Donnerstag, 21. Januar 2016

Die unsichtbare Magnetwand

Schon lange wollte ich Magnetfarbe ausprobieren, irgendwie ergab es sich aber nie. Vor einiger Zeit hüpfte dann aber doch eine Dose in meinen Einkaufswagen. Die Farbe ist relativ teuer, rund 21 Euro für 500 ml, obwohl sie im Angebot war. Bei dem Preis hoffte ich auf ein sehr gutes Ergebnis, in diversen Zeitschriften und Blogs sah ja immer alles ganz leicht aus.




Ich probierte die Farbe an drei Standorten aus: im Vorzimmer unmittelbar neben der Türe, im Wohnbereich an unserer Familienwand und in einem Kinderzimmer. Überall sollte die Magnetwand quasi unter der Wandfarbe verschwinden.




Das Auftragen der Farbe war recht einfach, nur das Aufrühren gestaltete sich zur Monsterarbeit. Rühren, rühren, rühren, die Farbe ist schwer und zäh, damit die Metallpartikel gut verteilt waren.

Nach zwei Anstrichen probierte ich die Magnete aus - Fehlanzeige. Keine Haftung. Also zwei weitere Anstriche aufgebracht, nun haften sehr starke Magnete recht gut.

Nachdem alles zwei Tage ordentlich durchtrocknen konnte, schliff ich die (doch etwas raue) Oberfläche leicht an und übermalte die Magnetfarbe mit normaler Wandfarbe.





Fazit: es sieht gut aus, man sieht allerdings einen leichten Ansatz, weil die Magnetfarbe doch recht dick gestrichen werden musste. Eventuell schleife ich diesen noch einmal nach, mal sehen. Schwächere Magneten halten gar nicht, starke schon, allerdings darf hier auch maximal ein Stück Papier dazwischen sein. Mit der Magnetkraft einer Magnettafel oder eines Kühlschranks ist der Lack nicht zu vergleichen, obwohl ich extra vier Anstriche aufbrachte.

Für die Magneten kaufte ich extra starke Bastelmagneten, teuer aber kräftig, und gestaltete sie mit Materialien, die zu Hause waren.




Im Zimmer meines Sohnes wurden Legosteine zweckentfremdet. Passend zum Farbschema in grün und grau, die Magnetwand ist unsichtbar und nur er weiß, wo etwas haftet. Hoffentlich finden die diversen losen Zettel jetzt hier eine Heimat.




Im Wohnbereich kamen uralte blaue Glassteine zur Anwendung, die noch in irgendeinem Kasten schlummerten. Irgendwann waren sie die Dekoration eines Wassergartens für den Tisch.







Die graue Farbe ist nicht die Magnetfarbe, sondern normale Wandfarbe, die darüber gestrichen wurde. Um die vielen Zettel und Zettelchen, Infos und Termine zu organisieren, gibt es bei uns schon seit Jahren eine Wand, an der alles befestigt wird, solange es aktuell ist. Damit die vielen Einzelelemente einen Zusammenhalt haben, werden sie durch das graue Farbfeld begrenzt. Im Moment hängt gar nicht so viel dort wie sonst, dafür sind alle Infos aktuell.
Die Magnetfarbe selbst ist dunkelgrau, an den Spuren an der Farbdose kann man den Ton erkennen.




Die Magnete klebte ich in beiden Fällen mit Superkleber an die Glassteine bzw. Legosteine. Hält sehr gut.

Fazit: recht teuer, recht gutes Ergebnis, aber kein Projekt, das unbedingt sein müsste. Manchmal hat man Ideen und die Umsetzung erweist sich als wahres Geniestück. Einfach, kostengünstig und mit Superergebnis. Diese Projekt zählt eher zu jenen, die zwar Spaß machen und im Endeffekt auch nett aussehen, aber maximal das Prädikat "ganz in Ordnung" verdienen. Hauptgrund für die mittelprächtige Bewertung ist, dass die Magneten nicht wirklich so stark haften, wie es wünschenswert wäre. Schade.

Projektkosten
Bastelmagneten (klein) - 6 Euro für 12 Stück
Magnetfarbe 500 ml - 21 Euro (Die Farbe reicht bei vier Anstrichen - die notwendig sind, sonst hält gar nichts! - für rund 1 m2 Magnetwand)
Glassteine und Legosteine - vorhanden
Superkleber - 5 Euro

Bei uns braust der Winter über das Land. Letzten Jänner war mein Garten schon in den Startlöchern, heuer schläft noch alles unter einer Schneedecke. Perfektes Wetter für Indoor - Projekte.

Morgen startet wieder die neue Linkparty "Von Tag zu Tag" #8, ab sofort mit Bildern. Ich freue mich auf alle, die mitmachen wollen.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.





Dienstag, 19. Januar 2016

Kinderkunst

Meine Kinder malen und basteln viel, auch aus Schule und Kindergarten kamen und  kommen immer wieder Werke mit nach Hause. Je nach Phantasie der Lehrer und dem Willen des Kindes sind diese Kunstwerke wunderschön, hübsch oder einfach nur fürchterlich. (Obwohl ich das natürlich niemals so sagen würde!)

Um meinen Kindern eine Möglichkeit zu bieten, ihre Werke zu präsentieren, gibt es bei uns seit vielen Jahren wechselnde Ausstellungen. Hier ist ein Beispiel zu sehen.

Ein paar der Werke allerdings sind so schön, dass sie permanent bleiben dürfen. Weil ich in der letzten Woche damit begann, die neue Galleriewand rund um den (endlich an die Wand gehängten) Flachbildfernseher zu gestalten, gelangten auch zwei uralte Kunstwerke zu neuen Ehren.




Das erste Kunstwerk ist das definitiv allererste Bild, das eines meiner Kinder jemals gemalt hat. Es stammt aus einer Babyspielgruppe, die mein damals knapp Einjähriger mit mir und mit großem Eifer besuchte. Einen Nachmittag lang durften sie mit Fingerfarben auf großen Packpapierbögen klecksen. Ein Erlebnis.




Gerührt und engagiert wie junge Eltern sind, rahmten wir das große Bild sofort und es hing fast zwölf Jahre in unserem alten Vorzimmer. Dort war es vor Sonnenlicht sicher, daher erhielten sich die Farben sehr gut.




Nach dem Umzug wollte ich es nicht wieder aufhängen und so ruhte es jetzt mehr als ein Jahr am Dachboden. Bei der Gestaltung meiner Wand erinnerte ich mich daran und beschloss, es mit Erlaubnis meines Sohnes natürlich, ein wenig zu verkleinern. Nun schmückt ein Teil davon die Wohnzimmerwand, wenn man genau hinsieht, ist auch die winzigkleine Patschhand gut zu erkennen.




Das zweite Kunstwerk stammt von meinem kleineren Sohn, der sehr genau und geduldig ist und - im Gegensatz zu mir - sogar mit Nadel und Faden etwas anfangen kann. Ein zauberhaftes kleines Herz, wunderschön gearbeitet, hergestellt im Werkunterricht mit etwa 8 Jahren. Es bekommt den Platz neben der allerersten "Kleckserei".




Da das Herz sehr zart ist und der Hintergrund auch wenig Kontrast bietet, musste ich das Passepartout ein wenig anpassen. Gute Passepartouts kannt man sehr einfach mit guter Acrylfarbe einfärben, das Ergebnis ist absolut streifenfrei und gleichmäßig. Ich verwende immer die Acrylfarben von Winsor und Newton, Profiqualität, man braucht sehr wenig davon und das Ergebnis stimmt.




Die Acrylfarben auf einem einfachen Porzellanteller im gewünschten Farbton anmischen und relativ schnell verarbeiten, Acryl trocknet sehr schnell. Mit einem breiten Borstenpinsel gleichmäßig auf dem Passepartout verteilen, trocknen lassen, fertig.




Generell bin ich kein Fan davon, das ganze Haus wahllos mit Kinderkunst zu schmücken und jedes Fitzelchen, das meine Kinder jemals produziert haben, gnadenlos aufzuheben. Aber eine Auswahl an wirklich schönen Werken präsentiere ich gerne.




Nebeneffekt: die Kinder sind unheimlich stolz darauf, etwas wirklich Schönes geschaffen zu haben. Etwas, das zwischen "Erwachsenenkunst" und "echten" Bildern bestehen kann und dort auch noch gut aussieht. Sie selbst sind ja ihre stärksten Kritiker und wissen meist sehr genau, ob sie bei einem Kunstwerk ihr Bestes gegeben haben.

Die Rahmen sind von Ikea, Modell Knoppäng. Der Preis ist moderat und die Bilderrahmen sind auch in den Ecken leidlich schön gearbeitet. Das "Glas" ist zwar nur Kunststoff, hat aber den großen Vorteil, dass es kaum spiegelt, was es für Aquarelle und zarte Bilder besonders geeignet macht. Das Passepartout ist schön geschnitten und relativ dick, somit lassen sich kleine dünne Kunstwerke sehr schön präsentieren. Mit professionellen Rahmen aus einem Rahmengeschäft lassen sie sich aber natürlich nicht vergleichen, weder von der Verarbeitung noch vom Preis.

Die Galleriewand wächst langsam rund um den Fernseher, weitere Ideen dazu folgen.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.






Montag, 21. Dezember 2015

Flammkuchen - und: die Weihnachtslinkpartys sind noch offen! Mach mit!

In den letzten Tagen vor Weihnachten habe ich selten Zeit und Lust, um viel zu kochen. Schnell muss es gehen, gesund muss es sein (zu Weihnachten wird dann ohnehin immer viel zu viel gegessen) - und gut schmecken muss es trotzdem.




Eines meiner Lieblingsrezepte für die schnelle Küche ist Flammkuchen. Der Teig ist leicht und schnell fertig, der Belag kann beliebig variiert werden und eignet sich auch zur Restelverwertung. Der Flammkuchen ist kalt und warm ein Genuss, was in den letzten Tagen oft wichtig ist, wenn alle Familienmitglieder noch zahlreiche Termine und Verpflichtungen haben. Außerdem lässt er sich, in handliche Stücke geschnitten, auch perfekt beim Christbaumschmücken vertilgen.




Rezept für ein ganzes Blech.

Teig:
500 g Mehl
1 Ei
Salz
1 EL Öl
Wasser nach Bedarf (ca. 1/8 l)

Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten und dünn auf einem Blech ausrollen.

"Unterlagssauce":
1 Becher Sauerrahm
1 EL Honig
1 Knoblauchzehe
Salz und Gewürze nach Geschmack

Die Unterlagssauce dünn auf dem Teig ausstreichen. Sie soll kräftig, würzig schmecken, da der Flammkuchen ansonsten kaum mehr gewürzt wird. Der Honig macht die Sache würzig mit leicht süßem Geschmack, wer das nicht mag, lässt den Honig einfach weg.

Belag:
Alles, was das Herz begehrt und im Kühlschrank verfügbar ist. Ich hatte noch ein halbe Zucchini (von einer Suppe) und ein paar Tomaten übrig. Dazu frisches Basilikum, das Stöckerl habe ich schon für die Weihnachtsfeiertage besorgt. Frisches Basilikum ist im Garten derzeit leider nicht zu finden.

Kurz und heiß backen, etwa 10 bis 15 Minuten bei 200 °C Umluft. Hier muss man den eigenen Herd ausprobieren, je nach Teigdicke und persönlichem Geschmack (etwas weicher oder sehr knusprig) kann die Backzeit beträchtlich variieren.

Guten Appetit!

Meine beiden Linkpartys sind noch offen. Mach mit!

Hier kannst du alle deine weihnachtlichen und vorweihnachtlichen Köstlichkeiten verlinken. Rezepte ohne Ende. Mach mit!

Rezepte Linkparty


Hier findest du traumhafte Ideen für Weihnachten und die stillste Zeit im Jahr. Dekorationen, Geschenke und alles rund um Weihnachten. Verlink deine Projekte und finde tolle Anregungen für dein Zuhause.

Weihnachts Linkparty
Mit liebem Gruß
Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.