Jede Woche wird das Haus ein wenig weihnachtlicher

Weihnachten naht mit Riesenschritten und unser Haus stimmt sich auch darauf ein. Nachdem der Außenbereich schon geschmückt wurde, geht es nun innen weiter, jede Woche wird es ein wenig weihnachtlicher.

Heute habe ich das kleine Blumenregal dekoriert. An und für sich stehen dort normalerweise Kakteen und einige andere Zimmerpflanzen. Die Blumentöpfe wurden einfach mit rotem Papier oder roten Bändern geschmückt. Rundherum habe ich großteils weiße Dekoelemente arrangiert, außerdem ein paar Basteleien meiner Kinder.


Die Blumentöpfe bekommen ein weihnachtliches Gesicht mit Schleifen und Bändern.

Einfache Gläser werden mit weißen Kerzen bestückt und mit ein wenig Silberdraht umwickelt. Süß sind die winzigen silbernen Sternchen, die in den Draht eingearbeitet sind.

Einfache Gläser mit Kerzen und Silberdraht geben ein zauberhaftes Bild.


Auch mein Weihnachtskaktus macht mir alle Ehre und blüht pünktlich. Mein Trick (obwohl ich bei Zimmerpflanzen keinen grünen Daumen habe): im Sommer auf die Terrasse stellen und vergessen. Wirklich!


Der Weihnachtskaktus blüht weiß und rosa.

Kleine kitschige Dekoobjekte runden das Bild ab. Ich mag Weihnachten, da darf ich kitschig sein.

Der Mini-Engel kommt gur zur Geltung.



Auch der weiße Mond passt dazu.
 
Meine Dekotipps:
  • Ich nehme, was ich habe und arrangiere es dicht und üppig.
  • Ich bleibe bei einer bis zwei Hauptfarben. Was farblich nicht passt, wird einfach mit Stoff, Papier, Schleifen, etc. farblich abgestimmt.
  • Jede Art von Kinderbasteleien passt immer dazu. Ich stelle alles auf, was meine Kinder so mitbringen. Allerdings wird auch immer wieder aussortiert. Basteleien dürfen und eine Weile begleiten, da werden sie arrangiert, ausgestellt und bewundert. Aber es müssen nicht alle Basteleien für immer und ewig aufgehoben werden.
Hier gibt es noch ein Beispiel für eine rote Tischdeko. Vorweihnachtlich abgestimmt und sehr lecker. Dort gibt es auch die Anleitung für den eingepackten Blumentopf.
 
Eine schöne Zeit wünscht

Marie
 
Auf geht es zu den vielen vorweihnachtlichen Linkpartys. Komm mit, es ist für jeden etwas dabei.

Noch schnell das Weihnachtsbudget aufbessern

Weihnachten ist eine finanzielle Herausforderung und obwohl ich klug plane und gezielt einkaufe, ist der monetäre Aufwand gewaltig. Auf der anderen Seite hat man so viele Dinge zu Hause, die einfach nicht mehr gebraucht werden oder aus denen man selbst bzw. die Kinder herausgewachsen sind - und damit meine ich nicht nur Spielzeug.


Machen wir also einen kritischen Durchgang durch unser Haus, sammeln alles ein, was nicht mehr gebraucht wird, aber noch brauchbar ist - und verkaufen es noch schnell vor Weihnachten.


Gut erhaltene Bücher kann man gut über Rebuy oder Momox verkaufen.


Folgende Dinge lassen sich leicht verkaufen und noch vor Weihnachten zu Geld machen.

* Bücher
* CDs
* Computer- und Konsolenspiele
* Wintersportausrüstung
* Kinderspielzeug
* Dekoartikel
* Elektronisches Spielzeug, Konsolen, etc.

Folgende Anbieter habe ich persönlich schon ausprobiert und damit Erfahrungen gesammelt. Dieser Post ist nicht gesponsert und stellt ausschließlich meine persönliche Meinung dar. Wenn jemand Genaueres über einen Anbieter von mir erfahren möchte, bitte ich um eine Nachricht. Ebenso interessieren mich natürlich eure Erfahrungen brennend - und nicht nur mich! Bitte kommentieren, wo ihr verkauft habt, welche Erfahrungen ihr gemacht habt und was man beachten sollte.


Spielzeug bei lokalen Flohmarktplattformen inserieren.


Bücher, CDs und Spiele habe ich schon bei Rebuy und Momox verkauft. Rebuy zahlt etwas höhere Preise, dafür ist das Mindesankaufsvolumen sehr hoch. Momox zahlt fast nichts, aber man braucht weniger Artikel für das Gratispaket.
Fazit: die Preise sind zwar ein Witz (durchschnittlich 15 cent für ein Buch), aber wenn man richtig viele gut erhaltene Bücher und CDs hat, zahlt es sich aus. Beide Anbieter zahlen auch pünktlich, bei Rebuy wurden mir 2 Artikel unverständlicherweise zurückgewiesen, bei Momox noch kein einziger.

Update: derzeit kann ich Momox leider nicht mehr empfehlen, es werden im Moment zu viele Artikel aus meiner Meinung nach recht fadenscheinigen Gründen abgelehnt. Seltsamerweise handelt es sich immer um die Artikel, für die ein höherer Ankaufspreis gelten würde. Man kann sich die Ware dann auf eigene Kosten zurückschicken lassen (15 Euro!!!), aber das kostet mehr, als der gesamte Verkauf bringt. 

Fazit: Buch- und Medienverkäufe im Internet lohnen sich derzeit meiner Meinung nach nicht, es ist besser (und nachhaltiger), die Dinge bei lokalen Flohmärkten einer sozialen Einrichtung für einen guten Zweck zu spenden.
 
Kleiderkreisel: zu vergessen, schade um die Mühe, ebenso Kleiderkorb. Gebrauchte Kleidung (außer Kinderkleidung) lässt sich nicht verkaufen. Ich habe einige neue Stücke um einen Spottpreis eingestellt, keine einzige Rückmeldung. Aber dafür jede Menge Werbemails und Mails von anderen Anbietern, die mich zum Kauf ihrer Artikel "einladen" wollen. Da mache ich nicht mehr mit, Spam brauch ich wirklich nicht. Kleidung kommt zur Caritas oder zum Pfarrflohmarkt.

Kinderkleidung (vor allem Markenkleidung) und alles weitere habe ich bereits erfolgreich über Willhaben oder den Bazar verkauft. Aber hier muss man mit den Preisen wirklich sehr tief liegen, bei neuwertigen Artikeln maximal 30% vom Neupreis, bei gebrauchten Artikeln rund 10%. Dann gehen die Dinge oft sehr schnell weg. Praktisch ist auch, dass ich diese Artikel nur zur Selbstabholung inserieren kann. Wer etwas möchte, muss kommen, den Artikel anschauen und den Preis bar bezahlen. Damit fällt viel Ärger und Mühe beim Versenden weg.

Kinderkleidung tausche ich aber auch sehr oft mit Bekannten und Freunden, ebenso Sportgeräte und Ausrüstungen, aus denen die Kinder herausgewachsen sind. Ebenso eine Möglichkeit, das Budget aufzubessern. Gerade kleine Kinder merken es definitiv nicht, wenn der Bob oder die Schlittschuhe unterm Weihnachtsbaum nicht nagelneu sind und freuen sich sehr darüber. Größeren Kindern kann man sehr gut erklären, dass nicht nur geschäftsneue Artikel Freude bereiten können.


Kinderspielzeug, vor allem Markenspielzeug lässt sich gut verkaufen, wenngleich der Ertrag auch hier nicht sehr groß ist. Die Menge macht es. Bei Kinderspielzeug hat es sich bewährt, nicht zu große Pakete zu schnüren, sondern mehrere mittelgroße in der Größenordnung von 10 Euro gleichzeitig anzubieten. Wenn ich beispielsweise vier  Legopakete um je 10 Euro inseriere, dann kommen die Leute eher und kaufen eventuell mehr als nur eines. Ein großes Paket um 35 Euro würde sich nicht so leicht verkaufen lassen.

Praktisch ist auch, dass man bei Willhaben Dinge verschenken kann. Beispielsweise eine alte Küche. Das habe ich bei meinem letzten Umzug so gemacht. Da ich die Wohnung leer übergeben musste, die Küche nicht mitnehmen konnte und wollte, aber auch nichts für die Entsorgung zahlen wollte, habe ich sie als gratis inseriert. Bedingung. Abbau und Abholung. Binnen 3 Stunden hatte ich 598 Anfragen, die Küche war binnen zwei Tagen demontiert und abgeholt - und der Abholer hat uns aus Dankbarkeit sogar noch unsere Sofas ins neue Haus transportiert. Dafür haben wir ihm dann noch den alten Kühlschrank geschenkt. Eine richtige Win-Win Situation. Über die Abholung von defekten Haushaltsgeräten habe ich hier schon berichtet.

Ebay habe ich bis vor ein paar Jahren begeistert genützt, großteils war der Ertrag passabel, auch die Versandmodalitäten waren in Ordnung. Seit es eigentlich nur mehr professionelle Anbieter gibt und auch das Bewertungs- und Bezahlsystem so kompliziert wurde, habe ich es aufgegeben. Ich nützte Ebay schon seit einigen Jahren nicht mehr, vor allem, seit es diverse oft lokale Flohmarktseiten gibt.

Ich biete niemals zu sogenannten Psychologiepreisen wie 9,99 an, sondern immer nur gerade Eurobeträge. Viele Kunden wollen handeln, das macht mir auch viel Spaß, aber ich habe immer eine Untergrenze, unter die ich nicht gehe. Es kommt also durchaus vor, dass ein potentieller Käufer unverrichteter Dinge von dannen ziehen muss, wenn er einen Artikel, den ich um 30 Euro inseriert habe, um weniger als 10 Euro kaufen will.

Also: noch kurz vor Weihnachten Platz schaffen und ein wenig Geld dazuverdienen. Der Aufwand hält sich in Grenzen, die finanzielle Seite ist erfreulich, ebenso das gestiegene Platzangebot in Schränken und Regalen.

Mit liebem Gruß

Marie



Lauter Lieblingskekse - heute gibt es Dominosteine! Und: mein Keksgeheimnis

Heute muss ich mein Keksgeheimnis lüften, sonst wird meine Familie böse. Uiii, jetzt werde ich gleich rot. Schamesrot! Denn: in unserer Familie backe ich nur ganz wenige Kekse. Ehrlich! Ich schmücke mich hier also ungeniert mit fremden Federn.




Wer bei uns bäckt? Mein wunderbarer, einzigartiger Ehemann! Wirklich! Warum? - Nun, das kam so.

Als ich meinen Mann kennenlernte, vor weit mehr als 20 Jahren (also quasi gerade den Kinderschuhen entwachsen), konnte er schon kochen. Besser als ich, definitiv. Und er kochte mich gleich so richtig ein...

In unserem gemeinsamen Haushalt war anfangs alle Hausarbeit aufgeteilt, aber im Laufe der Jahre verschob sich die Sache ein wenig zu meinen Ungunsten. Klar, ich blieb zu Hause bei den Kindern, arbeitete lange Zeit nur halbtags, etc. Nur das Keksebacken, das blieb ihm.

Vor ziemlich genau 12 Jahren, im Herbst 2002 war ich als junge Mama mit ganz frischem schreifreudigen Säugling zu Hause und völlig überfordert. Müde, übernächtig, ihr kennt das ja. In allen Jahren davor hatten uns Mütter und Großmütter mit Keksen zu Weihnachten gut versorgt, meist mehr, als wir essen konnten. Allerdings war die letzte Großmutter im Winter davor gestorben und meine Mutter den kompletten Herbst in den USA. Als sie am Beginn des Advents nach Europa zurückkam, war sie so erschöpft, dass sie das Keksbacken in diesem Jahr ersatzlos von ihrer Agenda strich.

Es war also Anfang Dezember und wir hatten keine Weihnachtskekse! Mir persönlich wäre es egal gewesen, ehrlich, ich sehnte mich vor allem nach einer einzigen ruhigen Nacht. Aber mein Mann wollte Kekse. Ich war nicht in der Lage zu backen, war froh, dass ich täglich eine Mahlzeit auf den Tisch bekam und die Wohnung nicht total im Chaos versank. Mein herzallerliebstes, wunderbares, winziges, neugeborenes Schreihälschen Söhnchen beanspruchte schlicht und einfach alle meine Kräfte für sich.

Mein Mann stellte sich also in die Küche und produzierte im Eiltempo die tollsten Kekse. Traumhaft. Und wenn Männer etwas wirklich wollen, dann machen sie es meist perfekt. Alle waren hingerissen, ich am meisten.

Im nächsten Jahr war es nicht viel besser. Frisch schwanger mit Baby Nummer 2 (und Übelkeit von früh bis spät) und den äußerst lebhaften bereits Einjährigen zu Hause - also buk wieder mein Mann die Kekse.

Auch im nächsten Jahr war es so, ein lebhafter Zweijähriger, der untertags kaum eine Minute still war und ein Säugling, der die Nacht zum Tage machte - ein Wunder, dass ich diese Zeit überhaupt überlebte. Mein Mann buk Weihnachtskekse, mittlerweile hatte meine Mutter das Backen völlig aufgegeben und wurde von uns mit Keksen mitversorgt.

So ist es geblieben! Mein Mann bäckt, ich backe auch, aber viel weniger und wenn, dann meist mit den Kindern.

Vielleicht schmecken mir die Kekse deshalb so gut...




Heute stelle ich euch ein Rezept aus der Familie meines Mannes vor: Dominosteine nach Oma Hedwig. Das besondere an diesen Keksen ist, dass sie nicht gebacken werden.

Zutaten für den Teig
  • 2 Eiklar
  • 240 g Staubzucker
  • 140 g geriebene Haselnüsse
  • 100 g geriebenen Schokolade

Zutaten für die Glasur
  • 1 Eiklar
  • 120 g Staubzucker
  • Saft 1/2 Zitrone
  • etwas Schokoglasur

Einen Teig machen, ca. 4 cm dick ausrollen, über Nacht trocknen lassen, in Dominosteine schneiden und glasieren. Zuckerglasur wieder gut trocknen lassen, danach mit ein wenig Schokoglasur das Muster aufspritzen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Marie


Zum Abschluss eine Beruhigung und Aufmunterung für alle frischen Mamas, die manchmal das Gefühl haben, dass sie nie wieder richtig schlafen werden. Keine Sorge, es geht wirklich vorbei! Ab rund einem Jahr schlafen die Kinder durch, natürlich nicht immer und wenn sie krank sind, gibt es auch dann noch unruhige Nächte. Aber der große Graben der Schlaflosigkeit für uns Mamas ist dann vorbei.



Lauter Lieblingskekse - der Klassiker: Vanillekipferln

Zu Schokotalern und Husarenkrapferln durfte ich euch ja schon verführen, heute gibt es den Klassiker: Vanillekipferln.




Das Rezept stammt wieder von meiner Großmutter Maria-Katharina. Es schmeckt himmlisch, ist beim Zubereiten aber ein wenig störrisch. Der Teig bricht leicht, man muss schnell arbeiten, es darf nicht zu warm sein - also definitiv diesmal kein Rezept, bei dem Kinder mitbacken dürfen.

Dafür sind es die besten Vanillekipferln der Welt, garantiert! Gerade weil sie mit ganz wenigen Zutaten auskommen. Nimmt man statt Butter einfach Margarine, sind sie auch vegan, wenngleich der Geschmack darunter leidet.

Zutaten für ca. 2 Bleche:

250 g glattes Mehl
200 g Butter
100 g geriebene Nüsse nach Wahl, Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse
70 g Zucker

Vanillezucker zum Bestäuben.

Den Teig gut abtreiben, 2 Stunden kalt stellen. Dann in der kühlen Küche mit kalten Händen schnell sehr kleine Kipferln formen und im Rohr bei ca. 170°C 8 Minuten backen. Die Kipferln sollen ganz leicht gebräunt sein. Aufpassen, die dünneren Ecken werden sehr schnell dunkelbraun, dann schmecken sie nicht mehr.

Die Kipferln im heißen Zustand in Vanillezucker wälzen! Das ist wichtig, sonst hält der Zucker nicht auf den Kipferln. Hier werden die Hände jetzt zur Abwechslung richtig heiß.

Den Vanillezucker mache ich immer selbst, hier findest du das Rezept dazu.

Je nachdem, welche Nussart man verwendet, schmecken die Kipferln immer wieder anders. Zarter mit Mandeln, etwas kräftiger mit Haselnüssen und ganz besonders würzig mit Walnüssen. Ausprobieren!

Abkühlen lassen und genießen!





Hier gibt es die Rezepte für die Schokotaler und die Husarenkrapferln. Und hier ein Rezept, bei dem auch sehr kleine Kinder mitbacken dürfen.

Eine schöne Adventwoche wünscht


Marie


Natürlich bin ich wieder bei Linkpartys dabei. Komm mit und hol die die tollsten Ideen für den Advent und für Weihnachten.

Jedes Ding einmal in die Hand nehmen - wie Chaos gar nicht erst entstehen kann

Vor einigen Jahren war ich kurzfristig und eigentlich (fast) unangemeldet bei meiner guten Freundin C. zu Besuch. Es war mehr ein Hilfeschrei ihrerseits, der mich zu ihr geführt hatte, ihr Computer hatte völlig überraschend den Geist aufgegeben und ich bot ihr mein Notebook als kurzfristige Überbrückung an.


Ordnung im Kinderzimmer. Die schwierigste Übung.

C. wohnte damals in einer entzückenden Zweizimmerwohnung mit kleinem Garten. Ich hatte diese Wohnung (und C. auch) niemals in einem anderen Zustand als in absoluter Perfektion erlebt. Aufgeräumt, sauber und wunderschön eingerichtet.

Als ich aber an jenem Tag zu C. kam, sah es bei ihr aus, als habe eine Bombe eingeschlagen. Alle Schranktüren waren offen und fast ihr gesamtes Hab und Gut war in der Wohnung verstreut, am Boden, am Tisch, einfach überall. Mir blieb der Mund offen stehen.


Jedes Ding jedes Jahr einmal in die Hand nehmen.


C. hingegen, fröhlich wie immer, grinste mich leicht ramponiert aus ihrem Chaos an und war kein bisschen verlegen. Die Erklärung folgte auch sofort. C. war am Ausmisten, genauer gesagt, am halbjährlichen Reinigen ihrer zauberhaften Wohnung. Gründlich wie C. ist machte sie auch das absolut und kompromisslos.

C. ist der Meinung, dass sie jedes Stück in ihrer Wohnung mindestens einmal im Jahr in der Hand haben muss. Sie reinigt es und überlegt, ob sie es noch brauchen kann. Dann kommt es, perfekt aufgeräumt, wieder an seinen Platz - oder es wandert in den Müll, zum Flohmarkt, etc. Bei C. gibt es keine Gerümpelecken, vergessene Schränke oder nach etlichen Jahren immer noch unausgepackte Umzugskartons. C. nimmt jedes Jahr jedes Ding mindestens einmal in die Hand. Das war also das Geheimnis ihrer zauberhaften Wohnung.


Aufgeräumt lebt es sich leichter.

An diesem Tag ging ich recht nachdenklich nach Hause. Ich bin, so wie C., ein ordentlicher und organisierter Mensch, aber so radikal hatte ich die Dinge noch nie betrachtet.

Seither ist das ein wenig auch mein Credo geworden: jedes Ding jedes Jahr einmal in die Hand nehmen. Manchmal stelle ich es dann wieder zurück, ohne eine Entscheidung getroffen zu haben. Aber ich habe es bewusst zu Kenntnis genommen.

Mit der - zugegebenermaßen radikalen - Einstellung von C. ließe sich so manches Haushaltschaos in den Griff bekommen. Eigentlich würde es so gar nicht entstehen, denn ein großer Haushalt und das dazugehörige Chaos kommen ja nicht über Nacht. Jede von uns hat klein begonnen, mit dem eigenen Schreibtisch, dem eigenen Zimmer, der ersten eigenen kleinen Wohnung. Das große Haus mit den vielen Kindern und dem Chaos kamen doch zugegebenermaßen erst viel später.


Jedes Ding jedes Jahr mindestens einmal in die Hand nehmen, reinigen und darüber nachdenken, ob man es noch braucht. Ein guter Vorsatz fürs nächste saubere und aufgeräumte Jahr.

Mit liebem Gruß

Marie