Ran an die Samen!

Noch ein Gartenpost diese Woche. Vielleicht ist es meinen lieben Lesern schon aufgefallen, dass ich erstens: den Winter nicht wirklich mag (ich bin ein Kind des Sommers und der Wärme!) und es zweitens: schon kaum mehr erwarten kann, dass das Gartenleben wieder losgeht. Aber so wie es aussieht, werde ich mich noch ein klein wenig gedulden müssen.

Trotzdem, jetzt ist Zeit, die Samen zu sortieren, neue zu kaufen und zu bestellen und den Pflanzplan vor allem für den Gemüsegarten zu machen.


Meine Samenbox. Ganz einfach nachzumachen.


Außerdem säe ich die ersten Pflanzen aus. Wirklich. Ich habe 8 schöne helle und nicht allzu warme Fensterbretter (keine Heizkörper darunter, da Fussbodenheizung), auf denen meine Babypflanzen wunderbar gedeihen, ohne zusehr zu vergeilen.


Die ersten Babypflanzen! Jaa!


Mein Mann lacht mich jedes Jahr wieder aus, wenn ich schon im Jänner Gemüse aussäe. Und jedes Jahr haben wir die schönsten Gemüsebeete in der ganzen Nachbarschaft! Hihi!


Gemüsebeet Anfang Juni.


Der erste Schwung ist schon fertig. Ich verwende dazu halbe Toilettpapierrollen, die ich mit Anzuchterde und etwas Sand fülle und in eine Plastikbox stelle. Einfach und kostengünstig. Die Papierrollen halten gerade so lange, bis die Pflanzen in die Erde kommen, dort lösen sie sich schnell auf.

Vorteil ist auch, dass ich die Plastikboxen bei sehr schönem Wetter zeitweise schon im März stundenweise ins Freie stellen kann. Das härtet die Pflanzen ab, macht sie stark und widerstandsfähig.

Generell habe ich festgestellt, dass vor allem bei einjährigen Blumen die selbst aus Samen gezogenen Pflanzen deutlich widerstandsfähiger sind, beispielsweise Tagetes, Ringelblumen, etc. Es lohnt sich also, diese selbst anzusetzen, außerdem ist es billiger.

Einen schönen Jännertag wünscht

Marie

Update: Paprika- und Pfefferonipflanzen überwintern

Vor einiger Zeit habe ich ausführlich über meine Paprika- und Pfefferonipflanzen berichtet. Da sie in unserem Klima zwar wunderschön wachsen, die Früchte aber meist nicht ausreifen, habe ich eine Pflanze letztes Jahr versuchsweise zweijährig gezogen.


Pfefferoni im September. Wunderbares Laub und unreife Früchte.

Genauer gesagt: ich habe eine Pflanze im Herbst ausgegraben und im warmen Zimmer überwintert. Sie hat es gut ausgehalten, auch wenn es anfangs so aussah, als ob sie den Geist aufgeben würde.


Pfefferonipflanze im Topf Anfang April.

Im Frühjahr wurde sie wieder ausgepflanzt.

Fazit: es bringt nichts. Die zweijährige Pflanze hat im Freien genauso schnell (oder langsam) Blüten angesetzt wie die einjährige, auch die Früchte haben sich genauso entwickelt. Um Paprika in unserem Klima wirklich gut ausreifen zu lassen, braucht man einfach ein Glashaus.

Heuer versuche ich eine andere Strategie: ich pflanze eine extrem früh reifende Sorte an und suche den absolut sonnigsten Platz für sie. Mal sehen...

Mit liebem Gruß

Marie

Mein Garten im Jänner - der Frühling ist schon in den "Startlöchern"

Mein Garten bietet im Jänner nicht viel Spannendes - dachte ich. Der Schnee ist schon wieder geschmolzen, derzeit herrscht Schmuddelwetter mit Temperaturen etwas über dem Gefrierpunkt, Regen, Schneeregen, Nebel und Sturm. Wobei: für heute ist Sonnenschein und ruhigeres Wetter angesagt, endlich wieder einmal.

Also raus in den Garten, es gibt genug zu tun. Die sommerblühenden Sträucher werden erst jetzt geschnitten, damit sie dem Garten im Winter ein wenig mehr Struktur geben - und damit sie nicht ganz so stark wachsen. Je später im Jahr man schneidet, desto geringer der Zuwachs im nächsten Jahr.

Außerdem schneide ich in den nächsten Tagen und Wochen auch alles zurück, was bisher noch stehen bleiben durfte, alle Stauden, Gräser, etc. Diese bieten derzeit noch vielen Nützlingen ein Winterquartier, und einen im Herbst total ausgeräumten Garten finde ich einfach schrecklich. Vor allem rund um den Teich stehen noch Gräser, Schilf und Staudenreste.


Rund um den Teich stehen noch die dürren Stauden.


So, jetzt aber zu den vielen Babypflanzen und Austrieben, die ich schon entdecken konnte - und ein paar Blüten habe ich auch für Euch. Der immerblühende Garten ist zwar nach wie vor ein Wunschtraum, trotzdem finden sich immer wieder kleine unermüdliche Winterblüher.

Überall entdecke ich bereits die Spitzen der vielen Zwiebelblumen, die ich seit Jahren pflanze und die sich eifrig vermehren dürfen. Hier die Narzissen im Rosenbeet. Auch der Girsch (im Hintergrund) ist trotz Mulchdecke schon wieder da (seufz!).


Narzissen im Rosenbeet.

In einer kühlen dunklen Ecke treibt der Kren bereits aus, flankiert von kleinen Zwiebelblumen, die sich hier von selbst angesiedelt haben müssen. Bin gespannt, was herauskommt.


Kren und ??? Was das wohl wird?

Ein kleines Stück weiter öffnet die Akkelei ihre ersten Blätter. Akkeleien habe ich erst im Garten etablieren müssen, es gibt rundherum kaum welche. Aber der robuste Samen aus dem Garten meiner Eltern ist schnell aufgegangen. Heuer wird es die ersten Blüten geben, ich freue mich schon darauf. Und hoffentlich gefällt es der Akkelei so gut, dass sie sich dann selbst weiter aussamt.


Die Akkelei öffnet zaghaft die ersten Blätter.

Unter dem Eukalyptus hat sich eine kleine Bergenie angesiedelt. Zarte rosa Blüten zeigen, dass ihr der Platz behagt.


Rosa Blüten der Bergenie.

Die Hasel blüht! Ein untrügliches Zeichen für den Beginn des Vorfrühlings.


Haselblüte im "Wäldchen".

Unter der Hasel, in meinem kleinen "Wäldchen" zeigen sich erste Austriebe des Lungenkrauts.


Dicke Knospen am Lungenkraut.

UND: sie sind DAAAAAA! JAAAAA! Die ersten Schneeglöckchen! Noch ganz zaghaft, aber damit ist der Frühling zumindest botanisch nicht mehr weit.


Schneeglöckchen! Jaa!


Die Weide hat schon samtige kleine Kätzchen. Rund um den Aschermittwoch schneide ich dann ein paar Zweige für den Osterstrauß, aber nicht zu viele, denn die blühende Weide ist für die Bienen extrem wichtig und eine erste Nahrungsquelle nach dem Winter.


Die Palmkätzchen treiben schon aus.

Der Vorfrühling ist da! Auch wenn es sicherlich noch Zeiten mit Eis und Schnee und Kälte geben wird - der Frühling ist in Reichweite.

Einen schönen Vorfrühlingstag!

Marie

Noch ein kurzer historischer Exkurs zum Begriff  "in den Startlöchern stehen": früher, als es in der Leichtathletik noch keine Startmaschinen gab (das sind diese Dinger, mit denen die Kurzstreckenläufer ihren Tiefstart machen, wo sie sich also mit ihren Füßen abstoßen), gruben die Athleten kleine Löcher in die Aschenbahnen, um den Start besser zu erwischen und sich gut wegdrücken zu können. Daher der Begriff "Startlöcher graben" oder "in den Startlöchern stehen" für jemanden (oder etwas), der kurz davor ist loszustarten.

Wunderbar für Wintertage - Geschnetzeltes mit Pilzen

In einem Beitrag über meine Menüplanung habe ich ein Foto gepostet, zu dem ich immer wieder Anfragen bekomme. "Bitte um das Rezept!" Gerne, hier ist es.


Geschnetzeltes mit frischen Pilzen



Ein gutes, schnelles und gesundes Rezept für die ganze Familie. Ich habe Eierschwammerln (Pfifferlinge) verwendet (wir hatten sie am Wochenende davor selbst gefunden), aber man kann auch Champignons oder andere Pilze nehmen, ganz nach Geschmack und Verfügbarkeit.

Zutaten für 4 Portionen
  • 600 g Hühnerfilet oder Truthahnfilet
  • mindestens 500 g Pilze oder Schwammerln
  • 4 EL Rapsöl
  • 2 EL Mehl
  • 1/4 l Sauerrahm
  • 1/4 l Suppe
  • Salz, Pfeffer
  • frische Petersilie
Eierschwammerln putzen, waschen, kurz in Essigwasser aufkochen und abseihen. Dieser Schritt ist nur bei Pfifferlingen notwendig, weil sie sonst bitter schmecken.
Hühnerfilets in Streifen schneiden, salzen, pfeffern und in Rapsöl anbraten. Aus der Pfanne nehmen.
Mit dem verbliebenen Öl, Mehl und Suppe eine sogenannte Einbrenn herstellen (wie heißt das in Deutschland?), Fleisch und Pilze dazugeben und alles etwa 10 Minuten auf kleiner Flamme dünsten.
Rahm einrühren, abschmecken, mit viel Petersilie garnieren.

Guten Appetit!

Marie

Natürlich bin ich wieder bei Linkpartys dabei.

Komm mit in meinen Garten

Seit 2011 bin ich glückliche Gartenbesitzerin. Ich bin zwar mit Gärten und Gartenarbeit aufgewachsen, dieser jedoch ist mein erster eigener und daher etwas ganz Besonderes.

Mein Garten ist nicht besonders groß, rund 500 m2, für städtische Verhältnisse allerdings riesig. Er ist lang und schmal, ein typischer Reihenhausgarten eben. Aber gerade durch seine Länge bietet er sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten.

2011 war der Garten eine totale Wildnis. Wunderschön, romantisch und völlig verwachsen. Nach und nach gestalteten mein Mann und ich das Grundstück nach unseren Wünschen. Dabei versuchten wir, so viele Gehölze wie möglich zu erhalten und den Garten nicht völlig "auszuräumen".

Hier findest du verschiedene Posts über meinen Garten. Gestaltung, Ernte, Pflanzen, Impressionen und vieles mehr.

Viel Spaß beim Stöbern.
Marie




Der immerblühende Garten
Maries Garten im Oktober
Gärntnern ohne Garten - Bella Venezia
Ein Flachdach begrünen
Maries Garten im Feber
Blaue Kartoffeln
Grünes für unbelichtete Räume
Sträucher richtig schneiden
Paprika und Pfefferoni