Medien entrümpeln

Der Herbst ist bei mir auch eine Zeit, in der ich - genauso wie im Frühjahr - viel in Haus und Garten herumräume. Kleidung und Bettwäsche muss für die kommenden Saisonen hergerichtet werden, viele Dinge sind einzuwintern oder wieder hervorzuholen, eine wunderbare Gelegenheit, um Klar Schiff zu machen.




Wie schon oft gesagt: ich lebe in einem prinzipiell sauberen, organisierten, aufgeräumten Haus, wie vermutlich die meisten von euch. Und trotzdem gibt es Ecken und Nischen, Regale, Kästen und Bereiche, in denen sich ganz still und heimlich ein wenig Chaos breitmachen will. Zunächst fast unbemerkt, dann natürlich irgendwann extrem lästig.

Derzeit organisiere ich unsere Medien neu. Im Laufe der Zeit haben sich einfach viel zu viele Bücher, CDs, DVDs, Spiele und Zeitschriften angesammelt. Obwohl wir oft und gerne in Leihbüchereien lesen und ausleihen, findet doch immer und immer wieder ein Buch, eine Zeitschrift, eine DVD den Weg in unser Zuhause.

Bei unserem Umzug vor mehr als zwei Jahren wurde zwar recht gründlich aussortiert, gleichzeitig aber der Bücherschrank auch wieder ordentlich aufgestockt, weil wir mit dem alten Haus auch eine riesige Bibliothek übernahmen.

In den letzten Wochen und Monaten ärgerte ich mich ständig über irgendwelche Medien. Was ich suchte, fand ich nicht gleich. Ständig lag etwas irgendwo herum und wenn ich etwas Neues kaufen wollte oder geschenkt bekam, fand ich dafür keinen Platz. Eine unerfreuliche Situation.

Lösung 1: neue Regalsysteme anschaffen und alles gründlich sortieren. Problem: wir haben keinen Platz für zusätzliche Regale, gar keinen Platz. Oder unser kleines locker und luftig möbliertes Häuschen wird zum Bücherlager. NEIN!!!




Lösung 2: Entrümpeln. Ojeee, da waren meine drei Männer aber wenig begeistert. Vor allem, was DVDs und CDs betrifft. Man kann zwar fast alles ausleihen und streamen aber die hunderten Medienscheiben waren tabu. Hmmmh.

Also, was tun?

Zunächst einmal räumte ich vor einigen Monaten eine ganze Menge Medien, Bücher, CDs etc. in die dritte Reihe ganz unten im Regal bzw. packte hunderte CDs in Kisten auf den winzigen Dachboden. Dann wartete ich ab. Was geschah??? Richtig, niemandem ging auch nur ein Stück ab. Gelesen wurde, was leicht zugänglich war und natürlich hauptsächlich Neues bzw. ältere Klassiker. Die gesamten Bücher, die man quasi wie Soletti kauft, kann man nach einem Mal Lesen getrost entsorgen.




Für CDs fand ich bald eine Lösung, die meine Männer zufriedenstellte. Mittels eines kleinen Gratistools kopierte ich alle CDs verlustfrei auf eine externe Festplatte. Alle können darauf zugreifen und sich nun für Handy oder Ipod ganz schnell eigene Playlists zusammenstellen. Wichtig ist, die Medien nicht nur in ITunes hineinzuspielen, sondern richtig zu kopieren. Ich verwendete dazu das Gratisprogramm EAC (Exakt Audio Copy), das schnell und einfach zu bedienen ist. Man muss aber bedenken, dass das Speichern fast in Echtzeit geschieht, es dauert also richtig lange. Dafür läuft das Programm bequem in Hintergrund, wenn man nicht gerade extrem speicherintensive Programm offen hat (bei mir sind das meine Grafik- und Zeichenprogramme), kann man es während der normalen Arbeit erledigen. Extrem kopiergeschützte CDs kann man nicht digitalisieren, aber da wir schon länger keine CDs mehr kaufen sondern nur mehr einzelne Titel sind die meisten CDs schon ein paar Jahre alt.


Für DVDs fand ich bisher keine praktikable Lösung, die auch der Fernseher dann von der Festplatte abspielen kann. Hier suche ich noch und möchte dann auch die Filme speichern. Wer hat Erfahrungen mit dem digitalen Speichern von Filmen? Und wie kann man diese dann bequem zum Fernseher transferieren? Mitsamt den Menüs und Auswahlmöglichkeiten und ohne Verluste? Und natürlich NICHT mit einem illegalen Programm, bitte.

Die CDs lassen sich dann, zwar nur um ein paar Cent, aber immerhin, bei Rebuy oder Momox verkaufen.

Bei Büchern ging und gehe (ich bin definitiv noch nicht fertig) ähnlich vor. Alles, was wir sicherlich nicht mehr lesen werden, wird verkauft oder verschenkt. Eine tolle Idee sind die offenen Bücherkästen, die es bei uns an fast jeder Ecke gibt. Ein Verkauf einzelner Bücher oder Medien über Online - Plattformen wie eBay oder Willhaben lohnt sich definitiv nicht, es ist viel Aufwand, das meiste wird nicht gekauft und für den Rest bekommt man auch nur wenige Cent. Antiquariate sind nur dann zu empfehlen, wenn man wirklich viele, interessante, gut erhaltene oder seltene alte Bücher hat.

Mit Flohmärkten oder speziellen Bücherflohmärkten an sich habe ich keinerlei Erfahrung, ich bin keine Flohmarkt - Verkäuferin. Eventuell könnte das aber interessant sein, wenn man sehr viele Medien zu verkaufen hat. Man kann natürlich auch Medien an karitative Flohmärkte spenden, in den meisten Pfarren, Frauenhäusern und sozialen Einrichtungen finden solche Flohmärkte regelmäßig statt. Auf Flohmarkt.at findet man alle aktuellen Termine in seiner Umgebung.

Die besten Bücher, die Lieblingsbücher, gute aktuelle Nachschlagewerke und Klassiker dürfen bleiben, ebenso unsere vielen Garten- und Kochbücher.

Zu Erfahrungen mit Momox und Rebuy ist folgendes zu sagen: die Preise sind wirklich teilweise extrem niedrig (15 cent pro Buch, wenn überhaupt), aber wenn man viel loswerden will, lohnt es sich trotzdem. Manchmal erlebt man auch eine Überraschung, wenn ein eigentlich völlig uninteressantes Buch plötzlich 5 oder 6 Euro Wert ist. Das Eingeben der ISBN ist mühsam, die Varianten mit Scanner fürs Handy nicht wirklich ausgereift. Der Versand ist relativ problemlos, man druckt einen Retourenaufkleber aus und gibt das Paket im Hermes Shop oder bei DHL ab. Die meisten Medien werden anstandslos akzeptiert, ich versende nur - in meinen Augen - einwandfreie Medien und nur ein einziges Mal wurde von Rebuy ein Artikel nicht angenommen. Die Bezahlung erfolgt in einem angemessenen Zeitraum, etwa zwei bis drei Wochen nach Einsendung. Schneller leider nicht, Rebuy ist etwas besser, bei Momox dauert es wirklich fast schon zu lange. Beide akzeptieren Verkäufe ab einer Summe von 10 Euro für den Gratisversand.

Aber vorsicht: beide Firmen haben Algorithmen im Hintergrund laufen, die Waren wiedererkennen. Das bedeutet, dass man Artikel, die man verkaufen will, ja nicht zuerst "prüfen" darf, um sie später zu verkaufen. Das Programm meldet dann einen erhöhten Verkaufswillen, was den Preis sofort drückt bzw. den Verkauf sogar unmöglich macht.

Beispiel: ich stellte einen großen Berg Medien zusammen, öffnete beide Fenster (Momox und Rebuy) und prüfte Artikel für Artikel, wo ich einen besseren Preis bekommen würde. Alle von beiden nicht akzeptierten Artikel sortierte ich aus, den Rest in zwei Stapel.
Am nächsten Tag wollte ich die Stapel dann endgültig verkaufen - und plötzlich akzeptierte Momox etwa die Hälfte der Bücher nicht mehr ("diesen Artikel kaufen wir leider derzeit nicht an"), bzw. bot wesentlich geringere Preise als noch am Vortag. Wichtig: Ware, die man verkaufen will, sofort in den Einkaufswagen legen, man kann den Verkauf ja auch später abschließen.
Bei Rebuy allerdings passierte es mir mehrfach, dass Artikel, die schon im Einkaufswagen lagen, bei der Endabrechnung dann doch nicht mehr akzeptiert wurden oder plötzlich einen geringeren Preis hatten - "leider können wir xyz nicht ankaufen" - "der Preis von xyz ist jetzt leider nur mehr ...". Das ist lästig, vor allem, wenn man die Mindestsumme dann nicht mehr erreicht.

Update: derzeit kann ich Momox leider nicht mehr empfehlen, es werden zu viele Artikel aus meiner Meinung nach recht fadenscheinigen Gründen abgelehnt. Seltsamerweise handelt es sich immer um die Artikel, für die ein höherer Ankaufspreis gelten würde. Man kann sich die Ware dann auf eigene Kosten zurückschicken lassen, aber das kostet mehr, als der gesamte Verkauf bringt. 

Noch ein Update: beide Firmen, sowohl Momox als auch Rebuy, werden ziemlich unfreundlich, wenn man Dinge länger im Warenkorb liegen lässt, ohne den Verkauf abzuschließen (weil man beispielsweise noch Sachen sucht, um auf den Mindestankaufspreis zu kommen). Man erhält im Tagesrhythmus Emails, dass der Preis sinkt und Waren aus dem Verkaufskorb gelöscht werden, etc. Nach dem Motto: "Ihre Artikel verlieren täglich an Wert (O-Ton Rebuy)". Auch keine sehr nette Praxis. 

Fazit: Verkäufe im Internet lohnen sich derzeit meiner Meinung nach nicht, es ist besser (und nachhaltiger), die Dinge bei lokalen Flohmärkten einer sozialen Einrichtung für einen guten Zweck zu spenden.

Meine Lösung für das (nicht virtuelle) Medien - Dilemma:
  • Zeitungen - am besten mindestens 1x pro Woche ins Altpapier
  • Zeitschriften - auch regelmäßig aussortieren, mindestens 1x pro Jahr ordentlich dezimieren, dann ins Altpapier, eventuell auch (rechtzeitig) an Seniorenclubs etc. spenden (aber nicht, wenn sie schon total veraltet sind)
  • Kataloge - alles, was nicht aktuell ist, wandert ins Altpapier
  • Bücher -  Klassiker und Lieblingsbücher dürfen bleiben, der Rest kann entweder verschenkt (Kinderbücher an jüngere Kinder), zu Flohmärkten gebracht, im Internet verkauft oder einem Antiquariat angeboten werden. Echter Mist bitte auch ins Altpapier, hier ist es schade um jeden Gedanken, den man noch daran verschwendet
  • CDs und DVDs kann man digitalisieren, wenn es den Aufwand lohnt. Vieles lässt sich streamen oder um ein geringes Entgelt online für einen gewissen Zeitraum ausborgen. Oft will man einen Film ohnehin nur einmal ansehen. Gut erhaltene Medien kann man verkaufen oder spenden, kaputte oder wirklich schlechte wandern in den Restmüll

Wer mehr zum Thema schnelles Entrümpeln lesen will: hier gibt es die 5-Tage-Challenge. In fünf Tagen etliche Kilo weniger Zeugs im Haus. Garantiert, schnell und völlig schmerzlos.


http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2015/02/5-tage-mini-organisations-challenge.html


Nächstes Monat geht es mit dem Kinderspielzeug weiter.Auch eine riesige Herausforderung, vor allem, wenn die Kinder größer werden. Zu diesem Thema darf ich bei Annette als Gastbloggerin auftreten. Annette hat eine tolle Aktion ins Leben gerufen - 1000 Teile raus - schaut doch dort einmal vorbei, es gibt vieles zu Entdecken.

Mit herbstlichem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil. Danke an die Veranstalter!

Aus 2 mach 1 - Wohnungssanierungen im Altbau

Wien ist bekannt für seine Architektur der Gründerzeit, also die Zeit ab 1860 bis 1914, als der alte Kaiser beschloss, das sogenannte Glacis zu bebauen und binnen weniger Jahrzehnte tausende Häuser entstanden. Zu damaligen Zeiten - Wien war immerhin die Hauptstadt eines wirklich großen Reiches und hatte mehr als 2 Millionen Einwohner - waren diese Wohnungen absoluter Luxus. Es gab fließendes Wasser in jeder Wohnung. Nur zwei bis vier Wohnungen teilten sich ein eigenes Wasserklosett. Alle Zimmer waren natürlich belichtet. Jede Einheit hatte eine eigene Kochgelegenheit. Die Stiegenhäuser waren groß, breit und aus nichtbrennbaren Baustoffen. Viele Errungenschaften, die man heute für selbstverständlich hält, damals aber wirklich eine unglaubliche Verbesserung der Lebenssituation darstellten, wenngleich diese Wohnungen anfangs nicht ganz billig waren.

Einige dieser Gründerzeithäuser waren als richtige Repräsentationsgebäude gestaltet, mit riesigen Wohnungen, Zimmerfluchten mit großen zweiflügeligen Türen, Raumhöhen - vor allem in der Beletage - von über vier Metern und entsprechend großen Fenstern. Der weitaus größere Teil der Häuser war aber zur Vermietung an weniger betuchte Leute vorgesehen und viele Wohneinheiten bestanden nur aus einem Zimmer, aus Zimmer + Küche, oder aus Zimmer + Küche + Kabinett.




Heutzutage sind diese Wohnungen natürlich absolut nicht mehr in dieser Form bewohnbar und dürfen, soferne sie kein Fließwasser haben, auch gar nicht mehr vermietet werden. Manchmal hat man aber das Glück, dass man zwei nebeneinanderliegende Wohnungen kaufen, diese zu einer verbinden und eine richtig tolle Stadtwohnung daraus machen kann.

Genau so etwas stelle ich euch heute vor.




Die beiden Wohnungen bestanden in Wohnung 1 aus einer Küche und einem Zimmer, Wohnung 2 nur aus einem Kabinett. Bereits vor etlichen Jahren wurde zwischen Wohnung 1 und Wohnung 2 ein Durchgang geschaffen, allerdings gab es weder Bad noch WC im Wohnungsverband. Das WC befindet sich am Gang.

Der Vorschlag, um aus diesen beiden winzigen Wohnungen eine tolle kleine Wohnung für ein bis zwei Personen zu schaffen, war
  • ein kleines Stück Gang dazuzukaufen - das war in diesem Fall möglich - und dort ein Vorzimmer unterzubringen
  • die Verbindungstüre zwischen dem Kabinett und dem Zimmer zuzumauern
  • in die ehemalige Küche ein WC einzubauen
  • einen Teil des Kabinetts abzutrennen, um ein Bad zu gewinnen
  • die Küche in das Zimmer zu integrieren und so eine offen Wohnlandschaft zu bekommen
  • Stauraum befindet sich im ehemaligen Küchenbereich vor der Badezimmertüre
Das alles auf nicht einmal ganz 44 m2. Natürlich hat diese Wohnung etliche Punkte, die nicht optimal lösbar sind, beispielsweise das wirklich kleine Schlafzimmer, in das nur ein Bett mit 160/200 hineinpasst. Dafür hat man auf 44 m2 eine echte getrennt begehbare 2-Zimmer-Wohnung, was normalerweise erst ab mindestens 50 m2 gut möglich ist. Durch das Einbeziehen des kleinen Gangstücks konnte ein Vorzimer geschaffen werden, das noch dazu natürlich belichtet ist. Die Wohnung kann querdurchlüftet werden - ganz wichtig - und das Schlafzimmer ist in den ruhigen Innenhof hin orientiert. Ein Vorteil, da die Wohnung doch an einer mäßig befahrenen Straße liegt.




Die Grundrisse mit Möblierung wurden übrigens mit Floorplaner gestaltet, ein praktisches kleines Gratisprogramm, das jeder leicht bedienen kann. Damit kann man auch als Laie leicht einen Grundriss gestalten und Möblieren. Die Schemazeichnungen sind mit einem CAD Programm erstellt.

Bei den 3D Ansichten kann man die Wände weniger hoch darstellen, um besser in die Zimmer zu sehen.




Wer also gerade sein Zuhause plant oder umgestalten möchte, ist mit diesem Tool recht gut beraten. Mit ein bisschen Geduld kann man nette Ergebnisse erzielen.

PS: der Post ist NICHT gesponsert, ich zeige euch einfach nur eine gute Möglichkeit, um leicht ein paar Ideen zu finden. Für den Profibereich darf und kann die Software auch gar nicht in dieser Form angewendet werden. Für den Privatbereich reicht die Gratisversion aus und liefert hübsche Ergebnisse.


 

Linkparty #11 ist noch offen, außerdem freue ich mich über alle neuen Linkpartys, die hier gesammelt werden. Mach mit, präsentiere deine Projekte oder deine neue Linkparty.

Mit liebem Gruß
Marie

Linkparty Sammlung: hier kannst du alle deine Projekte wunderbar präsentieren

Linkpartys sind eine wunderbare Möglichkeit, um seine Projekte einer breiteren Leserschaft zu präsentieren und neue Leute, Ideen und Blogs kennenzulernen. Außerdem sind sie Ideensammlungen, vor allem die vielen Linkpartys, die ein saisonales oder eng begrenztes Thema haben. Hier kann man beispielsweise hunderte Keksrezepte an einem Ort finden, die tollsten Ideen für Babylätzchen, Gartengestaltungen, Projekte für Haustiere, wunderbare Fotos, Urlaubsdestinationen und vieles mehr.





Seit einiger Zeit sammle ich Linkpartys zu allen Themen. Saisonal oder monatlich, einmalig oder wiederkehrend, allgemein oder zu einem ganz speziellen Thema. Für jeden Blog und jedes Projekt ist eine Linkparty dabei.

Wenn du auch eine tolle Linkparty gibts oder kennst, dann verlinke sie doch bitte gleich hier. Somit können alle davon profitieren. Nur zwei Einschränkungen gibt es: die Party muss derzeit noch offen oder zumindest aktuell sein und sie muss sich in irgendeiner Weise mit DIY, Home, Familie, Kindern, Kochen, Gestalten beschäftigen - also Themen rund um Familie, Haus, Garten, Selbermachen, Kreativität und dem täglichen Leben.




Mit liebem Gruß
Marie

Herbst




Es herbstelt. Laut Wetterbericht soll heute der letzte warme Tag sein, leider. Wenn es nach mir ginge, könnte es ruhig rund ums Jahr 20°C+ haben, aber leider wohne ich nicht in den Tropen. Also genieße ich die Sonne mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse und plane die Herbstdeko und Bepflanzung.

Einige Ideen und Posts stellte ich schon in den letzten Jahren vor. Basteln und Dekorieren, Leben mit Kindern, Garten im Herbst und vieles mehr.

Komm zu mir auf die Terrasse , nimm Platz, mach es dir gemütlich, trink mit mir eine virtuelle Tasse Kaffee (oder Tee, wenn dir das lieber ist) und schau dich ein wenig bei mir um.

Ich freue mich, dass du da bist.

Marie



Mein Garten im Oktober
Herbstdeko für den Tisch
Pilze einlegen
Hochbeete bauen
Sträucher schneiden
Grünes für unbelichtete Räume
Herbst in den Cottotöpfen
Ziegelmauer im Garten
Leselust
Potato Wedges
Projektplanung
Immerblühender Garten
Herbstdeko
Wanderung auf den Semmering
Bröselknödel

Speisekammer - kleine Räume mit großer Wirkung

Ich bin in der glücklichen Lage fast neben der Küche eine winzigkleine Speisekammer zu haben. Mehr einen kleinen Raum unter der Treppe, der aber dunkel, gut gelüftet und gleichmäßig temperiert ist. Eine absolute Notwendigkeit, da unser kleines Cottage keinen Keller hat. Irgendwo muss man ja seine Sachen deponieren.



Als wir unser Häuschen übernahmen, sah die Speis so aus. Oh mein Gott!




Dann stellte sich heraus, dass die darüberliegende Treppe im Ansatz leider völlig durchgemorscht war, also sah es so aus.




Dann fiel noch die Seitenwand um. Normal bei Baustellen in alter Bausubstanz, aber lustig war es nicht, ehrlich nicht. Ich war so geschockt, dass ich nicht einmal ein Foto machte. Die Baufirma stellte die Wand auch blitzschnell wieder neu auf, weil ja der Termin für die neue Stiege schon fixiert war - hach, wer kennt das nicht, eine Überraschung nach der anderen beim Bauen. Spannend, niemals langweilig und furchtbar teuer.

Bevor wir dann einzogen, malten wir die Speis weiß aus, montierten provisorisch ein paar Regale und fertig. So blieb die kleine Kammer nun fast zwei Jahre. Ein praktisches aber bisher nicht wirklich durchdachtes und vor allem ziemlich grobes Provisorium.




Vor einer Woche machten wir uns daran, dem Raum ein neues Gesicht zu geben. Zunächst wurde alles, wirklich alles ausgeräumt und der Fliesenboden, der leider in Kontakt mit einem (teuren!) Rotwein kam, ordentlich gereinigt. Katze Lilith sei Dank, wir wischen den Barolo vom Boden auf statt ihn zu trinken.

Auch ein Grund, um Vorräte etc. besser zu verstauen und sicher zu verwahren. Unsere Tiere sind einfach überall und wenn Hund Katze jagt, geht schon einmal etwas zu Bruch.




Weil normale Dispersion oder Innenraumfarbe im täglichen Gebrauch (vor allem in engen Räumen und Durchgängen) sehr schnell unansehnlich wird, entschieden wir uns für eine abwaschbare Latexfarbe. Zunächst war ich skeptisch, zu sehr erinnerte mich die Farbe an gatschgrüne ekelige abwaschbare Turnsaalgarderoben meiner Schulzeit. Heutige Latexfarbe hat aber mit der ursprünglichen Ölfarbe wirklich gar nichts mehr gemein. Sie ist farbenfroh, leicht zu verarbeiten und in verschiedenen Oberflächen zu erhalten. Im seidenmatten Finish ist sie von Innenraumdispersion kaum zu unterscheiden, aber sehr gut zu reinigen.




Wir kombinierten weiße Latexfarbe mit einem Rest roter, die uns von Küche und Kamin übrig geblieben war. Dazu weiße Regalschienen und weiße Sesselleisten. Ich liebe diese klassischen Sesselleisten im AltWienStil. Wenn man die rohen Leisten kauft und selbst lackiert, sind sie kaum teurer als einfache Sesselleisten, dafür Vollholz und hundertmal schöner. Kleiner Luxus auch in der Speis.




Die Regale bleiben aus hellem Naturholz und sind nur klar lackiert. Unbehandelte Bretter haben sich absolut nicht bewährt, sie sind nicht reinigbar und für eine Speis ungeeignet.




So sieht die Speis also derzeit aus. Fliesenboden wieder ordentlich sauber und alle Fugen frisch versiegelt. Rückwand rot, der Rest der Wände weiß. Sockelleisten weiß, Regalschienen weiß, ein einfache Lampe, die aber gutes Licht gibt.




Betreffend Funktionen und Aufbewahrungslösungen überlege ich schon seit einigen Wochen, was wir brauchen und wie wir das umsetzen. Dazu mehr, wenn alles eingeräumt ist.

Die Türe fehlt auch noch. Zunächst wollten wir eine einfach Schiebetüre montieren, sind von der Idee aber wieder abgekommen. Da der Eingang extrem schmal ist und zusätzlich noch etliche haustechnische Nischen Beachtung finden müssen, werden wir ein leichte Lamellendrehtüre selbst bauen. Pläne gibt es schon, die Ausführung lässt noch auf sich warten, DIY dauert seine Zeit. Dafür bekomme ich genau die Lösungen, die ich will.

Fortsetzung folgt jedenfalls.

Und ihr? Wer renoviert, malt, verschönert oder dekoriert sein Haus? Wer hat noch Ideen, Projekte oder Tipps? Bitte gleich hier verlinken.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Linkparty #11 Von Tag zu Tag ist noch offen. Mach mit und zeig uns deine Projekte. Ich freue mich!