie stehen seit mittlerweile dreieinhalb Jahren und sehen immer noch großartig aus.


Die Seitenwände wurden mit Folie ausgekleidet.


Zuerst legten wir in die Hochbeete ausreichend Hasendraht ein - gegen die Wühlmäuse. Wirkt! Bisher keine Maus gesichtet. Um die Seitenwände zu schützen, wurde schwarze Folie innen an die Wände getackert. Wir verwendeten PVC freie Gartenfolien, die angeblich umweltverträglich sein sollen und keiner Schadstoffe an das umliegende Erdreich abgeben. Hoffentlich.


Hasendraht am Boden schützt gegen Wühlmäuse.


Darauf schichteten wir den riesigen Haufen an Schnittgut und Laub, der sich angesammelt hatte. Ein wenig zerkleinern, fertig. Ein Teil des Schnittguts wurde auch gehäckselt, damit es die Zwischenräume gut ausfüllen kann.

Als nächste Schichte kam der Erdaushub, den das Fundament der Gartenhütte zurückgelassen hatte. Guter lehmiger, schwerer, fruchtbarer Boden. Als Schichte im Hochbeet toll, zum Gemüseanbau natürlich nur bedingt geeignet.


Die mit Erdaushub und Schnittgut angefüllten Beete. Die oberste Schichte Erde fehlt noch.

Als oberste Schichte kam gute frische Erde gemischt mit Kompost, etwa 15 bis 20 cm dick.

Und dann konnte gepflanzt werden.

Die erste Bepflanzung im März. Damals gärtnerte ich noch nicht im Quadrat, sondern in Reihen.


Bepflanzung Beet 1. Die abgeschnittenen Mineralwasserflaschen schützen kleine Pflänzchen.

Bepflanzung Beet 2. Viele Erdbeeren im Vordergrund.

Bepflanzung Beet 3. Erbsen und Spinat sind schon gut zu sehen.


Und so sah es bereits im Juni desselben Jahres aus. Zwischen den Pflanzen liegt Miscanthusmulch, der vertreibt die Schnecken und hält die Erde schön feucht - und das darüberliegende Gemüse trocken und sauber.


Ein wahres Gemüse - Wunderland. Aber dieses Frühjahr war auch extrem wetterstabil.

In guter Bauerngartenmanier wachsen auch Ringelblumen zwischen dem Gemüse.

Die große Zucchini im Vordergrund bescherte uns eine Rekordernte.

Fazit: Hochbeete sind sensationell. Man kann ganz bequem Unkraut jäten, säen, ernten, etc. Das Gemüse wächst wunderbar und Schnecken gelangen nur sehr selten in die Beete (heuer leider schon, aber heuer war alles anders).


Maries Tipp!

Da die Beete durch die Verrottung der untenliegenden Zweige etc. jedes Jahr rund 5 cm einsinken, ergänze ich die fehlende Erde mit guter Gartenerde und Kompost. So bleiben meine Beete fruchtbar, da sie ja wirklich sehr stark beansprucht werden. Noch ein wenig Hornspäne daruntergemischt und alles wächst und gedeiht.



Der Herbst ist die ideale Jahreszeit, um den Gemüsegarten neu zu organisieren und Hochbeete anzulegen. Der anfallende Strauchschnitt kann so sofort verwendet werden, auch das Laub bildet einen wunderbaren Untergrund.

Mit liebem Gruß

Marie

Komm mit, ich nehme wieder an Linkpartys teil!

Wenn dir mein Garten gefällt, kannst du hier noch vieles entdecken. Vielleicht hast du auch Lust auf einen Spaziergang durch meinen Oktobergarten.


Beauty Ecke im Schrank - auch für Boys!

In vielen Häusern und Wohnungen gibt es leider nur ein Bad, das sich vier oder mehr Familienmitglieder teilen müssen. Morgendlicher Stau ist damit, trotz zeitlicher Top-Organisation, fast schon vorprogrammiert.

Damit es nicht zwischen Wecker und Frühstück zum ersten handfesten Streit zwischen dem Nachwuchs kommt, sollte man möglichst viele Funktionen aus dem Bad in die eigenen Zimmer auslagern.
 

Beauty Ecke im Schrank. an der Türe ist ein Spiegel angebracht.

Konkret sind das alle Tätigkeiten im Bad, die nicht zwingend fließendes Wasser erfordern, also Haarstyling, Schminken, Deo und Parfum, Gesichtspflege, Schmuck, etc.

Da meine Buben trotz des jungen Alters schon sehr auf ihr Äußeres achten (gut so, aber manchmal erscheint es mir ein wenig früh...), habe ich ihnen einfach in ihren Kleiderschränken eine kleine Beauty - Ecke eingerichtet.

Zunächst wurde ein Fach in passender Höhe dafür definiert. An die Schranktüre bzw. innen in den Schrank habe ich einfache Spiegelfliesen im Format 30 x 30 cm geklebt.

Der Schrank und der Spiegel wird vom Zimmerlicht generell gut beleuchtet. Wenn nicht, empfielt sich ein zusätzliches Licht im Kasten, das nur beim Öffnen angeht.


Wichtig ist, dass alles einfach bleibt. Die Boxen hatte ich zu Hause, das kleine Tablett auch.


Im Schrank befinden sich nun, in guter Griffweite und ansprechend sortiert, sämtliche Utensilien, die ein fescher junger Mann morgens so für das schulgerechte Styling benötigt. Haarwachs, Haargel, Sonnenbrillen, Kamm, Uhren, Armbänder und sonstiger Schmonzes.

Maries Tipp!

Auch Spindschlüssel, Geldbörse, Busausweis, etc. werden dort aufbewahrt. Da die jungen Herren diese Dinge nur lässig in die Jeans stecken und leider nicht in den Rucksäcken transportieren, haben sie morgens so alles griffbereit und vergessen nichts.

Diese Beauty - Ecken haben uns in den letzten Monaten viel Gezanke und morgendliche Hektik erspart.

Die Projektkosten waren überschaubar, die Spiegelfliesen kosteten 3 Euro pro Stück, alles weitere war vorhanden. Gut, ich musste zweimal Haarwachs, zweimal Stylingschaum, etc. anschaffen, aber wenn jeder seine eigenen Produkte hat, wird auch weniger gestritten.


Alles Griffbereit für einen guten Start in den Tag. Auch der Busausweis wird kaum vergessen.


Wieso kommt das Thema Streit hier so oft vor? Streiten meine Kinder so viel??? Jaaaaa, manchmal schon, vor allem um so lächerliche Kleinigkeiten wie Haarwachs... aber das dürfte allen Eltern bestens bekannt sein.

Hier muss ich noch eine nette Geschichte loswerden. Meine Kinder hatten von Anfang an jeder ein eigenes Zimmer - und streiten trotzdem bei jeder sich bietenden Gelegenheit.
Meine Freundin hatte bis vor kurzem für zwei Kinder nur ein Kinderzimmer. Beim Umzug in die neue Wohnung fieberte sie vor allem dem vermeintlichen Ende der Streitereien entgegen, da ja nun jedes Kind ein eigenes Zimmer hätte. Naiv! Ihre Kinder streiten natürlich munter weiter, auch in getrennten Zimmern, sie treffen sich einfach in der Mitte oder einer besucht den anderen, um ihn zu ärgern.
Das hätte ihr ja nun jeder sagen können.

Trotzdem kann gute Organisation und genug Platz für alle die echten Konflikte verringern. Genau das sollen die Beauty - Ecken bieten. Genug Zeit und Platz für jeden, damit unser Morgen entspannter verläuft.

Ich habe mir natürlich auch meine eigene Beauty - Ecke im Schlafzimmer eingerichtet, allerdings etwas aufwändiger, mit einem alten Schreibmaschinentisch, den ich gerade als Schminktisch herrichte. Davon gibt es Fotos, wenn alles fertig ist.

Damit niemanden der Neid packt: nein, dieses Beauty-Fach ist normalerweise nicht so aufgeräumt. So sieht es nur aus, wenn Mama ein wenig Ordnung gemacht hat. Meine Kinder leben eher das Prinzip Chaos. 
Aber: die Dinge sind zumindest an einem Ort und meine Kinder finden sie auch im halbwachen Zustand relativ einfach.

Mit liebem Gruß

Marie

Weitere Organisationstipps findest du hier, beispielweise für das Bad oder für Kinderspielzeug.

Komm noch schnell mit, ich nehme wieder an Linkpartys teil! Aber vergiss dein Notizbuch nicht, dort gibt es sooooo viel zu entdecken!

Blaue Kartoffeln


Blaue Kartoffeln in rohem Zustand. Jede sieht ein wenig anders aus.


Mein Garten ist zwar für städtische Verhältnisse groß, trotzdem baue ich das Gemüse nicht zur kompletten Selbstversorgung an. Dazu fehlt es mir an Anbaufläche - und vor allem an Lagermöglichkeiten. Den gemüsegeeigneten Erdkeller gibt es leider bei mir nicht.


Gemüsebeet mit Kartoffelpflanzen.


Mein Gemüse- und Obstanbau ist also nur dekorative und köstliche Ergänzung des Speiseplans, auch wenn wir in guten Gartenjahren vor allem im Sommer definitiv kein Obst oder Gemüse zukaufen müssen.


Blaue Kartoffeln in voller Blüte. Der Stamm der Pflanze ist auch blaurot gefärbt.


Genauso verhält es sich mit meinem Kartoffelanbau. Aus reiner Freude am Wachsen baue ich blaue Kartoffeln an, nicht viel, nur etwa 10 Pflanzen pro Jahr. Diese sehen unglaublich nett aus, schon die Pflanze ist leicht blaurot gefärbt. Die Kartoffeln geben eine ganz passable Ernte ab, je nach Witterung bis zu 10 kg.


Hier sieht man die dunklen Triebe.


Die Sorte kenne ich nicht genau, ich glaube, es handelt sich um französische  Trüffelkartoffeln. Ich kaufe die Kartoffeln bei meinem Bio-Gemüsehändler und setze sie ein. Klar, das ist nicht die richtige Methode, man sollte Saatkartoffeln kaufen, die garantiert virusfrei sind, etc. Aber: es funktioniert bei mir schon seit drei Jahren wirklich toll.


Ernte von drei Kartoffelpflanzen. Viele sind klein, aber geschmacklich hervorragend.


Ich glaube, ich baue diese Sorte an:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vitelotte


Meine blauen Kartoffeln. Jede sieht ein wenig anders aus.

Die Kartoffeln sind geschmacklich ein Erlebnis und sehen auch noch toll aus, wenngleich die wirklich beeindruckende Farbe beim Kochen teilweise verloren geht. Leider!


Maries Tipp!

Aus den Kartoffeln kann man folgendes zaubern:

  • blauen Kartoffelsalat
  • jede Art von Kartoffelchips oder Pommes
  • einfach mit Butter essen

Wozu sich meine blauen Kartoffeln gar nicht eignen:

  • Kartoffelpüree
  • Kartoffelteig
  • alles, wozu mehlige Kartoffeln notwendig sind

Kartoffelsalat aus blauen Kartoffeln.


Bei Kartoffelchips kann man, wenn man sie dünn schneidet, die Schale mitessen. Ansonsten muss man sie schälen, was angesichts der vielen Vertiefungen recht aufwändig ist. Bei ganz jungen Kartoffeln kann man sie auch mitessen, sie ist aber wesentlich härter als bei hellen handelsüblichen Frühkartoffeln.


Junge blaue Kartoffeln mit Sauce Tartare und frischem Gemüse. Auch die Tomaten sind Eigenbau!


Ich liebe es, alte oder außergewöhnliche Sorten in meinem Gemüsegarten anzupflanzen und auszuprobieren. Blaue Kartoffeln sind ein Fixstarter und werden jedes Jahr angebaut.

Mit liebem Gruß

Marie

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Weitere Rezepte kannst du hier entdecken. Und wenn dir mein Garten gefällt, lade ich dich gleich noch zu einem weiteren Spaziergang ein.


Ausflugsziele mit Kindern: Wanderung am Semmering entlang der Südbahnstrecke (ab ca. 6 Jahren)


Der berühmte "20 Schilling Blick".

Wanderung entlang des Semmering - Bahnwanderwegs von der Ortschaft Semmering bis nach Breitenstein (ca. 10 km).

Ausflüge machen Spaß, uns Eltern, den Kindern und deren Freunden (wir haben meist noch jemanden dabei), wir entdecken Neues, sind oft an der frischen Luft und genießen die gemeinsame Zeit.

Hier stelle ich nun unregelmäßig Ausflugsziele für die ganze Familie vor. Inklusive Altersangabe - wobei diese stark abweichen kann. Hier muss jeder seine Kinder selbst realistisch einschätzen.


Ein klarer sonniger Herbsttag - wie geschaffen für eine Wanderung.


Es ist wichtig, zuerst kleinere Wanderungen zu unternehmen, die man im Notfall auch abbrechen oder abkürzen kann. Mit der Zeit, wenn Trittsicherheit, Koordination und Kondition bei den Kindern zunehmen, kann man sich auch in schwierigeres Gelände wagen. Im Zweifelsfall immer die kürzere oder leichtere Route wählen.

Wir sind allerdings eine Familie von Wandersleuten, will heißen, wir besteigen gerne Berge. Wirklich! Allerding gehen wir auch gerne wieder hinunter. Um so eine wunderschöne Wanderung handelt es sich hier. Besonders schön ist es im Herbst, wenn es nicht mehr so heiß ist (haha, bei diesem Sommer 2014) und sich die Blätter bunt verfärben.


Die Landschaft im Semmeringgebiet ist atemberaubend.

Anreise: mit dem Zug bis Station Semmering
Gehzeit: rund 3 Stunden in gemütlichem Tempo und mit Pausen, fast nur bergab
Abreise: mit dem Zug ab Station Breitenstein

Kostenpunkt: abgesehen von den Anfahrtskosten mit der Bahn keine weiteren Kosten


Die Wege sind in gutem Zustand.


Die Strecke geht weitgehend bergab, es sind aber doch auch einige Steigungen zu bewältigen. Vor allem eine Steigung hat es in sich, da es daneben sehr steil zu den Bahngeleisen abfällt. Gutes Schuhwerk ist Pflicht, Turnschuhe und Sandalen kann ich nicht empfehlen, eher Bergschuhe oder Trekkingschuhe, auch für die Kinder.


Meist geht es gemütlich durch den Wald.


Wichtig ist, dass die Kinder schon gut zu Fuß sind und auch steilere Passagen trittsicher bewältigen. Wir haben die Wanderung erstmals gemacht, als unsere beiden 6 und 8 Jahre alt waren, da hatten sie allerdings schon reichlich Berg- und Wandererfahrung.


An einer Stelle verläuft der Weg hoch ober der Semmeringbahn.



Unterwegs gibt es ein oder zwei Imbiss-Stationen und Gasthäuser im Ort Semmering und Breitenstein, es lohnt sich aber, ein Picknick mitzunehmen und an einem der vielen wunderbaren Aussichtspunkte zu verspeisen.


Ein Aussichtsturm.


Neben den zahlreichen wunderschönen Aussichtspunkten und der herrlichen Landschaft gibt es auch architektonische Highlights zu bewundern. Vor allem Freunde der Industriearchäologie kommen hier auf ihre Kosten.


Industriearchäologen kommen hier auf ihre Kosten.


Südbahnarchitektur im fin de siècle. Wunderbar.


Auch die Landschaft rund um Breitenstein ist zauberhaft.


Hier gibt es weiterführende Infos

http://www.semmeringbahn.at/ 


Wanderung im herbstlichen Wald.



Eine kleine Grotte am Weg.

Vor allem auch Eisenbahnfreaks werden ihre helle Freude an dieser Wanderung haben. Abgesehen von den vielen schönen Eisenbahnbauten sieht man auch immer wieder Züge.


Zug nahe Breitenstein.

Fazit: eine schöne und entspannende Wanderung mit kleineren Kindern. Vor allem im Herbst ist dieser Weg zu empfehlen, weil Sicht und Laubfärbung dann besonders schön sind.

Auf in die Natur!

Mit liebem Gruß
Marie